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	<title>Andys Wortgeflecht</title>
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	<description>“Es ist schon alles geschrieben, nur noch nicht von jedem!“</description>
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		<title>Andys Wortgeflecht</title>
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		<title>Zitat der Woche (KW 45, 2009) – von Bud Spencer</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 20:03:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortgef(l)echt Helden, Stars und Entertainer]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate & Wortgef(l)echte der Woche anno 2009]]></category>
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		<description><![CDATA[„Ich bin körperlich zwar 80, aber 28 im Gehirn!“
Tja, lieber Bud, da geht es Dir vermutlich wie den meisten Leuten. Ich fühle mich im Kopf auch wie 14, dabei bin ich doch schon&#8230; aber lassen wir das. Schließlich geht es hier um Dich, den größten Fäustejongleur der 1970er und 80er, mit dessen Schlagfertigkeit bestenfalls noch die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=3261&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:center;"><strong><em><span style="color:#008000;">„Ich bin körperlich zwar 80, aber 28 im Gehirn!“</span></em></strong></p>
<div id="attachment_3263" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3263" title="Brummbär Bud Spencer, wie man ihn kennt und liebt" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/bud-spencer-04.jpg?w=300&#038;h=241" alt="Brummbär Bud Spencer, wie man ihn kennt und liebt" width="300" height="241" /><p class="wp-caption-text">Brummbär Bud Spencer, wie man ihn kennt und liebt</p></div>
<p>Tja, lieber Bud, da geht es Dir vermutlich wie den meisten Leuten. Ich fühle mich im Kopf auch wie 14, dabei bin ich doch schon&#8230; aber lassen wir das. Schließlich geht es hier um Dich, den größten Fäustejongleur der 1970er und 80er, mit dessen Schlagfertigkeit bestenfalls noch die coolen Sprüche Deines langjährigen Partners <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/03/28/zitat-der-woche-kw-13-2009-%e2%80%93-von-terence-hill/" target="_self"><strong><span style="color:#0000ff;">Terence Hill</span></strong></a> mithalten konnten.</p>
<p>Am 31. Oktober 2009 feiert Bud Spencer bereits seinen 80sten Geburtstag. Anlässlich seines runden Jubiläums gibt es hier auf <a href="http://ilmberger.wordpress.com/" target="_self"><strong><em><span style="color:#000000;">Wortgef<span style="color:#ff0000;">l</span>echt.de</span></em></strong></a> einen kleinen Rückblick auf die letzten 80 Jahre aus Sicht des brummbärigen Haudegens.</p>
<h2>Die jungen Jahre des Multitalents Carlo Pedersoli</h2>
<p>Bud Spencer ist Schauspieler&#8230; und Komponist&#8230; ach ja, und Sänger, Gitarrenspieler, Jurist, Drehbuchautor, Leistungsschwimmer, Modedesigner sowie Film- und Musikproduzent ist er außerdem&#8230; und sogar Erfinder! Genau genommen versteht er sich auch als Fuhrpark-Vorarbeiter, Sekretär, Bibliothekar und Fließbandarbeiter!?</p>
<p>Doch von Anfang an. <span id="more-3261"></span>Wie die meisten Wesen der Gattung Mensch beginnt auch er als Baby, und zwar am 31. Oktober 1929 in der Altstadt von Santa Lucia in Neapel (Italien) – allerdings nicht als Bud Spencer, sondern mit seinem echten Namen Carlo Pedersoli. Sein Vater ist als Fabrikant in Neapel tätig, aber mit Beginn des 2. Weltkrieges laufen die Geschäfte zunehmend schlechter und so zieht die vierköpfige Familie Pedersoli – 1934 kam noch ein Schwesterchen hinzu – nach Rom, um dort neu anzufangen. Der kleine Carlo entdeckte bereits in Neapel seine Leidenschaft für den Schwimmsport, hier in Rom findet er nun mit Lacio einen Verein, der sein Talent entsprechend fördert. Dementsprechend entwickelt sich Wasser zu seinem wichtigsten Grundelement.</p>
<p>Mit bestandenem Abitur beginnt Carlo Pedersoli an der römischen Universität ein Chemie-Studium, welches er allerdings nach wenigen Monaten wieder abbrechen muss. Seine Familie will raus aus dem zerstörten Nachkriegs-Europa und zieht lieber gen Südamerika. Der 17-jährige Carlo mutiert dort zum wahren Globetrotter und schlägt sich mit zahlreichen Jobs durchs Leben: in Rio de Janeiro (Brasilien) arbeitet er am Fließband, in Buenos Aires (Argentinien) verleiht er Bücher in einer Bibliothek und in Montevideo in Uruguay verdient er sich sein Geld als Sekretär in der italienischen Botschaft.</p>
<div id="attachment_3265" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3265" title="Carlo Pedersoli ist in den 1950ern der Schwimmstar Italiens" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/bud-spencer-00.jpg?w=300&#038;h=172" alt="Carlo Pedersoli ist in den 1950ern der Schwimmstar Italiens" width="300" height="172" /><p class="wp-caption-text">Carlo Pedersoli ist in den 1950ern der Schwimmstar Italiens</p></div>
<p>Nach zwei Jahren hat Carlo Pedersoli die Rumreiserei satt. Gereift und mit Heimweh im Herzen kehrt er 1948 zurück nach Rom. Zunächst schreibt er sich wieder an der römischen Universität ein, dieses Mal wählt er das Fach Rechtswissenschaft. Vor allem aber will Carlo ins Wasser und schwimmen, schwimmen, schwimmen&#8230; Sein Schwimmverein Lazio, bei dem übrigens auch der kleine Mario Girotti (also Terence Hill) seine ersten Wellen schlägt, baut den auf 1,94 Meter gewachsenen Carlo Pedersoli zum echten Starschwimmer auf und praktisch auf Anhieb holt er sich die italienischen Meistertitel in den Disziplinen Brustschwimmen und 100-Meter-Freistil. Letzteren Titel wird Carlo bis zum Ende seiner Schwimmlaufbahn 1957 nicht mehr abgeben. Zudem ist er der erste Italiener, der mit 59,5 Sekunden die 100 Meter unter einer Minute schwimmt.</p>
<h2>Die ersten Schritte eines Star-Schwimmers in der Film-Branche</h2>
<p>Carlos sportlicher Ruhm dringt sogar bis zur Filmbranche durch und so darf er 1951 in dem in Italien abgedrehten Monumentalfilm &#8222;Quo Vadis&#8220; (mit Robert Taylor, Deborah Kerr und Peter Ustinov als Nero) eine kleine Statistenrolle bekleiden – in der Leibgarde von Kaiser Nero. Im Laufe seiner Schwimmkarriere bekommt Carlo Pedersoli noch die ein oder andere Minirolle in italienischen Produktionen, doch bis dato ist die Schauspielerei bestenfalls schmückendes Beiwerk in seiner Sportler-Vita.</p>
<p>In erster Linie ist Carlo Pedersoli Schwimmer – und was für einer. Neben den bereits erwähnten italienischen Meistertiteln gewinnt Carlo 1951 bei den Mediterranen Spielen die Silbermedaille in 100-Meter-Freistil. Bei den olympischen Sommerspielen 1952 in Helsinki und 1956 in Melbourne erreichte er zudem jeweils das Halbfinale. Dazwischen gewinnt Carlo Pedersoli 1954 mit Lazio die italienische Meisterschaft im Wasserball. Doch im Alter von 27 hängt Carlo seine Badehose überraschend an den Nagel und begründet seinen Entschluss mit den Worten: <strong><em><span style="color:#008000;">„Denn kommt der Ruhm zu schnell, steigt er einem leicht zu Kopf. Bei mir war es kurz davor.“</span></em></strong></p>
<h2>Selbstfindungsphase und Familiengründung des Carlo Pedersoli</h2>
<p>Bevor Carlo Pedersoli seine Koffer packt, promoviert er 1957 noch zum Doktor in Rechtswissenschaft – dann zieht er wieder über den großen Teich nach Südamerika. Wohl um den kopfverdrehenden Ruhm besser verarbeiten zu können, lässt er sich als Vorarbeiter in einem Fuhrpark einstellen, der dem Bau der Panamericana (amerikanisches Autobahnprojekt von Alaska bis Feuerland) angehört. Danach arbeitet der sportliche Jura-Doktor mit Schauspieltalent noch in Caracas (Venezuelas) in einer Autofabrik. Das geht so bis 1960, dann geht Carlo Pedersoli wieder zurück nach Rom. In der ewigen Stadt heiratet der Heimkehrer die sechs Jahre jüngere Maria Amato, die Tochter des populären Filmproduzenten Peppino Amato (größter Erfolg: &#8222;La dolce Vita&#8220; von 1960). Das frisch getraute Ehepaar lernte sich eigentlich schon vor 15 Jahren kennen, findet aber erst jetzt zueinander und ist bis zum heutigen Tag miteinander verheiratet. Ihr Erstgeborener Giuseppe kommt 1961 auf die Welt, ein Jahr später folgte dann das Töchterchen Christiana und 1972 das Nesthäkchen Diamante.</p>
<p>Doch zunächst wieder zurück ins Jahr 1960. Vom Film will Carlo Pedersoli trotz seines berühmten Schwiegervaters aus der Filmbranche weiter wenig wissen. Zwar übernimmt er im selben Jahr wieder eine Statistenrolle in dem Monumental-Epos &#8222;Hannibal&#8220;, in dem übrigens auch Mario Girotti ohne gegenseitigem Wissen des anderen mitwirkt, doch berufen fühlt sich Carlo Anfang der 1960er von der Musik. Für den italienischen Ableger des Plattenlabels RCA komponiert der Hüne überwiegend neapolitanische Volkslieder und Schlager für die damaligen Stars. Nebenbei tourt Carlo mit seiner Gitarre durch Kneipen und singt seine eigenen Volkslieder. Als 1964 sein Schwiegervater stirbt, kündigt Carlo Pedersoli den Plattenvertrag mit der RCA und tritt in seine Fußstapfen: er gründet eine eigene Filmfirma und produziert überwiegend Tierdokumentarfilme für den italienischen Fernsehsender RAI.</p>
<h2>Wie aus Carlo Pedersoli plötzlich Bud Spencer wurde</h2>
<p>Eines schönen Tages des Jahres 1967 trifft Carlo Pedersoli den Regisseur Giuseppe Colizzi, ein Bekannter seiner Frau. Die beiden kommen ins Gespräch und Colizzi unterbreitet Carlo ein Angebot, das er nicht ablehnen kann: er wolle einen Spaghetti-Western mit dem Titel &#8222;Gott vergibt, wir beide nie&#8230;!&#8220; drehen, zusammen mit einem jungen aufstrebenden Schauspieler namens Mario Girotti und er suche für ihn noch einen adäquaten Partner. Nach ein paar Überlegungen stimmt Carlo Pedersoli schließlich zu. Weil die Filmproduzenten aber planen, den Western auch international zu vermarkten, sollen sich die beiden Hauptdarsteller über Nacht jeweils einen amerikanisch klingenden Namen aus einer Liste mit 20 Vorschlägen aussuchen. Mario Girotti entscheidet sich für Terence Hill, weil ihm der Name gefällt und er die Initialen des Namens seiner deutschen Mutter Hildegard Thieme beinhaltet. Carlo Pedersoli kann dieser Liste hingegen wenig abgewinnen, obwohl er grundsätzlich gerne einen Künstlernamen hätte, damit sein echter Name nicht durch den Kakao der Öffentlichkeit gezogen wird. Und so überlegt er&#8230; bis er bemerkt, dass die US-amerikanische Filmlegende Spencer Tracy ja sein Lieblingsschauspieler ist. Um darauf zu kommen, braucht er ein Bier – ein Budweiser, um genau zu sein, übrigens Carlos favorisierte Marke. Und so fällt es dem Ex-Schwimmer wie Schuppen aus dem Bart: er nennt sich von nun an Bud Spencer.</p>
<h2>Bud Spencer und Terence Hill: Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft und Filmkarriere</h2>
<p>&#8222;Gott vergibt, wir beide nie&#8230;!&#8220; ist eigentlich ein ernster und blutiger Western mit einer Altersfreigabe von FSK 18. Der Nachfolge-Western des neuen Duos Bud Spencer und Terence Hill mit dem Namen &#8222;Vier für ein Ave Maria&#8220; (1968) hat bereits deutlich komödiantischere Züge, der 1969 abgedrehte dritte Teil &#8222;Hügel der blutigen Stiefel&#8220; kehrt hingegen wieder zu den brutalen Wurzeln des Erstlings zurück. Nach diesen drei Teilen erkennen die Filmproduzenten wohl, dass der zweite und witzigste Teil am besten beim Publikum ankam. In der Konsequenz bringen sie Teil 1 und 3 noch einmal mit flapsigeren Dialogen, geändertem Filmtitel, geschnittenen Action-Szenen und niedrigerem FSK 16 erneut in die Kinos. Außerdem wagt man 1970 mit &#8222;Die rechte und die linke Hand des Teufels&#8220; nun endgültig den Schritt in Richtung Haudrauf-Western-Komödie – es ist quasi der erste Streifen mit dem typischen Spencer/Hill-Stil und es bedeutet für beide den endgültigen Durchbruch im Filmgeschäft. Die Fortsetzung &#8222;Vier Fäuste für ein Halleluja&#8220; toppt die immensen Einspielergebnisse des Vorgängers sogar noch und so ist das Erfolgsrezept des schlagkräftigen Gespanns schnell in Stein gemeißelt.</p>
<div id="attachment_1575" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1575" title="Das erfolgreichste Filmduo der 1970er und Freunde fürs Leben: Bud Spencer und Terence Hill" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/03/terence-hill-bud-spencer-02.jpg?w=300&#038;h=206" alt="Das erfolgreichste Filmduo der 1970er und Freunde fürs Leben: Bud Spencer und Terence Hill" width="300" height="206" /><p class="wp-caption-text">Das erfolgreichste Filmduo der 1970er und Freunde fürs Leben: Bud Spencer und Terence Hill</p></div>
<p>Insgesamt 15 Filme entstehen so zwischen 1967 und 1985, die &#8211; abgesehen von den Produktionen aus den 1960ern &#8211; alle der sprücheklopfenden „Faustformel“ gehorchen. Zu den Highlights ihres gemeinsamen Schaffens gehören zum Beispiel &#8222;Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle&#8220; (1972), &#8222;Zwei wie Pech und Schwefel&#8220; (1974), &#8222;Zwei sind nicht zu bremsen&#8220; (1978), &#8222;Das Krokodil und sein Nilpferd&#8220; (1979), &#8222;Vier Fäuste gegen Rio&#8220; (1984) sowie &#8222;Die Miami Cops&#8220; (1985). Während dieser Zeit gelten Terence Hill und Bud Spencer als das erfolgreichste Film-Duo überhaupt.</p>
<p>Natürlich dreht Bud Spencer auch noch zahlreiche andere Projekte ohne Terence Hill in dieser Epoche, was aber eigentlich nur am Fehlen seines Partners erkennbar ist – die Filme selbst sind stilistisch praktisch genauso gestrickt wie die Klopper-Streifen des Duos. Berühmtheit erlangen von den Solo-Filmen unter anderem &#8222;Auch Engel essen Bohnen&#8220; (1973), die &#8222;Plattfuß&#8220;- Quadrilogie (1974 bis 1979), &#8222;Sie nannten ihn Mücke&#8220; (1979) oder &#8222;Buddy haut den Lukas&#8220; (1980).</p>
<h2>Was Carlo Pedersoli so treibt, wenn er gerade nicht Bud Spencer heißt</h2>
<p>Nebenbei entwickelt die Privatperson Carlo Pedersoli eine neue Leidenschaft: das Fliegen. Inspiriert durch diverse Filme macht er zwischen 1975 und 1977 einen Pilotenschein für Helikopter und Flugzeuge und erwirbt zudem Fluglizenzen in den USA und in der Schweiz. Unter dem Namen &#8222;Mistral Air&#8220; gründet er 1981 sogar eine eigene Fluggesellschaft, die er aber bereits1984 an die italienische Post verkauft. Zusätzlich betätigt sich Carlo als Erfinder und meldet im Laufe der Jahre bis 1990 die Patente einer Einwegzahnbürste, eines Jagdgewehrs sowie eines speziellen Türschlosses an.</p>
<h2>Von der großen Kinoleinwand auf den kleinen TV-Bildschirm</h2>
<p>Mitte der 1980er nutzen sich die Prügelkomödien allerdings zusehends ab. Jeder Spruch scheint schon mal gerissen, jeder Hieb geschlagen. Der Film &#8222;Die Miami Cops&#8220; von 1985 beendet vorerst die gemeinsame Karriere von Terence Hill und Bud Spencer. Während sich Terence Hill mit Projekten wie &#8222;Keiner haut wie Don Camillo&#8220;, &#8222;Renegade&#8220; oder &#8222;Lucky Luke&#8220; noch respektabel auf der Kinoleinwand in die 1990er rettet, flüchtet sich Bud Spencer nach dem wenig spektakulären Fantasy-Film &#8222;Aladin&#8220; (1986) lieber auf die Fernsehbildschirme, das aber mit Erfolg. Zunächst klärt er als Versicherungs-Detektiv in &#8222;Jack Clementi – Anruf genügt&#8220; von 1988 bis 1989 spektakuläre Fälle. Von 1990 bis 1993 läuft dann in Italien die sehr erfolgreiche Serie &#8222;Zwei Supertypen in Miami&#8220;, in denen Bud Spencer die ersten sechs Folgen zusammen mit Philip Michael Thomas (&#8222;Miami Vice&#8220;) und die letzten sechs Folgen mit Michael Winslow (der Geräuschakrobat aus &#8222;Police Academy&#8220;) auf Verbrecherjagd geht. Die Drehbücher zu diesen Fernsehserien schreibt übrigens er selbst oder sein Sohn Guiseppe Pedersoli.</p>
<h2>Der Lebensabend Bud Spencers zwischen Film, Musik und Politik</h2>
<p>Wohl der guten alten Zeiten zuliebe lässt sich Bud Spencer 1994 von Terence Hill dazu überreden, einen neuen Western im einstigen Prügelformat abzudrehen. Doch der Comeback-Versuch des Duos mit dem Titel &#8222;Die Troublemaker&#8220; scheitert an einem schwachen Drehbuch und fällt beim Publikum gnadenlos durch. Bud Spencer versucht es daraufhin lieber wieder beim Fernsehen. Und so setzt sich der alternde Prügelknabe Bud Spencer 1996 einen Heiligenschein auf und produziert wieder zusammen mit Philip Michael Thomas die sechsteilige TV-Serie &#8222;Zwei Engel mit vier Fäusten&#8220;. Eigentlich hätte sich der bärbeißige Schauspieler so langsam den Ruhestand verdient, doch Carlo Pedersoli steckt noch voller Tatendrang, nimmt 2003 zum Beispiel eine selbst komponierte und eingesungene <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/05/420-jahre-geschichte-tontrager-radio-vor-edisons-phonographen-bis-nach-apples-ipod-%e2%80%93-teil-2-von-1945-bis-heute/" target="_self"><strong><span style="color:#33cccc;">Musik-CD</span></strong></a> mit neapolitanischen Liedern auf. 2005 versucht er sich sogar noch als Regional-Politiker in Rom für die Partei &#8222;Forza Italia&#8220;. Doch die Genossen von Silvio Berlusconi liegen zu dieser Zeit so gar nicht im Trend. Außerdem wirft man Carlo Pedersoli vor, die Politik mit dem Show-Business zu verwechseln – letztendlich scheitert er unspektakulär.</p>
<div id="attachment_3267" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-3267" title="Bud Spencer zusammen mit Rick Kavanian und Nora Tschirner in &quot;Mord ist mein Geschäft, Liebling&quot; " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/bud-spencer-03.jpg?w=500&#038;h=241" alt="Bud Spencer zusammen mit Rick Kavanian und Nora Tschirner in &quot;Mord ist mein Geschäft, Liebling&quot; " width="500" height="241" /><p class="wp-caption-text">Bud Spencer zusammen mit Rick Kavanian und Nora Tschirner in &quot;Mord ist mein Geschäft, Liebling&quot; </p></div>
<p>Diverse Geldprobleme treiben Carlo Pedersoli als Bud Spencer außerdem immer wieder mal vor die Kamera, zumeist in eher kleinen und für ihn untypisch seriösen Rollen. Das gilt zumindest bis 2008, wo er plötzlich wieder in einer komödiantischen Nebenrolle als Mafioso für den deutschen Kinofilm &#8222;Mord ist mein Geschäft, Liebling&#8220; mit Rick Kavanian, Christian Tramitz und Nora Tschirner vor der Kamera steht.</p>
<p>Außerdem stellt uns das einstige Kult-Duo Terence Hill und Bud Spencer seit nunmehr vier Jahren einen weiteren gemeinsamen Film mit dem Titel &#8222;Dr. Jekyll und Mr. Hyde&#8220; in Aussicht. Bud Spencer erzählt: <strong><em><span style="color:#008000;">„Die Grundidee ist, dass Terence Hill und ich als Jekyll und Hyde im Gefängnis sitzen. Ein Arzt erfindet eine Pille für das Gute und eine für das Schlechte. Doch dem Arzt kommen die Pillen abhanden und unsere Charaktere vermischen sich.“</span></em></strong> Worauf die beiden allerdings immer noch warten, um dieses Projekt zu verwirklichen, ist nicht bekannt. Denn auch wenn Terence Hill immer noch ein unvergleichlich hübscher Jungdynamiker ist (siehe auch die <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/03/28/zitat-der-woche-kw-13-2009-%e2%80%93-von-terence-hill/" target="_self"><strong><span style="color:#0000ff;">Biographie von Terence Hill</span></strong></a> auf <a href="http://ilmberger.wordpress.com/" target="_self"><strong><em><span style="color:#000000;">Wortgef<span style="color:#ff0000;">l</span>echt.de</span></em></strong></a>) und sich Bud Spencer trotz seiner 80 Lenze wie 28 fühlt, wäre doch so langsam nicht der schlechteste Zeitpunkt für einen gemeinsamen großen Showdown, bevor doch noch die schlagkräftigen Argumente ausgehen. Deshalb feiert beide noch schön Eure runden Geburtstage (Terence Hill wurde im März 70) und dann ran ans Werk! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align:right;"><strong><em>© Andy Ilmberger, Oktober 2009</em></strong></p>
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		<title>This is Halloween &#8211; Die Geschichte zur Nacht der Toten</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 21:45:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8222;Süßes oder Saures!&#8220; Diese Drohung wird man in der Nacht vom 31. Oktober zum 01. November des Öfteren hören &#8211; denn es ist schaurig schönes Halloween! Wieder mal eine kommerzielle Unsitte, die aus den USA zu uns herüberschwappte ? Nein, im Gegenteil! Schenkt man den Mythologien Glauben, basiert Halloween auf einem heidnischen Fest der Kelten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=376&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="color:#ff6600;"><img class="size-full wp-image-3253 alignleft" title="Schaurig-schönes Halloween..." src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2008/10/halloween-spezial.jpg?w=300&#038;h=142" alt="Schaurig-schönes Halloween..." width="300" height="142" />&#8222;Süßes oder Saures!&#8220;</span></em></strong> Diese Drohung wird man in der Nacht vom 31. Oktober zum 01. November des Öfteren hören &#8211; denn es ist schaurig schönes Halloween! Wieder mal eine kommerzielle Unsitte, die aus den USA zu uns herüberschwappte ? Nein, im Gegenteil! Schenkt man den Mythologien Glauben, basiert Halloween auf einem heidnischen Fest der Kelten namens Samhain. In dieser Nacht soll es den Geistern aus dem Reich der Toten möglich gewesen sein, Kontakt mit den Lebenden aufzunehmen.<span id="more-376"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;">
<p style="margin:0;">Innerhalb der Keltenstämme hat sich dieser Geister-Glauben bei den Iren am längsten gehalten und die haben ihn bei ihren Auswanderungswellen nach Nordamerika dorthin mitgenommen. Der großen Lobby der Irländer in den USA ist es wohl zu verdanken, dass sich dieser Brauch in Windeseile übers ganze Land verbreitete und nun dort zelebriert wird wie in keinem anderen Land. Und weil USA eine Weltmacht ist und wir Europäer schon ganz schön amerikanisiert sind, exportieren uns nun die Amis unseren eigenen Totenkult zurück – klingt komisch, ist aber so!</p>
<p style="margin:0;"> </p>
<p style="margin:0;">Warum Halloween nun aber Halloween heißt und nicht Samhain, wie es die Kelten betitelten, liegt vermutlich an Allerheiligen, welches auf den 1. November fällt. Die Iren nennen diesen Feiertag „All Hallows’ Even“ (Allerheiligenabend), aus dem sich später das Wort Halloween entwickelte. An diesem Abend sollen Gebete, Geschenke und gute Taten die Leiden der Toten im Fegefeuer lindern. Nimmt man all diese (unbestätigten) Erkenntnisse zusammen, erklärt sich so einigermaßen, warum in der Halloween-Nacht kleinwüchsige Nachwuchs-Gespenster auf Bonbon-Raubzug ziehen mitsamt dem Schlachtruf: <strong><span style="color:#ff6600;"><em>„Süßes oder Saures!“</em></span></strong></p>
<p style="margin:0;"><em> </em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;">
<p style="margin:0;">
<h2><span style="color:#ff6600;">Zugabe: Die schaurige Legende von Jack O&#8217;Lantern</span></h2>
</p>
<p style="margin:0;">Bleibt noch die eine Frage zu klären, warum alle Welt zu Halloween plötzlich Kürbisse aushöhlt um sie dann in gruselige Fratzen zu verwandeln? Nun, das Schnitzen von Kürbissen geht auf eine alte, irische Legende zurück.</p>
<p style="margin:0;">
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<p style="margin:0;"><img class="alignleft size-full wp-image-3255" title="Kürbis-Manschgerl a la Jack O'Lantern" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2008/10/jackolantern.jpg?w=203&#038;h=238" alt="Kürbis-Manschgerl a la Jack O'Lantern" width="203" height="238" />Demnach gelang es einst einem gewieften, diebischen Trunkenbold namens Jack the Smith, den Teufel zu überlisten, als dieser am Tag vor Allerheiligen kam, um Jacks Seele zu holen. Der Bandit erbot sich einen letzten Drink auf Kosten des Satans. Als der Herrscher der Unterwelt  die Zeche nicht bezahlen konnte, überredete ihn Jack, sich in eine Münze zu verwandeln. Doch anstatt mit dieser Münze die Rechnung zu begleichen, steckte Jack sie in seine Tasche, in der sich auch ein Kruzifix befand. Der Teufel – durch das Kreuz verhindert, sich zurückzuverwandeln – sah sich gezwungen, sich auf einen Handel mit dem Halunken einzulassen und verschonte ihn daher für die nächsten zehn Jahre. Nach Ablauf dieser Frist kam der Fürst der Finsternis erneut, um Jack zu sich in die Hölle zu holen. Jack willigte ein, bat den Teufel aber um einen letzten Apfel, um noch einmal die Süße einer weltlichen Frucht zu genießen. Der gutgläubige Teufel willigte abermals ein und stieg sogar noch den Baum hoch, um den Apfel zu pflücken. Jack packte diese Gelegenheit regelrecht bei den Hörnern, um seinen Widersacher zu überlisten: er schnitzte kurzerhand ein paar Kreuze in den Stamm des Apfelbaumes, auf den der Teufel geklettert war. Und auch dieses Mal musste sich Lucifer Jacks erpresserischem Gebaren beugen, um aus dem Apfelbaum frei zu kommen. Und so versprach er, Jacks Seele niemals mehr einzufordern.</p>
<p style="margin:0;">
<p style="margin:0;"> </p>
<p style="margin:0;">
<p style="margin:0;">Als Jack eines Tages dennoch starb, blieb ihm der Eintritt in den Himmel verwehrt, schließlich war er zu Lebzeiten schlechten Gemüts gewesen. Doch auch der Zugang zur Hölle stand ihm nicht offen, hatte der Höllenherrscher höchstpersönlich doch sein Versprechen gegeben, Jack nicht in die Unterwelt zu holen. Stattdessen gab er Jack lediglich eine glühende Kohle aus dem Fegefeuer, damit dieser seinen Weg in der Zwischenwelt finden konnte. Jack steckte die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe und zog fortan als verdammter Geist mit seiner Laterne (irisch: „Jack O`Lantern“) am Vorabend zu Allerheiligen durch die Dunkelheit&#8230; genau so war das damals! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="margin:0;"> </p>
<p style="margin:0;">
<p style="margin:0;">Als dann die Iren nach Amerika einwanderten und feststellen mussten, dass es dort kaum Rüben gab, griffen sie kurzerhand auf die im Übermaß vorhandenen Kürbisse zurück, um ihren Halloween-Brauch fortzuführen.</p>
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<p style="margin:0;">
<p style="text-align:right;"><strong>© Andy &amp; Sandra Ilmberger, Oktober 2009</strong></p>
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<p style="margin:0;">P.S.: Noch nicht genug gegruselt? Wie wäre es denn dann noch mit einem gar schurig-furchterregenden Gedicht wie der <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/10/17/halloween-serenade/" target="_self"><strong><em><span style="color:#ff6600;">Halloween-Serenade</span></em></strong></a>?! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Noch mehr zu Halloween, wie zum Beispiel spezielle Rezepte und Dekorations-Tipps, findet Ihr auf <a href="http://elfenzauber.wordpress.com/" target="_blank"><strong><span style="color:#99cc00;"><em>Elfenzauber.net</em></span></strong></a>. Weitere historische Ereignisse stehen außerdem hier auf <a href="http://ilmberger.wordpress.com/" target="_self"><strong><em><span style="color:#000000;">Wortgf<span style="color:#ff0000;">l</span>echt.de</span></em></strong></a> unter <a href="http://ilmberger.wordpress.com/wortgeflechts-zeitmaschine/" target="_self"><strong><em><span style="color:#000000;">Wortgef<span style="color:#ff0000;">l</span>echt Zeitmaschine</span></em></strong></a>. Und als kleines Zuckerl gibt es hier noch mein absolutes Halloween-Lieblingslied &#8211; viel Spaß bei Gruseln! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="margin:0;"> </p>
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<p style="margin:0;">
<p style="margin:0;"><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/10/29/this-is-halloween-die-geschichte-zur-nacht-der-toten/"><img src="http://img.youtube.com/vi/xpvdAJYvofI/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
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			<media:title type="html">Schaurig-schönes Halloween...</media:title>
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			<media:title type="html">Kürbis-Manschgerl a la Jack O'Lantern</media:title>
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		<title>Zitat der Woche (KW 44, 2009) – von John Cleese alias MI6-Waffenmeister &#8222;Q&#8220;</title>
		<link>http://ilmberger.wordpress.com/2009/10/26/zitat-der-woche-kw-44-2009-%e2%80%93-von-john-cleese-alias-mi6-waffenmeister-q/</link>
		<comments>http://ilmberger.wordpress.com/2009/10/26/zitat-der-woche-kw-44-2009-%e2%80%93-von-john-cleese-alias-mi6-waffenmeister-q/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 22:07:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortgef(l)echt Helden, Stars und Entertainer]]></category>
		<category><![CDATA[Wortgef(l)echte rund um James Bond 007]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate & Wortgef(l)echte der Woche anno 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Ein Fisch namens Wanda]]></category>
		<category><![CDATA[Fawlty Towers]]></category>
		<category><![CDATA[Harry Potter]]></category>
		<category><![CDATA[James Bond]]></category>
		<category><![CDATA[John Cleese]]></category>
		<category><![CDATA[Komödiant]]></category>
		<category><![CDATA[Monty Python]]></category>
		<category><![CDATA[Q]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspieler]]></category>

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		<description><![CDATA[„Sie machen Scherze?“
„Wie schon mein Vorgänger mache auch ich niemals Scherze in Bezug auf meine Arbeit!“
Q (John Cleese) verdeutlich James Bond (Pierce Brosnan) im 20. Jubiläums-Film &#8222;Stirb an einem anderen Tag&#8220; (2002), dass auch er seine Position als MI6-Waffenmeister eher spaßbefreit ausübt.
Bereits 1995 zu &#8222;GoldenEye“ regte der Q-Darsteller Desmond Llewelyn bei den Bond-Produzenten Barbara Broccoli [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=3220&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:center;"><strong><em><span style="color:#0000ff;">„Sie machen Scherze?“</span></em></strong></p>
<p style="text-align:center;"><strong><em><span style="color:#008000;">„Wie schon mein Vorgänger mache auch ich niemals Scherze in Bezug auf meine Arbeit!“</span></em></strong></p>
<div id="attachment_3223" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-3223" title="Q (John Cleese) liest James Bond (Pierce Brosnan) die Leviten " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/john-cleese-01.jpg?w=500&#038;h=210" alt="Q (John Cleese) liest James Bond (Pierce Brosnan) die Leviten " width="500" height="210" /><p class="wp-caption-text">Q (John Cleese) liest James Bond (Pierce Brosnan) die Leviten </p></div>
<p style="text-align:center;"><em>Q (John Cleese) verdeutlich James Bond (Pierce Brosnan) im 20. Jubiläums-Film &#8222;Stirb an einem anderen Tag&#8220; (2002), dass auch er seine Position als MI6-Waffenmeister eher spaßbefreit ausübt.</em></p>
<p>Bereits 1995 zu &#8222;GoldenEye“ regte der Q-Darsteller Desmond Llewelyn bei den Bond-Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson an, dass man ihm in den James-Bond-Filmen langsam mal einen Assistenten zur Seite stellen könnte, weil vielleicht auch er nicht ewig leben würde. Doch erst 1999 zum Bond-Abenteuer &#8222;Die Welt ist nicht genug&#8220; setzten <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/06/24/zitat-der-woche-kw26-2009-von-albert-r-%e2%80%9ecubby%e2%80%9c-broccoli-%e2%80%93-der-filmische-vater-von-james-bond/" target="_self"><strong>Albert R. Broccolis</strong></a> Nachkommen diese Idee in die Tat um und ließen dem mittlerweile 84-jährigen <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/08/zitat-der-woche-kw-37-2009-%e2%80%93-von-desmond-llewelyn-alias-mi6-waffenmeister-q/" target="_self"><strong>Desmond Llewelyn</strong></a> alias Q in Form von John Cleese alias R die nötige Unterstützung zukommen. Keinen Moment zu früh, wie sich leider herausstellte, denn im Dezember desselben Jahres verunglückte <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/08/zitat-der-woche-kw-37-2009-%e2%80%93-von-desmond-llewelyn-alias-mi6-waffenmeister-q/" target="_self"><strong>Desmond Llewelyn (seine Biographie hier auf <span style="color:#000000;">Wortgef<span style="color:#ff0000;">l</span>echt.de</span>)</strong></a> tödlich bei einem Autounfall. Aus traurigem Anlass also wurde John Clesse als R bereits in seinem zweiten Bond-Film &#8222;Stirb an einem anderen Tag&#8220; zum Waffenmeister Q befördert. In den letzten beiden Bond-Filmen &#8222;Casino Royale&#8220; und &#8222;<a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/03/23/film-kritik-james-bond-007-in-ein-quantum-trost/" target="_self"><strong>Ein Quantum Trost</strong></a>&#8220; (mit <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/03/01/zitat-und-wortgefecht-der-woche-kw-10-2009-%e2%80%93-von-daniel-craig-alias-james-bond/" target="_self"><strong>Daniel Craig</strong></a> als <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/11/11/zitat-der-woche-kw46-2008-%e2%80%93-zum-88sten-geburtstag-von-james-bond/" target="_self"><strong>James Bond</strong></a>) verzichtet man leider auf die Kultfiguren <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/26/zitat-und-wortgefecht-der-woche-kw-40-2009-%e2%80%93-von-lois-maxwell-alias-miss-jane-moneypenny-und-james-bond/" target="_self"><strong>Miss Moneypenny</strong></a> und Q. Hoffnung macht aber, dass John Cleese noch einen Vertrag für zwei weitere Bondfilme besitzt.</p>
<p><em>„Doch kommen wir nun zu etwas völlig anderem!“</em> Denn der Name John Cleese steht natürlich für viel mehr als nur für den Gadgetzauberer R bzw. Q in James Bond. In erster Linie verkörpert der englische Schauspieler die Galionsfigur der britischen Komikertruppe Monty Python und er glänzte in Filmen wie der Bibel-Satire &#8222;Das Leben des Brian&#8220;, der englischen Sichtweise auf &#8222;Der Sinn des Lebens&#8220;, dem Ganovenmeisterwerk &#8222;Ein Fisch namens Wanda&#8220; oder dem völlig abgefahrenen &#8222;Rat Race – Der nackte Wahnsinn&#8220;. Außerdem mimt John Cleese in den Harry-Potter-Filmen den &#8222;Fast kopflosen Nick&#8220;. Am 27. Oktober 2009 feiert John Cleese seinen 70. Geburtstag. <a href="http://ilmberger.wordpress.com/" target="_self"><strong><span style="color:#000000;">Wortgef<span style="color:#ff0000;">l</span>echt.de</span></strong></a> gratuliert recht herzlich und ehrt den großartigen Kult-Komiker mit einer kleinen Biographie. <span id="more-3220"></span></p>
<p> </p>
<h2>Der Sinn des Lebens – John Cleese betritt die Welt</h2>
<p>John Cleese beginnt am 27. Oktober 1939 den Sinn des Lebens zu erkunden – wenn auch anfangs vielleicht noch nicht so sehr bewusst&#8230; Die Sinnsuche beginnt in Weston-super-Mare, Somerset in England. Mutter Muriel (Mädchenname Cross) verdient sich ihr Geld als Akrobatin, während Johns Vater Reginald Francis Cleese Versicherungen verkauft. Eigentlich hieß Reginald Cleese früher einmal Cheese, also auf deutsch: Käse. Doch als Reginald 1915 in den ersten Weltkrieg ziehen musste, tauschte er das böse „h“ gegen ein neutrales „l“&#8230; tja, Kameraden an der Front können schon grausam sein – womöglich hätte er seinen Vornamen gleich mit ändern sollen?!</p>
<p>Auch bei Johns Mitschülern hätte der Name Cheese vermutlich genügend Stoff für Foppereien produziert, die ihm somit erspart bleiben. Die Kids fanden zunächst dafür einen anderen Grund, denn John Cleese ist als Kind ein wahrer Musterschüler und verdient sich im Fach Englisch sogar eine Auszeichnung. Jedoch mutiert der Streber John Cleese während seiner Kindheit schnell zu einem wahren Riesen und schon mit 13 Jahren weist der pubertierende Teenager eine angsteinflößende Körpergröße von 1,95 Meter auf! Hinzu kommt, dass Cleese nicht nur verbal recht schlagfertig wirkt, sondern auch mit seinen Fäusten: auf seiner Schule ist er ein echter Star in den Sportarten Cricket und Boxen. Seine hervorragenden schulischen Leistungen bringen Cleese auf das Clifton College in Bristol. Dort erzählt man sich von einem Streich von John Cleese: er malte Fußspuren auf den Boden der Schule, die den Eindruck machten, als währe die Schulstatue &#8222;Feldmarschall Earl Haig&#8220; von seinem Sockel herunter gestiegen und auf die Schultoilette gegangen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p> </p>
<h2>John Cleese’s wunderbare Welt der Schwerkraft – die ersten Schritte im Show-Business</h2>
<p>Überhaupt besitzt John Cleese bereits in seiner Jugend eine sehr humoristische Ader, sammelt Witze und verbringt viel Zeit vor dem Radio, um den damaligen Comedy-Sendungen zu lauschen. Nach dem Abitur geht Cleese auf das Downing-College, wo er sein komödiantisches Talent auch ohne Streiche ausleben darf, als er der &#8222;Cambridge Footlights Revue&#8220; beitritt. Innerhalb dieser Truppe lernt John Cleese auch Graham Chapman kennen – ein künftiges Gründungsmitglied von Monty Python. In erster Linie studiert John Cleese zwar Jura, doch bereits kurz nach seiner Promotion konzentriert sich der Jung-Komiker auf den Unterhaltungssektor: er beginnt für die BBC zu schreiben und geht mit der &#8222;Cambridge Footlights Revue&#8220; auf große Neuseeland- und USA-Tournee. In den USA lernt John Cleese zwei weitere bedeutende Menschen für sein Leben kennen: zum einen Terry Gilliam, ein weiteres Monty-Python-Gründungsmitglied, und zum anderen die US-amerikanische Schauspielerin Connie Booth (das blonde Zimmermädchen in &#8222;Fawlty Towers&#8220;) – letztere wird John Cleese am 20. Februar 1968 heiraten.</p>
<div id="attachment_3224" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><img class="size-medium wp-image-3224" title="John Cleese in seiner Paraderolle als spießig-steifer Engländer" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/john-cleese-11.jpg?w=220&#038;h=300" alt="John Cleese in seiner Paraderolle als spießig-steifer Engländer" width="220" height="300" /><p class="wp-caption-text">John Cleese in seiner Paraderolle als spießig-steifer Engländer</p></div>
<p>Zunächst sind wir aber noch Mitte der 1960er: Nach besagter Tournee verschlägt es John Cleese wieder zurück nach England zum Radio-Sender der BBC und tritt dort in der erfolgreichen Comedy-Show &#8222;I’m Sorry I’ll Read That Again&#8220; auf. Durch den anhaltenden Erfolg im Rundfunk interessieren sich auch bald Fernsehproduzenten für den Komiker, unter anderem die Macher der Comedy-Sendung &#8222;The Frost Report&#8220;, für die John Cleese zusammen mit seinem Kumpel Graham Chapman von nun an Scripte schreibt. &#8222;The Frost Report&#8220; dient in Groß-Britannien angehenden Komikern als Plattform, um auf sich aufmerksam zu machen. Berühmtheit erlangte hierüber zum Beispiel der Künstler Marty Feldman, aber auch die künftigen Monty Pythons Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin treten dort auf und lernen bei dieser Gelegenheit John Cleese kennen.</p>
<p>Weil die Sketche von Cleese und Graham die Leute so begeistern, bietet man den beiden Autoren anno 1969 eine eigene Fernseh-Sendung an. John Cleese fühlt sich zwar grundsätzlich von der Idee geehrt, allerdings kämpft sein Partner Graham zunehmend mit Alkoholproblemen, und so quälen ihn doch Zweifel, ob das Projekt wirklich durchführbar wäre. Die Lösung könnte vielleicht zusätzliche Verstärkung sein und so fragt John Cleese einfach mal bei Michael Palin an, ob er denn Lust hätte, bei solch einer Comedy-Sendung mitzumachen – und Michael Palin hat Lust! In der Zwischenzeit stoßen außerdem noch Terry Gilliam, Terry Jones und Eric Idle hinzu – und fertig ist die Künstlertruppe namens Monty Python.</p>
<p> </p>
<h2>Kommen wir nun zu etwas völlig anderem – Monty Python ist geboren</h2>
<div id="attachment_3225" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3225" title="Die Monty-Python- Truppe, bestehend aus: Graham Chapman, Eric Idle, Terry Gilliam, Terry Jones, John Cleese und Michael Palin" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/john-cleese-04.jpg?w=300&#038;h=206" alt="Die Monty-Python- Truppe, bestehend aus: Graham Chapman, Eric Idle, Terry Gilliam, Terry Jones, John Cleese und Michael Palin" width="300" height="206" /><p class="wp-caption-text">Die Monty-Python- Truppe, bestehend aus: Graham Chapman, Eric Idle, Terry Gilliam, Terry Jones, John Cleese und Michael Palin</p></div>
<p>Noch 1969 geht die Komiker-Truppe mit ihrer Fernseh-Sendung &#8222;Monty Python’s Flying Circus&#8220; auf Sendung. Mit ihrer Mischung aus Satire, Karikatur und skurrilem Humor schlägt Monty Python in der britischen Fernseh-Landschaft ein wie eine Bombe. Trotz der insgesamt sechs Monty-Python-Mitglieder ist auch hier John Cleese der aktivste Schreiber und Zeichner hinter den Kulissen sowie der auffälligste Akteur im laufenden Programm. Legendär sind zum Beispiel seine Rollen als erboster Kunde, der sich über seinen toten norwegischen Papagei beschwert sowie die Darstellung eines hyperaktiven Befehlsgeber bei der Armee oder einfach nur als Moderator, wenn er minutenlang stumm durch die öde Landschaft stapft, irgendwann in der Pampa einen Schreibtisch findet, sich setzt und mit stoischer Ruhe verkündet: <strong><em>„Kommen wir nun zu etwas völlig anderem“</em></strong> (original: <strong><em>„And now for something completely different“</em></strong>).</p>
<p>Vier Staffeln lang von 1969 bis 1974 halten die Monty Pythons ihr TV-Format aufrecht. John Cleese allerdings steigt bereits nach Ende der dritten Staffel aus, weil er es leid ist, stets die Alkoholsucht seines kreativen Hauptpartners Graham Chapman auszubügeln. Allerdings bleiben sich die sechs Komiker in Freundschaft verbunden und als es 1975 darum geht, Monty Python ins Kino zu bringen, schreibt und spielt John Cleese wieder mit vollem Eifer für die Truppe. So entstehen unter anderem die Filme &#8222;Die Ritter der Kokosnuss&#8220; (1975), &#8222;Das Leben des Brian&#8220; (1979) sowie &#8222;Der Sinn des Lebens&#8220; (1983).</p>
<p> </p>
<h2>Das Leben des John – ohne Monty Python</h2>
<div id="attachment_3226" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3226 " title="Fawlty Towers: John Cleese alias Basil Fawlty und rechts von ihm das Zimmermädchen Polly, seine damalige Ehefrau Connie Booth " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/john-cleese-06.jpg?w=300&#038;h=253" alt="John Cleese alias Basil Fawlty und rechts von ihm das Zimmermädchen Polly, seine damalige Ehefrau Connie Booth " width="300" height="253" /><p class="wp-caption-text">Fawlty Towers: John Cleese alias Basil Fawlty und rechts von ihm das Zimmermädchen Polly, seine damalige Ehefrau Connie Booth </p></div>
<p>Abgesehen von den Monty-Python-Filmen produziert John Cleese nebenbei psychische Ratgeber-Videos für Manager mit ironischem Unterton und ab Mitte der 1970er widmet er sich eigenen TV-Projekten, allem voran verwirklicht er zusammen mit seiner damaligen Frau Connie Booth die preisgekrönte TV-Sitcom &#8222;Fawlty Towers&#8220;, in der er einen recht spießigen, steif-englischen Hotelbesitzer mimt, der vor allem auf seine seriöse Außenwirkung bedacht ist und dadurch erst recht von einer Peinlichkeit in die andere stolpert. Die erste Staffel flimmert 1975 über die englischen Fernsehgeräte, die zweite Staffel folgt 1979. Zwischen diesen beiden Staffeln wird 1978 allerdings auch die Ehe zwischen John Cleese und Connie Booth geschieden. Aus dieser Ehe geht die gemeinsame Tochter Cynthia hervor, die 1971 zur Welt kam. Immerhin bleiben Connie und John eng befreundet, wodurch die zweite Staffel von &#8222;Fawlty Towers&#8220; erst zustande kommen kann.</p>
<p>Besonders lange hält es John Cleese aber nicht alleine aus, bereits 1981 heiratet John Cleese erneut. Die Glückliche heißt Barbara Trentham, ihres Zeichens Schauspielerin aus den USA. Barbara Trentham bringt 1984 die gemeinsame Tochter Camilla zur Welt, die Ehe hält wiederum nur bis 1990.</p>
<div id="attachment_3228" class="wp-caption alignleft" style="width: 292px"><img class="size-medium wp-image-3228" title="Jamie Lee Curtis verführt John Cleese in &quot;Ein Fisch namens Wanda&quot;" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/john-cleese-10.jpg?w=282&#038;h=300" alt="Jamie Lee Curtis verführt John Cleese in &quot;Ein Fisch namens Wanda&quot;" width="282" height="300" /><p class="wp-caption-text">Jamie Lee Curtis verführt John Cleese in &quot;Ein Fisch namens Wanda&quot;</p></div>
<p>Im Hochzeitsjahr seiner zweiten Ehe sieht man John Cleese zudem im Muppets-Film &#8222;The Great Muppet Caper&#8220;, wo man ihn unter anderem mit seinen Schauspiel-Kollegen Diana Rigg, Peter Ustinov und <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/10/09/zitat-der-woche-kw-42-2009-%e2%80%93-von-peter-falk-alias-inspektor-columbo/" target="_self"><strong>Peter Falk</strong></a> sieht. Weitere bekannte Filme mit John Cleese aus den 1980ern sind außerdem das Fantasy-Abenteuer &#8222;Time Bandits&#8220; (1981) mit <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/08/23/zitat-der-woche-kw-35-2009-%e2%80%93-von-sean-connery-alias-james-bond-007/" target="_self"><span style="color:#0000ff;"><strong>Sean Connery</strong></span></a> und Michael Palin, die Piraten-Komödie &#8222;Dotterbart&#8220; (1983), den US-Western &#8222;Silverado&#8220; (1985), die Schul-Komödie &#8222;Clockwise – Recht so Mr. Stimpson&#8220; (1986) sowie das Wikinger-Epos &#8222;Erik der Wikinger&#8220; (1989). All diese Produktionen sind mehr oder weniger erfolgreich, jedoch gegen einen Blockbuster aus dem Jahre 1988 sind all diese Streifen nur kleine Lichter an der Skyline Hollywoods: gemeint ist die geniale Gauner-Komödie &#8222;Ein Fisch namens Wanda&#8220; mit Jamie Lee Curtis, Kevin Kline, seinem Monty-Python-Kollegen Michael Palin und seiner Tochter Cynthia Cleese. John Cleese selbst verkörpert in &#8222;Ein Fisch namens Wanda&#8220; den typisch steifen Klischee-Engländer und Anwalt Archie Leach, der durch die hübsche Wanda Gershwitz (Jamie Lee Curtis) in die intriganten Machenschaften der Ganoven kommt, zahlreiche Peinlichkeiten und Demütigungen hinnehmen muss, bis er zu guter Letzt den Spieß umdreht. Der Name Archie Leach ist übrigens eine Ehrerweisung an den englischen Hollywood-Schauspieler <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/11/23/zitat-der-woche-kw48-2008-%e2%80%93-von-cary-grant/" target="_self"><strong>Cary Grant</strong></a>, der mit bürgerlichen Namen Alexander Archibald Leach hieß. Angeblich arbeitet John Cleese zusammen mit seiner Tochter Camilla derzeit an einer Musical-Umsetzung von &#8222;Ein Fisch namens Wanda&#8220;.</p>
<p> </p>
<h2>John Cleese und der Stein der Weisen – oder: aus Rückschlägen wird man klug</h2>
<p>Nach &#8222;Wanda&#8220; folgen für John Cleese ein paar durchwachsene Jahre: zunächst stirbt sein alter Partner Graham Chapman 1989 an Kehlkopfkrebs – es geschieht einen Tag vor dem 20sten Jahrestag von Flying Circus. John Cleese hält beim Begräbnis eine bewegende Rede und erlaubt sich darin als erster Engländer das Wort „<strong><em>Fuck</em></strong>“ bei einer Grabrede auszusprechen&#8230; 1990 folgt dann die Scheidung von seiner zweiten Frau Barbara Trentham und auch im Filmgeschäft wird es etwas ruhiger um den Kult-Komiker. Zu allem Übel ist auch noch seine künftige dritte Ehefrau im Anflug: die US-amerikanische Psychotherapeutin Alyce Faye Eichelberger. Die beiden schließen am 28. Dezember 1992 den Bund fürs Leben, wandern 1999 nach Kalifornien aus und trennen sich im Dezember 2008 vor dem Scheidungsrichter. Die Seelenklempnerin stellt sich bei der Scheidung als knallharte Geschäftsfrau heraus und erkämpft sich vor Gericht umgerechnet 17,6 Millionen Euro von John Cleese – den Löwenanteil sofort, den Rest auf sieben Jahresraten. Obwohl es John Cleese mit Alyce Faye Eichelberger zumindest auf dem Papier am längsten aushält, antwortet er 2008 auf die Frage, was er in seinem Leben anders machen würde, könnte er es noch mal von vorne beginnen? „<strong><em>Ich hätte Alyce Faye Eichelberger nicht geheiratet, und ich hätte &#8222;Wilde Kreaturen&#8220; nicht gedreht</em></strong>.“</p>
<p>&#8222;Wilde Kreaturen&#8220; ist 1997 der inoffizielle Nachfolger von &#8222;Ein Fisch namens Wanda&#8220;, zumindest was die Besetzung um Jamie Lee Curtis, Michael Palin und Kevin Kline angeht. Die Tierpark-Komödie kann aber weder in der Publikumsgunst noch bei den Kritikern an den Erfolg von Wanda anknüpfen. Seit diesem Film lässt John Cleese die Finger von eigenen Drehbüchern und Projekten, bis vor kurzem durchsickerte, dass er nicht nur an seinem Musical zu &#8222;Ein Fisch namens Wanda&#8220; schreibt, sondern auch wieder an einem Filmdrehbuch mit dem Arbeitstitel &#8222;Taxing Time&#8220;. In diesem Script geht es darum, welche Anstrengungen einige Leute auf sich nehmen, um irgendwie Steuern zu sparen.</p>
<p>Ansonsten sieht man John Cleese seit &#8222;Wilde Kreaturen&#8220; meist in kleinen, aber äußerst feinen und vor allem namhaften Nebenrollen, wie etwa 1999 als Qs Assistent R im James-Bond-Abenteuer &#8222;Die Welt ist nicht genug&#8220; sowie 2002 als zu Q aufgestiegener Waffenmeister in &#8222;Stirb an einem anderen Tag&#8220; (jeweils mit Pierce Brosnan als James Bond). In den ersten beiden Harry-Potter-Teilen &#8222;Harry Potter und der Stein der Weisen&#8220; (2001) und &#8222;Harry Potter und die Kammer des Schreckens&#8220; (2002) mimt John Cleese den &#8222;Fast kopflosen Nick&#8220;. Hinzu kommen Blockbuster wie &#8222;Rat Race – Der nackte Wahnsinn&#8220; (2001), &#8222;3 Engel für Charlie – Volle Power&#8220; (2003), &#8222;Shrek&#8220; Teil 2 und 3 (2004/07) oder auch &#8222;Der Tag an dem die Erde still stand&#8220; (2008) sowie als Chef-Inspektor Dreyfus in &#8222;Der Rosarote Panther 2&#8243; (2009) mit Steve Martin.</p>
<p> </p>
<h2>Stirb an einem anderen Tag – die Todesvisionen von John Cleese</h2>
<p>Fast unnötig zu erwähnen, dass John Cleese im Laufe seiner langen Schauspiel-Karriere viele Nominierungen und Preise einheimste, unter anderem eine Oscar-Nominierung für &#8222;Ein Fisch namens Wanda&#8220; für das beste Drehbuch. 1996 wird er zudem zum &#8222;Kommandeur des Britischen Imperiums&#8220; (CBE) ernannt. An der Cornell-University in New York tritt John Cleese zudem als Gastprofessor auf und in seiner freien Zeit engagiert er sich für die vom Aussterben bedrohte Primaten-Spezies Lemuren. Viel Freizeit hat John Cleese allerdings nicht mehr, auch wenn ihm das ordentlich stinkt&#8230; seine Unterhaltszahlungen an Ehefrau Numero 3 reißen derartige Löcher in seine Kasse, dass er mit nun 70 Jahren immer noch fleißig auf Tournee gehen muss. Sein Programm trägt dabei den unmissverständlichen Namen &#8222;A Ludicrous Evening with John Cleese&#8230; or How to Finance Your Divorce&#8220;, also auf gut deutsch: &#8222;Ein lächerlicher Abend mit John Cleese&#8230; oder wie man seine Scheidung finanziert&#8220;.</p>
<div id="attachment_3229" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3229" title="John Cleese mit seinem Lieblingstier, einem Lemuren-Äffchen" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/john-cleese-05.jpg?w=300&#038;h=201" alt="John Cleese mit seinem Lieblingstier, einem Lemuren-Äffchen" width="300" height="201" /><p class="wp-caption-text">John Cleese mit seinem Lieblingstier, einem Lemuren-Äffchen</p></div>
<p>Wenigstens hat John Cleese nun auch als reifer Herr seinen tiefschwarzen Humor nicht verloren. Sogar dem neuen Medium Internet zeigt er sich äußerst aufgeschlossen gegenüber, wo er unter in seinem eigenen Cleeseblog ebenfalls Schwarzhumoriges zum Besten gibt. Jüngstes Beispiel: Eine Leser-Abstimmnug darüber, wie John Cleese aufgrund seines nahenden 70sten Geburtstages aus dem Leben scheiden soll. Zur Auswahl stehen unter anderem so schöne Selbstmord-Vorschläge wie eine seltene Krankheit einer aussterbenden Spezies, ein Kliff-Tauchgang mit lebensmüden Lemmingen, Harakiri mit einem Grapefruit-Messer oder über 48 Stunden Kaffee-Entzug. Auf Platz 1 liegt derzeit aber ungefährdet das Ansehen mehrerer Reisedokumentationen seines alten Kumpels Michael Palin – vermutlich ein Insidergag der Inselbewohner&#8230;.</p>
<p>Doch frei nach dem James-Bond-Filmmotto „Stirb an einem anderen Tag“ weist John Cleese immerhin noch darauf hin, dass er das Abstimmungsergebnis lediglich als Vorschlag und nicht bindend sieht. Gott sei Dank möchte man aufatmen, denn man hofft ja immer noch darauf, dass John Cleese alias Q bald wieder seiner ordentlichen Arbeit beim MI6 nachgehen darf&#8230; oder er uns sonst irgendwie zum Lachen bringt. Deshalb wünscht <a href="http://ilmberger.wordpress.com/" target="_self"><strong><span style="color:#000000;">Wortgef<span style="color:#ff0000;">l</span>echt.de</span></strong></a> zum 70sten Geburtstag alles Gute, John Cleese – und nur nicht den Kopf verlieren&#8230; auch nicht fast! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align:right;"><strong><em>© Andy Ilmberger, Oktober 2009</em></strong></p>
Posted in Wortgef(l)echt Helden, Stars und Entertainer, Wortgef(l)echte rund um James Bond 007, Zitate &amp; Wortgef(l)echte der Woche anno 2009  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ilmberger.wordpress.com/3220/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ilmberger.wordpress.com/3220/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ilmberger.wordpress.com/3220/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ilmberger.wordpress.com/3220/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ilmberger.wordpress.com/3220/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ilmberger.wordpress.com/3220/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ilmberger.wordpress.com/3220/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ilmberger.wordpress.com/3220/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ilmberger.wordpress.com/3220/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ilmberger.wordpress.com/3220/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=3220&subd=ilmberger&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">drenegadt</media:title>
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			<media:title type="html">Q (John Cleese) liest James Bond (Pierce Brosnan) die Leviten </media:title>
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			<media:title type="html">John Cleese in seiner Paraderolle als spießig-steifer Engländer</media:title>
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			<media:title type="html">Die Monty-Python- Truppe, bestehend aus: Graham Chapman, Eric Idle, Terry Gilliam, Terry Jones, John Cleese und Michael Palin</media:title>
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			<media:title type="html">Fawlty Towers: John Cleese alias Basil Fawlty und rechts von ihm das Zimmermädchen Polly, seine damalige Ehefrau Connie Booth </media:title>
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			<media:title type="html">Jamie Lee Curtis verführt John Cleese in &#34;Ein Fisch namens Wanda&#34;</media:title>
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		<title>Zitat der Woche (KW43, 2009) – von Inspektor Columbo</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 18:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortgef(l)echt Helden, Stars und Entertainer]]></category>
		<category><![CDATA[Wortgef(l)echte, Zitate, Geschichten und Kritiken rund um Film & Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate & Wortgef(l)echte der Woche anno 2009]]></category>
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		<description><![CDATA[ 
„Auch die Mörder, mit denen ich zusammenkomme, auch die mag ich sogar&#8230; manchmal! Ich respektiere sie sogar. Nicht für das, was sie getan haben – dafür ganz bestimmt nicht! Aber zum Beispiel für das, was an ihnen intelligent ist&#8230; oder komisch&#8230; oder einfach nett. Weil nämlich etwas Nettes an jedem ist, jedenfalls ein bisschen – [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=3180&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="attachment_3182" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-3182" title="Peter Falk alias Inspektor Columbo" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/peter-falk-08.jpg?w=400&#038;h=267" alt="Peter Falk alias Inspektor Columbo" width="400" height="267" /><p class="wp-caption-text">Peter Falk alias Inspektor Columbo</p></div>
<p> </p>
<p style="text-align:center;"><span style="color:#ff0000;">„<strong><em>Auch die Mörder, mit denen ich zusammenkomme, auch die mag ich sogar&#8230; manchmal! Ich respektiere sie sogar. Nicht für das, was sie getan haben – dafür ganz bestimmt nicht! Aber zum Beispiel für das, was an ihnen intelligent ist&#8230; oder komisch&#8230; oder einfach nett. Weil nämlich etwas Nettes an jedem ist, jedenfalls ein bisschen – das können Sie einem Polizisten ruhig glauben!</em></strong>“ </span></p>
<p style="text-align:center;"><strong>Zitat von Inspektor Columbo aus der Krimiserie &#8222;Columbo&#8220;.</strong></p>
<p> </p>
<p>Tja. wenn jeder Mensch mit dieser Grundeinstellung auf sein Gegenüber zugehen würde, wäre in unserer Gesellschaft sicherlich auch vieles angenehmer. Aber vielleicht macht das eben auch mitunter den Charme dieser Krimi-Serie aus: dass selten alles so schwarz/weiß im Leben und im Inneren des Menschen ist, wie es schnell scheint&#8230; Doch nun mal Philosophie bei Seite. Letzte Woche gab es auf <a href="http://ilmberger.wordpress.com/" target="_self"><strong><span style="color:#000000;">Wortgef<span style="color:#ff0000;">l</span>echt.de</span></strong></a> die komplette Story rund um den Columbo-Darsteller <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/10/09/zitat-der-woche-kw-42-2009-%e2%80%93-von-peter-falk-alias-inspektor-columbo/" target="_self"><strong><span style="color:#ff0000;">Peter Falk</span></strong></a>. Nun quasi als Zugabe für alle Columbo-Liebhaber noch ein extra Zuckerl: die Biographie von Inspektor Columbo – und los geht’s! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  <span id="more-3180"></span></p>
<p> </p>
<h2>Vorwort zur fiktiven Biographie von Inspektor Columbo</h2>
<p>Einen offiziellen Lebenslauf von Columbo gibt es so natürlich nicht. Eigentlich muss man sich jedes kleine Detail in bester Columbo-Manier aus den 69 Columbo-Folgen selbst ermitteln. Das Gute daran ist, dass Inspektor Columbo, stets herrlich dargestellt vom US-amerikanischen Schauspieler <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/10/09/zitat-der-woche-kw-42-2009-%e2%80%93-von-peter-falk-alias-inspektor-columbo/" target="_self"><strong><span style="color:#ff0000;">Peter Falk</span></strong></a>, ein äußerst plauderfreundlicher Mensch ist und auch ständig versucht, mit seinen Anekdoten und Familiengeschichten den Mörder zum Leichtsinn zu verleiten. Der Haken an Columbos Erzählungen ist, dass man selten weiß, was nun wahr ist und was lediglich geflunkert. Trotzdem fällt bereits früh auf, dass Frank Columbos fiktive Biographie und Peter Falks echte Lebensgeschichte einige Parallelen aufweisen. Dies beginnt bereits beim Geburtsort in New York, seinen Schluderjahren im jungen Alter bis hin zu diversen Hobbys wie Billard und Golf (<a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/10/09/zitat-der-woche-kw-42-2009-%e2%80%93-von-peter-falk-alias-inspektor-columbo/" target="_self"><strong><em><span style="color:#ff0000;">dieser Link führt zur Biographie von Peter Falk</span></em></strong></a>).</p>
<p>Hier ist also der Versuch, mit diversen Unterlagen und stetigem Studieren der Columbo-Folgen, seine fiktive Biographie und seine Lebensart aufzuzeichnen. Dies wird vermutlich ein sehr dynamischer Artikel, in dem ständig neue Erkenntnisse einfließen können. Wer noch Vorschläge, Ergänzungen oder sonstiges Wissenswertes zu Inspektor Columbo weiß, ist herzlich eingeladen, dies in einem Kommentar zu hinterlegen. Ich werde die neuen „Fakten“ dann entsprechend einflechten. Viel Spaß beim Lesen und eventuell sogar mitrecherchieren! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p> </p>
<h2>Das fiktive Leben von Frank Columbo – die Jugendjahre</h2>
<p>Frank Columbo wird wohl gegen Ende der 1920er in New York City in eine Großfamilie hinein geboren. Neben Franks italienisch-stämmigen Eltern beherbergt der Columbo-Haushalt zusätzlich noch fünf Brüder, eine Schwester und den Großvater. Wie viele Verwandte die Familie ansonsten noch hat oder einmal bekommen wird und welche Neffen und Schwager real oder später nur für einen Fall vorgeschoben sind, bleibt während der ganzen Serie weitgehend unklar. Das Wohnviertel der Columbos liegt ganz in der Nähe von Chinatown, so dass der kleine Frank nach eigener Aussage in seiner Kindheit mehr Frühlingsrollen als Cannelloni zu futtern bekommt. Sein Vater ist Brillenträger und übernimmt in der Küche das Kochen, wenn Mutter wieder mal ein neues Geschwisterchen auf die Welt bringt. Im Jahr verdient der Vater nie mehr als 5.000 US-Dollar und nur ein einziges Mal in seinem Leben leistet er sich ein neues Auto. Der Großvater fährt während der Prohibition (Alkoholverbot in den USA) als Bordschütze auf einem Biertransporter mit, um das flüssige Gold vor der durstigen Bevölkerung zu verteidigen. Überzeugter Antialkoholiker scheint der Großvater aber nicht zu sein, denn er stellt selbst Wein im hauseigenen Keller her und dabei darf Columbo Junior schon mal beim Traubenstampfen helfen.</p>
<p>Franks Kinderheld ist der italienisch-stämmige US-Baseballspieler Joe DiMaggio, außerdem liebt er Gangsterfilme. Der Vater lehrt ihm bereits früh das Billard spielen, was sich zu einer von Columbos Leidenschaften entwickelt. In seinen Jugendjahren streift Frank Columbo wenig tugendhaft mit ein paar Jungs um die Häuser. Sie vertreiben sich die Zeit mit Billard oder Flipper und spielen gern und oft böse Streiche. Später wird Columbo einmal scherzen, das er eigentlich nur deshalb zur Polizei ging, um seine Jugendstreiche wieder abzubüßen.</p>
<div id="attachment_3188" class="wp-caption alignleft" style="width: 255px"><img class="size-medium wp-image-3188" title="Gestatten: Mrs Columbo (dargestellt von Kate Mulgrew, auch bekannt als Captain Janeway aus Star Trek: Raumschiff Voyager" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/kate-mulgrew.jpg?w=245&#038;h=300" alt="Gestatten: Mrs Columbo (dargestellt von Kate Mulgrew, auch bekannt als Captain Janeway aus Star Trek: Raumschiff Voyager" width="245" height="300" /><p class="wp-caption-text">Gestatten: Mrs Columbo (dargestellt von Kate Mulgrew, auch bekannt als Captain Janeway aus Star Trek: Raumschiff Voyager</p></div>
<p>Auf der High School lernt Columbo seine zukünftige Ehefrau Kate kennen, während er eigentlich auf ein Mädchen namens Theresa wartet. Es ist wohl Liebe auf den ersten Blick und sie hält bis in alle Ewigkeit. Wie Columbo seine Frau einmal beschreibt, scheint sie ein wenig proper zu sein, doch der Inspektor steht auf feminine Kurven. Zu Gesicht bekommt man die Frau eigentlich nie, trotzdem weiß der wahre Fan mittlerweile, wie die unsichtbare Holde aussieht, weil man ihr zwischen den beiden Columbo-Epochen (zwischen 1978 und 1989 war Pause) eine eigene Krimiserie gibt. Allerdings kann Kate (dargestellt von Kate Mulgrew in der Krimi-Serie &#8222;Mrs. Columbo&#8220; bzw. &#8222;Kate loves a Mystery&#8220;) die Sehnsucht der Fans nach ihrem Göttergatten nicht ansatzweise lindern, sodass ihr die Lizenz zum Ermitteln bald wieder entzogen wird.</p>
<p> </p>
<h2>Das fiktive Leben von Frank Columbo – die Berufsjahre</h2>
<div id="attachment_3183" class="wp-caption alignleft" style="width: 196px"><img class="size-medium wp-image-3183" title="Inspektor Columbo ermittelt..." src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/peter-falk-06.jpg?w=186&#038;h=300" alt="Inspektor Columbo ermittelt..." width="186" height="300" /><p class="wp-caption-text">Inspektor Columbo ermittelt...</p></div>
<p>Frank Columbo dient als Soldat im Korea-Krieg (1950 bis 1953). Nach Kriegsende geht er zur New Yorker Polizei und hütet im 12. Bezirk das Gesetz. Dort führt ihn ein irischer Sergeant namens Gilhooley in die Kunst der Polizeiarbeit und vor allem des Dart-Spiels ein. Anno 1958 zieht Columbo mit seiner Frau nach Los Angeles, wo er ein Studium zum Kriminal-Ermittler beginnt. Während seiner Lehrzeit erscheinen ihm seine Mitschüler stets deutlich cleverer als er sich selbst einschätzt und so versucht er, dieses vermeintliche Manko mit viel Fleiß wieder auszugleichen&#8230; und er gewöhnt sich an, akribisch auf jedes noch so winzige Detail zu achten – dies ist bis heute sein Erfolgsrezept.</p>
<p>Manchmal nimmt die Suche nach dem kleinen Detail schon krankhafte Züge an. Oft liegt Columbo nachts wach und weckt seine Frau, um mit ihr über den Fall zu reden. Ob die Columbos Kinder haben, lässt sich nur schwer ermitteln. In der ersten Epoche erzählt er in Folge 17 (&#8222;Doppelter Schlag&#8220;) und 19 (&#8222;Wein ist dicker als Blut&#8220;, mit <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/10/03/zitat-der-woche-kw-41-2009-%e2%80%93-von-donald-pleasence-alias-ernst-stavro-blofeld-erzfeind-von-james-bond/" target="_self"><strong><span style="color:#ff6600;">Donald Pleasence</span></strong></a>) von seinen Kindern. In der zweiten Ära bei Folge 53 (&#8222;Ruhe sanft, Mrs. Columbo&#8220;) verneint er allerdings die Existenz eigener Kinder. Vielleicht meinte Columbo aber auch nur, dass sie schon aus dem Haus sind oder er flunkert einfach – schließlich will die Gesprächspartnerin seine Frau um die Ecke bringen&#8230; Was die Columbos aber in der zweiten Epoche auf jeden Fall haben ist ein Hund, und der heißt auch passender Weise&#8230; genau, Hund!</p>
<p> </p>
<h2>Das fiktive Leben von Frank Columbo – Inspektor Columbos Eigenarten</h2>
<p>Gemessen am Idealbild eines Haudegens ist Inspektor Columbo eigentlich ein echter Antiheld. Er schießt nicht gerne und würde seiner Meinung nach ohnehin nichts treffen, deshalb nimmt er seine Dienstwaffe gar nicht erst mit. Außerdem meidet er Krankenhäuser und erst recht Autopsien, weil er kein Blut sehen kann. Des Weiteren leidet Columbo unter Höhenangst, kann nicht schwimmen und wird leicht seekrank. Darauf angesprochen, dass er mit diesem Namen doch eigentlich etwas seefester sein müsste, antwortete Columbo: <em><strong><span style="color:#ff0000;">„Das muss ein anderer Zweig in der Familie gewesen sein.“</span></strong></em> Mit Zahlen hat es der Inspektor ebenfalls nicht so und überhaupt wirkt er zumindest nach außen sehr vergesslich, muss sich immer alles notieren, obwohl er oft nicht mal was zum Schreiben dabei hat. Dadurch wirkt Columbo auf seine Umwelt und vor allem den Täter stets sehr zerstreut und tapsig, was seine Kontrahenten aber bereits zum ersten Fehler verführt: sie unterschätzen ihn maßlos. Und zur rechten Zeit kann sich Inspektor Columbo dann doch an alles Wichtige erinnern&#8230; oder er liest es in seinen Notizen nach – aufgezeichnet mit dem Kugelschreiber des Mörders. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Columbos Waffe ist demnach kein Schießeisen, sondern die Art, wie er die Fragen stellt, Details beobachtet, den vermeintlichen Täter umschmeichelt und in Sicherheit wiegt – solange bis er den Mörder aus der Reserve lockt und zu entscheidenden Fehlern verleitet.</p>
<div id="attachment_3187" class="wp-caption alignleft" style="width: 195px"><img class="size-medium wp-image-3187" title="„Einen Moment, da wäre noch eine Kleinigkeit… nur für meinen Bericht.“ Inspektor Columbo (Peter Falk) treibt den Unhold mit Fragen in die Enge... und an den Rande der Verzweiflung!" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/peter-falk-102.jpg?w=185&#038;h=300" alt="„Einen Moment, da wäre noch eine Kleinigkeit… nur für meinen Bericht.“ Inspektor Columbo (Peter Falk) treibt den Unhold mit Fragen in die Enge... und an den Rande der Verzweiflung!" width="185" height="300" /><p class="wp-caption-text">„Einen Moment, da wäre noch eine Kleinigkeit… nur für meinen Bericht.“ Inspektor Columbo (Peter Falk) treibt den Unhold mit Fragen in die Enge... und an den Rande der Verzweiflung!</p></div>
<p>Nach seiner Frau liebt Columbo vor allem seinen Hund und sein Auto, ein seltener 1959er Peugot 403 Cabriolet – und natürlich seinen alten Regenmantel&#8230; und zwar nur seinen alten. Der Versuch seiner Frau, ihm einen neueren und schickeren Mantel zu schenken, scheitert gnadenlos. Auch sein cremefarbener Anzug ist bis auf wenige Ausnahmen 35 Jahre lang derselbe. Columbo hat zudem eine Vorliebe für klassische Musik, Western-Filme, Limericks, American Football, Kochen, Golfen, Billard sowie Chili, schwarzen Kaffee, harte Eier und Zigarren. Alkohol trinkt Columbo selten, aber doch hin und wieder – mal aus reiner Höfflichkeit, mal als Freude an der guten Gesellschaft oder auch, um mit dem überführten Mörder einen letzten Drink zu teilen. Neben Englisch spricht der Inspektor natürlich italienisch und ein wenig spanisch. Aus musikalischer Sicht kann Columbo zwar Tuba spielen, singen jedoch nicht. Columbo glaubt sogar, dass er vermutlich der einzige Italiener ist, der nicht singen kann. Dafür pfeift er gerne, zumeist das Kinderlied &#8222;This old Man&#8220;. Im Jahr verdient Columbo etwa 11.000 US-Dollar. Befördert wird Columbo nie. Obwohl seine Vorgesetzten ihn oftmals als ihren besten Mann zu heiklen Fällen schicken, kommt Columbo über den Dienstgrad Inspektor (bzw. im englischen Original: Lieutenant) nie hinaus. Vielleicht weil er bei seinen Chefs zu wenig Präsenz zeigt: er ist praktisch nie im Büro, manche seiner Kollegen haben ihn trotz langjähriger Dienststellenzugehörigkeit noch nie gesehen. Columbo entschuldigt seine Schreibtisch-Allergie damit, dass sich Mörder nur ganz selten im Polizeibüro aufhalten.</p>
<p>Witziger Weise halten sich Mörder ganz oft in meinem DVD-Player auf, wohl deshalb treibt sich dort auch Inspektor Columbo so gerne herum. Und sollte ich beim Zusehen wieder etwas Neues erfahren, werde ich diese fiktive Biographie entsprechend ergänzen – vielleicht helft Ihr mir ja dabei ja ein bisschen. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align:right;"><strong><em>© Andy Ilmberger, Oktober 2009</em></strong></p>
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			<media:title type="html">drenegadt</media:title>
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			<media:title type="html">Peter Falk alias Inspektor Columbo</media:title>
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			<media:title type="html">Gestatten: Mrs Columbo (dargestellt von Kate Mulgrew, auch bekannt als Captain Janeway aus Star Trek: Raumschiff Voyager</media:title>
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			<media:title type="html">Inspektor Columbo ermittelt...</media:title>
		</media:content>

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			<media:title type="html">„Einen Moment, da wäre noch eine Kleinigkeit… nur für meinen Bericht.“ Inspektor Columbo (Peter Falk) treibt den Unhold mit Fragen in die Enge... und an den Rande der Verzweiflung!</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Halloween-Serenade</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 10:20:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus dem Leben 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Wortgef(l)echt-Serenaden]]></category>
		<category><![CDATA[Andy Ilmberger]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Geister]]></category>
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		<category><![CDATA[Unterwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Halloween-Serenade
Ein kleines Halloween-Gedicht zum Gruseln&#8230;
 

 
Heimtückische Nacht, vom Nebel mit Schleiern versehen,
all unsere Ahnen werden aus ihren Gräbern auferstehen,
lechzen nach verängstigten Seelen lebendiger Gestalten,
listig geleitet von Hex’ und Geist sind sie kaum zu halten;
oh wehe dem, der im Gewölk den eiskalten Atem spürt,
wenn aus dem Dickicht raus ihn die knochige Hand berührt,
ehe Du Dich versiehst holen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=3194&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p> </p>
<h1 style="text-align:center;"><em><span style="color:#ff6600;">Halloween-Serenade</span></em></h1>
<p style="text-align:center;"><strong><em>Ein kleines Halloween-Gedicht zum Gruseln&#8230;</em></strong></p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3196" title="Halloween - die Nacht, in der die Toten zurückkehren..." src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/skelette.jpg?w=500&#038;h=375" alt="Halloween - die Nacht, in der die Toten zurückkehren..." width="500" height="375" /></p>
<p> </p>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">H</span><em>eimtückische Nacht, vom Nebel mit Schleiern versehen,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">a</span><em>ll unsere Ahnen werden aus ihren Gräbern auferstehen,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">l</span><em>echzen nach verängstigten Seelen lebendiger Gestalten,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">l</span><em>istig geleitet von Hex’ und Geist sind sie kaum zu halten;</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">o</span><em>h wehe dem, der im Gewölk den eiskalten Atem spürt,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">w</span><em>enn aus dem Dickicht raus ihn die knochige Hand berührt,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">e</span><em>he Du Dich versiehst holen Dich die schrecklichen Boten,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">e</span><em>rst in ihre Gruft, als bald dann in die Unterwelt der Toten,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">n</span><em>iemand kann dieser Macht entflieh’n – es ist Halloween!</em></h3>
<p style="text-align:left;"><em><span style="color:#ff0000;"><span style="color:#ff6600;"><strong>-</strong></span> <span style="color:#ffffff;">Nachts leuchten die Seelen der Toten am Himmel&#8230;  <span id="more-3194"></span></span></span></em></p>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">S</span><em>icher, Du kannst Dich verstecken im Keller irgendwo,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">e</span><em>hrlich gesagt werden Feiglinge ihres Lebens nicht froh,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">r</span><em>ächen kann sich Dein Gebibber und Knochengeklapper,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">e</span><em>s orten Dich bald schwarze Katzen an Deinem Gesabber,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">n</span><em>achher kommen Skelette, da hilft auch kein Niederknien,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">a</span><em>lledem lässt sich nur mit Ablegen der Furcht entzieh’n,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">d</span><em>eshalb maskier Dich gar grausig zum Knochenerweichen,</em></h3>
<h3 style="text-align:left;"><span style="color:#ff6600;">e</span><em>in Monster grabscht nämlich nie nach Seinesgleichen.</em></h3>
<p style="text-align:left;"> </p>
<p style="text-align:right;"><strong><em>© Andy Ilmberger, Oktober 2009</em></strong></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Zitat der Woche (KW 42, 2009) – von Peter Falk alias Inspektor Columbo</title>
		<link>http://ilmberger.wordpress.com/2009/10/09/zitat-der-woche-kw-42-2009-%e2%80%93-von-peter-falk-alias-inspektor-columbo/</link>
		<comments>http://ilmberger.wordpress.com/2009/10/09/zitat-der-woche-kw-42-2009-%e2%80%93-von-peter-falk-alias-inspektor-columbo/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 20:03:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortgef(l)echt Helden, Stars und Entertainer]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate & Wortgef(l)echte der Woche anno 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Columbo]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Glasauge]]></category>
		<category><![CDATA[Inspektor]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Falk]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspieler]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Serie]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>

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		<description><![CDATA[„Einen Moment, da wäre noch eine Kleinigkeit… nur für meinen Bericht.“
Genau vor vierzig Jahren (11. Oktober 1969) strahlte die ARD die erste Columbo-Folge im deutschen Fernsehen aus. Inspektor Columbo gilt als der weltweit bekannteste und beliebteste TV-Detektiv und wurde beinahe 40 Jahre lang produziert – solange wie vermutlich keine andere Fernsehserie auf der Welt. Dies [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=3048&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="attachment_3051" class="wp-caption alignleft" style="width: 195px"><img class="size-medium wp-image-3051" title="Bei Inspektor Columbo (Peter Falk) bleibt nie eine Frage offen" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/peter-falk-101.jpg?w=185&#038;h=300" alt="Bei Inspektor Columbo (Peter Falk) bleibt nie eine Frage offen" width="185" height="300" /><p class="wp-caption-text">Bei Inspektor Columbo (Peter Falk) bleibt nie eine Frage offen</p></div>
<p style="text-align:center;"><strong><em><span style="color:#0000ff;">„Einen Moment, da wäre noch eine Kleinigkeit… nur für meinen Bericht.“</span></em></strong></p>
<p>Genau vor vierzig Jahren (11. Oktober 1969) strahlte die ARD die erste Columbo-Folge im deutschen Fernsehen aus. <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/10/21/zitat-der-woche-kw43-2009-%e2%80%93-von-inspektor-columbo/" target="_self"><strong><span style="color:#0000ff;">Inspektor Columbo</span></strong></a> gilt als der weltweit bekannteste und beliebteste TV-Detektiv und wurde beinahe 40 Jahre lang produziert – solange wie vermutlich keine andere Fernsehserie auf der Welt. Dies ist die Biographie und gleichzeitig eine Hommage an den Schauspieler und Columbo-Darsteller Peter Falk, hinter dem weit mehr steckt als „nur“ ein paffender TV-Schnüffler mit unsichtbarer Ehefrau, schrottreifem Cabriolet, namenlosem Hund, qualmender Zigarre und einem Dress-Code, der selbst den heißesten Temperaturen unter der Sonne Kaliforniens trotzt.</p>
<p> </p>
<h2>Kindheit und Jugend von Peter Falk</h2>
<p>Schwer zu glauben, aber Peter Michael Falk kommt tatsächlich ohne rauchende Zigarre und zerknittertem Regenmantel auf die Welt, und zwar am 16. September 1927 in Manhattan, New York&#8230; <span id="more-3048"></span>also noch nicht mal in Los Angeles. Selbst seine Wurzeln liegen nicht, wie alle Welt zu wissen glaubt, in Italien, sondern in Ost-Europa. Sein Vater Michael Falk stammt aus Polen mit ungarischem Stammbaum – wie etwa sein Großvater Max Falk, Chefredakteur der Budapester Zeitung ″Pester Lloyd″ von 1867 bis 1906 (zuvor war Peters Ur-Großvater wohl sogar noch Vertrauter und Ungarisch-Lehrer von <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/12/22/zitat-der-woche-kw-52-2008-%e2%80%93-von-sissi-alias-kaiserin-elisabeth-von-osterreich-und-ungarn/" target="_self"><strong><span style="color:#ff0000;">Kaiserin Elisabeth &#8222;Sisi&#8220; von Österreich und Ungarn</span></strong></a> &#8211; vielen Dank an dieser Stelle an die Redaktion der &#8222;Pester Lloyd&#8220; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  ). Die Mutter Madeline immigrierte einst aus Russland und blickt auf tschechische Vorfahren zurück. Allerdings wächst Peter Falk in einem italienischen Viertel in New York auf, was ihn wohl genügend prägt, um später in Columbo einen überzeugenden Ur-Italiener verkörpern zu können. Das Ehepaar Falk hält sich und ihren Sohn mit einem Bekleidungsgeschäft über Wasser, der dreijährige Peter besucht währenddessen eine Art Vorschule. Dort entdeckt eine Lehrerin, dass mit Peters Auge etwas nicht stimmt. Der daraufhin konsultierte Arzt diagnostiziert einen Tumor in diesem Auge. Als Konsequenz daraus verliert Peter Falk mit drei Jahren sein rechtes Auge und erhält für den Rest seines Lebens ein Glasauge.</p>
<p>In den Kinderjahren nagt das gläserne Ersatzteil arg an Peter Falks Selbstbewusstsein, immer in der Angst lebend, von anderen Kindern darauf angesprochen zu werden und als minderwertiger zu gelten… Vermutlich bessert sich das erst, als die Familie von der New Yorker City an den Stadtrand der Metropole zieht – genauer gesagt nach Ossining. Dort gibt es praktisch nichts, außer ″Sing Sing″, einem weltberühmten Gefängnis, sowie einem neu eröffneten Bekleidungsladen der Falks, in dem der Vater 14 Stunden des Tages verbringt. Freizeit und Urlaub sind für Michael Falk stets Fremdwörter.</p>
<p>Sein Sohn Peter Falk besucht mittlerweile die High School und holt sich durch diverse Sportarten sein Selbstbewusstsein Stück für Stück zurück. Vor allem in Basketball und Baseball trumpft Peter mächtig auf. Dass er dabei nur mit einem Auge sieht und spielt, fällt längst keinem mehr auf. Es sei denn, Peter Falk erinnert den ein oder anderen daran. Zum Beispiel muss sich Peter eines Tages beim Baseball so über eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters aufregen, dass er wutentbrannt zum Schiri läuft, sein Glasauge rausholt und meint: <strong><em><span style="color:#0000ff;">„Versuch’s mal damit!“</span></em></strong> Der Punkt bleibt Peter zwar verwehrt, aber dafür toben die Zuschauer vor Lachen. Seit dem benutzt er sein Glasauge immer wieder mal für einen „Running Gag“.</p>
<p>Neben Sport macht Peter Falk auch erste Bühnenerfahrungen in einem Sommercamp, wo er als Zwölfjähriger in dem Stück ″The Pirates Of Penzance″ auftritt. Zwar begeistert ihn das Theater schon damals, doch fehlt ihm zu dieser Zeit der Glaube, dass ein normaler Junge von der Straße wie er jemals Schauspieler werden könnte.</p>
<p>Peter Falks Eltern gehören auf dem Papier übrigens der jüdischen Glaubensgemeinde an, und so feiert Peter mit 13 Jahren brav seine Bar Mitzwa (entspricht etwa der katholischen Firmung oder evangelischen Konfirmation), vermutlich das erste und auf jeden Fall das letzte Mal, dass er sich mit Religion auseinandersetzt. Auf der High School schließlich wählt man ihn zum Klassensprecher und er legt zu guter Letzt einen hervorragenden Schulabschluss hin&#8230; das war anno 1945.</p>
<p> </p>
<h2>Die jungen, wilden Jahre des Peter Falk</h2>
<p>Nach der High School fällt Peter Falk allerdings in ein seelisches Loch. Er treibt sich auf der Straße rum, führt sogar eine Rockerbande an und vertreibt sich die Zeit mit Billard. Die Idee, Schauspieler zu werden, verdrängt er ganz weit weg. Erstens würde einer wie er seiner Meinung nach ohnehin nie eine Chance auf eine Schauspielkarriere haben und zweitens wäre allein die Äußerung dieses Wunsches verdammt uncool seinen Kumpels und seinem Vater gegenüber – zumal letzterer noch nicht mal je ein Kino von Innen sah und für Filme rein gar nichts übrig hat. Außerdem erwartet der Vater natürlich, dass sein Sohn Peter einmal sein Lebenswerk, also den Klamottenladen übernimmt – was allerdings nie passieren wird&#8230; Doch im tiefsten Inneren träumt Peter Falk vom Schauspiel und manchmal, ganz heimlich, kauft er sich eine Karte für den Broadway und genießt still und leise die Vorstellung.</p>
<p>Das Herumstreunen in den Gassen will Peter eigentlich damit beenden, dass er sich im New Yorker Hamilton College einschreibt. Das College erweist sich allerdings mitunter als soziales Auffanglager für die Heimkehrer des zweiten Weltkrieges, vor diesen Veteranen flüchtet Peter bereits ein Monat später. Warum er vor den Soldaten flüchtet, um sich daraufhin bei der Marine zu bewerben, bleibt sein Geheimnis. Vielleicht will er einfach nur mitreden können?! Allerdings trägt er immer noch ein kleines Handicap mit sich rum, wenngleich es zu groß ist für die Marine: sein Glasauge! In den ersten Musterungen mogelt sich Peter Falk noch geschickt durch die Sehtests, doch kurz vor der Bewilligung entdeckt ein Arzt seinen Trick, sich immer das rechte Auge zuzuhalten. Ähnliche Versuche bei der Armee und Luftwaffe scheitern ebenfalls und so heuert er bei der gänzlich unmilitärischen US-amerikanischen Handelsmarine als Koch an: <em><strong><span style="color:#0000ff;">„Denen ist es egal, ob Du blind bist oder nicht. Der einzige, der was sehen muss, ist der Kapitän&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  “</span></strong></em></p>
<p>Rund 18 Monate verbringt Peter Falk in der Handelsmarine eine recht lockere Zeit. Er spürt aber auch, dass er nicht ein Leben lang Koch auf einem Frachter bleiben kann, und so kehrt er zurück nach New York, um doch noch etwas Anständiges zu lernen. Peter Falk studiert Literatur und Politik-Wissenschaft bis zum ersten akademischen Grad (Bachelor), doch wenn es nur irgendwie geht, mischt er sich unter die Schauspiel-Studenten. Während dieser Zeit verguckt sich Peter in ein Mädchen, und als er 1951 mit seinem Studium fertig ist, fährt er mit ihr zunächst nach Paris und wenig später für ein halbes Jahr ins kommunistische Jugoslawien – aus Neugierde über den Kommunismus, und weil es sich dort billig leben ließ, wie Peter Falk später einmal zugibt.</p>
<p>Nach sechs Monaten Jugoslawien landet Peter Falk dort wegen einer kleinen Wechselgeld-Bagatelle kurzeitig im Knast, aber doch lang genug, um schleunigst wieder nach Hause zu wollen – heim nach New York. Doch mit schließlich 24 Jahren und all dem Erlebten weiß Peter immer noch nicht so recht, was er eigentlich mit seinem Leben anstellen will. Quasi um festzustellen, was er mit absoluter Sicherheit garantiert nicht will, studiert er weitere zwei Jahre an der Maxwell School der Syracuse University Verwaltungswissenschaft – mit Abschluss… und ohne Plan, was er mit diesem ungeliebten Wissen eigentlich anfangen soll!</p>
<p>Nun besitzt Peter Falk also ein Zertifikat für einen Job als Schreibtischhengst. Dabei will er doch so gerne etwas Cooles in seinem Leben machen: Schauspieler oder … ja, oder zum Beispiel CIA-Agent. Peter Falks Vorstellung als Agent beim US-amerikanischen Geheimdienst entspricht bereits damals der romantischen Vorstellung, dass man tagsüber in Europa im Cafe sitzt, abends ein Mädchen abschleppt und nachts ganz lässig ein paar Spionage-Arbeiten erledigt – dabei gibt es zu dieser Zeit noch nicht mal <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/11/11/zitat-der-woche-kw46-2008-%e2%80%93-zum-88sten-geburtstag-von-james-bond/" target="_self"><strong><span style="color:#3366ff;">James-Bond</span></strong></a>-Filme, welche diese Fantasien hätten schüren können?! Doch Peter Falk erfährt nie, wie es beim CIA wirklich zugeht. Als der entsprechende CIA-Beamte Peters Unterlagen studiert, reicht bereits der Job als Koch bei der Handelsmarine in Peters Vita sowie der Aufenthalt im kommunistischen Jugoslawien, um ihn hochkant vor die Tür zu setzen.</p>
<p>Geheimagent ist also nicht… dann eben doch ein Bürojob – und so tritt Peter Falk eine Stelle als Betriebsanalytiker in einer Finanzbehörde in Hartford/Connecticut an. Doch wie erwartet, geht ihm der Job vom ersten Tag an gegen den Strich. Peter Falk, der sich in Geldangelegenheiten selbst als der unorganisierteste Mensch der Welt bezeichnet, soll nun erfolgreich mit Finanzen jonglieren. Dabei findet er am ersten Arbeitstag noch nicht mal sein eigenes Büro und überhaupt kommt er meistens zu spät zur Arbeit – entsprechend gespalten ist Peters Verhältnis zu seinem Boss. Seinen Frust spielt sich Peter Falk in einem Laien-Theater bei den ″Mark Twain’s Maskers″ von der Seele, wo er nach eigenem Bekunden in jede nur vorstellbare Rolle schlüpft: <strong><em><span style="color:#0000ff;">„Nenn mir ein Stück – ich habe es gespielt!“</span></em></strong></p>
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<h2>Die angehende Schauspielkarriere von Peter Falk</h2>
<p>Eines Tages lernt Peter Falk die bekannte französische Schauspiellehrerin Eva La Galliene kennen. Sie erteilt im Theater ″White Barn″ in Westport einigen Jung-Schauspielern professionellen Unterricht und Peter Falk mogelt sich quasi mit dazu. Typischerweise kommt Peter aber selbst hier meistens zu spät zum Unterricht, wie auch an jenem Tag, als ihn die Lehrerin genervt fragt, warum er eigentlich nie pünktlich kommt? <strong><em><span style="color:#0000ff;">„Weil ich den ganzen Weg von Hartford fahren muss“</span></em></strong> entgegnet Peter Falk, der schließlich hauptberuflich immer noch als Finanzanalyst werkelt. Daraufhin maunzt Eva La Galliene, was er denn in Hartford treibe, dort gäbe es kein Theater? Deshalb musste ihr Peter gestehen, dass er nur Laien-Schauspieler ist und leider kein Profi. Eva La Galliene blickt Peter Falk streng in die Augen und meint: <strong><em><span style="color:#ff0000;">„Sie sollten aber einer sein!“</span></em></strong> Dieser Satz verändert Peters Leben. Zum ersten Mal glaubt nun auch er an sich und daran, dass er Schauspieler werden könnte &#8211; er, der einfache Junge von der Straße. Frisch ermutigt von seiner Lehrerin Eva La Galliene schmeißt Peter Falk seinen Job als Finanzexperte hin und unterzieht sich für ein paar Monate der Mimen-Lehre seiner französischen Lehrerin.</p>
<p>So begeistert Eva La Galliene von Peter Falks Entscheidung ist, so entrüstet reagiert sein Vater: <strong><em><span style="color:#008000;">„Du willst Dir Dein Gesicht bemalen und Dich für den Rest Deines Lebens zum Narren machen?“</span></em></strong> Und Peter will! Mit einem Empfehlungsschreiben seiner Lehrerin in der Tasche kehrt Peter Falk nach New York zurück, wo ihn ein Schauspielagent allerdings gleich mal von Wolke 7 herunterholt – Film und Fernsehen könne er vergessen mit einem Glasauge. Doch mit dem Zeugnis von Eva La Galliene und viel Beharrlichkeit schafft es Peter Falk zumindest ins New Yorker Theater, wenn auch weit, weit weg vom Broadway. Er spielt sich durch unzählige kleine Rollen in teils sehr lächerlichen Kostümen, bis er schließlich 1956 endlich am Broadway in dem Theater ″Circle in the Square″ im Stück ″The Icemans Cometh″ einen Barkeeper mimt. Peter Falk erzählt dazu: <span style="color:#0000ff;"><strong><em>„Das Stück dauerte vier Stunden und ich stand die ganze Zeit auf der Bühne herum, es war schwer, mich nicht zu sehen.“</em></strong> </span>Und nicht nur die Zuschauer sehen Peter Falk, sondern auch ein Talentscout aus Hollywood, der ihn 1957 prompt an den Film-Boss Harry Cohn von Columbia Pictures weiter empfiehlt.</p>
<p>Jetzt, wo die Hollywood-Karriere plötzlich zum Greifen nah scheint, kann es Peter Falk plötzlich doch kaum erwarten, endlich in einem echten Film mitzuspielen. Doch abermals holt den jungen Mimen sein altes Manko wieder ein. Statt dem erhofften Vertragsangebot verkündet Harry Cohn gegenüber Peter Falk lediglich seine Bedenken wegen des Glasauges. Nach einem kurzen Wortgefecht beendet der Columbia-Boss schließlich die Diskussion mit den Worten: <strong><em><span style="color:#993300;">„Mr. Falk, für das gleiche Geld bekomme ich auch einen Schauspieler mit zwei Augen!“</span></em></strong> Dieser Spruch gleicht sicherlich einem Tritt in die Familienjuwelen, trotzdem sollte es für Peter ab diesem Moment stetig bergauf gehen, nur eben etwas langsamer, als gerade eben noch erhofft.</p>
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<h2>Peter Falk wird Film-Sternchen</h2>
<p>Anno 1958 ist Peter Falk aus der New Yorker Theater-Szene nicht mehr wegzudenken und mit einher gehen erste Fernseh-Auftritte wie zum Beispiel in der damals gern gesehenen Polizei-Serie ″Naked City″. Kurz darauf interessiert sich auch Hollywood wieder für den einäugigen Schauspieler, allerdings klopft nicht Columbia an Falks Tür, sondern deren direkter Konkurrent Warner Brothers. Sein Leinwand-Debüt gibt Peter Falk noch im selben Jahr in dem Abenteuer-Streifen ″Sumpf unter den Füßen″ (″Wind across the Everglades″). Peter spielt dort lediglich eine kleine Nebenrolle als Schriftsteller, erhält aber eine üppige Wochengage von 700 US-Dollar – fast fürs Nichtstun und Golfspielen. Als Peter dies seinem Vater erzählt, ist auch der lebenslange Kaufmann plötzlich begeistert von der Filmbranche und hofft, dass sein Sohn sich noch so manchen Dollar derart locker erspielen kann. Und tatsächlich etabliert sich Peter Falk in Hollywood, wenn auch zunächst nur in kleineren Nebenrollen – zumeist als Bösewicht.</p>
<div id="attachment_3057" class="wp-caption alignleft" style="width: 228px"><img class="size-medium wp-image-3057" title="Frisch gebackener Schauspiel-Star Peter Falk" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/peter-falk-15.jpg?w=218&#038;h=300" alt="Frisch gebackener Schauspiel-Star Peter Falk" width="218" height="300" /><p class="wp-caption-text">Frisch gebackener Schauspiel-Star Peter Falk</p></div>
<p>Peter Falks nächstes Highlight leuchtet am 17. April 1960 auf, als er seine Freundin Alyce Mayo heiratet, in die er sich bereits vor fünf Jahren während seiner Universitätszeit in Syracuse verliebte. Beruflich scheint zunächst alles beim Alten zu bleiben. Wieder bekommt Peter Falk ein Angebot für eine Nebenrolle als Killer, wieder ist es lediglich ein Low-Budget-Film und wieder erhält der Streifen, namentlich ″Unterwelt″ (″Murder Inc.″), von den Kritikern nur das Prädikat ″Durchschnittlicher Gangsterfilm″ aufgestempelt… bis auf einen: der, der den Killer Abe ″Kid Twist″ Reles spielte, diesem Peter Falk – dem bestätigten die Kritiker eine <strong><em>„teuflisch gute Darbietung“</em></strong>. Und prompt erhält Peter Falk für seine Rolle des Abe Reles eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller.</p>
<p>Nach Bekanntwerden der Oscar-Nominierung erhält Peter Falk den Rat, er solle sich in der Öffentlichkeit mehr ins Gespräch bringen, um bei der Oscarverleihung bessere Chancen zu haben – zur Not mit Hilfe eines Presseagenten. Also heuert Peter einen solchen PR-Agenten an, um für sich etwas die Werbetrommel rühren zu lassen. Schließlich kommt der große Tag: Peter Falk fährt mit seiner Frau Alyce in seinem VW-Käfer zur Preisverleihung und fragt sie: <strong><em><span style="color:#0000ff;">„Wie meinst Du sind meine Chancen?“</span></em></strong> Worauf Alyce nur die Erwartung dämpfend entgegnet: <strong><em><span style="color:#ff0000;">„Du kannst froh sein, wenn sie die Nominierung nicht zurückziehen.“</span></em></strong> Trotzdem fiebert Peter diesem feierlichen Moment zusammen mit seiner Frau und seinem angemieteten Image-Berater entgegen. Als dann bei der Verlesung des Oscars für die beste männliche Nebenrolle der Satz <strong><em><span style="color:#008000;">„Und der Gewinner ist Peter…“</span></em></strong> fällt, reißt es Peter Falk bereits aus seinem Sitz – bis er den Nachnamen <span style="color:#008000;"><em><strong>„…Ustinov“</strong></em></span> vernimmt. Peter Falk lässt sich in seinen Sitz zurückfallen, dreht sich zu seinem Presseagenten hin und meint nur angesäuert: <strong><em><span style="color:#0000ff;">„Du bist gefeuert!“</span></em></strong></p>
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<h2>Peter Falk wird Film-Star</h2>
<p>Trotz dieser Enttäuschung erfährt Peter Falk schnell, dass man bereits mit einer Oscar-Nominierung zu den Gewinnern zählt, denn dadurch bekommt er die Möglichkeiten, in großen Filmen mit berühmten Kollegen und Regisseuren zusammen zu arbeiten. Plötzlich sieht man ihn in Blockbustern wie ″Die unteren Zehntausend″ zusammen mit Bette Davis und Glenn Ford, und prompt erhält Peter Falk seine nächste Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller… und prompt geht er wieder leer aus. Trotzdem quittiert diese Fast-Auszeichnung, dass Peter Falk nun eine feste Größe in der Filmbranche darstellt, dass er nun zu Hollywood dazugehört – dass er ein Star ist. Und Peter Falk ist fleißig in den 1960ern, tritt im Theater auf, spielt in zahlreichen Fernsehproduktionen mit, die ihm unter anderem seinen ersten Emmy (quasi der TV-Oscar) einbringen und er dreht einen Spielfilm nach den anderen. Nicht alle Filme davon gelten heute als cineastische Offenbarung, doch ein paar Klassiker befinden sich schon darunter, etwa: der Klamaukstreifen ″Eine total, total verrückte Welt″  (1963, mit Spencer Tracy, Jerry Lewis, Frank Sinatra, Fernandel, Buster Keaton), die Gangster-Parodie ″Sieben gegen Chicago″ (1964, mit dem singenden Rat Pack Frank Sinatra, Dean Martin, Bing Crosby und Sammy Davis jr.), der Slapstick-Komödie ″Das große Rennen rund um die Welt″ (1965, mit Jack Lemmon, Tony Curtis, Natalie Wood sowie Blake Edwards als Regisseur).</p>
<div id="attachment_3059" class="wp-caption alignleft" style="width: 244px"><img class="size-medium wp-image-3059" title="Selbst der &quot;Rolling Stone&quot; kommt an Peter Falk nicht mehr vorbei" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/peter-falk-111.jpg?w=234&#038;h=300" alt="Selbst der &quot;Rolling Stone&quot; kommt an Peter Falk nicht mehr vorbei" width="234" height="300" /><p class="wp-caption-text">Selbst der &quot;Rolling Stone&quot; kommt an Peter Falk nicht mehr vorbei</p></div>
<p>Ab 1965 konzentriert sich Peter Falk wieder mehr aufs Fernsehen und übernimmt in der selbst produzierten TV-Serie ″The Trials of O’Brian″ seine erste Serien-Hauptrolle. Er verkörpert darin den sympathischen, unkonventionellen und meist zu menschlichen Rechtsanwalt Daniel O’Brien und Kenner dieser Serie glauben hier bereits die Grundzüge von Inspektor Columbo zu erkennen. Leider wurde ″The Trials of O’Brian″ nie in Deutschland ausgestrahlt. Allerdings ist dieser Serie auch in den USA nicht viel Erfolg beschert. Zwar singen die Kritiker Lobeshymnen, doch bleibt die Einschaltquote deutlich hinter den Erwartungen zurück, zudem hagelt es Beschwerden amerikanischer Rechtsanwälte über die Darstellung ihres Berufsbildes. Bereits 1966 beendet der Sender nach nur 22 Folgen die Ausstrahlung von ″The Trials of O’Brian″ .</p>
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<h2>Peter Falk wird Inspektor Columbo</h2>
<p>Rückblende zur Philadelphia High-School, kurz nach dem 2. Weltkrieg: Dort waren es einst zwei Freunde, noch Kinder möchte man sagen. Der eine hieß Richard Levinson (* 7. August 1934 in Philadelphia, + 12. März 1987 in Los Angeles), der andere war William Link (* 15. Dezember 1933 in Philadelphia). Beide begeisterten sie sich für Zauberei und Krimis und so begannen sie gemeinsame Geschichten zu schreiben, bevorzugt Kriminalromane. Und das mit Erfolg. Verfassten sie zunächst lediglich ein paar Kurzromane für Tageszeitungen, gehörten sie ab Ende der 1950 zur ersten Garde der Krimi-Drehbuchautoren fürs Fernsehen. Anfang der 1960er kreierten Richard Levinson und William Link ein Theaterstück mit dem Titel ″Prescription: Murder″ und brachten es 1962 in San Francisco auf die Bühne. Dieses Krimi-Stück war anders als alle anderen bisher gekannten Mördergeschichten. Während der Zuschauer ja sonst erst stets am Schluss erfährt, wer der Täter war, ließen die beiden Autoren das Publikum beim Mord zusehen und mitverfolgen, wie sich der Unhold geschickt ein Alibi verschafft. In diesem Stück spielte auch ein Inspektor mit dem Namen Columbo mit, eigentlich nur eine Nebenrolle, doch am Ende bekam er stets den meisten Applaus. Diese Beifallsbekundungen für Columbo machte die beiden Autoren stutzig und so schrieben sie das Stück um in einen auf diesen Columbo zugeschnittenen Fernsehfilm und schlenderten damit zum Filmstudio Universal. Die waren prinzipiell zwar nicht abgeneigt, diesen Krimi-Stoff zu produzieren, doch musste Universal die Idee erst mal sacken lassen… und die Idee sackte… und sackte… bis man sie um 1967 wieder aus der Schublade holte.</p>
<div id="attachment_3062" class="wp-caption alignleft" style="width: 303px"><img class="size-full wp-image-3062" title="Peter Falk alias Inspektor Columbo in seinem ersten Fall &quot;Mord nach Rezept&quot; anno 1968" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/peter-falk-03.jpg?w=293&#038;h=220" alt="Peter Falk alias Inspektor Columbo in seinem ersten Fall &quot;Mord nach Rezept&quot; anno 1968" width="293" height="220" /><p class="wp-caption-text">Peter Falk alias Inspektor Columbo in seinem ersten Fall &quot;Mord nach Rezept&quot; anno 1968</p></div>
<p>Nun sollte es also passieren: Universal wollte einen Fernsehfilm mit einem Inspektor namens Columbo produzieren. Doch wer könnte diese Rolle übernehmen? Richard Levinson, William Link sowie der Produzent und Regisseur Richard Irving machten sich gemeinsam auf die Suche nach einem geeigneten Darsteller. Den beiden Autoren schwebte eigentlich ein älterer Inspektor vor und so favorisierten sie Lee J. Cobb (damals ein bekannter Serien-Star in den USA) oder den steppenden Sängerknaben Bing Crosby. Lee J. Cobb konnte allerdings nicht und Bing Crosby wollte (zum Glück) nicht. Uns so kommen wir zu dem Moment, wo Richard Irving den Namen Peter Falk ins Spiel bringt. Zunächst stößt der Regisseur mit seinem Vorschlag auf bloßes Unverständnis, weil der 40-jährige Peter Falk den Autoren Levinson und Link als viel zu jung erscheint. Doch Irving setzt sich gegen die beiden durch und Peter Falk zeigt reges Interesse, damit steht der Inspektor für den Fernsehfilm ″Prescription: Murder″ (″Mord nach Rezept″) endlich fest. Dass daraus einmal 69 Folgen werden könnten, daran denkt in diesem Augenblick keiner der vier beteiligten. Für den Moment geht am 20. Februar 1968 der Krimi ″Prescription: Murder″ als einzelner Fernsehfilm bei NBC auf Sendung. Dieser Krimi wird dann am 11. Oktober 1969 unter dem Titel ″Mord nach Rezept″ in Deutschland bei der ARD Premiere feiern.</p>
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<h2>Peter Falk ist Inspektor Columbo</h2>
<p>In seinem ersten Fall ″Mord nach Rezept″ bekommt es <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/10/21/zitat-der-woche-kw43-2009-%e2%80%93-von-inspektor-columbo/" target="_self"><strong><span style="color:#0000ff;">Inspektor Columbo (hier geht es zur fiktiven Biographie von Inspektor Columbo)</span></strong></a> wie  im oben genannten Theaterstück mit einem renommierten Psychiater zu tun, der mit Hilfe seiner jungen Geliebten seine Ehefrau loswerden will. Der Zuschauer sieht den Mord und die Beschaffung des Alibis. Nach etwa 15 Minuten betritt Columbo die Bildfläche und der Zuschauer fiebert mit, wie er den Täter trotz seines vermeintlich perfekten Mordes überführt. 1968 ist diese Art von Krimi noch vollkommen neu – und bis heute unerreicht. Zu jener Zeit gilt in Fernseh-Krimis das weitläufige Motto: erst schießen, dann fragen. Inspektor Columbo hingegen fragt nur und schießt nie (denn Columbo hasst Schusswaffen), das aber mit einer sympathischen und gewieften Art und Weise, dass sich jedermann sofort mit dem etwas chaotisch wirkenden aber heimlich unheimlich schlauen Schnüffler identifizieren mag. Und tatsächlich überschlagen sich nach der Erstausstrahlung von ″Prescription: Murder″ in den USA Publikum wie Kritiker gleichermaßen vor Begeisterung. Peter Falk erzählte einmal, dass ihm am Morgen nach dem Sendeabend der Briefträger um den Hals fiel und schrie: <strong><em><span style="color:#008000;">„Fantastisch, ich habe es gesehen!!!“</span></em></strong> Im gleichen Moment kommt ein Bus vorbei und der Busfahrer steigt einfach aus, nur um Peter Falk die Hand zu schütteln. Immer wieder jubeln ihm wildfremde Menschen zu – alles wegen einer Folge Columbo.</p>
<div id="attachment_3063" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3063" title="Glasauge sei wachsam! Es verleiht Peter Falk so einen ganz speziellen Blick..." src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/peter-falk-02.jpg?w=300&#038;h=222" alt="Glasauge sei wachsam! Es verleiht Peter Falk so einen ganz speziellen Blick..." width="300" height="222" /><p class="wp-caption-text">Glasauge sei wachsam! Es verleiht Peter Falk so einen ganz speziellen Blick...</p></div>
<p>Kein Wunder, dass der TV-Sender NBC kurz darauf vor Peter Falks Tür steht, um ihn ein Angebot zu machen, dass er eigentlich nicht ablehnen kann – die Fernsehbosse wollen Columbo in Serie bringen und wöchentlich eine Folge raushauen. Doch Peter Falk lehnt ab. Nicht, weil er – wie es oftmals heißt – sich nicht auf eine Rolle festlegen will. Im Gegenteil, Peter Falk liebt die Rolle des verknitterten Polizisten. Allerdings will Peter die Figur nicht verheizen und er begründet seine Ablehnung damit, dass man im Wochentakt unmöglich das hohe Niveau des Pilotfilmes aufrechterhalten könne. Mit dieser Meinung steht Peter Falk übrigens nicht alleine da, die Columbo-Erfinder Levinson und Link sehen dies ganz genau so.</p>
<p>Und so liegt das Projekt ″Columbo″ erstmal auf Eis. Einmal im Jahr schauen die Verantwortlichen von NBC bei Peter Falk vorbei, um ihn zu einer Serie zu überreden und jedes Jahr schickt Peter Falk sie mit den Worten <strong><em><span style="color:#0000ff;">„Auf keinen Fall!“</span></em></strong> wieder heim. In der Zwischenzeit dreht er wieder emsig Kinofilme. Allen voran sind Kriegsfilme zu dieser Zeit gefragt und so sieht man Peter Falk zusammen mit Robert Mitchum in ″Schlacht um Anzio″ (1968) oder mit Burt Lancaster in ″Das Schloß in den Ardennen″ (1969) auf der Leinwand. Außerdem lernt Peter bei der Produktion des Gauner-Eposes ″Die Unschlagbaren″ (″Machine Gun McCain″, 1968) seinen künftigen Busenfreund John Cassavetes kennen – in den USA vor allem als unabhängiger Filmemacher bekannt, hierzulande eigentlich nur durch seinen Auftritt als Mörder in der Columbo-Folge ″Etüde in Schwarz″ (1972) in Erinnerung. Im Jahre 1970 produziert Cassavetes die Tragik-Komödie ″Ehemänner″ (″Husbands″) mit Peter Falk in einer Hauptrolle. Weil sein Kumpel Cassavetes bei der Filmfinanzierung schon am Abgrund steht, verzichtet Falk auf seine Gage und erbittet sich eine Teilhaberschaft am Film. Da ″Ehemänner″ zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres 1970 mutiert, lohnt sich das Projekt für Peter Falk mehr als erhofft: <strong><em><span style="color:#0000ff;">„Es war der beste Zahltag, den ich bis dahin hatte!“</span></em></strong> Vier Jahre später wird aus dieser Zusammenarbeit noch das preisgekrönte Familiendrama ″Eine Frau mit Einfluss″ entstehen sowie 1976 die Gaunerkomödie ″Mikey und Nicky″. In seiner Freizeit oder in den Drehpausen geht Peter Falk seit Ende der 1960er noch einer neuen Leidenschaft nach: dem Zeichnen.</p>
<p>Im Jahre 1971 klopfen die TV-Bosse von NBC ein drittes Mal an Peter Falks Türe mit einer „brandneuen Idee“ – sie wollen Columbo in Serie bringen. Und dieses Mal kommen sie nicht vergebens. Endlich einigen sich die Produzenten mit Peter Falk auf eine Serien-Taktung, mit der sich die von Falk eingeforderte Qualität einhalten lässt. Und sicherlich hebt auch die Höhe der Gage Peter Falks Zuversicht. Allerdings fordert der Sender zunächst noch einen weiteren Pilotfilm, um sicher gehen zu können, dass die Begeisterung beim Publikum von vor drei Jahren auch noch lodert. Und die Begeisterung brennt weiter lichterloh. Der am 1. März 1971 ausgestrahlte Fall ″Ransom for a Dead Man″ (″Lösegeld für einen Toten″) schlägt genauso ein wie Columbos erster Fall ″Prescription: Murder″ und so beschließen die Verantwortlichen, mit Columbo ab September 1971 in Serie zu gehen. Am Anfang seiner nun fixen Columbo-Tätigkeit spielt Peter Falk noch erfolgreich am Broadway, doch im Mai 1972 beschließt er, mit dem Theaterspielen zu pausieren, weil ihn Columbo zu sehr einnimmt.</p>
<div id="attachment_3064" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3064" title="Peter Falk alias Inspektor Columbo recherchiert an den ungewöhnlichsten Orten" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/peter-falk-01.jpg?w=300&#038;h=208" alt="Peter Falk alias Inspektor Columbo recherchiert an den ungewöhnlichsten Orten" width="300" height="208" /><p class="wp-caption-text">Peter Falk alias Inspektor Columbo recherchiert an den ungewöhnlichsten Orten</p></div>
<p>Und wie immer, wenn eine Rolle einen Schauspieler zu fest bindet, kommen irgendwann erste Unmutsäußerungen – ganz ähnlich war es ja auch bei <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/08/23/zitat-der-woche-kw-35-2009-%e2%80%93-von-sean-connery-alias-james-bond-007/" target="_self"><strong><span style="color:#3366ff;">Sean Connery</span></strong></a> als <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/11/11/zitat-der-woche-kw46-2008-%e2%80%93-zum-88sten-geburtstag-von-james-bond/" target="_self"><strong><span style="color:#3366ff;">James Bond</span></strong></a>, wie auf <a href="http://ilmberger.wordpress.com/" target="_self"><strong><span style="color:#000000;">Wortgef<span style="color:#ff0000;">l</span>echt.de</span></strong></a> zu lesen ist. Dabei bekennt sich Peter Falk immer zu Columbo, wenn auch mit kleinen Einschränkungen, wie in diesem Vergleich: <strong><em><span style="color:#0000ff;">„… ich liebe Schweinekotelett, aber es ist ganz einfach so, dass ich nicht nur Schweinekotelett bis ans Ende meines Lebens essen möchte.“</span></em></strong> Noch aber kann das Produktionsstudio Peter Falk bei Laune halten, was natürlich stets am zuverlässigsten über das Honorar funktioniert: Als Serien-Polizist verdient Inspektor Columbo jährlich 11.000 US-Dollar, Peter Falk hingegen streicht zu Beginn der zweiten Staffel 1972 bereits 40.000 US-Dollar pro Folge ein. Diese Summe erhöht sich allerdings sukzessive bis er am Ende der dritten Staffel (1973) stolze 137.000 Dollar erhält. Zu Beginn der sechsten Staffel 1976 will die US-amerikanische Presse sogar von 300.00 Dollar gehört haben, plus 10.000 Dollar für jede weitere Folge. Damit wäre Peter Falk Mitte der 1970er der bestbezahlteste US-Fernsehstar, noch vor Telly Savalas und Rock Hudson. Überhaupt ist das Jahr 1976 für Peter Falk ein recht abwechslungsreiches. Zum einen dreht er zusammen mit David Niven, Peter Sellers und Alec Guinness die absolute Kult-Krimiparodie ″Eine Leiche zum Dessert″, zum anderen lernt er bei den Dreharbeiten zu der Columbo-Folge ″Mord im Bistro″ das um 23 Jahre jüngere Filmsternchen Shera Lynn Danese kennen und lieben. Dies führt Mitte des Jahres 1976 zur Trennung von seiner Ehefrau Alyce Mayo und zum 1. Januar 1977 schließlich zur Scheidung. Aus dieser Ehe ging die Tochter Jacqueline (* 1962) und die Adoptivtochter Catherine (* 1971) hervor. Shera Danese ehelicht Peter Falk im Dezember 1977. Obwohl die Presse immer wieder mal von Auf und Abs  dieser Ehe berichten, sind die beiden bis zum heutigen Tage miteinander verheiratet.</p>
<p>Richtig schlimm erwischt es 1978 allerdings die weltweiten Columbo-Fans. Der Grund: dem NBC und den ausführenden Universal Studios wird die Serie trotz des anhaltenden Erfolges einfach zu teuer… und ihr Hauptdarsteller zu anstrengend. Zwar erfreut sich Peter Falk bei seinen Kollegen größter Beleibtheit und genießt aufgrund seiner Einsatzbereitschaft und seines Qualitätsanspruches auch höchsten Respekt, doch genau diese Qualitätshascherei geht Universal mittlerweile gehörig auf den Senkel. Jedes Mal, wenn Peter Falk <strong><em><span style="color:#0000ff;">„noch eine Szene“</span></em></strong> fordert, bedeutet dies noch höhere Produktionskosten, die sich scheinbar ganz schön zusammenläppern. Und so klärt Inspektor Columbo am 13. Mai 1978 in ″Waffen des Bösen″ seinen scheinbar letzten Fall… zum Glück ist es nur für die nächsten elf Jahre.</p>
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<h2>Peter Falk nach seiner ersten Ära als Inspektor Columbo</h2>
<div id="attachment_3065" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-3065" title="Peter Falk und Kermit der Frosch aus der Muppet Show" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/peter-falk-13.jpg?w=300&#038;h=266" alt="Peter Falk und Kermit der Frosch aus der Muppet Show" width="300" height="266" /><p class="wp-caption-text">Peter Falk und Kermit der Frosch aus der Muppet Show</p></div>
<p>So ganz unglücklich scheint Peter Falk über das Ende der Columbo-Ära ohnehin nicht zu sein. Mittlerweile malt er leidenschaftlich gerne, hatte aber nie Zeit dafür. Außerdem hofft er auf Filmangebote, in denen er beweisen kann, dass nicht nur ein schrulliger Inspektor in ihm steckt. Ende der 1970er ist Peter Falk auch noch erwartungsgemäß gut im Geschäft und spielt überwiegend in kriminalistisch angehauchten Komödien mit. Erwähnenswert sind hierbei die gelungene Bogart-Parodie ″Der Schmalspurschnüffler″ (1978) sowie die Agenten-Komödie ″Zwei in Teufels Küche″ (1979) – übrigens einer von Peters Lieblingsfilmen. Anfang der 1980er jedoch zieht sich Peter Falk immer weiter ins Privatleben zurück. Vielleicht fehlen auch nur die erhofften Angebote für anspruchsvolle Filmprojekte. 1981 shakert sich der Ex-Inspektor durch die mittelprächtige Komödie ″Kesse Bienen auf der Matte″ und findet sich im Kinofilm der Muppet-Show wieder, wo er unter anderem wieder mal auf Peter Ustinov trifft sowie auf Bond-Girl Diana Rigg und den Monty Python John Cleese. Von all dem Puppentheater hat Peter aber erst mal die Nase voll, bis ihn 1985 sein bester Freund John Cassavetes wieder aus der Versenkung holt und bittet, in seiner Ganoven-Satire ″Big Trouble″ (″Sterben und leben lassen″, nicht zu verwechseln mit dem James-Bond-Film ″Leben und sterben lassen″) mitzuspielen. Es soll sein letzter Film mit John Cassavetes werden. Sein Freund stirbt 1989… <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Beinahe hätte Peter Falk 1985 auch das letzte Mal mit seiner Frau Shera Danese geredet. Sie haben sich derart zerstritten, dass sie für zwei Jahre getrennt leben und überhaupt sollen sie schon zweimal kurz vor der Scheidung gestanden haben, doch 1987 versöhnen sich die beiden wieder. So langsam taucht Peter Falk auch wieder öfter im Kino auf, etwa 1987 als Märchenerzähler in ″Die Braut des Prinzen″ oder in Wim Wenders Meisterwerk ″Himmel über Berlin″. Bei den Dreharbeiten im noch geteilten Berlin genießt Peter Falk seine ungebrochene Popularität: Jede Menge Menschen kommen auf ihn zu und wie selbstverständlich plauscht Peter mit ihnen ein wenig, während am Straßenrand einige Kinder <strong><em><span style="color:#008000;">„Columbo, Columbo, Columbo“</span></em></strong> jubeln. Vielleicht bringen ja solche Szenen Peter Falk wieder zum Nachdenken über ein Comeback…  Doch zunächst spielt Peter Falk 1988 mit der populären Pop-Punkerin Cyndi Lauper und dem baldigen Weltstar Jeff Goldblum (″Die Fliege″, ″Independence Day″) in ″Vibes – Die übersinnliche Jagd nach der glühenden Pyramide″ – ein Film, der ohne seine Hauptdarsteller längst vergessen wäre. Hinzu kommt noch 1989 der kaum auffälligere Mafia-Klamauk ″Cookie″. Dann allerdings soll die Leidenszeit der Columbo-Fans ein Ende haben und Peter Falk schlüpft erneut in seinen verknitterten Regenmantel.</p>
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<h2>Peter Falk ist (wieder) Inspektor Columbo</h2>
<p>Kaum entlarvte Columbo 1978 das Alibi des letzten Mörders der siebten Staffel, wächst auch schon wieder die Sehnsucht nach ihm. Als Ersatzlösung kommen die Fernsehmacher auf die Idee, die so oft erwähnte aber stets unsichtbare Mrs. Kate Columbo 1979 ins Rampenlicht zu holen, gespielt von Kate Mulgrew (* 29. April 1955 in Iowa, bekannt als Captain Janeway in ″Star Trek: Raumschiff Voyager″). Zwar bekommt die Fan-Gemeinde nun endlich ein Gesicht zu der niemals gezeigten Frau Inspektor, doch viel mehr wollen die meisten dann auch nicht mehr wissen. Die Serie flopt und nach nur zwei Jahren macht sich Mrs. Columbo wieder unsichtbar. Wenigstens werden die TV-Sender dieser Welt nicht müde, ständig alle (echten) Columbo-Folgen zu wiederholen. Trotzdem dürstet den Krimifan weiter nach frischen Fällen und so überlegt der Sender ABC gegen Ende der 1980er, Peter Falk zu einem Comeback als Inspektor zu überreden. Peter Falk zeigt sich prinzipiell nicht abgeneigt, seinen leicht wartungsbedürftigen Peugeot 403 wieder vom Schrottplatz zu holen, allerdings zweifelt er daran, dass man in diesen hektischen und profitorientierten Zeiten noch ähnlich hochwertige Drehbücher wie einst erarbeiten könnte.</p>
<div id="attachment_3066" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3066" title="Inspektor Columbo (Peter Falk) in seinem Oldtimer Peugot 403" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/peter-falk-07.jpg?w=300&#038;h=232" alt="Inspektor Columbo (Peter Falk) in seinem Oldtimer Peugot 403" width="300" height="232" /><p class="wp-caption-text">Inspektor Columbo (Peter Falk) in seinem Oldtimer Peugot 403</p></div>
<p>Um Peter Falks Zweifel auszuräumen, schickt der Sender ABC den Columbo-Schöpfer William Link (sein Partner Richard Levinson starb mit 52 am 12. März 1987) zu ihm, gut ausgerüstet mit möglichen neuen Columbo-Fällen. Ein Wochenende lang redet William Link mit Engelszungen auf Peter Falk ein, überzeugt ihn von der Qualität der Drehbücher und schmiert ihm vor allem reichlich Honig um den Mund, bis der Ex-Inspektor endlich einwilligt, auch der künftige Inspektor zu sein. Am 6. Februar 1989 kehrt Peter Falk als Inspektor Columbo in der Folge ″Tödliche Tricks″ auf den Bildschirm zurück. Elf Folgen entstehen in den Jahren 1989/1990 und neben der Hauptrolle übernimmt Falk auch noch die Stelle des ausführenden Produzenten ein – so sind zusätzliche Szenen auch leichter durchzusetzen. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="attachment_3067" class="wp-caption alignleft" style="width: 248px"><img class="size-medium wp-image-3067" title="In seiner zweiten Columbo-Ära scheinen Peter Falks Schläfen deutlich versilbert..." src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/peter-falk-04.jpg?w=238&#038;h=300" alt="In seiner zweiten Columbo-Ära scheinen Peter Falks Schläfen deutlich versilbert..." width="238" height="300" /><p class="wp-caption-text">In seiner zweiten Columbo-Ära scheinen Peter Falks Schläfen deutlich versilbert...</p></div>
<p>Dem Kino wendet sich Peter Falk trotz Columbo und steigendem Alter nicht ab, jedoch werden die Arrangements im Laufe der 1990er deutlich weniger. Zu seinen Highlights der herbstlichen Film-Karriere gehören mitunter die Liebesgeschichte ″Julia und ihre Liebhaber″ (1990) mit Matrix-Star Keanu Reeves, Wim Wenders Berlin-Fortsetzung ″In weiter Ferne, so nah!″ (1993, mit Otto Sander, Bruno Ganz, Heinz Rühmann, Horst Buchholz, Nastassja Kinski und Michail Gorbatschow), die Tragik-Komödie ″Sonny Boys″ (1995, mit Woody Allen und Sarah Jessica Parker) sowie die Vater/Sohn-Beziehungsgeschichte ″Reine Familiensache″ (2005) mit Paul Reiser. Columbo-Folgen entstehen in der zweiten Epoche noch 24, wobei die abgedrehten Fälle mit jedem Jahr weniger werden. Der letzte Fall kommt 2003 ins Fernsehen und heißt ironischer Weise auch ″Die letzte Party″ – Peter Falk zählt nun 75 Lenze und man sieht sie ihm so langsam auch an. Trotzdem hofft die Krimigemeinde lange auf den 70sten Jubiläumsfall und immer wieder neue Gerüchte schüren lange Zeit die Hoffnungen. Im Mai 2007 segnet Peter Falk sogar noch ein Columbo-Drehbuch mit dem Arbeitstitel ″Hear No Evil″ ab &#8211; kurz darauf benennt man es um in ″Columbo’s Last Case″. Wie dieser Titel bereits verrät, sollte es für den mittlerweile 80-jährigen Columbo (oder Peter Falk, wer vermag dies nach 40 Jahren noch zu unterscheiden <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) der definitiv letzte Fall sein und den Protagonisten mit allen Ehren in die wohlverdienten Ruhestand entlassen&#8230; Doch heute, anno 2009, wissen wir, dass Peter Falk zunehmend an Alzheimer leidet und er sich nicht einmal mehr an einen Inspektor Columbo erinnert. So bleibt Columbos Abschiedsvorstellung wohl eine Wunschvorstellung.</p>
<p>Ausgerechnet seine Adoptiv-Tochter Catherine, mit der Peter vor zwölf Jahren im Streit jeglichen Kontakt abbrach, stritt nun mit seiner Frau Shera Danese um die Vormundschaft. Das Gericht war von dem Zickenkrieg scheinbar so beeindruckt, dass es die Vormundschaft lieber selbst übernahm. Vermutlich geht es bei all den Streitigkeiten auch nicht nur um reine Menschenliebe, das angesammelte Vermögen von Peter Falk macht ihn vermutlich zu einem der begehrtesten Pflegefälle der Welt. Er selbst sagte einmal: <strong><em><span style="color:#0000ff;">„Ich glaube, mein Ruhm ist etwas zu hoch angesetzt. Aber das Beste daran ist das Geld, um das man sich keine Sorgen mehr machen muss, wie zu den Zeiten, als man gerade anfing. Ich habe Glück gehabt. Ich mag nicht prahlen, aber Moneten habe ich heute genug.“</span></em></strong> Des Weiteren stammt von ihm der Spruch: <strong><em><span style="color:#0000ff;">„Geld allein macht nicht unglücklich!“</span></em></strong> Allerdings garantiert Geld allein auch keine ewige Gesundheit, wie uns sein Beispiel wieder einmal zeigt.</p>
<p>Bei all dem Leid um den mittlerweile 82-Jährigen glaube ich doch, dass Peter Falk auf ein langes, abwechslungsreiches, bewegtes, zufriedenes, wohlhabendes und ruhmreiches Leben zurückblicken kann – trotz Glasauge und Alzheimer. Die Rolle des Inspektor Columbo bescherte ihm unzählige Millionen Dollar sowie allein in den USA fünf Emmy-Awards und einen Golden Globe, hervorgegangen aus 22 (!) Nominierungen. Und ich denke, er konnte Ruhm und Geld lange Zeit genießen. Trotz der heutigen unglücklichen Umstände wäre es zu wünschen, dass uns Peter Falk noch lange erhalten bleibt – möglichst leidensfrei versteht sich. Zwar werden die Fans auf eine weitere Columbo-Folge vergeblich warten müssen, aber allein zu wissen, dass der Inspektor immer noch da ist, gibt doch ein gutes Gefühl beim Füttern des DVD-Players – und mein DVD-Player wird Inspektor Columbo noch sehr, sehr oft zu sehen bekommen!!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p align="right"><strong><em><span style="color:#000000;">© Andy Ilmberger, September/Oktober 2009</span></em></strong></p>
<p> </p>
<div id="attachment_3069" class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><img class="size-full wp-image-3069" title="Der Beweis zu Columbos Vornamen - er lautet Frank! Zu sehen in der Folge &quot;Mord unter sechs Augen&quot;" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/peter-falk-17.png?w=256&#038;h=256" alt="Der Beweis zu Columbos Vornamen - er lautet Frank! Zu sehen in der Folge &quot;Mord unter sechs Augen&quot;" width="256" height="256" /><p class="wp-caption-text">Der Beweis zu Columbos Vornamen - er lautet Frank! Zu sehen in der Folge &quot;Mord unter sechs Augen&quot;</p></div>
<p><strong><em><span style="color:#000080;">„Einen Moment, da wäre noch eine Kleinigkeit…“</span></em></strong> Wurde Columbo bei seinen Fällen nach seinem Vornamen gefragt, antwortete er stets <strong><em><span style="color:#0000ff;">„Inspektor“</span></em></strong> . Mr. Columbo als tatsächlich ein Mann ohne Namen? Natürlich nicht! Im Zeitalter des DVD-Players konnte man in der fünften Folge ″Mord unter sechs Augen″ eine Szene anhalten, in der er seinen Ausweis herzeigt. Hierauf ist dann im Standbild der Name Frank Columbo zu lesen. Allerdings gibt es Berichte, dass Columbo in seiner Theater-Aufführung Anfang der 1960 in ″Prescription: Murder″ sehr wohl einen Vornamen hatte, allerdings lautete der damals noch Philip!? Tja, so ist das: erst hat Columbo gar keinen Vornamen und jetzt gleich zwei. &#8222;Frank&#8220; haben wir aber zumindest schon mal schwarz auf weiß&#8230;  <strong><em><span style="color:#000080;">„nur für Euren Bericht.“</span></em></strong> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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			<media:title type="html">drenegadt</media:title>
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			<media:title type="html">Bei Inspektor Columbo (Peter Falk) bleibt nie eine Frage offen</media:title>
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			<media:title type="html">Frisch gebackener Schauspiel-Star Peter Falk</media:title>
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			<media:title type="html">Selbst der &#34;Rolling Stone&#34; kommt an Peter Falk nicht mehr vorbei</media:title>
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			<media:title type="html">Peter Falk alias Inspektor Columbo in seinem ersten Fall &#34;Mord nach Rezept&#34; anno 1968</media:title>
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			<media:title type="html">Glasauge sei wachsam! Es verleiht Peter Falk so einen ganz speziellen Blick...</media:title>
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			<media:title type="html">Peter Falk alias Inspektor Columbo recherchiert an den ungewöhnlichsten Orten</media:title>
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			<media:title type="html">Peter Falk und Kermit der Frosch aus der Muppet Show</media:title>
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			<media:title type="html">Inspektor Columbo (Peter Falk) in seinem Oldtimer Peugot 403</media:title>
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			<media:title type="html">In seiner zweiten Columbo-Ära scheinen Peter Falks Schläfen deutlich versilbert...</media:title>
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			<media:title type="html">Der Beweis zu Columbos Vornamen - er lautet Frank! Zu sehen in der Folge &#34;Mord unter sechs Augen&#34;</media:title>
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		<title>Zitat der Woche (KW 41, 2009) – von Donald Pleasence alias Ernst Stavro Blofeld, Erzfeind von James Bond</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 17:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortgef(l)echt Helden, Stars und Entertainer]]></category>
		<category><![CDATA[Wortgef(l)echte rund um James Bond 007]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate & Wortgef(l)echte der Woche anno 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Columbo]]></category>
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		<category><![CDATA[Ernst Stavro Blofeld]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<category><![CDATA[Spectre]]></category>

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		<description><![CDATA[Ernst Stavro Blofeld: „James Bond, gestatten Sie, dass ich mich Ihnen vorstelle. Mein Name ist Ernst Stavro Blofeld. Angeblich sollen Sie in Hongkong ermordet worden sein!?“
James Bond: „Ja, das ist mein zweites Leben.“
Ernst Stavro Blofeld: „Sie leben auch nur zweimal!“
Wortgefecht zwischen Ernst Stavro Blofeld (Donald Pleasence) und James Bond 007 (Sean Connery) in &#8222;Man lebt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=3022&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="attachment_3024" class="wp-caption aligncenter" style="width: 452px"><img class="size-full wp-image-3024" title="James Bond (Sean Connery) und Ernst Stavro Blofeld (Donald Pleasence) in &quot;Man lebt nur zweimal&quot; (1967)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/donald-pleasence-03.jpg?w=442&#038;h=283" alt="James Bond (Sean Connery) und Ernst Stavro Blofeld (Donald Pleasence) in &quot;Man lebt nur zweimal&quot; (1967)" width="442" height="283" /><p class="wp-caption-text">James Bond (Sean Connery) und Ernst Stavro Blofeld (Donald Pleasence) in &quot;Man lebt nur zweimal&quot; (1967)</p></div>
<p><strong>Ernst Stavro Blofeld: <em><span style="color:#ff6600;">„James Bond, gestatten Sie, dass ich mich Ihnen vorstelle. Mein Name ist Ernst Stavro Blofeld. Angeblich sollen Sie in Hongkong ermordet worden sein!?“</span></em></strong></p>
<p><strong>James Bond: <em><span style="color:#0000ff;">„Ja, das ist mein zweites Leben.“</span></em></strong></p>
<p><strong>Ernst Stavro Blofeld: <em><span style="color:#ff6600;">„Sie leben auch nur zweimal!“</span></em></strong></p>
<p><em>Wortgefecht zwischen Ernst Stavro Blofeld (Donald Pleasence) und James Bond 007 (Sean Connery) in &#8222;Man lebt nur zweimal&#8220; aus dem Jahre 1967.</em></p>
<p> </p>
<p>Ernst Stavro Blofeld, seines Zeichens Oberschurke, Katzenliebhaber (sein Erkennungszeichen ist stets die weiße Perserkatze) und Vorsitzender der Weltterrororganisation SPECTRE, machte <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/11/11/zitat-der-woche-kw46-2008-%e2%80%93-zum-88sten-geburtstag-von-james-bond/" target="_self"><strong><span style="color:#0000ff;">James Bond</span></strong></a> vor allem in den ersten sechs von sieben Filmen das Leben schwer – mal direkt, oft auch nur indirekt. Blofeld ist einer der Figuren, die in der Bond-Welt zwar immer wieder auftauchte, mit denen die Produzenten aber recht sorglos umgingen, was die Besetzung und somit auch die Logik (* siehe unten) in den Filmen angeht. Obwohl der Organisations-Vorsteher bereits seit &#8222;James Bond jagt Dr. No&#8220; die Fäden des Verbrechens zieht, bekommt Ernst Stavro Blofeld erst im fünften Bond-Film &#8222;Man lebt nur zweimal&#8220; ein Gesicht – und es wird nicht sein letztes bleiben&#8230;</p>
<p>Er jedoch verlieh Ernst Stavro Blofeld nicht nur das erste, sondern auch das markanteste Konterfei – eine mit Narben durchkreuzte Visage mit den durchbohrenden Augen eines Teufels. Gestatten Sie: Pleasence, Donald Pleasence – mit der Lizenz zu bösewichteln. Donald Pleasence wäre am 5. Oktober 2009 genau 90 Jahre alt geworden. Und er spielte nicht nur Blofeld, sondern in geschätzt über 150 Spiel- und Fernsehfilmen mit, darunter einen Passfälscher in dem Kriegsgefangenen-Abenteuer &#8222;Gesprengte Ketten&#8220;, den Psychiater Dr. Loomis in allen sechs Horrorfilmen der &#8222;Halloween&#8220;-Reihe und einen Mörder bei Columbo. Hier ist die ganze Geschichte von Donald Pleasence.<span id="more-3022"></span></p>
<p> </p>
<h2>Das Leben von Donald Pleasence vor Ernst Stavro Blofeld</h2>
<p>Donald Pleasence erblickt am 5. Oktober 1919 in Worksop/Nottinghamshire (England) das Licht des Krankenhauszimmers. Seine Eltern sind der Bahnhofsvorsteher Thomas Stanley Pleasence und seine Frau Alice, außerdem zählt noch ein älterer Bruder zu Donalds Familie. Seinen Drang zur Schauspielerei erkennt Donald Pleasence schon in jungem Alter, so dass er ein Jahr vor seinem Abschluss seine Schullaufbahn abrupt beendet, um sich bei der &#8222;Royal Academy of Dramatic Arts&#8220; in London einzuschreiben &#8211; die gleiche Akademie übrigens, die zum Beispiel Roger Moore und Lois Maxwell wenige Jahre später besuchen. Donald Pleasence ist dieses Glück allerdings nicht vergönnt, da er zwar einen Platz an der Akademie, aber kein Stipendium für dessen Finanzierung erhält. Und so steigt Donald erst mal in die Fußstapfen seines Vaters und jobbt bei der Eisenbahn. Über ein Jahr muss sich Donald Pleasence mit den qualmenden Stahlrössern herumschlagen, bevor er eine Anstellung als Bühnen-Assistent in einem Theater auf  der Insel Jersey bekommt. Dort schleicht sich Donald quasi durch die Hintertür zur Schauspielerei und 1939 darf er erstmals in einem Theaterstück mitspielen – und zwar in &#8222;Wuthering Heights&#8220; (&#8222;Stürmische Höhen&#8220;), die Umsetzung des gleichnamigen Romans von Emily Brontë, den 1979 auch die englische Sängerin Kate Bush erfolgreich vertonen wird. Donald kommt bei den Leuten gut an und so klettert er Stück für Stück die Besetzungsliste hoch, so dass er es 1942 in dem William-Shakespeares-Stück &#8222;Was ihr wollt&#8220; sogar bis nach London schafft. Auch privat bleibt Donald Pleasence das Glück treu. Bereits 1941 heiratet er seine Verlobte Miriam Raymond. Diese Ehe wird allerdings nur bis 1958 halten, sie bringt die beiden Töchter Angela und Jean hervor.</p>
<p>Während Donald Pleasences verheißungsvollem Karrierestart wütet allerdings auch der Zweite Weltkrieg durch Europa und mit der Schauspielerei scheint schneller Schluss zu sein, als ein gefühlter erster Akt. Eigentlich ist Donald überzeugter Pazifist, weshalb er zunächst einen Kriegsersatzdienst als Holzfäller ausübt. Mit den Kriegsjahren siegt jedoch seine Kampfmoral über seine Ethik und so tritt er der Royal Air Force als Bomberpilot bei. Bei einem Einsatz über Frankreich am 1. August 1944 schießen die Deutschen seine Maschine ab. Zwar kann Donald Pleasence noch notlanden, doch am Boden angekommen nehmen ihn bereits deutsche Truppen herzlich in Empfang und nehmen ihn bis zum Ende der Auseinandersetzungen für fast ein Jahr in Gefangenschaft. Immerhin macht Donald dort Erfahrungen, die er 1963 bestens in dem Kriegsgefangenen-Thriller &#8222;Gesprengte Ketten&#8220; einbringen kann.</p>
<div id="attachment_3025" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3025" title="Der Mann mit den hypnotischen Augen: Donald Pleasence" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/donald-pleasence-o1.jpg?w=300&#038;h=220" alt="Der Mann mit den hypnotischen Augen: Donald Pleasence" width="300" height="220" /><p class="wp-caption-text">Der Mann mit den hypnotischen Augen: Donald Pleasence</p></div>
<p>1946, ein Jahr nach Kriegsende, versucht Donald Pleasence mit der Schauspielerei einen zweiten Anlauf, wieder von ganz unten. Bei einem Arrangement im Theater &#8222;Bristol Old Vic&#8220; in Birmingham wird der englische Film-Star Laurence Olivier (* 22. Mai 1907 in Surrey, England; + 11. Juli 1989 in West Sussex, England; &#8222;Der Marathon-Mann&#8220;, &#8222;Die Brücke von Arnheim&#8220;) auf ihn aufmerksam und nimmt ihn zusammen mit seiner Ehefrau Vivien Leigh (* 5. November 1913 in Darjiling, Indien; + 7. Juli 1967 in London; &#8222;Vom Winde verweht&#8220;, &#8222;Endstation Sehnsucht&#8220;) mit nach New York für eine kleine Theater-Tournee. Das Trio spielt dort die beiden Stücke &#8222;Julius Cäsar&#8220; sowie &#8222;Antonius und Cleopatra&#8220; von William Shakespeare. Für Donald Pleasence ist es der Auftakt einer erfolgreichen Theater-Karriere, die ihn bis in die 1960er am Broadway in New York sowie in London zu einer festen Größe macht. Seit Mitte der 1950er wendet er sich zudem mehr und mehr dem Kino und Fernsehen zu. Die Kritiker nennen Donald Pleasence inzwischen <strong><em>„den Mann, mit den hypnotischen Augen“.</em></strong></p>
<div id="attachment_3026" class="wp-caption alignleft" style="width: 130px"><img class="size-thumbnail wp-image-3026" title="Donald Pleasence als Fälscher Lt. Blythe in &quot;Gesprengte Ketten&quot; (1963)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/donald-pleasence-05.jpg?w=120&#038;h=150" alt="Donald Pleasence als Fälscher Lt. Blythe in &quot;Gesprengte Ketten&quot; (1963)" width="120" height="150" /><p class="wp-caption-text">Donald Pleasence als Fälscher Lt. Blythe in &quot;Gesprengte Ketten&quot; (1963)</p></div>
<p>Sein Kino-Debüt gibt Donald Pleasence 1954 in dem Streifen &#8222;Ins Paradies verbannt&#8220; (&#8222;The Beachbomber&#8220;), im Fernsehen sieht man ihn von 1955 bis 1958 als Prince John in &#8222;The Adventures of Robin Hood&#8220;. 1958 fällt zudem seine Ehe mit Miriam Raymond dem Scheidungsrichter zum Opfer. Doch bereits 1959 wird Donald Pleasence die Schauspielerin und Sängerin Josephine Martin Crombie heiraten, bis auch diese Ehe um 1970 getrennt wird – aus dieser Beziehung gehen dann die Kinder Lucy und Polly Jo hervor. Doch zurück zum Show-Business, wo es Erfreuliches zu berichten gibt. Denn in Donald Pleasences Scheidungsjahr 1958 wählen ihn die Briten zum &#8222;Besten Britischen Schauspieler&#8220;. Seinen internationalen Durchbruch feiert Donald Pleasence allerdings erst 1963 in &#8222;Gesprengte Ketten&#8220; mit einem herausragenden Staraufgebot wie zum Beispiel: James Garner, Charles Bronson, Steve McQueen, James Coburn, Gordon Jackson, Richard Attenborough und vielen mehr. In diesem Film geht es um ein deutsches Kriegsgefangenenlager, dessen alliierte Insassen einen groß angelegten Ausbruch planen. Um sich auf der Flucht draußen frei bewegen zu können, benötigen die Männer Ausweise, die der Passfälscher &#8222;Flight Lt. Colin &#8216;The Forger&#8217; Blythe&#8220; (Donald Pleasence) anfertigt. Während der Ausbruchs-Vorbereitungen merkt der Federkünstler jedoch, dass er langsam sein Augenlicht verliert&#8230; Dies ist übrigens eine der wenigen sympathischen Rollen, die Donald Pleasence während seiner über vierzigjährigen Filmkarriere zu spielen bekommt. Seine durchbohrenden Augen prädestinieren ihn gerade zu für die Rolle des Bösen oder wenigstens für zwielichtige und mysteriöse Typen&#8230; oder eben als Ernst Stavro Blofeld, dem Erzfeind von James Bond.</p>
<p> </p>
<h2>Das Leben von Donald Pleasence als Ernst Stavro Blofeld</h2>
<p>In &#8222;James Bond jagt Dr. No&#8220; deutet Dr. No die Existenz einer übergeordneten Terrororganisation lediglich an – dank deutscher Synchronisation heißt sie da noch GofTAR (Geheimorganisation für Terror, Spionage, Angriff und Rache) sowie in den folgenden Filmen (&#8222;Liebesgrüße aus Moskau&#8220;, &#8222;Feuerball&#8220;) PHANTOM, und nicht wie es richtigerweise heißen muss SPECTRE (Special Executive for Counterintelligence, Terrorism, Revenge and Extortion, auf deutsch: Spezial-Exekutive für Spionageabwehr, Terrorismus, Rache und Erpressung). Spectre gibt es im Englischen auch als Wort und heißt soviel wie „Gespenst“. Daher wohl auch die deutsche Übersetzung PHANTOM). In &#8222;Liebesgrüße aus Moskau&#8220; taucht Blofeld erstmals auf – sitzend, ohne Kopf aber dafür mit der markanten weißen Perserkatze. Ernst Stavro Blofeld spielt in den Büchern von <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/05/28/zitat-der-woche-kw-22-2009-%e2%80%93-von-ian-fleming-schopfer-von-james-bond-007/" target="_self"><strong><span style="color:#008000;">Ian Fleming</span></strong></a>, dem Romanschriftsteller und Schöpfer von James Bond, eigentlich keine so bedeutende Rolle und taucht auch erst viel später auf. Der ehemalige Kriegsspion schießt sich in seinen Büchern vor allem auf die damalige UdSSR und dessen Geheimdienst KGB als Bösewichter ein. Schließlich ist Krieg, wenn auch „nur“ ein Kalter. Den beiden Bond-Produzenten <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/06/24/zitat-der-woche-kw26-2009-von-albert-r-%e2%80%9ecubby%e2%80%9c-broccoli-%e2%80%93-der-filmische-vater-von-james-bond/" target="_self"><strong><span style="color:#008000;">Albert R. Broccoli</span></strong></a> und <a href="http://mondblitz.wordpress.com/2009/09/28/harry-saltzman-15-todestag-des-langjahrigen-james-bond-produzenten/" target="_blank"><strong><span style="color:#008000;">Harry Saltzman</span></strong></a> hingegen scheint ein filmischer Twist mit den Russen zu heiß, sie wollen in ihren Geschichten mögliche Konflikte mit der östlichen Weltmacht vermeiden, daher benötigen sie eine bösartige Ersatzmacht, die für alles Unheil verantwortlich gemacht werden kann. Deshalb ernennen sie den Schurken Ernst Stavro Blofeld und seine Weltterrororganisation SPECTRE schon frühzeitig zum absoluten Feindbild.</p>
<div id="attachment_3027" class="wp-caption alignleft" style="width: 269px"><img class="size-medium wp-image-3027" title="Oberschurke und Erzfeind von James Bond: Ernst Stavro Blofeld (Donald Pleasence)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/donald-pleasence-04.jpg?w=259&#038;h=300" alt="Oberschurke und Erzfeind von James Bond: Ernst Stavro Blofeld (Donald Pleasence)" width="259" height="300" /><p class="wp-caption-text">Oberschurke und Erzfeind von James Bond: Ernst Stavro Blofeld (Donald Pleasence)</p></div>
<p>In &#8222;Goldfinger&#8220; muss Blofeld ruhen und das boshafte Treiben ganz allein <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/02/23/zitat-und-wortgefecht-der-woche-kw-09-2009-%e2%80%93-von-gert-frobe-alias-auric-goldfinger-versus-james-bond/" target="_self"><strong><span style="color:#ff6600;">Auric Goldfinger (Gert Fröbe)</span></strong></a> überlassen, doch bereits in &#8222;Feuerball&#8220; darf er wieder ran – immer noch ohne Gesicht, aber mit einem schnurrenden Wollknäuel dekoriert. Als die Fans erfahren, dass auch in &#8222;Man lebt nur zweimal&#8220; Ernst Stavro Blofeld das Ziel von Bonds tödlicher Lizenz sein soll, fordern sie endlich ein Gesicht für den schurkigen Tunichtgut. Die Bond-Produzenten Albert R. Broccoli und Harry Saltzman liebäugelten aber ohnehin damit, Blofeld endlich eine Visage zu verpassen und so verpflichtet Saltzman den tschechischen Schauspieler Jan Weirich. Der Tscheche erscheint jedoch weder seinem Partner Albert R. Broccoli noch dem Regisseur Lewis Gilbert trotz aller Maskenkünste als markant und fies genug, sie halten ihn eher für eine Sparversion des Weihnachtsmannes. Obwohl Blofelds Szenen eigentlich schon teilweise im Kasten sind, begibt man sich auf die Suche einem passenderen Gesicht. Und sie werden fündig: bei Donald Pleasence. Der Charakter-Mime macht auch gleich ein paar Vorschläge, wie man die Figur Blofeld noch schurkiger aussehen lassen könnte, etwa einen Buckel, einen humpelnden Gang, einen Bart oder eine lahme Hand. Letztendlich einigt man sich auf eine fiese lange Narbe im Gesicht – für Donald Pleasence die unangenehmste Variante, weil der dafür benutzte Klebstoff in seinen Augen schmerzt.</p>
<p>Trotz des engagierten Einsatzes von Donald Pleasence reagieren die Kritiker wider Erwarten ausgerechnet auf seine Paraderolle wenig euphorisch – nicht euphorisch genug zumindest, um ihn im nächsten Bond-Abenteuer &#8222;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&#8220; (1969, mit <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/02/zitat-der-woche-kw-36-2009-%e2%80%93-von-george-lazenby-alias-james-bond-007/" target="_self"><strong><span style="color:#0000ff;">George Lazenby</span></strong></a>) wieder zu besetzen. Die Rolle des Ernst Stavro Blofeld bekommt stattdessen der Kojak-Darsteller Telly Savalas. Zwar stehen sich in diesem sechsten Bondfilm dann tatsächlich zwei neue Schauspieler gegenüber, rein von der Logik hätten sich aber die Figuren Bond und Blofeld aus &#8222;Man lebt nur zweimal&#8220; bereits bestens kennen müssen&#8230; taten sie aber nicht?! Und auch die markante Narbe weicht plötzlich den fehlenden Ohrläppchen?! Fragen zur Logik bitte an den Drehbuch-Autor oder das Produktionsteam&#8230;  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p> </p>
<h2>Das Leben von Donald Pleasence nach Ernst Stavro Blofeld</h2>
<p>Donald Pleasence mutiert zu einem absoluten Arbeitstier. Drei, vier, fünf Produktionen im Jahr sind die Regel, nicht die Ausnahme. In seinem Übereifer rutscht der Charakter-Darsteller in seinen Film-Arrangements gerne mal in die B-Kategorie ab, weil ihm guter Stoff oft nicht schnell genug nachkommt. Und wenn er kommt, findet sich Donald Pleasence meist wieder in der Rolle des wahnsinnigen Bösewichts wieder.</p>
<div id="attachment_3028" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-3028" title="&quot;Da wäre noch eine Kleinigkeit...&quot; - Inspektor Columbo (Peter Falk) ist Adrian Carsini (Donald Pleasence) auf der Spur" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/10/donald-pleasence-07.jpg?w=250&#038;h=188" alt="&quot;Da wäre noch eine Kleinigkeit...&quot; - Inspektor Columbo (Peter Falk) ist Adrian Carsini (Donald Pleasence) auf der Spur" width="250" height="188" /><p class="wp-caption-text">&quot;Da wäre noch eine Kleinigkeit...&quot; - Inspektor Columbo (Peter Falk) ist Adrian Carsini (Donald Pleasence) auf der Spur</p></div>
<p>Wie man einen Mörder von Niveau spielen kann, beweist Donald Pleasence 1973 als Adrian Carsini in der herausragenden Krimi-Folge &#8222;Columbo – Wein ist dicker als Blut&#8220; (&#8222;Any Old Port in a Storm&#8220;), wo er seiner Mordsrolle sogar sympathische Züge verleihen darf und für seine Tat vom Inspektor sogar Verständnis erntet – letztendlich überführt ihn Columbo (Peter Falk) natürlich trotzdem&#8230; aber eben auf die nette Art. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Abgesehen von Donald Pleasence&#8217;s Auftritt bei Columbo und James Bond bleiben trotz seiner Unmenge an abgedrehten Filmen vor allem die wenigen Highlights aus den 1960ern haften, die neben &#8222;Gesprengte Ketten&#8220; und &#8222;Man lebt nur zweimal&#8220; vor allem das Jesu’-Christi-Epos &#8222;Die größte Geschichte aller Zeiten&#8220; (1965), der Western-Klassiker &#8222;Vierzig Wagen westwärts&#8220; (1965), der Antikriegsfilm &#8222;Die Nacht der Generäle&#8220; (1966), das Science-Fiction-Abenteuer &#8222;Die phantastische Reise&#8220; (1966) und im selben Jahr &#8222;Wenn Katelbach kommt&#8220; sind. Trotz seiner vielen Drehtermine findet Donald Pleasence 1970 noch Zeit, kurz nach seiner zweiten Scheidung den dritten Bund fürs Leben zu schließen. Die Glückliche heißt Meira Shore, sie schenkt ihm seine mittlerweile fünfte Tochter namens Miranda – das Ehe-Gelübde wird diesmal bis 1988 halten.</p>
<p>Die nachkommende Generation des Kino-Publikums hätte Donald Pleasence womöglich fast vergessen, würde er sich 1978 nicht für den Horror-Kracher &#8222;Halloween&#8220; ködern lassen. Dort spielt der den psychiatrischen Irrenarzt Dr. Sam Loomis &#8211; eine Rolle, der Donald Pleasence in sechs Filmen bis 1995 treu bleibt. Dazwischen dreht er weiter dutzendweise Filme, hierzulande sorgen jedoch nur &#8222;Die Klapperschlange&#8220; (1981) mit Kurt Russel und bei manchen vielleicht noch &#8222;Die Fürsten der Dunkelheit&#8220; (1987) für Aufregung. Dafür heiratet Donald Pleasence in seinem Scheidungsjahr 1988 gleich noch einmal. Seine vierte Ehefrau heißt Linda Kentwood, sie lebt mit ihm zusammen, bis dass der Tod die beiden scheidet; im Jahre 1995 am 2. Februar stirbt Donald Pleasence im Alter von 75 in Saint Paul de Vence (nahe Nizza/Südfrankreich) an einer missglückten Herzklappen-Operation.</p>
<p>Wer einmal eines der Spielfilm-Highlights von Donald Pleasence gesehen hat, kommt nicht umhin, ihn als großen Schauspieler zu adeln. Jede Mimik, jeder Blick mit seinen stahlblauen Augen waren eine Ehrerweisung an die Schauspielkunst. Auch wenn von seinen unzähligen Filmen (100 bis 200 – die Quellen variieren diesbezüglich sehr) vielleicht nur ein gefühltes Dutzend in Erinnerung bleibt – diese dafür umso mehr! Bei seinem Gastspiel in &#8222;Columbo&#8220; hebt Donald Pleasence alias Adrian Carsini sein Glas und spricht einen schönen Toast: <strong><em>„Mögen unsere Feinde niemals so glücklich sein, wie wir in diesem Moment.“</em></strong> Am 5. Oktober 2009 wäre Donald Pleasence 90 Jahre alt geworden, eine ideale Gelegenheit, diesen Trinkspruch wieder einmal mit Leben zu füllen.</p>
<p style="text-align:right;"><strong><em>© Andy Ilmberger, Oktober 2009</em></strong></p>
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			<media:title type="html">drenegadt</media:title>
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			<media:title type="html">James Bond (Sean Connery) und Ernst Stavro Blofeld (Donald Pleasence) in &#34;Man lebt nur zweimal&#34; (1967)</media:title>
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			<media:title type="html">Der Mann mit den hypnotischen Augen: Donald Pleasence</media:title>
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			<media:title type="html">Donald Pleasence als Fälscher Lt. Blythe in &#34;Gesprengte Ketten&#34; (1963)</media:title>
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			<media:title type="html">Oberschurke und Erzfeind von James Bond: Ernst Stavro Blofeld (Donald Pleasence)</media:title>
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			<media:title type="html">&#34;Da wäre noch eine Kleinigkeit...&#34; - Inspektor Columbo (Peter Falk) ist Adrian Carsini (Donald Pleasence) auf der Spur</media:title>
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		<item>
		<title>Zitat und Wortgefecht der Woche (KW 40, 2009) – von Lois Maxwell alias Miss Jane Moneypenny und James Bond</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 11:18:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortgef(l)echt Helden, Stars und Entertainer]]></category>
		<category><![CDATA[Wortgef(l)echte rund um James Bond 007]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate & Wortgef(l)echte der Woche anno 2009]]></category>
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		<description><![CDATA[Bonds Chef M: „Miss Moneypenny, geben Sie 007 das Kennwort, das wir mit der Japanerin vereinbart haben.“
Miss Moneypenny: „Ja Sir. Wir haben uns etwas ausgedacht, dass Deinen verwöhnten Ansprüchen genügt.“
James Bond: „Wirklich?“
Miss Moneypenny: „Ich liebe Dich! Wiederhole, damit ich weiß, dass Du es verstanden hast.“
James Bond: „Nicht nötig Penny, das kann ich singen.“
M, Miss Moneypenny [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=2996&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="attachment_205" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-205" title="James Bond (Sean Connery) flirtet mit Miss Jane Moneypenny (Lois Maxwell)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2008/09/moneypenny-und-bond.jpg?w=225&#038;h=300" alt="James Bond (Sean Connery) flirtet mit Miss Jane Moneypenny (Lois Maxwell)" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">James Bond (Sean Connery) flirtet mit Miss Jane Moneypenny (Lois Maxwell)</p></div>
<p><strong>Bonds Chef M: <em><span style="color:#008000;">„Miss Moneypenny, geben Sie 007 das Kennwort, das wir mit der Japanerin vereinbart haben.“</span></em></strong></p>
<p><strong>Miss Moneypenny: <em><span style="color:#ff0000;">„Ja Sir. Wir haben uns etwas ausgedacht, dass Deinen verwöhnten Ansprüchen genügt.“</span></em></strong></p>
<p><strong>James Bond: <em><span style="color:#0000ff;">„Wirklich?“</span></em></strong></p>
<p><strong>Miss Moneypenny: <span style="color:#ff0000;"><em>„Ich liebe Dich! Wiederhole, damit ich weiß, dass Du es verstanden hast.“</em></span></strong></p>
<p><strong>James Bond: <span style="color:#0000ff;"><em>„Nicht nötig Penny, das kann ich singen.“</em></span></strong></p>
<p><em>M, Miss Moneypenny und James Bond in dem Film &#8222;Man lebt nur zweimal&#8220;</em></p>
<p> </p>
<p>Tja, die liebe Miss Moneypenny ließ eben nichts unversucht, <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/11/11/zitat-der-woche-kw46-2008-–-zum-88sten-geburtstag-von-james-bond/" target="_self"><strong><span style="color:#0000ff;">James Bond</span></strong></a> die von ihr so ersehnten drei Worte zu entlocken, doch außer Schmeicheleien hat sie nicht viel abbekommen. Miss Moneypenny ist die Vorzimmerdame von James Bonds Chef &#8222;M&#8220;. Daher kommt es zwischen Bond und Moneypenny in praktisch jedem Film zu einem kleinen Flirt – immer dann, wenn sich 007 seinen neuen Auftrag bei M abholt. Prinzipiell verkörperten bislang drei Schauspielerinnen in den offiziellen Bond-Filmen die weltberühmteste Sekretärin. Die jüngeren beiden waren Samantha Bond in der Pierce-Brosnan-Ära sowie Caroline Bliss bei den beiden Bond-Filmen mit Timothy Dalton. Spricht man jedoch von Miss Moneypenny, denkt man automatisch an sie: Lois Maxwell! Sie schmachtete James Bond 14 Filme lang an, angefangen von &#8222;James Bond jagt Dr. No&#8220; (1962) bis hin zu &#8222;Im Angesicht des Todes&#8220; anno 1985. Dabei begleitete Lois Maxwell mit <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/08/23/zitat-der-woche-kw-35-2009-%e2%80%93-von-sean-connery-alias-james-bond-007/" target="_self"><strong><span style="color:#0000ff;">Sean Connery</span></strong></a>, <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/02/zitat-der-woche-kw-36-2009-%e2%80%93-von-george-lazenby-alias-james-bond-007/" target="_self"><span style="color:#0000ff;"><strong>George Lazenby</strong></span></a> und Roger Moore gleich drei Bond-Darsteller durch die komplette Amtszeit&#8230; 23 Jahre lang. In diesen 14 Filmen in 23 Jahren brachte es Lois Maxwell auf nicht einmal 20 Minuten Filmzeit und sie sprach weniger als 200 Worte. Und trotzdem ist Miss Moneypenny genauso wie der Waffenmeister Q (zumeist <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/08/zitat-der-woche-kw-37-2009-%e2%80%93-von-desmond-llewelyn-alias-mi6-waffenmeister-q/" target="_self"><strong><span style="color:#333399;">Desmond Llewelyn</span></strong></a>) oder der MI6-Chef M (in Maxwells Ära gespielt von <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/01/12/zitat-der-woche-kw-03-2009-%e2%80%93-von-bernard-lee-alias-m/" target="_self"><span style="color:#333399;"><strong>Bernard Lee</strong></span></a>) auf der ganzen Welt ein Begriff und eigentlich aus keinem Bondfilm wegzudenken – auch wenn wir seit den Bondfilmen mit <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/03/01/zitat-und-wortgefecht-der-woche-kw-10-2009-%e2%80%93-von-daniel-craig-alias-james-bond/" target="_self"><span style="color:#0000ff;"><strong>Daniel Craig</strong></span></a> auf Miss Moneypenny und Q verzichten müssen. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Leider verstarb Lois Maxwell vor zwei Jahren am 29. September 2007. Sie wurde genau 80 Jahre alt. Hier ist ein kleiner Rückblick auf Lois Maxwells Biographie – als Miss Jane Moneypenny und abseits von James Bond.<span id="more-2996"></span></p>
<p> </p>
<h2><span style="color:#000000;">Das Leben von Lois Maxwell vor Miss Moneypenny</span></h2>
<p>Kitchener in Ontario, Kanada: Wir schreiben den 14. Februar 1927. Dort schenkt Mrs. Hooker (ihres Zeichens Krankenschwester) ihrem Gatten Mr. Hooker (von Beruf Lehrer) eine Tochter. Das Baby erhält den Namen Lois Ruth, wobei der zweite Vorname weitgehend ungenutzt bleibt. Die kleine Lois wächst in Toronto auf und bereits als Kind versucht sie sich als Radio-Sprecherin. Als Teenager will sie sich etwas Geld dazuzuverdienen. Sie beginnt mit Babysitten, doch bringt der Job ihrer Meinung nach zu wenig ein. Deshalb lässt sich Lois Hooker als Kellnerin anstellen im &#8222;Bigwin Inn&#8220; am Lake of Bays in Ontario, das größte und luxuriöseste Sommer-Ressort in ganz Kanada. Auf was das Mädchen genau hinspart, ist nicht ganz klar. Vielleicht braucht sie Geld, um von zu Hause auszubüchsen. Dies tut sie jedenfalls im zarten Alter von 15 Jahren. Das Verhältnis zu ihren Eltern scheint schon länger recht angespannt. Als frühreifes Gör bewarb sich Lois bereits erfolgreich für eine Filmrolle, für die sie eigentlich viel zu jung war&#8230; und Lois tat dies hinter dem Rücken ihrer Eltern, die einer angehenden Schauspielkarriere nie zugestimmt hätten. Für Lois steht daher fest: will sie ins Show-Business, muss sie von zu Hause weg.</p>
<div id="attachment_3000" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-medium wp-image-3000" title="Die junge Lois Maxwell" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/lois-maxwell-07.jpg?w=240&#038;h=300" alt="Die junge Lois Maxwell" width="240" height="300" /><p class="wp-caption-text">Die junge Lois Maxwell</p></div>
<p>Mit 15 also und damit eigentlich viel zu jung, bewirbt sich Lois Hooker erfolgreich bei der &#8222;Königlich Kanadischen Armee&#8220;, die sich gerade mitten im zweiten Weltkrieg befindet. Dort als Soldatin den &#8222;Army Entertainment Corps&#8220; zugeteilt tourt Lois durch Europa, um die eigenen Truppen mit Musik- und Tanz-Nummern etwas aufzuheitern. Lois Hooker kommt bei ihrem Publikum sensationell gut an und gewinnt Auftritt für Auftritt mehr an Popularität. Als der Unterhaltungstrupp eines Tages in London spielt, fliegt allerdings das junge Alter der Lois Hooker auf. Der drohenden Auslieferung nach Kanada entkommt sie nur dadurch, indem ein gewisser Louis Mountbatten seinen Einfluss geltend macht und dem aufstrebenden Teenie-Star ein Stipendium für die Schauspielschule &#8222;Royal Academy of Dramatic Arts&#8220; in London beschafft. Auf dieser Schule lernt Lois Hooker auch einen gewissen Roger Moore kennen, mit dem sie im Laufe ihres Leben noch öfter zu tun bekommt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="attachment_3005" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-3005" title="Lois Maxwell in &quot;That Hagen Girl&quot;" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/lois_maxwell_in_that_hagen_girl_trailer.jpg?w=150&#038;h=116" alt="Lois Maxwell in &quot;That Hagen Girl&quot;" width="150" height="116" /><p class="wp-caption-text">Lois Maxwell in &quot;That Hagen Girl&quot;</p></div>
<p>Als 20-Jährige versucht es Lois Hooker in Hollywood. Dort ändert sie zunächst mal ihren Namen in Lois Maxwell und bekommt prompt ein Filmangebot in der Shirley-Temple-Komödie &#8222;That Hagen Girl&#8220; (1947). Unter anderem spielt sie dort mit dem Schauspieler Ronald Reagan zusammen, von dem sie recht begeistert ist. Bereits mit diesem Hollywood-Debüt gewinnt die nun Lois Maxwell genannte Schauspielerin den &#8222;Golden Globe&#8220; als &#8222;Beste Nachwuchsdarstellerin&#8220;. Zu dieser Zeit reißt sich auch die Klatschpresse um das angehende Sex-Symbol. 1949 etwa posiert Lois Maxwell in einer Fotostrecke im &#8222;Life Magazin&#8220; mit einem weiteren aufstrebenden Filmsternchen namens Marilyn Monroe.</p>
<div id="attachment_3001" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-3001" title="Lois Maxwell in sinnlicher Pose" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/lois-maxwell-06.jpg?w=240&#038;h=300" alt="Lois Maxwell in sinnlicher Pose" width="240" height="300" /><p class="wp-caption-text">Lois Maxwell in sinnlicher Pose</p></div>
<p>Doch Lois Maxwell hat immer noch Hummeln im Hintern und langweilt sich bald in Hollywood, zumal sie trotz ihres Golden Globes nur Rollen-Angebote für zweitklassige Filme bekommt. Mehr Spannung und aufregendere Filme erwartet sie sich in Europa und so zieht Lois 1950 für fünf Jahre nach Rom. Dort dreht sie dann tatsächlich etwas niveauvollere Filme als in Hollywood, einmal arbeitet Lois sogar mit Sophia Loren zusammen. Wahnsinns-Mega-Blockbuster bringt aber auch die italienische Epoche für Lois Maxwell nicht hervor. Dafür lernt Lois während dieser Zeit bei einem Trip nach Paris ihren späteren Ehemann Peter Marriott kennen, der als Produzent im Fernsehgeschäft tätig ist. Die beiden heiraten 1957 und richten sich ihr eheliches Nest in London ein. Ein Jahr später bringt Lois ihre Tochter Melinda zur Welt, nach einem weiteren Jahr schenkt sie ihrem Sohn Christian das Leben.</p>
<p> </p>
<h2><span style="color:#000000;">Das Leben von Lois Maxwell als Miss Moneypenny</span></h2>
<p>Eigentlich hat Lois Maxwell Anfang der 1960er weitgehend mit dem Filmgeschäft abgeschlossen. Doch eine schwere Herzattacke ihres Mannes macht sie mit einem Schlag zur Haupternährerin der Familie und so sucht Lois Maxwell dringend nach neuen Film- oder Fernsehrollen. Unter anderem hörte sie vor einiger Zeit von einem Film namens &#8222;James Bond jagt Dr. No&#8220;, weil ihr eigener Mann für die Rolle des Dr. No gecastet wurde. Sie sucht den verantwortlichen Regisseur Terence Young auf und bittet ihn um eine Rolle in diesem Film. Terence Young mustert Lois Maxwell lange von oben bis unten und meint dann nur niederschmetternd: <strong><em>„Dein Problem ist, dass Du aussiehst, als würdest Du nach Seife riechen. Die Frauen, die ich für die Hauptrolle auswähle, sehen aus, als würden sie nach Sex riechen!“</em></strong> Trotz des vernichtenden Urteils bietet der Regisseur ihr zwei kleine Rollen an: die des Bond-Girls Sylvia Trench sowie die der Vorzimmerdame Miss Moneypenny von Bonds Chef M. Der Haken an der Sache: weil das Budget für den ersten Bond-Streifen so niedrig ist, müssen die Darsteller ihre eigenen Klamotten mitbringen. Da Lois aber keine für ein Bond-Girl angemessene Abendgarderobe im Schrank hängen hat, sehr wohl aber einige seriös wirkende Geschäftsklamotten, entscheidet sich Lois Maxwell für die Rolle der Miss Moneypenny – obwohl dies wohl den etwas seifigen Eindruck Terence Youngs von ihr noch bestätigt. Sei’s drum, Lois Maxwell bekommt zwei Drehtage zu je 100 englischen Pfund garantiert, für den Moment zumindest ein Anfang.</p>
<p>Von den 200 Pfund kann Lois Maxwell natürlich keine Familie ernähren und so sieht sie sich nach weiteren möglichen Rollen um. Dabei sieht man sie im Laufe der 1960er immer wieder in Fernsehserien, etwa in &#8222;Mit Schirm, Charme und Melone&#8220;, &#8222;UFO&#8220;, &#8222;Stingray&#8220;, &#8222;Department S&#8220;, &#8222;Abenteuer im Regenbogenland&#8220; sowie &#8222;Geheimauftrag für John Drake&#8220;. Außerdem trifft Lois 1966 ihren alten Bekannten Roger Moore wieder, nämlich in &#8222;Simon Templar&#8220; und Anfang der 1970er in &#8222;Die Zwei&#8220;. Auch in diversen Spielfilmen taucht sie sporadisch immer wieder auf, kaum einer davon erreicht aber echtes Straßenfeger-Niveau. Am ehesten kennt man noch den Grusel-Schocker &#8222;Bis das Blut gefriert“ von 1963.</p>
<div id="attachment_3004" class="wp-caption alignleft" style="width: 205px"><img class="size-medium wp-image-3004" title="James Bond (Sean Connery) und Miss Moneypenny (Lois Maxwell) schwelgen in Fantasien..." src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/lois-maxwell-05.jpg?w=195&#038;h=300" alt="James Bond (Sean Connery) und Miss Moneypenny (Lois Maxwell) schwelgen in Fantasien..." width="195" height="300" /><p class="wp-caption-text">James Bond (Sean Connery) und Miss Moneypenny (Lois Maxwell) schwelgen in Fantasien...</p></div>
<p>Ihre wichtigste Rolle kristallisiert sich aber ohnehin Anfang bis Mitte der 1960er heraus. Nach dem großen Erfolg von &#8222;James Bond jagt Dr. No&#8220; (1962) schieben die verantwortlichen Produzenten <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/06/24/zitat-der-woche-kw26-2009-von-albert-r-%e2%80%9ecubby%e2%80%9c-broccoli-%e2%80%93-der-filmische-vater-von-james-bond/" target="_self"><span style="color:#008000;"><strong>Albert R. Broccoli</strong></span></a> und Harry Saltzman schnellstmöglich einen zweiten Teil hinterher. Bereits 1963 läuft dann auch mit &#8222;Liebesgrüße aus Moskau&#8220; der zweite James-Bond-Film im Kino und Lois Maxwell ist als Ms Vorzimmerdame Miss Moneypenny wieder mit dabei. Mehr noch: zwischen James Bond und Miss Moneypenny entwickelt sich ein regelrechtes Schmacht- und Flirt-Ritual, das sich bald in der Erfolgsformel der Bond-Filme festsetzt und deshalb in keinem Streifen mehr fehlen darf. In den Bond-Büchern von <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/05/28/zitat-der-woche-kw-22-2009-%e2%80%93-von-ian-fleming-schopfer-von-james-bond-007/" target="_self"><strong><span style="color:#008000;">Ian Fleming</span></strong></a>, dem Autor und Erfinder von James Bond, war dies so übrigens nicht beschrieben. Diese heftigen Flirts spinnt sich Lois Maxwell zusammen mit Sean Connery und dem Regisseur Terence Young bereits in &#8222;Dr. No&#8220; zusammen. Ian Fleming ist von Lois Maxwell sehr angetan und überreicht ihr das Kompliment, sie hätte die sinnlichsten Lippen, die er je sah. Deshalb verspricht Fleming ihr auch, ein Bond-Abenteuer zu verfassen, wo nur Miss Moneypenny Bond aus höchster Not retten kann.</p>
<div id="attachment_3006" class="wp-caption alignright" style="width: 263px"><img class="size-medium wp-image-3006" title="Nicht nur in James Bond Freune fürs Leben - Lois Maxwell und Roger Moore" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/lois-maxwell-10.jpg?w=253&#038;h=300" alt="Nicht nur in James Bond Freune fürs Leben - Lois Maxwell und Roger Moore" width="253" height="300" /><p class="wp-caption-text">Nicht nur in James Bond Freune fürs Leben - Lois Maxwell und Roger Moore</p></div>
<p>Dazu kommt es allerdings nicht mehr, weil Ian Fleming nach einer Herzattacke im August 1964 überraschend stirbt. Und so bleibt Lois Maxwell der ganz große Auftritt in einem Bond-Film verwehrt. Dafür erweist sie sich als äußerst beständig und spielt bis 1985 in allen bis dahin abgedrehten James-Bond-Filmen mit. Das letzte Mal betört Lois Maxwell ihren James Bond in &#8222;Im Angesicht des Todes&#8220;, der damals auch Roger Moores letztes Bond-Abenteuer ist. Wie auch Roger Moore wird Lois Maxwell den Produzenten in ihrer Rolle als Miss Moneypenny zu alt. Zwar munkelt man, dass Lois sogar angeboten hätte, sich für die Rolle liften zu lassen, um auch noch auf einen jüngeren Bond betörend zu wirken, trotzdem winken die Verantwortlichen ab. Lois Maxwell erzählt nach ihrer mehr oder weniger freiwilligen Dienstquittierung: <em><strong><span style="color:#ff0000;">„Es wäre lächerlich, wenn ich einen 36 Jahre alten Bond anhimmeln würde&#8230;“</span></strong></em> Roger Moore hatte Albert R. Broccoli sogar noch vorgeschlagen, dass Lois Maxwell im Film ja befördert werden könnte als Bonds Chefin M. Aber die Idee einer Frau als Bonds Vorgesetzten erscheint dem Patriarchen Albert R. Broccoli dann wohl doch zu abgefahren&#8230; bei dem von Broccolis Tochter Barbara produzierten Bond-Film GoldenEye (1995, mit Pierce Brosnan) erlangt mit Judy Dench dann doch noch eine Frau die Chef-Position M. Doch vor Pierce Brosnan beginnt 1987 erst einmal der junge Timothy Dalton in &#8222;Der Hauch des Todes&#8220; seine relativ kurze Bond-Karriere und Lois Maxwell weicht der 26-jährigen Caroline Bliss, die zwar süß und nett aussieht, aber wie Timothy Dalton nach zwei Filmen aufhören muss.</p>
<p> </p>
<h2><span style="color:#000000;">Das Leben von Lois Maxwell nach Miss Moneypenny</span></h2>
<div id="attachment_3009" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3009" title="Moneypennys unter sich: Lois Maxwell und ihre Nachfolgerin Samantha Bond" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/lois-maxwell-09.jpg?w=300&#038;h=215" alt="Moneypennys unter sich: Lois Maxwell und ihre Nachfolgerin Samantha Bond" width="300" height="215" /><p class="wp-caption-text">Moneypennys unter sich: Lois Maxwell und ihre Nachfolgerin Samantha Bond</p></div>
<p>Genau wie bei Desmond Llewely in seiner Rolle als Q machte auch die Figur Miss Jane Moneypenny die Schauspielerin Lois Maxwell zwar weltberühmt, aber nicht reich. Als 1973 ihr Ehemann Peter an einer weiteren Herzattacke stirbt, zieht Lois weg aus dem teuren London und zurück nach Toronto, Kanada. Dort schreibt sie unter dem Pseudonym Miss Moneypenny dreimal wöchentlich eine eigene Kolumne in der Zeitung &#8222;Toronto Sun&#8220;. Außerdem beginnt sie noch einen Job als Geschäftsfrau in der Textilindustrie. Erst 1994 kehrt Lois Maxwell nach England zurück – sie will näher bei ihrer Tochter Melinda sein und verkriecht sich deshalb dort in ein kleines Häuschen in Frome, Somerset (Südwest-England). Nach einer Darmkrebs-Operation im Jahre 2001 zieht sie zu ihrem Sohn und dessen Familie nach Perth in Australien. Dort widmet sich Lois Maxwell ihrer Biographie, bis sie am 29. September 2007 in einem Krankenhaus in Fremantle, West-Australien für immer einschläft.</p>
<p>Eine Frage verfolgte Lois Maxwell von allen Seiten fast ein Leben lang, und zwar welchen Bond-Darsteller sie denn nun persönlich bevorzugte? Mit einem breiten Grinsen im Gesicht gab sie zu: <span style="color:#ff0000;"><em><strong>„Ich würde Roger als Ehemann vorziehen, aber Sean als Liebhaber.“</strong></em></span> Roger Moore und Lois Maxwell kannten sich vermutlich auch schon viel zu lange, so dass sich ihre Freundschaft wohl schon jeweils wie eine Zweit-Ehe anfühlte. Nach ihrem Tode zeigte sich Roger Moore schwer getroffen: <strong><em><span style="color:#0000ff;">„Das war ein ganz schöner Schock! Sie war immer gut aufgelegt, eine Seele von Mensch und für die Rolle der Miss Moneypenny perfekt besetzt.“</span></em></strong></p>
<div id="attachment_3010" class="wp-caption alignleft" style="width: 282px"><img class="size-medium wp-image-3010" title="Miss Moneypenny x 3: Lois Maxwell mit Sean Connery und Roger Moore, Samantha Bond mit Pierce Brosnan sowie unten Caroline Bliss mit Timothy Dalton " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/moneypennymontage.jpg?w=272&#038;h=300" alt="Miss Moneypenny x 3: Lois Maxwell mit Sean Connery und Roger Moore, Samantha Bond mit Pierce Brosnan sowie unten Caroline Bliss mit Timothy Dalton " width="272" height="300" /><p class="wp-caption-text">Miss Moneypenny x 3: Lois Maxwell mit Sean Connery und Roger Moore, Samantha Bond mit Pierce Brosnan sowie unten Caroline Bliss mit Timothy Dalton </p></div>
<p>Vielleicht muss der neue James Bond, also Daniel Craig, deshalb seit Beginn seiner Ära auf eine Miss Moneypenny verzichten, weil sich die Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson einfach nicht in der Lage sehen, diese Rolle wieder gleichwertig nach zu besetzen&#8230; An Lois Maxwells Nachfolgerinnen Caroline Bliss und Samantha Bond als Miss Moneypenny können sich schließlich nur noch eingeschworene Bond-Fans erinnern. Ich kombiniere also: Lois Maxwell ist einfach unvergesslich&#8230; und unersetzbar. Oder wie es George Lazenby als James Bond einmal ausdrückte: <em><strong><span style="color:#0000ff;">„Moneypenny, was sollte ich ohne sie anfangen&#8230; Großbritanniens letztes Bollwerk.“</span></strong></em> Was immer er damit auch sagen wollte – es klingt nach einen schönen Schlusswort. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align:right;"><em><strong>© Andy Ilmberger, September 2009</strong></em></p>
<p> </p>
<p>Da es zwischen Miss Moneypenny und James Bond ein paar gar so schöne Flirts gab, hier noch ein paar Kostproben – oder sollte man vielleicht sagen: Schmachtfetzen? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />   Kurioser Weise siezen sich die beiden Turteltauben zunächst, gehen zwischendurch zum DU über und fallen dann doch wieder zum SIE zurück. Dies wechselt manchmal sogar während eines Films. Vermutlich ein Tribut an die Synchronisation ins deutsche&#8230;?!</p>
<p> </p>
<p><strong>Aus &#8222;James Bond jagt Dr. No&#8220; (1962, mit Sean Connery)</strong></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„James, wo sind Sie bloß gewesen? Ich hab ganz London nach Ihnen abgesucht&#8230;“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Moneypenny, wo brennt es denn?“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Bei mir! Ich brauche dringend eine kleine Aufmunterung. Warum gehen Sie nicht mal mit mir in solcher Aufmachung aus, James? Mit mir gehen Sie nicht mal im Pullover aus.“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Ich könnte mir nichts Schöneres denken, aber M würde mich vor ein Kriegsgericht stellen – wegen Missbrauch des Staatseigentums.“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Schöne Worte von der guten alten James-Platte, immerhin besser als nichts.“</em></p>
<p> </p>
<p><strong>Aus &#8222;Liebesgrüße aus Moskau&#8220; (1963, mit Sean Connery)</strong></p>
<p>James Bond: <em>„Auf in den Kampf, Torero.“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Aber nicht ohne Flugkarte. Sie Glückspilz, ich möchte auch mal nach Istanbul.“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Waren Sie noch nie in Istanbul?“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Nein.“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Da spiegelt sich das Mondlicht im Bosporus.“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Was soll ich bloß machen, damit Sie mich einmal mitnehmen. Sie sind so schwer zu verführen&#8230;“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Wenn ich könnte Money, würde ich Sie bis ans Ende der Welt mitnehmen.“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„So? Dahin fahren Sie aber nicht!“</em></p>
<p> </p>
<p><strong>Aus &#8222;Goldfinger&#8220; (1964, mit Sean Connery)</strong></p>
<p>James Bond: <em>„Was wissen Sie über Gold, Moneypenny?“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Oh, das einzige Gold über das ich etwas weiß, trägt man hier – am Ringfinger der rechten Hand.“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Darüber müssen wir uns demnächst mal intensiv unterhalten.“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Wie wäre es heute Abend? Sie kommen zum Essen zu mir, und ich backe Ihnen eine wunderbare Biskuit-Torte.“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Oh, nichts würde mir mehr Freude machen, aber dummerweise habe ich eine geschäftliche Verabredung.“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Das ist die fadenscheinigste Entschuldigung, die Sie auf Lager haben.“</em></p>
<p> </p>
<p><strong>Aus &#8222;Feuerball&#8220; (1965, mit Sean Connery)</strong></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Dienstliche Aufträge werden aus dem Sanatorium nicht angenommen. Das hat Zeit bis Sie zurückkommen.“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Moneypenny, wenn ich Sie das nächste Mal sehe, werde ich Sie übers Knie legen.“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Bei Joghurt und Zitronensaft? Ich kann es kaum abwarten.“</em></p>
<p> </p>
<p><strong>Aus &#8222;Man lebt nur zweimal&#8220; (1967, mit Sean Connery)</strong></p>
<p>Bonds Chef M: <em>„Miss Moneypenny, geben Sie 007 das Kennwort, das wir mit der Japanerin vereinbart haben.“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Ja Sir. Wir haben uns etwas ausgedacht, dass Deinen verwöhnten Ansprüchen genügt.“</em></p>
<p>James Bond:<em> „Wirklich?“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Ich liebe Dich! Wiederhole, damit ich weiß, dass Du es verstanden hast.“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Nicht nötig Penny, das kann ich singen.“</em></p>
<p> </p>
<p><strong>Aus &#8222;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&#8220; (1969, mit George Lazenby)</strong></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„James, wo bist Du gewesen?“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Zu weit entfernt von Dir mein Schatz.“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Ach James, immer der gleiche Schmus. Das wird ja immer schlimmer –  Du herzloser Mensch, Du! Lässt mich hier schmachten und schreibst mir nicht mal eine Postkarte.“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Von heute an wird nicht mehr geschmachtet. Heute Abend um 8 gibt es Cocktails bei mir nur für uns beide.“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Wenn Du wüsstest wie gerne&#8230; Aber ich warne Dich, ich kann nicht für mich garantieren!?“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Immer noch die alte Moneypenny – Großbritanniens letztes Bollwerk.“</em></p>
<p> </p>
<p><strong>Aus &#8222;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&#8220; (1969, mit George Lazenby)</strong></p>
<p>James Bond: <em>„Moneypenny, was sollte ich ohne Sie anfangen?“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Warum kommen Sie nie auf die Idee, etwas mit mir anzufangen?!“</em></p>
<p> </p>
<p><strong>Aus &#8222;Diamantenfieber &#8220; (1971, mit Sean Connery)</strong></p>
<p>James Bond:<em> „Jeder, der Dich in dieser schmucken Uniform sieht Moneypenny, wird die Lust verlieren dieses Land zu verlassen. Was soll ich Dir aus Holland mitbringen?“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Einen Diamanten&#8230; auf einem Ring?“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Wärst Du auch mit einer Tulpe zufrieden?“</em></p>
<p> </p>
<p><strong>Aus &#8222;Der Man mit dem goldenen Colt&#8220; (1974, mit Roger Moore)</strong></p>
<p>James Bond: <em>„Moneypenny, Sie sind besser als ein Computer.“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„In mancher Beziehung auf jeden Fall, aber Sie machen ja keinen Gebrauch davon.“</em></p>
<p> </p>
<p><strong>Aus &#8222;Der Spion, der mich liebte&#8220; (1975, mit Roger Moore), nachdem 007 von seiner Gegenspielerin betäubt wurde&#8230;</strong></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Muss das aber eine Party gewesen sein?!“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Lähmend, Moneypenny – ich bin dabei eingeschlafen.“</em></p>
<p> </p>
<p><strong>Aus &#8222;In tödlicher Mission&#8220; (1981, mit Roger Moore)</strong></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„James!“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Moneypenny! Sie sind ein Fest für meine Augen.“</em></p>
<p> </p>
<p><strong>Aus &#8222;Octopussy&#8220; (1983, mit Roger Moore)</strong></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Das ist Miss Penelope Smallbone, meine neue Assistentin.“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Miss Smallbone – was soll ich dazu sagen, Moneypenny? Ich finde Sie genauso attraktiv und charmant&#8230;“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„&#8230;wie ich es einmal war?“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Und noch sind!“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Sie sind wirklich ein Schmeichler, James.“</em></p>
<p>James Bond: <em>„Nein Moneypenny, Sie wissen es gab nie jemanden, und es wird auch nie jemanden geben außer Ihnen.“</em></p>
<p>Miss Moneypenny: <em>„Ein hübscher Spruch&#8230;“</em></p>
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		<title>Zitat der Woche (KW 39, 2009) – von Wortgeflecht.de in eigener Sache zum Einjährigen!</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 14:10:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus dem Leben 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate & Wortgef(l)echte der Woche anno 2009]]></category>
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		<description><![CDATA[„Es ist schon alles geschrieben, nur noch nicht von jedem!“
Von Wortgeflecht.de – frei nach Karl Valentin
Kinder wie die Zeit vergeht&#8230; und wieder 5 Euro ins Phrasenschwein!   Aber es ist halt auch immer wieder erstaunlich – das mit der Zeit und so. Wie dem auch sei: zum 1. Geburtstag habe ich mir und Wortgeflecht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=2983&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="attachment_2985" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ilmberger.wordpress.com/"><img class="size-medium wp-image-2985" title="&quot;Die Feder ist mächtiger als das Schwert&quot; - Zitat von dem englischen Schriftsteller Edward George Bulwer-Lytton (* 25. Mai 1803 in London; † 18. Januar 1873 in Torquay). Allerdings, sicher ist sicher, deshalb bilden zwei Schreibfedern und ein Schwert das W-Logo von Wortgeflecht.de" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/wortgeflecht_logo.jpg?w=294&#038;h=300" alt="&quot;Die Feder ist mächtiger als das Schwert&quot; - Zitat von dem englischen Schriftsteller Edward George Bulwer-Lytton (* 25. Mai 1803 in London; † 18. Januar 1873 in Torquay). Allerdings, sicher ist sicher, deshalb bilden zwei Schreibfedern und ein Schwert das W-Logo von Wortgeflecht.de" width="294" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Die Feder ist mächtiger als das Schwert&quot; - Zitat von dem englischen Schriftsteller Edward George Bulwer-Lytton (* 25. Mai 1803 in London; † 18. Januar 1873 in Torquay). Allerdings, sicher ist sicher, deshalb bilden zwei Schreibfedern und ein Schwert das W-Logo von Wortgeflecht.de</p></div>
<p><strong><em><span style="color:#ff0000;">„Es ist schon alles geschrieben, nur noch nicht von jedem!“</span></em></strong></p>
<p><em>Von Wortgeflecht.de – frei nach Karl Valentin</em></p>
<p>Kinder wie die Zeit vergeht&#8230; und wieder 5 Euro ins Phrasenschwein! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Aber es ist halt auch immer wieder erstaunlich – das mit der Zeit und so. Wie dem auch sei: zum 1. Geburtstag habe ich mir und <a href="http://ilmberger.wordpress.com/" target="_self"><strong><span style="color:#000000;">Wortgef<span style="color:#ff0000;">l</span>echt</span></strong></a> ein eigenes Geschenk gegönnt – die URL-Adresse <a href="http://www.wortgeflecht.de" target="_self"><strong><span style="color:#0000ff;">www.wortgeflecht.de</span></strong></a>! Ich scheute keine Mühen und Kosten, diese Web-Adresse aus tschechischer Bedeutungslosigkeit zu erlösen und sie nun mit Leben zu füllen. Weiterhin funktionieren natürlich noch die Web-Adressen <a href="http://www.wortgeflecht.eu"><span style="color:#0000ff;"><strong>www.wortgeflecht.eu</strong></span></a>, <a href="http://ilmberger.wordpress.com/" target="_self"><strong><span style="color:#0000ff;">ilmberger.wordpress.com</span></strong></a> sowie <a href="http://www.james-bond-007.eu"><strong><span style="color:#0000ff;">www.james-bond-007.eu</span></strong></a> auf die oben angezeigte Unterseite. Neu hinzugekommen ist noch der Nachrichten-Blog <a href="http://www.mondblitz.de"><strong><span style="color:#0000ff;">www.mondblitz.de</span></strong></a> mit dem Neuesten aus der Welt von James Bond. Doch nun zur Feier des Tages noch mal ein kleiner Rückblick auf ein Jahr Wortgeflecht.<span id="more-2983"></span></p>
<h2><span style="color:#ff0000;">Andys Wortgef(l)echt – wie alles begann</span></h2>
<p>Vor einem Jahr, im September 2008, ließ ich mich von einem Kollegen anstecken mit der Bloggerei. Ausgerechnet ich, der all diese Web-2.0-Applikationen und Internet-Trends lediglich als Stimulanzmittel für überkommunikative Wichtigtuer hielt. Bereits der Beitritt zu Xing kostete mich einen Sprung über den eigenen Schatten, und jetzt auch noch ein eigener Blog? Aber plötzlich erkannte ich die Möglichkeiten, die solch ein Blog mit sich bringt: man kann damit Leute ansprechen, die man sonst nie erreicht und dabei ein bisserl wichtig tun&#8230; ;-) Nein, im Ernst. Meine Schublade war nur einfach bereits gut gefüllt mit diversen Geschichten, Gedichten und Ideen, die praktisch ungelesen vor sich hin gammelten und aus dieser Schublade konnte ich sie nun befreien und ihnen wenigstens die Chance geben, theoretisch gelesen zu werden. Allerdings setzte ich mich selbst unter Druck, innerhalb von wenigen Minuten einen passenden Namen zu finden, was schwer fällt, ohne echtes Konzept. Ich entschied mich für <a href="http://ilmberger.wordpress.com/" target="_self"><strong><span style="color:#000000;">Wortgef<span style="color:#ff0000;">l</span>echt</span></strong></a>, weil dies auch noch das Buchstabenspiel Wortgefecht zuließ und weil zumindest klar war, dass Wörter und Texte aus meiner Feder (respektive Tastatur) die Seite füllen sollten.</p>
<p>Doch so ein Blog ist vor allem ein heißhungriges Text-Monster, das ständig nach neuem Futter schreit und meine ach so prall gefüllte Schublade bald leer gefressen hatte. Nach ersten Versuchen, in bekannter Blog-Manier aktuelle Geschehnisse zu kommentieren, hätte ich schon fast wieder die Lust verloren. Erzwungene Unmutsäußerungen reihten sich zwischen meine eigenen lieb gewonnenen Geschichten und verschandelten die Startseite. Ich merkte bald: das bin ich nicht. Die Welt ist voll von schreibwütigen Hobby-Politikern, notorischen Dauernörglern und altklugen Besserwissern, dieses Haifischbecken wartet nicht gerade auf mich&#8230; und wenn doch, sollen sie weiter warten. Mein Blog musste etwas Positives darstellen, quasi ein Altar für all die hier beschriebenen Menschen und Ereignisse. Warum soll ich für Personen, Dinge oder Affären, die mich ärgern, auch noch meine wertvolle Zeit opfern?!</p>
<p>Dann kam mir die Idee zum Zitat der Woche, jeweils von einer Persönlichkeit oder einem Geschehnis, das in der jeweiligen Woche aus irgendeinem Grund Aufmerksamkeit verdient. Auf diese Weise würde jede Woche eine Kleinigkeit auf meinen Blog hinzukommen. Doch aus dem reinen Zitat und den obligatorischen zwei bis drei Zeilen zum Verkünder entwickelte sich schnell immer mehr, schließlich wächst ja auch der eigene Anspruch mit. Und so vertextete ich bald ganze Biographien und Ereignisse, wie man sie aktuell auf <a href="http://ilmberger.wordpress.com/" target="_self"><strong><span style="color:#000000;">Wortgef<span style="color:#ff0000;">l</span>echt</span></strong></a> findet.</p>
<p>Ziehe ich heute Bilanz, überrascht und verwirrt mich doch einiges. Verwirrend etwa, dass Geschichten oft erst dann zum Renner mutieren, wenn das beschriebene Ereignis längst rum ums Eck ist – ein Umstand, den ich vermutlich der Ignoranz von Google zu verdanken habe. Überraschend dann umso mehr, welche Geschichten und damit verbunden welche Personen und Abenteuer sich zum Klassiker entwickeln. Demnach sind über ein Jahr gesehen am populärsten diese Zehn: <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/03/28/zitat-der-woche-kw-13-2009-%e2%80%93-von-terence-hill/" target="_blank">Terence Hill</a>, <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/03/03/zitat-und-wortgefecht-zur-cebit-2009-%e2%80%93-zwischen-bill-gates-von-microsoft-versus-general-motors/" target="_blank">Bill Gates</a>, die Rasselbande aus <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/06/30/filmkritik-ice-age-3-%e2%80%93-die-dinosaurier-sind-los/" target="_blank">Ice Age 3</a>, <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/12/22/zitat-der-woche-kw-52-2008-%e2%80%93-von-sissi-alias-kaiserin-elisabeth-von-osterreich-und-ungarn/" target="_blank">Sisi (oder Sissi)</a> – Kaiserin von Österreich und Ungarn, <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/03/01/zitat-und-wortgefecht-der-woche-kw-10-2009-%e2%80%93-von-daniel-craig-alias-james-bond/" target="_blank">Daniel Craig</a>, <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/01/18/zitat-der-woche-kw-04-2009-%e2%80%93-von-claus-schenk-graf-von-stauffenberg/" target="_blank">Claus von Stauffenberg</a>, <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/03/18/zitat-der-woche-kw-12-2009-%e2%80%93-von-ursula-andress-ehemals-honey-ryder-in-james-bond-jagt-dr-no/" target="_blank">Ursula Andress</a>, <a href="http://ilmberger.wordpress.com/james-bond-007-eu/" target="_blank">James Bond</a> im Allgemeinen, <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/06/10/zitat-der-woche-kw-24-2009-vom-torwart-titanen-oliver-kahn-zum-40-sten-geburtstag/" target="_blank">Oliver Kahn</a> und <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/02/26/tierische-fakten-die-niemand-zu-fragen-wagte-teil-1-meerestiere/" target="_blank">Meerestiere (Tierische Fakten)</a>.</p>
<p>Die Geschichten, für die ich den Blog übrigens startete, liest bis heute noch kaum jemand&#8230; doch ist dies eine gute Gelegenheit, ein paar meiner Lieblingsgeschichten zu forcieren, die meiner Meinung nach zu Unrecht ins Daten-Outback gelangt sind. Hier also meine persönliche Top-10:</p>
<p><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/03/12/liebesgruse-aus-monaco-der-mann-den-sie-bond-nannten-kapitel-001-theme-–-for-your-eyes-only/" target="_blank">Liebesgrüße aus Monaco: den Mann, den sie Bond nannten </a>- Mein eigener James-Bond-Roman in 007 Kapiteln</p>
<p><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/09/05/infernal-im-eiskanal/" target="_blank">Infernal im Eiskanal</a> – Erlebnisbericht über eine Bobfahrt</p>
<p><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/12/27/adeles-schatz/" target="_blank">Adeles Schatz</a> – Das etwas andere Liebesgedicht</p>
<p><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/07/02/zitat-der-woche-kw-27-2009-%e2%80%93-moderiert-von-herbert-zimmermann-zum-55-jahrestag-von-das-wunder-von-bern-anno-1954/" target="_blank">&#8222;Das Wunder von Bern&#8220;</a> – Alles zur Fußball-WM 1954</p>
<p><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/07/13/zitat-der-woche-kw-2930-2009-%e2%80%93-von-neil-armstrong-astronaut-der-apollo-11-und-erster-mann-auf-dem-mond/" target="_blank">Apollo 11 und der erste Mann auf dem Mond</a> – Alles über die erste Mondlandung</p>
<p><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/05/20/zitat-und-wortgeflecht-der-woche-kw-20-2009-von-bonnie-und-clyde-zum-75sten-todestag/" target="_blank">Bonnie und Clyde</a> – Poesie zum berüchtigtsten Gaunerpärchen der 1930er</p>
<p><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/07/07/tinnitus-serenade-ein-schrilles-gedicht-mit-pfiff/" target="_blank">Tinnitus-Serenade</a> – Eine Serenade mit Pfiff</p>
<p><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/09/14/tschango-unter-wilden/" target="_blank">Tschango unter Wilden</a> – Meine erste und bislang einzige Kindergeschichte</p>
<p><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/10/21/ganz-wien/" target="_blank">Ganz Wien</a> – Klischees und andere Wahrheiten über die Mozart-Stadt</p>
<p><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/01/03/agenten-kodex-anno-811-kosmokratischer-zeitrechnung/" target="_blank">Agenten-Kodex anno 811 kosmokratischer Zeitrechnung</a> – Gedicht in tödlicher Mission</p>
<div id="attachment_6" class="wp-caption alignleft" style="width: 155px"><img class="size-full wp-image-6" title="Andy Ilmberger" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2008/09/andy_sonnenbrille_final_72.jpg?w=145&#038;h=200" alt="Andy Ilmberger" width="145" height="200" /><p class="wp-caption-text">Andy Ilmberger</p></div>
<p>Nach einem Jahr zählt <a href="http://ilmberger.wordpress.com/" target="_self"><strong><span style="color:#000000;">Wortgef<span style="color:#ff0000;">l</span>echt</span></strong></a> weit über 100 Geschichten und Gedichte und harrt gespannt dem 250sten Kommentar und dem 50.000sten Klick entgegen. Ich möchte mich bei der Gelegenheit ganz herzlich bei Euch Lesern bedanken und gleichzeitig fragen, was Euch gut gefallen hat und was eher nicht. Habt Ihr Wünsche, Anregungen, konstruktive Kritik oder gar Lob, dann nix wie raus damit. Ich freue mich auf Eure Kommentare. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Mit den allerliebsten Grüßen</p>
<p><strong><em>Euer Andy Ilmberger</em></strong></p>
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			<media:title type="html">drenegadt</media:title>
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		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/wortgeflecht_logo.jpg?w=294" medium="image">
			<media:title type="html">&#34;Die Feder ist mächtiger als das Schwert&#34; - Zitat von dem englischen Schriftsteller Edward George Bulwer-Lytton (* 25. Mai 1803 in London; † 18. Januar 1873 in Torquay). Allerdings, sicher ist sicher, deshalb bilden zwei Schreibfedern und ein Schwert das W-Logo von Wortgeflecht.de</media:title>
		</media:content>

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			<media:title type="html">Andy Ilmberger</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Nachruf zum Tode von Patrick Swayze</title>
		<link>http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/15/nachruf-zum-tode-von-patrick-swayze/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 08:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus dem Leben 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Wortgef(l)echt Helden, Stars und Entertainer]]></category>
		<category><![CDATA[Dirty Dancing]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Jackson]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Swayze]]></category>
		<category><![CDATA[Rock-&-Roll]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspieler]]></category>
		<category><![CDATA[She's like the Wind]]></category>
		<category><![CDATA[Tänzer]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Der US-amerikanische Schauspieler Patrick Swayze ist am 14. September 2009 in Los Angeles an seinem Krebsleiden gestorben&#8230;
Eines der begehrtesten Filmgenres in den 1980ern war der Tanzfilm. Da gab es etwa &#8222;Staying Alive&#8220;, &#8222;Flashdance&#8220;, &#8222;Footlose&#8220; und natürlich &#8222;Dirty Dancing&#8220;! Und denkt man an &#8222;Dirty Dancing&#8220;, treffen die Gedanken automatisch auf Melonen, ein verzauberndes Lächeln von Baby, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=2976&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignleft size-medium wp-image-2977" title="Patrick Swayze" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/patrick-swayze.jpg?w=237&#038;h=300" alt="Patrick Swayze" width="237" height="300" /><strong><em>Der US-amerikanische Schauspieler Patrick Swayze ist am 14. September 2009 in Los Angeles an seinem Krebsleiden gestorben&#8230;</em></strong></p>
<p>Eines der begehrtesten Filmgenres in den 1980ern war der Tanzfilm. Da gab es etwa &#8222;Staying Alive&#8220;, &#8222;Flashdance&#8220;, &#8222;Footlose&#8220; und natürlich &#8222;Dirty Dancing&#8220;! Und denkt man an &#8222;Dirty Dancing&#8220;, treffen die Gedanken automatisch auf Melonen, ein verzauberndes Lächeln von Baby, einer Schauspielerin, die heute kaum einer mehr kennt (okay, es war Jennifer Grey) und allen voran Patrick Swayze! Damals kannten die meisten Patrick Swayze bereits aus der TV-Serie &#8222;Fackeln im Sturm&#8220;. Fast niemand wusste aber von seinen tänzerischen Fähigkeiten. Seine Mutter Patsy Swayze ist in Hollywood eine gefragte Choreographin, Patrick selbst hatte eine abgeschlossene Ausbildung als Ballett-Tänzer. Und wie cool man seine tänzerischen Fähigkeiten einsetzen kann, bewies Patrick Swayze in &#8222;Dirty Dancing&#8220; eindrucksvoll. Für mich ist er daher der Rock-&amp;-Roller unter den Tänzern.<span id="more-2976"></span></p>
<p>Am 14. September 2009 verlor Patrick Swayze den Kampf gegen einen tückischen Bauchspeichelkrebs. Vor etwa zwei Jahren erkrankte er an dieser Krankheit, bereits seit Januar dieses Jahres wusste Patrick, dass er nicht mehr gewinnen kann. Die Therapie der Ärzte schlug nicht an, Patrick Swayze musste aufgeben. Er, der doch in seinen Filmen niemals aufgab, noch nicht mal als Geist im Kampf um seine lebende Geliebte in &#8222;Ghost – Nachricht von Sam&#8220; mit Demi Moore. Selbst den Naturgewalten in Form von meterhohen Wellen trotzte Patrick mit einem souveränen Lächeln in &#8222;Gefährliche Brandung&#8220; mit Keanu Reeves.</p>
<p>Doch das Leben ist kein Film. Eine Binsenweisheit zwar, aber nun mal wahr. Kein Dr. House, der in letzter Minute noch die rettende Idee umsetzt. Kein Geist, der heilend seine Hand auflegt. Patrick Swayze (* 18. August 1952 in Houston/Texas, + 14. September 2009 in Los Angeles/Kalifornien) wurde gerade mal 57 Jahre alt. Und Patrick Swayzes Tod erschüttert mich weit mehr, als etwa der von <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/06/26/kommentar-zum-tod-von-michael-jackson-am-25-juni-2009/" target="_self">Michael Jackson</a>. Natürlich war jeder für sein Genre eine Bereicherung – Michael Jackson wohl sogar mehr als Patrick Swayze. Nur bleibt bei Michael Jacksons Tod immer ein wenig das Gefühl von: „Naja, eigentlich selber schuld, musste ja irgendwann so kommen!“ Man weiß aber auch, dass man mit einem entsprechend anderen Lebensstil sicherlich ein anderes Ende nimmt als der King of Pop. Das bittere Ende von Patrick Swayze kann hingegen jeden ereilen. Auch im zarten Rock-&amp;-Roll-Alter mit Mitte Fünfzig. Und er ist nach <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/05/23/nachruf-zum-tode-von-barbara-rudnik-23-mai-2009/" target="_self">Barbara Rudnik</a> bereits der zweite relativ junge Prominente, der einem das vor Augen führt.</p>
<p>Nun werden die TV-Sender &#8222;Dirty Dancing&#8220; wieder rauf und runter senden und die Mädels beim Patrick-Swayze-Hit &#8222;She’s like the Wind&#8220; vor Rührung die ohnehin schon angefeuchteten Taschentücher zücken. Und wir Jungs können uns nun endlich eingestehen, dass dieser Patrick Swayze eigentlich doch ziemlich cool war, dieser wirbelnde Tänzer, dieser Rock-&amp;-Roller aller Tänzer, so leichtfüßig, dass einem klar wird: „He’s like the Wind.“</p>
<p style="text-align:right;"><strong><em>© Andy Ilmberger, 15. September 2009</em></strong></p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/15/nachruf-zum-tode-von-patrick-swayze/"><img src="http://img.youtube.com/vi/0Gbz-Lau5tc/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
Posted in Aktuelles aus dem Leben 2009, Wortgef(l)echt Helden, Stars und Entertainer  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ilmberger.wordpress.com/2976/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ilmberger.wordpress.com/2976/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ilmberger.wordpress.com/2976/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ilmberger.wordpress.com/2976/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ilmberger.wordpress.com/2976/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ilmberger.wordpress.com/2976/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ilmberger.wordpress.com/2976/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ilmberger.wordpress.com/2976/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ilmberger.wordpress.com/2976/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ilmberger.wordpress.com/2976/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=2976&subd=ilmberger&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">drenegadt</media:title>
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		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/patrick-swayze.jpg?w=237" medium="image">
			<media:title type="html">Patrick Swayze</media:title>
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		<media:content url="http://img.youtube.com/vi/0Gbz-Lau5tc/2.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Zitat der Woche (KW 38, 2009) – von Richard Kiel alias Beißer, Killer aus James Bond</title>
		<link>http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/13/zitat-der-woche-kw-38-2009-%e2%80%93-von-richard-kiel-alias-beiser-killer-aus-james-bond/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 22:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortgef(l)echt Helden, Stars und Entertainer]]></category>
		<category><![CDATA[Wortgef(l)echte rund um James Bond 007]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate & Wortgef(l)echte der Woche anno 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Beißer]]></category>
		<category><![CDATA[Biografie]]></category>
		<category><![CDATA[Der Spion der mich liebte]]></category>
		<category><![CDATA[James Bond]]></category>
		<category><![CDATA[Jaws]]></category>
		<category><![CDATA[Killer]]></category>
		<category><![CDATA[Moonraker - Streng geheim]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Kiel]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Moore]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspieler]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ilmberger.wordpress.com/?p=2940</guid>
		<description><![CDATA[ „Krrrrrrcks!“
Er war der größte und der gefährlichste Schurke, der jemals James Bond nach dem Leben trachtete. Er bekam zudem als einziger Killer zwei Versuche (sprich zwei Filme), 007 zur Strecke zur bringen und am Ende überlebte er sogar noch. Seine Waffe blitzt so scharf, das Dracula beim Anblick derselbigen sich demütig in seinen Sarg verzieht. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=2940&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="attachment_2943" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><img class="size-full wp-image-2943" title="Beißer (Richard Kiel) zeigt Zähne" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/richard-kiel-06.jpg?w=180&#038;h=270" alt="Beißer (Richard Kiel) zeigt Zähne" width="180" height="270" /><p class="wp-caption-text">Beißer (Richard Kiel) zeigt Zähne</p></div>
<h2 style="text-align:center;"> <em><span style="color:#808080;">„Krrrrrrcks!“</span></em></h2>
<p>Er war der größte und der gefährlichste Schurke, der jemals <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/11/11/zitat-der-woche-kw46-2008-–-zum-88sten-geburtstag-von-james-bond/" target="_self"><strong><span style="color:#0000ff;">James Bond</span></strong></a> nach dem Leben trachtete. Er bekam zudem als einziger Killer zwei Versuche (sprich zwei Filme), 007 zur Strecke zur bringen und am Ende überlebte er sogar noch. Seine Waffe blitzt so scharf, das Dracula beim Anblick derselbigen sich demütig in seinen Sarg verzieht. Sein Name? Beißer! Chef-Killer in den James-Bond-Abenteuern &#8222;Der Spion, der mich liebte&#8220; (1977) und &#8222;Moonraker – Streng geheim&#8220; (1979). Allerdings bekam Richard Kiel in über vier Stunden Film keinen einzigen Satz zu sprechen. Das einzige Geräusch aus seinem Mund waren seine Bisse, und die klangen eben wie <strong><em><span style="color:#808080;">„Krrrrrrcks!“</span></em></strong>. Mit realem Namen heißt der Beißer übrigens Richard Kiel, und er feiert am 13. September 2009 seinen 70sten Geburtstag. Zu diesem Anlass hier eine kleine Biografie über den Giganten.<span id="more-2940"></span></p>
<p> </p>
<h2>Das Leben von Richard Kiel vor James Bond</h2>
<div id="attachment_2946" class="wp-caption alignleft" style="width: 126px"><img class="size-thumbnail wp-image-2946" title="Der junge Richard Kiel in Zivil" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/richard-kiel-01.jpg?w=116&#038;h=150" alt="Der junge Richard Kiel in Zivil" width="116" height="150" /><p class="wp-caption-text">Der junge Richard Kiel in Zivil</p></div>
<p>Selbst der riesige Richard Kiel fing einmal ganz klein an, und zwar am 13. September 1939 bei seiner Geburt in Detroit, USA. Er bleibt aber nur äußerst kurz ein Knirps. Bereits mit 12 Jahren ist Richard Kiel der Star in seinem Basketball-Team. Eine Hormonstörung namens Akromegalie lassen den Teenager förmlich in die Höhe schießen, so dass er zu dieser Zeit bereits die Klamotten seines Vaters aufträgt. Wie hoch Richard Kiel letztendlich wirklich wächst, darüber scheiden sich die Geister. Die Meinungen gehen von 2,13 bis 2,38 Meter, am fundiertesten scheinen allerdings 2,17 Meter. Sein Kampfgewicht beträgt zu seiner besten Zeit etwa 140 Kilo, seine Schuhgröße beläuft sich auf 56&#8230; da spürt man beim Gehen bereits die Erdkrümmung&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="attachment_2949" class="wp-caption alignleft" style="width: 110px"><img class="size-thumbnail wp-image-2949" title="Richard Kiel als Urzeitmensch &quot;Eegah&quot;" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/richard-kiel-07.jpg?w=100&#038;h=150" alt="Richard Kiel als Urzeitmensch &quot;Eegah&quot;" width="100" height="150" /><p class="wp-caption-text">Richard Kiel als Urzeitmensch &quot;Eegah&quot;</p></div>
<p>Zunächst studiert Richard Kiel Mathematik, er will Lehrer werden für dieses ungeliebte Thema. Immerhin, der Respekt der Kids wäre ihm wohl sicher gewesen. Neben dem Studium verdient sich Richard sein Geld als Rausschmeißer, sogar unseriöse Jobs wie zum Beispiel Vertreter oder Makler sagt man ihm nach&#8230; Doch im Tiefsten seines Herzen will der wandelnde Wandschrank eigentlich schauspielern und so tourt er mit einer kleinen Truppe durch die Lande. Richard Kiel als „herausragende“ Persönlichkeit fällt irgendwann auch TV-Produzenten ins Auge, die ihm erste Arrangements in diversen TV-Serien verschaffen. Diese Nebenrollen wiederum ermöglichen Richard Kiel anno 1962 eine Hauptrolle als Urzeitmensch in dem B-Movie &#8222;Eegah&#8220;&#8230; Steinzeitmenschen waren schließlich berüchtigt für ihre überdimensionale Körpergröße&#8230; ?! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aus der Prähistorie heraus geht es allerdings filmisch steil bergauf. Unter anderem gehören zu Richards Kiels „Schauspielpartnern“ der Komiker Jerry Lewis in &#8222;Der verrückte Professor&#8220; (1963) und der King of Rock and Roll höchstpersönlich, Elvis Presley in &#8222;König der heißen Rhythmen&#8220; (&#8222;Roustabout&#8220;) im Jahre 1964. Allerdings sind die Rollen dermaßen winzig, dass er vermutlich kaum einen der Stars richtig zu Gesicht bekommt. Trotzdem liest es sich hervorragend in einer Vita. Hinzu kommen noch mehrere TV-Rollen in Serien wie etwa &#8222;The Man from U.N.C.L.E. &#8222;, &#8222;Starsky and Hutch&#8220;, &#8222;I Spy&#8220; oder &#8222;Barbary Coast&#8220;. Zwar reicht es auch in diesen Folgen nur zu mehr oder weniger großen Nebenrollen, doch nach gut 60 TV-Auftritten wird Richard Kiel in den USA so langsam zu einem bekannten Gesicht. Bei letzterem Auftritt fällt Richard Kiel dann sogar <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/06/24/zitat-der-woche-kw26-2009-von-albert-r-%e2%80%9ecubby%e2%80%9c-broccoli-%e2%80%93-der-filmische-vater-von-james-bond/" target="_self"><strong>Albert R. Broccoli</strong></a> auf. Der Bond-Produzent ist von Kiels Statur so begeistert, dass er in den Jubiläums-Bond Numero 10, &#8222;Der Spion, der mich liebte&#8220; (1977, mit Roger Moore als James Bond), in <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/05/28/zitat-der-woche-kw-22-2009-%e2%80%93-von-ian-fleming-schopfer-von-james-bond-007/" target="_self"><strong>Ian Fleming</strong></a>s Roman-Vorlage einen Superkiller namens Beißer (oder im englischen Original: Jaws) ins Drehbuch einarbeiten lässt.</p>
<p> </p>
<h2>Das Leben von Richard Kiel mit James Bond</h2>
<p>Richard Kiel erhält pro Drehtag immerhin 1.500 US-Dollar. Wenn man die Zeugen jener Zeit hört, verdient er sich auch jeden einzelnen Cent davon schwer. Die Probleme beginnen schon kurz nach der Anreise nach Sardinien, wo große Teile von &#8222;Der Spion, der mich liebte&#8220; entstehen. Bereits am ersten Tag im Hotel &#8222;Cala di Volpe&#8220; bleibt Kiel mit seinem Kopf an einem gläsernen Türstock hängen, der aufgrund des Aufpralles prompt zersplittert. Bei der Einweihung seiner Zimmer-Kloschüssel zerbricht diese unter seinen 140 Kilogramm. Als er sich nach all den Strapazen etwas zur Ruhe legen möchte, stellt er fest, dass das Bett hinten und vorne viel zu kurz ist. Daraufhin zimmert ihm ein Schreiner aus drei Betten eine Spezialschlafstätte zusammen.</p>
<div id="attachment_2950" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2950" title="Zahn um Zahn: Beißer (Richard Kiel) zeigt James Bond (Roger Moore) seine Beißerchen" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/richard-kiel.jpg?w=300&#038;h=268" alt="Zahn um Zahn: Beißer (Richard Kiel) zeigt James Bond (Roger Moore) seine Beißerchen" width="300" height="268" /><p class="wp-caption-text">Zahn um Zahn: Beißer (Richard Kiel) zeigt James Bond (Roger Moore) seine Beißerchen</p></div>
<p>Weiteres Übel stellt das metallene Gebiss dar, das Richard Kiel ja erst zum Beißer macht. Die scharfe Legierung verursacht bei Richard Kiel regelrechte Brechreize und sogar Schmerzen, die er so gut es irgendwie geht für den Dreh unter Kontrolle halten muss. Der James-Bond-Darsteller Roger Moore erzählte einmal darüber, dass er es kaum mit ansehen konnte, wie der Beißer-Mime seine silberglänzenden Zähne ganz rasch herausreißen musste, wenn der Brechreiz wieder einmal Überhand nahm. Doch trotz all dieser Unannehmlichkeiten und die mit dieser Rolle verbundenen Spätfolgen bezüglich seiner Karriere, erzählt Richard Kiel später in einem Interview: <strong><em>„Ich wurde durch die Rolle, die mich weltweit bekannt machte, so sehr auf den dummen Killer festgelegt, dass ich kaum andere Rollenangebote bekam. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht, den Beißer zu spielen.“</em></strong> Das Gebiss sei außerdem nur ein kleines Übel gewesen, fügte er ergänzend hinzu&#8230; Und wir stellen erfreut fest, dass seinem Mund deutlich mehr zu entlocken ist als <span style="color:#808080;"><strong><em>„Krrrrrrcks!“</em></strong></span>.</p>
<p>Spaß am Beißer hat aber nicht nur Richard Kiel selbst, auch das Kinopublikum ist entzückt. Bond-Regisseur Lewis Gilbert spürt bereits beim Dreh die aufkommende Euphorie über den monströsen Turm und dreht vorsichtshalber ein alternatives Ende des Filmes, in dem der Killer ausnahmsweise einmal nicht stirbt. Bei diesem Ende geht der Beißer mit dem sinkenden Oberschurken-Quartier &#8222;Atlantis&#8220; mit unter und fällt scheinbar den Haien zum Fraß. Als sich jeder bereits mit dem Ende des Killers abfindet, taucht aus einer schwimmenden Blutlake im Meer nicht der Hai hervor, sondern Beißer (deshalb heißt der Beißer im Englischen auch Jaws, es sollte damals ein Insider-Gag auf Steven Spielbergs &#8222;Weißer Hai&#8220; sein, den man im Original ebenfalls Jaws nennt). Das Testpublikum tobt vor Begeisterung und ist sich schnell einig: Beißer muss überleben.</p>
<div id="attachment_2951" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2951" title="In &quot;Moonraker&quot; musste Richard Kiel alias Beißer vor allem schwindelfrei sein" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/52562.png?w=150&#038;h=104" alt="In &quot;Moonraker&quot; musste Richard Kiel alias Beißer vor allem schwindelfrei sein" width="150" height="104" /><p class="wp-caption-text">In &quot;Moonraker&quot; musste Richard Kiel alias Beißer vor allem schwindelfrei sein</p></div>
<p>Tatsächlich also erscheint &#8222;Der Spion, der mich liebte&#8220; mit dem alternativen Ende. Und weil der Beißer zur absoluten Kultfigur mutiert, bekommt Richard Kiel eine zweite Chance, James Bond nach dem Leben zu trachten, nämlich in &#8222;Moonraker – Streng geheim&#8220;. Dort verlieren die beiden Kontrahenten Beißer und Bond regelmäßig die Bodenhaftung: gleich am Anfang in einem spektakulären Kampf in der Luft um einen Fallschirm, mitten im Film auf Schwindel erregender Höhe auf der Seilbahn an Rios Zuckerhut und schließlich im Weltraum, wo sich Beißer – mittlerweile verliebt über beide Ohren – doch noch auf Bonds Seite schlägt&#8230; auch hier hätte sich so mancher ein alternatives Ende gewünscht&#8230; Doch Moonraker, im Windschatten der erfolgreichen &#8222;Star Wars&#8220;-Saga abgedreht, polarisiert ohnehin wie kaum ein zweiter Bond-Streifen. Nichtsdestotrotz ist er an den Kinokassen sensationell erfolgreich. Entsprechend viele Leute erfreuen sich wieder einmal am Beißer.</p>
<p> </p>
<h2>Das Leben von Richard Kiel nach James Bond</h2>
<p>Für die ganz große Filmkarriere reicht es nach den beiden Bond-Filmen allerdings nicht. Wie im obigen Zitat ja bereits angedeutet, fühlt sich Richard Kiel nunmehr als „dummer Killer“ abgestempelt. Die Wahrheit ist aber wohl, dass Richard Kiel ohne sein Engagement bei  James Bond niemals irgendeine internationale Karriere erfahren hätte. Für einen sensiblen und gefühlsbetonten Charakterdarsteller besitzt er nun mal weder die Idealmaße noch das entsprechende Charisma. Doch immerhin bleibt Richard Kiel zwar mäßig, aber regelmäßig im Geschäft. Unter anderem sieht man sein Konterfei in &#8222;Der wilde Haufen von Navarone&#8220; (1978), &#8222;Der ausgeflippte Professor&#8220; (1981), &#8222;Ein Colt für alle Fälle&#8220; (TV-Serie, 1981), &#8222;Auf dem Highway ist wieder die Hölle los&#8220; (1983), &#8222;Pale Rider – Der namenlose Reiter&#8220; (Western mit Clint Eastwood, 1985) sowie in &#8222;Inspektor Gadget&#8220; (1999). Als Richard Kiel 1992 bei einem Autounfall schwer unter die Räder kommt und seit dem mit Problemen bezüglich seines Gleichgewichts kämpfen muss, lässt es der US-Schauspieler mit deutschen Wurzeln deutlich ruhiger angehen. Zumal er mittlerweile Gehstützen und zeitweise sogar eine Art Mini-Buggy als Rollstuhl braucht. Zurückgezogen in Kalifornien schreibt Richard Kiel mittlerweile vor allem Drehbücher für Familienserien und Filme. In seiner Freizeit dürfte ihn seine Familie schwer beschäftigen: Richard Kiel ist seit 1974 mit der 1,56 kleine Diane verheiratet, mit der er vier Kinder und drei Enkel hütet.</p>
<div id="attachment_2952" class="wp-caption alignleft" style="width: 233px"><img class="size-medium wp-image-2952 " title="In &quot;Moonraker&quot; darf sich Beißer (Richard Kiel) sogar verlieben. Auch im richtigen Leben steht der Riese auf kleine Frauen" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/richard-kiel-04.jpg?w=223&#038;h=300" alt="In &quot;Moonraker&quot; darf sich Beißer (Richard Kiel) sogar verlieben. Auch im richtigen Leben steht der Riese auf kleine Frauen 04" width="223" height="300" /><p class="wp-caption-text">In &quot;Moonraker&quot; darf sich Beißer (Richard Kiel) sogar verlieben. Auch im richtigen Leben steht der Riese auf kleine Frauen</p></div>
<p>Auf der Straße erkennen ihn die Menschen immer noch als Beißer beziehungsweise Jaws und sie bitten ihn dementsprechend fleißig um Autogramme. Richard Kiel selbst pflegt aber seine Bond-Vergangenheit auch gerne, tritt immer wieder mal in Bond-Fanclubs oder TV-Shows auf, um über die Rolle seines Lebens zu plaudern. Sogar bei <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/12/17/zitat-der-woche-kw-51-2008-%e2%80%93-von-rudi-carrell/" target="_self"><strong>Rudi Carrell</strong></a> und Thomas Gottschalk trat er bereits auf. Dies ist allerdings Jahre her, vermutlich verblasst seine Popularität außerhalb der James-Bond-Fangemeinde doch so langsam. Für Bond-Fans selbst allerdings wird Richard Kiel wohl auf ewig der perfekte Prototyp eines Killers schlechthin bleiben und moderne Handlanger wie Anatole Taubman alias Elvis (die Namenswahl empfinde ich übrigens als Majestätsbeleidigung&#8230;) in &#8222;<a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/03/23/film-kritik-james-bond-007-in-ein-quantum-trost/" target="_self"><strong>Ein Quantum Trost</strong></a>&#8220; (2008, mit <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/03/01/zitat-und-wortgefecht-der-woche-kw-10-2009-–-von-daniel-craig-alias-james-bond/" target="_self"><strong><span style="color:#0000ff;">Daniel Craig</span></strong></a> als James Bond) würde ein Beißer trotz Rollstuhl, Krücken und Gleichgewichtsstörungen noch mit links die Zähne ziehen!</p>
<p>Ach ja, übrigens: Nach dem Showdown in &#8222;Moonraker – Streng geheim&#8220; durfte Richard Kiel alias Beißer doch noch ein „Satz“ sprechen, nämlich als er mit seiner kleinen Freundin auf das gemeinsame Überleben anstößt: <strong><em>„Auf uns, alles Gute!“</em></strong> Dem gibt es angesichts des 70sten Geburtstages von Richard Kiel am 13. September nichts mehr hinzuzufügen: <em>„Auf Dich, alles Gute!“</em> Auf dass Du auch morgen noch kraftvoll zubeißen kannst. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align:right;"><strong><em>© Andy Ilmberger, September 2009</em></strong></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Zitat der Woche (KW 37, 2009) – von Desmond Llewelyn alias MI6-Waffenmeister &#8222;Q&#8220;</title>
		<link>http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/08/zitat-der-woche-kw-37-2009-%e2%80%93-von-desmond-llewelyn-alias-mi6-waffenmeister-q/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 16:45:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortgef(l)echt Helden, Stars und Entertainer]]></category>
		<category><![CDATA[Wortgef(l)echte rund um James Bond 007]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate & Wortgef(l)echte der Woche anno 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Desmond Llewelyn]]></category>
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		<category><![CDATA[James Bond]]></category>
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		<category><![CDATA[Waffenmeister]]></category>

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		<description><![CDATA[„Jetzt hören Sie mal, 007. Ich dachte, zwei Dinge hätten Sie von mir gelernt: Erstens, niemals zeigen, dass Sie verwundbar sind.“
„Und zweitens?“
„Immer einen Fluchtweg offen halten!“
Der Waffenmeister &#8222;Q&#8220; (Desmond Llewelyn) im Wortgefecht mit James Bond 007 (Pierce Brosnan) im James-Bond-Abenteuer &#8222;Die Welt ist nicht genug&#8220; (1999). Einen Monat nach der Premiere zu diesem Film verunglückt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=2910&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="attachment_2912" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-medium wp-image-2912" title="Desmond Llewelyn alias &quot;Q&quot;" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/desmond-llewelyn-06.jpg?w=240&#038;h=300" alt="Desmond Llewelyn alias &quot;Q&quot;" width="240" height="300" /><p class="wp-caption-text">Desmond Llewelyn alias &quot;Q&quot;</p></div>
<p><strong><em><span style="color:#008000;">„Jetzt hören Sie mal, 007. Ich dachte, zwei Dinge hätten Sie von mir gelernt: Erstens, niemals zeigen, dass Sie verwundbar sind.“<br />
</span><span style="color:#0000ff;">„Und zweitens?“</span><br />
<span style="color:#008000;">„Immer einen Fluchtweg offen halten!“</span></em></strong></p>
<p>Der Waffenmeister &#8222;Q&#8220; (Desmond Llewelyn) im Wortgefecht mit <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/11/11/zitat-der-woche-kw46-2008-%e2%80%93-zum-88sten-geburtstag-von-james-bond/" target="_self"><span style="color:#0000ff;"><strong>James Bond</strong></span></a> 007 (Pierce Brosnan) im James-Bond-Abenteuer &#8222;Die Welt ist nicht genug&#8220; (1999). Einen Monat nach der Premiere zu diesem Film verunglückt Desmond Llewelyn tödlich bei einem Autounfall&#8230;</p>
<p>Tatsächlich jährt sich am 19. Dezember 2009 der zehnte Todestag der Kultfigur aus der James-Bond-Welt. Nach einer Signierstunde für seine kurz vorher veröffentlichte Biographie &#8222;Q: The Biography of Desmond Llewelyn&#8220; fährt er am Abend des 19. Dezember 1999 nach Hause und crasht frontal in ein entgegenkommendes Fahrzeug&#8230; Desmond Llewelyn stirbt kurz darauf. Es gibt aber auch einen erfreulichen Anlass, sich an den Waffenmeister &#8222;Q&#8220; zu erinnern, denn Desmond Llewelyn wäre am 12. September 2009 genau 95 Jahre alt geworden. Eine hervorragende Gelegenheit, sein Leben und sein Lebenswerk als Herr der Dinge, die James Bond mitunter ausmachen (also Waffen und Gadgets), entsprechend zu würdigen.<span id="more-2910"></span></p>
<p> </p>
<h2>Das Leben von Desmond Llewelyn vor James Bond</h2>
<p>Desmond Llewelyn kommt am 12. September 1914 in Wales zur Welt, genauer gesagt in Newport. Seine Eltern sind der Bergwerks-Ingenieur Ivor Llewelyn und dessen Frau Mia. Als Kind will Desmond eigentlich Priester werden. Doch bei diversen Theaterauftritten im Internat begeistert er sich mehr und mehr für die Schauspielerei und bekommt auch prompt ein paar kleinere Rollen im Theater und sogar im Film. Sein Kino-Debüt gibt er demnach 1939 als Geist in &#8222;Ask A Policeman&#8220;. Der im September 1939 ausbrechende Zweite Weltkrieg droht jedoch auch Desmonds noch so junge Schauspielkarriere im Keim zu ersticken, als er als Unteroffizier bei den &#8222;Royal Welch Fusiliers&#8220; (Königlich-Walisische Infanterie) seinen Dienst antritt. Und es kommt noch schlimmer: bereits 1940 nehmen deutsche Soldaten Desmond Llewelyn in Frankreich in Kriegsgefangenschaft, in der er fünf Jahre bleibt. Ein Fluchtversuch durch einen gegrabenen Tunnel (ganz nach dem Vorbild von &#8222;Gesprengte Ketten&#8220;) fliegt am Vorabend auf und der Waliser landet für zehn Tage in Isolationshaft (ganz nach dem Vorbild von Steve McQueen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<div id="attachment_2913" class="wp-caption alignleft" style="width: 109px"><img class="size-thumbnail wp-image-2913" title="Desmond Llewelyn noch in jüngeren Jahren" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/desmond-llewelyn-07.jpg?w=99&#038;h=150" alt="Desmond Llewelyn noch in jüngeren Jahren" width="99" height="150" /><p class="wp-caption-text">Desmond Llewelyn noch in jüngeren Jahren</p></div>
<p>Schließlich überlebt Desmond Llewelyn die deutsche Kriegsgefangenschaft weitgehend unbeschadet und so macht er da weiter, wo er vor dem Krieg aufgehört hatte – am Theater. Schnell arbeitet sich Desmond wieder nach oben, bis ihn schließlich Ende der 1940er die Filmbranche wieder entdeckt. Zum Beispiel spielt er 1948 neben Laurence Oliver und Vivien Leigh in dem Leinwand-Epos &#8222;Hamlet&#8220; mit sowie später in diversen Komödien und Abenteuerfilmen.</p>
<p>Als die beiden James-Bond-Produzenten Albert R. Broccoli und Harry Saltzman 1962 für ihren ersten Film &#8222;James Bond jagt Dr. No&#8220; nach einem geeigneten Waffenmeister beziehungsweise „Quartiermeister“ suchen (daher kommt nämlich auch das &#8222;Q&#8220;), fällt die Wahl zunächst auf einen gewissen Peter Burton (* 4. April 1921 in London, + 21. November 1989 in London). Burton übernimmt im ersten Film auch die Rolle, um James Bond (<a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/08/23/zitat-der-woche-kw-35-2009-%e2%80%93-von-sean-connery-alias-james-bond-007/" target="_self"><span style="color:#0000ff;"><strong>Sean Connery</strong></span></a>) seine berühmte Dienst-Pistole Walther PPK zu überreichen. Aber bereits 1963, als die Dreharbeiten zu &#8222;Liebesgrüße aus Moskau&#8220; beginnen, muss Peter Burton aus Termingründen das Angebot ablehnen, Q ein weiteres Mal zu spielen.</p>
<p> </p>
<h2>Das Leben von Desmond Llewelyn mit James Bond</h2>
<p>Nach Peter Burtons Absage erinnert sich der Bond-Regisseur Terence Young an den Schauspieler Desmond Llewelyn, mit dem er anno 1950 das Kriegsdrama &#8222;They were not divided&#8220; drehte. Der Waliser nimmt die Rolle schließlich an und ist seit dem nicht mehr wegzudenken aus dem Stab des Britischen Geheimdienstes &#8222;MI6&#8243;.</p>
<div id="attachment_2914" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2914" title="Q (Desmond Llewelyn) erklärt James Bond (Sean Connery) Little Nellie in &quot;Man lebt nur zweimal&quot; (1967)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/desmond-llewelyn-08.jpg?w=300&#038;h=200" alt="Q (Desmond Llewelyn) erklärt James Bond (Sean Connery) Little Nellie in &quot;Man lebt nur zweimal&quot; (1967)" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Q (Desmond Llewelyn) erklärt James Bond (Sean Connery) Little Nellie in &quot;Man lebt nur zweimal&quot; (1967)</p></div>
<p>Insgesamt spielt Desmond Llewelyn mit den fünf ersten Bond-Darstellern (<a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/08/23/zitat-der-woche-kw-35-2009-%e2%80%93-von-sean-connery-alias-james-bond-007/" target="_self">Sean Connery</a>, <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/02/zitat-der-woche-kw-36-2009-%e2%80%93-von-george-lazenby-alias-james-bond-007/" target="_self">George Lazenby</a>, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan) zusammen und wirkt in 17 von 19 zu seinen Lebzeiten abgedrehten James-Bond-Filmen mit. Ausnahmen sind lediglich der besagter Dr.-No-Streifen sowie 1973 &#8222;Leben und sterben lassen&#8220; (mit Roger Moore als James Bond), als es kurzzeitige Unstimmigkeiten gab zwischen ihm und der Produktionsleitung. Er ist damit vielleicht der Schauspieler, der am öftesten in der Kinogeschichte in ein und dieselbe Rolle schlüpfte&#8230;</p>
<div id="attachment_2919" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2919 " title="Q (Desmond Llewelyn) mahnt James Bond (Timothy Dalton) in &quot;Lizenz zum Töten&quot; wieder einmal vor mehr Respekt beim Umgang mit den Gerätschaften" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/desmond-llewelyn-042.jpg?w=300&#038;h=198" alt="Q (Desmond Llewelyn) mahnt James Bond (Timothy Dalton) in &quot;Lizenz zu Töten&quot; wieder einmal vor mehr Respekt beim Umgang mit den Gerätschaften" width="300" height="198" /><p class="wp-caption-text">Q (Desmond Llewelyn) mahnt James Bond (Timothy Dalton) in &quot;Lizenz zum Töten&quot; wieder einmal vor mehr Respekt beim Umgang mit den Gerätschaften</p></div>
<p>Reich macht Q den sympathischen Schauspieler nicht. Desmond erhält seine Gage nach Drehstunden, und nach dem er selten über den Status einer kleinen Nebenrolle hinauskommt, ist sein Engagement bei jedem Film rasch beendet. Das meiste Geld verdient er vermutlich noch im Film &#8222;Lizenz zum Töten&#8220; mit Timothy Dalton, als er James Bond auf einem Rachefeldzug hinter dem Rücken des MI6 ausstattet und ihm sogar ein Stück weit zur Seite steht. Die kleinen Rollen pushen seine Popularität dennoch ins Unermessliche. Ähnlich wie bei <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/09/29/zitat-der-woche-kw-40/" target="_self">Miss Moneypenny</a> ist ein Bond-Film ohne Q kein vollständiger Bondfilm. Legendär sind dabei die stetigen Wortgefechte zwischen Q und James Bond, die seit &#8222;Goldfinger&#8220; eher so eine Art innige Hassliebe verbindet (<strong><em>„Schleudersitz &#8211; das ist doch wohl ein Scherz?!“ „Ich scherze nie, wenn es sich um meine Arbeit handelt, 007!“</em></strong>). Mehr solcher Wortgefechte gibt es im Anschluss. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="attachment_2920" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-2920" title="Desmond Llewelyn in Schusspose, wie es sich für einen Bond-Film-Darsteller gehört" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/desmond-llewelyn-01.jpg?w=225&#038;h=300" alt="Desmond Llewelyn in Schusspose, wie es sich für einen Bond-Film-Darsteller gehört" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Desmond Llewelyn in Schusspose, wie es sich für einen Bond-Film-Darsteller gehört</p></div>
<p>Natürlich muss auch Desmond Llewelyn fortan damit leben, dass eigentlich niemand seinen Namen kennt, ihn jeder Mensch auf der Straße mit Q anspricht und ihn eigentlich nicht für einen Schauspieler hält, sondern für einen genialen Erfinder. Dabei gibt Desmond irgendwann zu, technisch völlig unbegabt zu sein und noch nicht einmal seinen Video-Rekorder bedienen zu können, geschweige denn ausgefuchste Spionage-Fahrzeuge oder Waffensysteme zu erfinden. Doch er lebt auch privat ganz gut mit der Figur und dem Image, zumal es ihm lukrative Nebeneinnahmen aus der Werbung oder diversen James-Bond-Dokumentationen einbringt.</p>
<p>Natürlich machte Desmond Llewelyn nicht nur James-Bond-Filme. Unter anderem spielte er 1968 mit in Ian Flemings verfilmten Kinderbuch &#8222;Chitty Chitty Bang Bang&#8220; oder in &#8222;Dr. Jekyll und Mr. Hyde&#8220; (1981). Von seinem festen Image als Meistertüftler Q konnten diese kleinen Filmausflüge aber niemanden ablenken.</p>
<div id="attachment_2923" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2923" title="Q (Desmond Llewelyn) zeigt James Bond (Pierce Brosnan), was er im Grips und Gips hat... " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/desmond-llewelyn-11.jpg?w=300&#038;h=175" alt="Q (Desmond Llewelyn) zeigt James Bond (Pierce Brosnan), was er im Grips und Gips hat... " width="300" height="175" /><p class="wp-caption-text">Q (Desmond Llewelyn) zeigt James Bond (Pierce Brosnan), was er im Grips und Gips hat... </p></div>
<p>Bereits zu Pierce Brosnans Amtsantritt als James Bond in &#8222;GoldenEye&#8220; (1995) regt Desmond Llewelyn bei den Produzenten an, sich langsam um einen Nachfolger als Q Gedanken zu machen, schließlich sei er bereits über 80. Doch die Produzenten, mittlerweile Albert R. Broccolis Tochter Barbara Broccoli sowie ihr Stiefbruder Michael G. Wilson, vertrauen lange auf die Pferdenatur des Gadget-Meisters. Erst im Jahre 1999, im 19. Bond-Film &#8222;Die Welt ist nicht genug&#8220;, bekommt Q (Desmond Llewelyn) mit &#8222;R&#8220; (John Cleese) einen Assistenten zugeteilt. Leider ist es auch Desmond Llewelyn letzter Auftritt als Waffenmeister, da der 85-Jährige kurze Zeit später bei einem Autounfall seinen Verletzungen erliegt – er stirbt am 19. Dezember 1999 um 17:20 Uhr in einem Krankenhaus in East Sussex, England. Seine Grabrede hält übrigens der ehemalige James-Bond-Darsteller Roger Moore, dem Desmond Llewelyn als Q mit sechs Mal am häufigsten zur Seite stand. Desmonds Ehefrau Pamela Mary Llewelyn, mit der er seit 1938 verheiratet war, folgte ihrem Mann bereits 2001 im Alter von 88 Jahren. Q beziehungsweise Desmond Llewelyn wird uns quasi als Erfinder der Gadgets für immer in Erinnerung bleiben – Happy Birthday, Desmond.</p>
<p style="text-align:right;"><strong><em>© Andy Ilmberger, September 2009</em></strong></p>
<p> </p>
<div id="attachment_2925" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2925" title="Q (Desmond Llewelyn) und James Bond (Pierce Brosnan) bei einer typischen Fahrzeugübergabe" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/desmond-llewelyn-10.jpg?w=500&#038;h=212" alt="Q (Desmond Llewelyn) und James Bond (Pierce Brosnan) bei einer typischen Fahrzeugübergabe" width="500" height="212" /><p class="wp-caption-text">Q (Desmond Llewelyn) und James Bond (Pierce Brosnan) bei einer typischen Fahrzeugübergabe</p></div>
<p>Legendär sind die stets bissigen Dialoge zwischen Q und James Bond 007 in den Filmen. Deshalb gibt es hier noch ein paar Zitate als Zugabe:</p>
<p> </p>
<p>Q: <em>„Auf diese Anlage bin ich besonders stolz. Sie sehen den Schalthebel hier, ja? Wenn Sie den Verschluss aufmachen, dann sehen Sie diesen roten Knopf. Seien Sie vorsichtig, berühren Sie ihn nicht.“<br />
</em>007: <em>„Warum denn nicht?“<br />
</em>Q: <em>„Weil dadurch dieser Teil des Daches entfernt wird, und der Sitz darunter samt Passagier in die Luft fliegt.“<br />
</em>007: <em>„Schleudersitz – das ist doch wohl ein Scherz?!“<br />
</em>Q: <em>„Ich scherze nie, wenn es sich um meine Arbeit handelt, 007!“</em></p>
<p><strong>Aus &#8222;Goldfinger&#8220;, 1964</strong></p>
<p> </p>
<p>Q:<em> „Und im Übrigen wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie ihn (den Aston Martin) mitsamt der anderen Ausrüstung wieder mitbringen würden, ausnahmsweise mal unbeschädigt, wenn Sie von der Front zurückkommen!“<br />
</em>007: <em>„Sie wären überrascht, wenn Sie wüssten, wie groß der Verschleiß an der Front ist&#8230;“</em></p>
<p><strong>Aus &#8222;Goldfinger&#8220;, 1964</strong></p>
<p> </p>
<p>Q: <em>„Und das hier bitte ich Sie mit besonderer Sorgfalt zu behandeln&#8230; mit besonderer Sorgfalt!<br />
</em>007:<em> „Alles was Sie mir geben&#8230; „<br />
</em>Q:<em> „&#8230;wird mit gleicher Geringschätzung behandelt, ich weiß, aber das hier ist eine Unterwasserkamera. Sie schießt acht Bilder in schneller Folge, wenn Sie auf diesen Knopf drücken.“<br />
</em>007: <em>„Ist das was Besonderes?“<br />
</em>Q: <em>„Wenn man mit Infrarotfilm Aufnahmen im Dunkeln machen kann, ja!“</em></p>
<p><strong>Aus &#8222;Feuerball&#8220;, 1965</strong></p>
<p> </p>
<p>Q: <em>„Was ich noch sagen wollte 007, ich habe in dieses Wägelchen ein paar nette kleine Extras eingebaut. Gehen Sie vorsichtig damit um.“<br />
</em>007: <em>„Sie kennen doch meine Fahrweise&#8230;“<br />
</em>Q:<em> „Ja, eben deswegen!“</em></p>
<p><strong>Aus &#8222;Der Spion, der mich liebte&#8220;, 1977</strong></p>
<p> </p>
<p>Q: <em>„Bitte seien Sie sparsam damit. Zehn Pfeile, fünf blaue mit Panzer zerstörenden Köpfen, fünf rote mit Blausäure überzogen, die den Tod in 30 Sekunden verursacht.“<br />
</em>007:<em> „Sehr einfallsreich Q. Die müssen zu Weihnachten noch in die Spielwarengeschäfte.“</em></p>
<p><strong>Aus &#8222;Moonraker – Streng geheim&#8220;, 1979</strong></p>
<p> </p>
<p>007: <em>„Vergib mir Vater, ich habe gesündigt.“<br />
</em>Q (als Priester verkleidet): <em>„Das ist noch milde ausgedrückt, 007.“</em></p>
<p><strong>Aus &#8222;In tödlicher Mission&#8220;, 1981</strong></p>
<p> </p>
<p>007: <em>„Ein etwas dünnerer Faden als der wäre wünschenswert. Jemand hat versucht mich zu erstechen&#8230;“<br />
</em>Q: <em>„&#8230;und hat Sie verfehlt. Welch ein Jammer.“</em></p>
<p><strong>Aus &#8222;Octopussy&#8220;, 1983</strong></p>
<p> </p>
<p>Q: <em>„Ein Kugelschreiber, das ist eine Klasse 4 Granate. Dreifaches Drücken setzt den Viersekundenzünder in Gang, wieder dreimal, und er ist entschärft.“<br />
</em>007: <em>„Wie lange, sagten Sie, dauert es bis zur Zündung?“</em> (mit Druckknopf spielend)<br />
Q: <em>„Ach, werden Sie endlich erwachsen, 007.“</em></p>
<p><strong>Aus &#8222;GoldenEye&#8220;, 1995</strong></p>
<p> </p>
<p>Q: <em>„Also 007, bitte versuchen Sie etwas von dieser Ausrüstung in tadellosem Zustand zurück zu bringen.“</em></p>
<p><strong>Aus &#8222;GoldenEye&#8220;, 1995</strong></p>
<p> </p>
<div id="attachment_2926" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2926" title="Na, welche Versicherung darf es denn sein, 007?" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/desmond-llewelyn-09.jpg?w=300&#038;h=180" alt="Na, welche Versicherung darf es denn sein, 007?" width="300" height="180" /><p class="wp-caption-text">Na, welche Versicherung darf es denn sein, 007?</p></div>
<p>Q (getarnt als Mitarbeiter bei der Autovermietung): <em>„Das hier ist eine spezielle Zusatzversicherung für Ihren wunderschönen neuen Wagen. Möchten Sie gern eine Vollkaskoversicherung?“<br />
</em>007:<em> „Ja.“</em><br />
Q: <em>„Feuerversicherung?“<br />
</em>007: <em>„Besser wäre es.“<br />
</em>Q: <em>„Versicherung gegen Sachschäden.“<br />
</em>007: <em>„Auf jeden Fall!“<br />
</em>Q:<em> „Und auch gegen Personenschäden?“</em><br />
007:<em> „Das hoffe ich nicht, aber Unfälle geschehen nun mal.“<br />
</em>Q: <em>„Bei Ihnen überdurchschnittlich oft.“<br />
</em>007: <em>„Na ja, das ist purer Zufall, glauben Sie mir. Muss ich mich sonst noch vor irgendwas schützen?“<br />
</em>Q: <em>„Nur vor mir 007, wenn Sie das Fahrzeug nicht in tadellosem Zustand zurückbringen.“</em></p>
<p><strong>Aus &#8222;Der Morgen stirbt nie&#8220;, 1997</strong></p>
<p> </p>
<p>Q: <em>„Ihr neues Telefon, hier sprechen, hier hören.“<br />
</em>007: <em>„Ich wusste doch, ich habe mich die ganzen Jahre geirrt.“</em></p>
<p><strong>Aus &#8222;Der Morgen stirbt nie&#8220;, 1997</strong></p>
<p> </p>
<p>Q: <em>„Jetzt hören Sie mal, 007. Ich dachte, zwei Dinge hätten Sie von mir gelernt: Erstens, niemals zeigen, dass Sie verwundbar sind.“<br />
</em>007: <em>„Und zweitens?“<br />
</em>Q: <em>„Immer einen Fluchtweg offen halten!“</em></p>
<p><strong>Aus &#8222;Die Welt ist nicht genug&#8220;, 1999</strong></p>
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		<title>420 Jahre Geschichte von Tonträgern und Radio: Vor Edisons Phonographen bis nach Apples iPod – Teil 1 von 1589 bis 1945</title>
		<link>http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/05/420-jahre-geschichte-von-tontragern-und-radio-vor-edisons-phonographen-bis-nach-apples-ipod-%e2%80%93-teil-1-von-1589-bis-1945/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 15:50:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortgef(l)echt History]]></category>
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		<description><![CDATA[
Den Traum, Schall und Klänge irgendwie zu konservieren, um sie vielleicht sogar für die Nachwelt festzuhalten, existiert schon seit vielen Jahrhunderten, vermutlich sogar noch länger. Überliefert ist die Geschichte eines italienischen Arztes und Naturwissenschaftlers namens Giambattista della Porta (* 1535 in Vico Equense, + 1615 in Neapel), der anno 1589 versuchte, ein gesprochenes Wort in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=2478&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:center;"><a href="http://www.flickr.com/photos/glori/" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-2482" title="Aufmacher Plattenspieler, © by gl0ri - mehr von gl0ri bei Klick ins Bild" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/plattenspieler-03-von-flickr-gl0ri.jpg?w=500&#038;h=208" alt="Aufmacher Plattenspieler (c) by gl0ri" width="500" height="208" /></a></p>
<p>Den Traum, Schall und Klänge irgendwie zu konservieren, um sie vielleicht sogar für die Nachwelt festzuhalten, existiert schon seit vielen Jahrhunderten, vermutlich sogar noch länger. Überliefert ist die Geschichte eines italienischen Arztes und Naturwissenschaftlers namens <strong>Giambattista della Porta</strong> (* 1535 in Vico Equense, + 1615 in Neapel), der anno 1589 versuchte, ein <strong>gesprochenes Wort in einem Gefäß</strong> einzufangen, um es später nach dem Öffnen wieder abzurufen. Vermutlich lauscht er heute noch&#8230;</p>
<div id="attachment_2481" class="wp-caption alignleft" style="width: 102px"><img class="size-thumbnail wp-image-2481" title="Französischer Schriftsteller Cyrano de Bergerac (* 6. März 1619 in Paris, + 28. Juli 1655 in Paris) " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/cyrano_de_bergerac.jpg?w=92&#038;h=150" alt="Cyrano de Bergerac" width="92" height="150" /><p class="wp-caption-text">Cyrano de Bergerac</p></div>
<p>Etwas mehr Fantasie bewies der französische Schriftsteller <strong>Cyrano de Bergerac</strong> (* 6. März 1619 in Paris, + 28. Juli 1655 in Paris) in seinem Utopie-Roman &#8222;Von sonderbaren Geschichten der Staaten und Reiche des Mondes&#8220; in dem er Menschen beschreibt, die <strong>sprechende Bücher</strong> besäßen, welche man zwar hören, aber nicht mit den Augen lesen könne&#8230; Ebenfalls äußerst einfallsreich zeigte sich der deutsche Dichter <strong>Gottfried August Bürger</strong> (* 31. Dezember 1747 im Ostharz, + 8. Juni 1794 in Göttingen) in seiner Geschichte &#8222;Die Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen&#8220;, als er ein <strong>eingefrorenes Posthorn</strong> „erfand“, welches in einer warmen Stube aufgetaut die Töne freigab, die zuvor ein Postillion in Eiseskälte hinein blies&#8230; Technisch fundierter wurde es erst Anfang des 19. Jahrhundert mit Thomas Young.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2485" class="wp-caption alignleft" style="width: 126px"><img class="size-thumbnail wp-image-2485" title="Englischer Augenarzt und Physiker Thomas Young (* 13. Juni 1773 in Somersetshire, + 10. Mai 1829 in London)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/thomas-young.jpg?w=116&#038;h=150" alt="Thomas Young" width="116" height="150" /><p class="wp-caption-text">Thomas Young</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1807</strong>: Der englische Augenarzt und Physiker <strong>Thomas Young</strong> (* 13. Juni 1773 in Somersetshire, + 10. Mai 1829 in London) experimentiert mit einer Stimmgabel, die mit einer Nadel versehen auf einen Zylinder ausgerichtet ist. Versetzt man die Stimmgabel in Stimmung, schreibt die Nadel die <strong>Schallwellen auf den angekurbelten Zylinder</strong>. Der Nutzwert scheint zu diesem Zeitpunkt aber sehr überschaubar.</p>
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<div id="attachment_2486" class="wp-caption alignleft" style="width: 133px"><img class="size-thumbnail wp-image-2486" title="Französischer Buchdrucker und Händler Édouard-Léon Scott de Martinville (* 1817 in Paris, + 26. April 1879 in Paris)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/edouard-leon-scott-de-martinville.jpg?w=123&#038;h=150" alt="Édouard-Léon Scott de Martinville" width="123" height="150" /><p class="wp-caption-text">Édouard-Léon Scott de Martinville</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1857</strong>: Der französische Buchdrucker und Händler <strong>Édouard-Léon Scott de Martinville</strong> (* 1817 in Paris, + 26. April 1879 in Paris) erfindet den <strong>Phonautographen</strong>. Das Ding sieht bereits fast so aus wie Edisons Phonograph: eine im Sprachtrichter integrierte Membran versetzt eine Schweineborste in Schwingung, die auf einem handbetriebenen Zylinder aufgezeichnet wird. Allerdings kann die Sau&#8230; Sorry, die Schweineborste lediglich aufzeichnen, aber nix wiedergeben.</p>
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<p><span id="more-2478"></span></p>
<div id="attachment_2491" class="wp-caption alignleft" style="width: 110px"><img class="size-thumbnail wp-image-2491" title="Deutscher Physiker und Volksschullehrer Johann Philip Reis (* 7. Januar 1834 in Gelnhausen/Hessen, + 14. Januar 1874 in Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/johann-philip-reis.jpg?w=100&#038;h=150" alt="Johann Philip Reis" width="100" height="150" /><p class="wp-caption-text">Johann Philip Reis</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1861</strong>: Der deutsche Physiker und Volksschullehrer <strong>Johann Philip Reis</strong> (* 7. Januar 1834 in Gelnhausen/Hessen, + 14. Januar 1874 in Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main) erfindet das <strong>Telefon</strong> und stellt es dem &#8222;Physikalischen Verein Frankfurt&#8220; vor. Ebenfalls in dieser Erfindung mit inbegriffen: der erste <strong>Lautsprecher</strong>! Ganz nebenbei entwickelte Reis noch Schlittschuhe auf Rollen&#8230; heute sagen wir Inline-Skates dazu. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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<div id="attachment_2494" class="wp-caption alignleft" style="width: 115px"><img class="size-thumbnail wp-image-2494  " title="Schottischer Physiker James Clerk Maxwell (* 13. Juni 1831 in Edinburgh, + 5. November 1879 in Cambridge)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/james-clerk-maxwell.jpg?w=105&#038;h=122" alt="James Clerk Maxwell" width="105" height="122" /><p class="wp-caption-text">James Clerk Maxwell</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1864:</strong> Der schottische Physiker <strong>James Clerk Maxwell</strong> (* 13. Juni 1831 in Edinburgh, + 5. November 1879 in Cambridge) stellt mit seinen &#8222;<strong>Maxwellschen Gleichungen</strong>&#8220; die Grundlagen der heutigen Elektrizitätslehre und des Magnetismus her auf und beschreibt dementsprechend eine Theorie über die <strong>Existenz von</strong> <strong>elektromagnetischen Wellen</strong>.</p>
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<div id="attachment_2497" class="wp-caption alignleft" style="width: 111px"><img class="size-thumbnail wp-image-2497" title="Französischer Dichter und Erfinder Charles Cros (* 1. Oktober 1842 in Aude, + 9. August 1888 in Paris)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/charles-cros.jpg?w=101&#038;h=150" alt="Charles Cros" width="101" height="150" /><p class="wp-caption-text">Charles Cros</p></div>
<p><strong>1867</strong>: An der &#8222;Naturwissenschaftlichen Akademie&#8220; in Paris präsentiert der französische Dichter und Erfinder <strong>Charles Cros</strong> (* 1. Oktober 1842 in Aude, + 9. August 1888 in Paris) sein &#8222;<strong>Paréophone</strong>&#8222;, die Idee eines Phonographen bzw. die Theorie, wie man Schallwellen aufzeichnen und wiedergeben könnte. Bevor Charles Cros jedoch in der Lage ist, einen entsprechenden Prototypen zu bauen, erhält 1878 ein gewisser Thomas Alva Edison aus den USA seinen Phonographen zum Patent an.</p>
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<div id="attachment_2510" class="wp-caption alignleft" style="width: 118px"><img class="size-thumbnail wp-image-2510" title="Deutscher Physiker und Elektrotechniker Ferdinand Braun (* 6. Juni 1850 in Fulda, + 20. April 1918 in New York)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/ferdinand-braun.jpg?w=108&#038;h=150" alt="Ferdinand Braun" width="108" height="150" /><p class="wp-caption-text">Ferdinand Braun</p></div>
<p><strong>1874</strong>: Der deutsche Physiker und Elektrotechniker <strong>Ferdinand Braun</strong> (* 6. Juni 1850 in Fulda, + 20. April 1918 in New York) entdeckt an Metall-Sufliden und – Oxiden einen <strong>Gleichrichtereffekt für Elektrizität</strong>. Zwar kann damals kaum jemand wirklich etwas mit dieser Erkenntnis anfangen, doch künftig bildet dies die Grundlage der ganzen Halbleitertechnik wie Dioden, Transistoren und somit auch für moderne Computer-Prozessoren. Ferdinand Braun beschäftigt sich in seinem Leben auch intensiv mit Funktechnik und teilt sich im Jahre 1909 für seine &#8222;Drahtlose Telegrafie&#8220; den Nobelpreis für Physik mit dem Italiener Guglielmo Marconi. Zudem gilt Braun als Erfinder der Fernseh-Bildröhre und er ist Mitbegründer der Firma &#8222;Telefunken&#8220; (1903).</p>
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<div id="attachment_2515" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-2515" title="US-amerikanischer Erfinder Thomas Alva Edison (* 11. Februar 1847 in Ohio, + 18. Oktober 1931 in New Jersey)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/thomas-alva-edison.jpg?w=270&#038;h=300" alt="Thomas Alva Edison" width="270" height="300" /><p class="wp-caption-text">Thomas Alva Edison</p></div>
<p><strong>1877</strong>: Dem US-amerikanischen Erfinder <strong>Thomas Alva Edison</strong> (* 11. Februar 1847 in Ohio, + 18. Oktober 1931 in New Jersey) gelingt es mit seiner Erfindung – einem Geräteaufbau mit Nadel, Membran und einer Walze mit speziellen Papierstreifen – als erstem Menschen, ein Wort (<em>„Hello“)</em> aufzunehmen und (wenn auch sehr leise) wiederzugeben. Aus dieser Apparatur entsteht kurze Zeit später der <strong>Phonograph</strong>, in dem Thomas Alva Edison das Kinderlied <em>„Mary has a little lamp“</em> auf eine mit Stanniol-Papier überzogene Walze aufzeichnet. Das Patent hierzu erhält Edison am 19. Februar 1878. Diese Erfindung bedeutet den eigentlichen Startschuss in der elektrischen Tonaufzeichnung. Die anfängliche Spielzeit der Edison-Walzen beträgt etwa 40 Sekunden. Bis 1888 weiter entwickelte Phonographen spielen Walzen mit 2 Minuten Laufzeit ab. Der Kunde kann auf diesen Walzen sogar eigene Aufnahmen tätigen. Zu Thomas Alva Edisons weiteren bahnbrechenden Schöpfungen zählen unter anderem diverse Telegrafie- und Telefon-Weiterentwicklungen, die Erfindung der Glühbirne (1879), die Stromversorgung New Yorks (1881), den Kinetographen – quasi die erste Filmkamera (1891) sowie das Kinetoskop – eine Art Filmprojektor, das erste Filmstudio der Fimindustrie mit dem Namen &#8222;Black Maria&#8220; (1892), die wiederaufladbare Batterie (1914) sowie 1916 diverse Abwehrtechniken gegen deutsche U-Boote im 1. Weltkrieg. Edison war also nicht nur wegen seiner Glühbirne ein helles Köpfchen! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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<div id="attachment_2518" class="wp-caption alignleft" style="width: 99px"><img class="size-thumbnail wp-image-2518" title="US-amerikanischer Ingenieur Charles Sumner Tainter (* 25. April 1854 in Massachusetts, + 20. April 1940 San Diego, Kalifornien)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/charles-sumner-tainter.jpg?w=89&#038;h=150" alt="Charles Sumner Tainter" width="89" height="150" /><p class="wp-caption-text">Charles Sumner Tainter</p></div>
<p><strong>1880</strong>: Der US-amerikanische Ingenieur <strong>Charles Sumner Tainter</strong> (* 25. April 1854 in Massachusetts, + 20. April 1940 in San Diego, Kalifornien) gilt als der moralische Erfinder der <strong>Schallplatte</strong>. Tainter erkennt früh die technischen und klanglichen Nachteile der Edion-Walzen und versucht diese durch ein spiralförmiges Aufzeichnungsverfahren auf flachen Scheiben zu mindern. Aufgrund zu vieler technischer Probleme stellt Tainter seine Versuche aber rasch wieder ein und sie gelangen auch nie an die Öffentlichkeit. Auch der offizielle Schallplattenerfinder Emil Berliner wusste nichts von Tainters Schallplatte.</p>
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<div id="attachment_2519" class="wp-caption alignleft" style="width: 125px"><img class="size-thumbnail wp-image-2519" title="Deutscher Physiker Heinrich Rudolf Hertz (* 22. Februar 1857 in Hamburg, + 1. Januar 1894 in Bonn) " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/heinrich-rudolf-hertz.jpg?w=115&#038;h=150" alt="Heinrich Rudolf Hertz" width="115" height="150" /><p class="wp-caption-text">Heinrich Rudolf Hertz</p></div>
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<p><strong>1886</strong>: Der deutsche Physiker <strong>Heinrich Rudolf Hertz</strong> (* 22. Februar 1857 in Hamburg, + 1. Januar 1894 in Bonn) weist am 11. November 1886 erstmals in einem Experiment mit Sender und Empfänger die <strong>Existenz von elektro-magnetischen Wellen</strong> nach und schafft damit die Grundlage für die drahtlose Telegrafie und Rundfunktechnik. Nach Heinrich Hertz ist die Einheit für Frequenz benannt, zum Beispiel 3,2 GHz (Giga-Hertz) bei CPUs oder 98,5 MHz (Mega-Hertz) bei UKW-Radio.</p>
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<div id="attachment_2524" class="wp-caption alignleft" style="width: 135px"><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/08/01/zitat-der-woche-kw-32-2009-%e2%80%93-von-emil-berliner-erfinder-der-schallplatte-und-des-grammophons/"><img class="size-thumbnail wp-image-2524" title="Deutscher Erfinder Emil Berliner (* 20. Mai 1851 in Hannover, + 3. August 1929 in Washington)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/emil-berliner1.jpg?w=125&#038;h=150" alt="Emil Berliner" width="125" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Emil Berliner</p></div>
<p><strong>1887</strong>: Der deutsche Erfinder <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/08/01/zitat-der-woche-kw-32-2009-%e2%80%93-von-emil-berliner-erfinder-der-schallplatte-und-des-grammophons/" target="_self"><span style="color:#ff0000;"><strong>Emil Berliner</strong> </span></a>(* 20. Mai 1851 in Hannover, + 3. August 1929 in Washington) entwickelt auf Grundlage des Phonographen von Thomas Alva Edison das <strong>Grammophon</strong> sowie die dazugehörige <strong>Schallplatte</strong>. Bei seiner Aufzeichnungs-Technik setzt er nicht wie sein Vorbild auf eine Tiefenschrift zum Schreiben der Töne, sondern auf eine Zickzack-verlaufende Seitenschrift. Als guter Geschäftsmann erkennt Emil Berliner zwei Vorteile gegenüber Edisons Walzen: Mit seinem eigenen Aufzeichnungsverfahren umgeht Berliner die Patente von Edison und die Scheiben lassen sich im Gegensatz zu Walzen beliebig oft vervielfältigen. Eher nebenbei weisen seine Schallplatten zudem „klanglich bessere“ Eigenschaften auf. Hier geht es zur <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/08/01/zitat-der-woche-kw-32-2009-%e2%80%93-von-emil-berliner-erfinder-der-schallplatte-und-des-grammophons/" target="_self"><strong>Geschichte der Schallplatte und von Emil Berliner</strong></a>.</p>
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<div id="attachment_2529" class="wp-caption alignleft" style="width: 122px"><img class="size-thumbnail wp-image-2529" title="Britischer Sprachtherapeut, Großunternehmer und Erfinder Alexander Graham Bell (* 3. März 1847 in Edinburgh/Schottland, + 1. August 1922 in Baddeck/Kanada) " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/alexander-graham-bell.jpg?w=112&#038;h=150" alt="Alexander Graham Bell" width="112" height="150" /><p class="wp-caption-text">Alexander Graham Bell</p></div>
<p><strong>1888</strong>: Der britische Sprachtherapeut, Großunternehmer und Erfinder <strong>Alexander Graham Bell</strong> (* 3. März 1847 in Edinburgh/Schottland, + 1. August 1922 in Baddeck/Kanada) experimentiert an Edisons Tonwalzen mit Wachs an Stelle von Stanniol-Folie und verringert dadurch die Störgeräusche. Dadurch wird die <strong>Erfindung Edisons</strong> gewissermaßen <strong>marktreif</strong>. Alexander Graham Bell gilt unter anderem als Entwickler des ersten massentauglichen Telefons. Aus seiner Telefon-Firma &#8222;Bell Telephone Company&#8220; von 1876 entsteht der heute noch existierende Kommunikations-Großkonzern &#8222;AT&amp;T&#8220;. Zu Ehren des auch in der Gehörlosenforschung sehr engagierten Bells benannte man die Maßeinheit für Schalldruck nach ihm in Bel, zum Beispiel 90 dB (für dezi-Bel) beim Rauschabstand in der Hi-Fi-Technik.</p>
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<div id="attachment_2530" class="wp-caption alignleft" style="width: 111px"><img class="size-thumbnail wp-image-2530" title="US-amerikanischer Unternehmer und Erfinder Oberlin Smith (* 22. März 1840 in Ohio, + 18. Juli 1926 in Bridgton/New Jersey)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/oberlin-smith.jpg?w=101&#038;h=150" alt="Oberlin Smith" width="101" height="150" /><p class="wp-caption-text">Oberlin Smith</p></div>
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<p><strong>1888</strong>: Der US-amerikanische Unternehmer und Erfinder <strong>Oberlin Smith</strong> (* 22. März 1840 in Ohio, + 18. Juli 1926 in Bridgton/New Jersey – Leitspruch: <em>„I can make a better one“</em>) beschreibt am 8. September 1888 seine Theorie in der Zeitschrift &#8222;Electrical World&#8220;, mit der man Töne auf einen mit Metallspänen versehenen Baumwollfaden aufzeichnen kann. Er kreiert damit als erster Mensch die <strong>Idee eines Tonbandgerätes</strong>.</p>
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<p><strong>1889</strong>: Erstmals wird in einem <strong>Grammophon</strong> ein <strong>Federwerk</strong> eingesetzt, was im Gegensatz zur Handkurbel mehr Komfort und besseren Gleichlauf bedeutet.</p>
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<p><strong>1890</strong>: <strong>Edisons Phonographen</strong> erhalten anstelle eines Federwerks einen <strong>Elektromotor</strong>. Findige Lizenznehmer bauen darauf hin ein Gerät, das sich mittels Münzeinwurf zu einem Liedchen überreden lässt&#8230; wenn man so will, der <strong>Urahn einer Jukebox</strong>. Zu jener Zeit nennen sie die Leute jedoch „<strong>Groschengrab</strong>“. Statt einem Lautsprecher besitzt die Jukebox vier Hörschläuche und jeder Hörer muss extra bezahlen.</p>
<div id="attachment_2537" class="wp-caption alignleft" style="width: 158px"><img class="size-thumbnail wp-image-2537" title="Schellack-Platte von &quot;Deutsche Grammophon&quot; mit dem Grammophon-Hund Nipper und dem Slogan &quot;Die Stimme seines Herrn&quot;" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/schallplatte_deutsche_grammophon_stimme_seines_herrn.jpg?w=148&#038;h=150" alt="Schellack-Platte" width="148" height="150" /><p class="wp-caption-text">Schellack-Platte</p></div>
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<p><strong>1896</strong>: Nach einer recht experimentellen Phase mit diversen Materialien stößt <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/08/01/zitat-der-woche-kw-32-2009-%e2%80%93-von-emil-berliner-erfinder-der-schallplatte-und-des-grammophons/" target="_self"><strong><span style="color:#ff0000;">Emil Berliner</span></strong></a> anno 1896 schließlich auf das Material <strong>Schellack</strong>. Zusammen mit diversen Zugaben wie Ruß (daher die schwarze Farbe), Pflanzenfasern und Gesteinsmehl entwickelt Emil Berliner die <strong>Schellack-Platte</strong> und setzt damit den Grundstein der Plattenindustrie der nächsten 60 Jahre.</p>
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<div id="attachment_2538" class="wp-caption alignleft" style="width: 130px"><img class="size-thumbnail wp-image-2538" title="Dänischer Physiker Valdemar Poulsen (* 23. November 1869 in Kopenhagen, + 6. August 1942 in New York) " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/valdemar-poulsen.jpg?w=120&#038;h=150" alt="Valdemar Poulsen" width="120" height="150" /><p class="wp-caption-text">Valdemar Poulsen</p></div>
<p><strong>1898</strong>: Der dänische Physiker <strong>Valdemar Poulsen</strong> (* 23. November 1869 in Kopenhagen, + 6. August 1942 in New York) erfindet ein Gerät namens <strong>Telegraphon</strong>, welches Schallwellen in elektromagnetische Induktion umwandelt und auf diese Weise ein Stahlband beschreibt, von dem er das Aufgenommene auch wiedergeben kann. Klingt verwirrend, ist aber im Endeffekt nichts anderes als der Ur-Vorfahr des Tonbandgerätes und Kassettenrecorders. Die Öffentlichkeit ist so begeistert, dass sich auf der Pariser Weltausstellung 1900 sogar <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/10/21/der-kaiser-ist-immer-und-uberall/" target="_self"><strong><span style="color:#ff0000;">Kaiser Franz Joseph I. von Österreich und Ungarn</span></strong></a> dazu hinreißen lässt, ein paar Worte mit dem Gerät aufnehmen zu lassen. Angeblich existieren diese Aufzeichnungen noch. Übrigens gelingt Valdemar Poulsen um 1904 die erste Sprechverbindung via Funk, was bald die Grundlage für die moderne Radio- und Funktechnik bildet.</p>
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<div id="attachment_2539" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2539" title="Kroatischer Elektroingenieur Nikola Tesla (* 10. Juli 1856 in Smiljan/Kroatien – damals Kaisertum Österreich, + 7. Januar 1943 in New York) " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/nikola-tesla.jpg?w=150&#038;h=132" alt="Nikola Tesla" width="150" height="132" /><p class="wp-caption-text">Nikola Tesla</p></div>
<p><strong>1898</strong>: Der kroatische Elektroingenieur <strong>Nikola Tesla</strong> (* 10. Juli 1856 in Smiljan/Kroatien – damals Kaisertum Österreich, + 7. Januar 1943 in New York) präsentiert die erste <strong>Funkfernsteuerung</strong>, die er an einem Schiffsmodell demonstriert. Nikola Tesla arbeitet viele Jahre für Thomas Alva Edison, bis sie sich bei der Frage, ob der von Edison favorisierte Gleichstrom oder der von Tesla bevorzugte Wechselstrom besser zur großflächigen Stromversorgung geeignet wäre, völlig überwerfen. In dem als Stromkrieg bekannten Ereignis bekommt Edison kurzfristig Recht, doch langfristig stellt sich Wechselstrom als bessere Alternative heraus, weil er durch seine Transformierbarkeit verlustfreier zu verteilen ist. Die physikalische Einheit für magnetische Flussdichte wurde Nikola Tesla zu Ehren als Tesla benannt.</p>
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<div id="attachment_2542" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2542" title="Italienischer Elektroingenieur und Unternehmer Guglielmo Marconi (* 25. April 1874 in Bologna, + 20. Juli 1937 in Rom) " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/guglielmo-marconi-01.jpg?w=150&#038;h=112" alt="Guglielmo Marconi" width="150" height="112" /><p class="wp-caption-text">Guglielmo Marconi</p></div>
<p><strong>1899</strong>: Der italienische Elektroingenieur und Unternehmer <strong>Guglielmo Marconi</strong> (* 25. April 1874 in Bologna, + 20. Juli 1937 in Rom) überträgt am 27. März 1899 erstmals mittels elektromagnetischer Wellen eine <strong>telegrafische Nachricht drahtlos</strong> über den Ärmelkanal. Am 12. Dezember 1901 gelingt Marconi sogar die erste transatlantische Nachrichtenübertragung von Cornwall in Süd-England nach St. John’s in West-Kanada. Für seine Pionierarbeit in der &#8222;Drahtlosen Telegrafie&#8220; teilt sich Guglielmo Marconi zusammen mit Ferdinand Braun im Jahre 1909 den Nobelpreis für Physik.</p>
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<p><strong>1901</strong>: Erstmals stellt die Plattenindustrie <strong>Schallplatten in 10 Zoll bzw. 25 cm</strong> her – damals ein Format unter vielen – begründet es doch die Norm, welche sich in den nächsten Jahrzehnten durchsetzt.</p>
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<p><strong>1902</strong>: <strong>Schallplatten</strong> bekommen erstmals <strong>Papierlabels</strong> in der Mitte ums Loch aufgeklebt. Bis dahin werden die Informationen noch in den mittleren Leerbereich geritzt.</p>
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<p><strong>1904</strong>: In Berlin entwickelt die <strong>Plattenfirma Odeon</strong> die erste <strong>zweiseitig bespielbare Schallplatte</strong> und veröffentlicht Formate mit 25 und 30 cm Durchmesser. Auf eine Schallplatte passen nun etwa 5:30 Minuten Musik pro Seite, also insgesamt 11 Minuten.</p>
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<div id="attachment_2545" class="wp-caption alignleft" style="width: 117px"><img class="size-thumbnail wp-image-2545" title="Enrico Caruso" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/enrico-caruso.png?w=107&#038;h=150" alt="Enrico Caruso" width="107" height="150" /><p class="wp-caption-text">Enrico Caruso</p></div>
<p><strong>1904</strong>: Bereits Ende des 19. Jahrhunderts beginnt sich der weltberühmte italienische Opernsänger <strong>Enrico Caruso</strong> (* 25. Februar 1873 in Neapel, 2. August 1921 in Neapel) für das Ton-Medium Schallplatte zu interessieren und lässt auch zahlreiche Opern-Arien und Volkslieder von sich aufnehmen, darunter das populäre &#8222;O sole mio&#8220;. Am 1. Februar 1904 verewigt Enrico Caruso die Arie &#8222;<strong>Vesti La Giubba</strong>&#8220; aus der Oper &#8222;Pagliacci&#8220; beim Plattenlabel &#8222;RCA Victor&#8220; und verkauft davon über eine Million Stück – Carusos Platte ist damit der <strong>erste Millionenseller der Musikgeschichte</strong>. Historikern zufolge ist es vor allem Enrico Caruso zu verdanken, dass sich die Schallplatte bereits damals als Massenmedium etablieren konnte – heute würde man dazu Killer-Applikation sagen: man kauft die teure Hardware, um die günstige Software nutzen zu können. Insgesamt besingt Enrico Caruso fast 500 Schallplatten, die allerdings nicht alle auf den Markt gelangen. Heute ist das Lebenswerk des bedeutendsten aller Opern-Stars in restaurierter Fassung auf 14 CDs gerettet.</p>
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<div id="attachment_2546" class="wp-caption alignleft" style="width: 118px"><img class="size-thumbnail wp-image-2546" title="Englischer Physiker und Elektroingenieur Sir John Ambrose Fleming (* 29. November 1849 in Lancashire, + 18. April 1945 in Devon) " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/john-ambrose-fleming.jpg?w=108&#038;h=150" alt="Sir John Ambrose Fleming" width="108" height="150" /><p class="wp-caption-text">Sir John Ambrose Fleming</p></div>
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<p><strong>1905</strong>: Der englische Physiker und Elektroingenieur <strong>Sir John Ambrose Fleming</strong> (* 29. November 1849 in Lancashire, + 18. April 1945 in Devon) bekommt am 21. November 1905 das Patent für seine Elektronenröhre zugeschrieben, die er selbst als <strong>Zweielektroden-Funkgleichrichter</strong> bezeichnet. Es handelt sich hierbei um die erste <strong>Gleichrichter-Röhre</strong>, was prinzipiell einer modernen Diode entspricht – der erste Schritt in Richtung Transistor und somit ins moderne Elektronikzeitalter ist hiermit gemacht.</p>
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<div id="attachment_2547" class="wp-caption alignleft" style="width: 144px"><img class="size-thumbnail wp-image-2547" title="US-amerikanischer Erfinder Lee De Forest (* 26. August in Iowa, + 30. Juni 1961 in Hollywood)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/lee-de-forest.jpg?w=134&#038;h=150" alt="Lee De Forest" width="134" height="150" /><p class="wp-caption-text">Lee De Forest</p></div>
<p><strong>1906</strong>: Der US-amerikanische Erfinder <strong>Lee De Forest</strong> (* 26. August in Iowa, + 30. Juni 1961 in Hollywood) erweitert die von Fleming erfundene Dioden-Röhre um eine dritte Elektrode, um den Stromfluss der anderen beiden Elektroden (Anode &amp; Kathode) steuern zu können. Die Röhre erhält den Namen <strong>Audion</strong>, später dann <strong>Triode</strong>. Diese Triode enthält die Funktion eines Transistors und kann somit als elektronischer Schalter oder als Verstärker für Audio-Signale eingesetzt werden. Trotz dieses gewaltigen Fortschritts stehen Lee De Forest die Kollegen und die Öffentlichkeit sehr skeptisch gegenüber. Zu viele Patentrechts-Verhandlungen oder auch Aussagen wie „ich weiß nicht warum die Triode funktioniert, sie tut es einfach“ lassen ihn als Erfinder sehr im Zwielicht stehen. Immerhin schafft es De Forest in Hollywood 1960 postum zu einem &#8222;Oscar&#8220; und einem Stern auf den &#8222;Walk of Fame&#8220; für sein Aufnahmeverfahren, in dem sich Bild und Ton parallel zeitgleich aufnehmen ließ. 1922 hatte er diese Erfindung in Deutschland „entdeckt“ und weiterentwickelt.</p>
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<div id="attachment_2548" class="wp-caption alignleft" style="width: 121px"><img class="size-thumbnail wp-image-2548" title="Österreichischer Physiker Robert von Lieben (* 5. September 1878 in Wien, + 20. Februar 1913 in Wien)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/robert-von-lieben.jpg?w=111&#038;h=150" alt="Robert von Lieben" width="111" height="150" /><p class="wp-caption-text">Robert von Lieben</p></div>
<p><strong>1906</strong>: Der österreichische Physiker <strong>Robert von Lieben</strong> (* 5. September 1878 in Wien, + 20. Februar 1913 in Wien) patentiert am 4. März 1906 ein so genanntes „<strong>Kathodenstrahl-Relais mit signalverstärkender Wirkung</strong>“, verpackt in einer Elektronenröhre, der so genannten &#8222;<strong>Lieben-Röhre</strong>&#8222;! Die Lieben-Röhre gleicht der Triode von Lee De Forest abgesehen von ein paar patentrechtlichen Auslegungen und technischen Feinheiten sehr. Doch ein Patentstreit endete zu Gunsten von Robert von Lieben. Der Österreicher erarbeitet dann bis 1910 die ersten in der Praxis brauchbaren Verstärkerröhren – ironischer Weise basierend auf der Triode von Lee De Forest, da sein eigenes Patent sich dafür nicht eignete. Andererseits war Lee De Forest selbst nicht in der Lage, seine eigene Triode entsprechend weiter zu verbessern.</p>
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<p><strong>1906</strong>: Das Unternehmen „<strong>Joh. Gabel Company</strong>“ bringt die erste <strong>Schallplatten-Musikbox</strong> mit Münzeinwurf und 24 Programmwahltasten auf den Markt. Zum Einsatz kommen die von Emil Berliner erfundenen Schellack-Platten. Das Prinzip „Einer zahlt, alle hören!“ ist durch einen riesigen Grammophontrichter umgesetzt. Mangels Verstärker sind diese Jukeboxen für einen Party-Betrieb jedoch noch zu leise, womit der kommerzielle Erfolg zunächst ausbleibt.</p>
<p> </p>
<p><strong>1912</strong>: Das erste <strong>Röhrenradio</strong> mit einer Trioden-Röhre als Verstärker wird gebaut. Die damals sündhaft teure Triode muss gleich doppelt schuften, indem sie zunächst die hochfrequenten Sendersignale verstärkt und zusätzlich die niederfrequenten Audio-Signale.</p>
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<div id="attachment_2550" class="wp-caption alignleft" style="width: 116px"><img class="size-thumbnail wp-image-2550" title="Deutscher Physiker Alexander Meißner (* 14. September 1883 in Wien, + 3. Januar 1958 in Berlin)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/alexander-meisner.jpg?w=106&#038;h=150" alt="Alexander Meißner" width="106" height="150" /><p class="wp-caption-text">Alexander Meißner</p></div>
<p><strong>1913</strong>: Der deutsche Physiker <strong>Alexander Meißner</strong> (* 14. September 1883 in Wien, + 3. Januar 1958 in Berlin) entwickelt mittels einer Röhrenschaltung eine Rückkopplung zur Erzeugung ungedämpfter elektromagnetischer Schwingungen – kurz: die <strong>Meißner-Schaltung</strong>. Dank dieser Meißner-Schaltung ist es erstmals möglich, Musik und Sprache verständlich zu übertragen und außerdem das Frequenzspektrum, welches letztendlich die Anzahl der verfügbaren Radiosender festlegt, deutlich zu erhöhen.</p>
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<div id="attachment_2553" class="wp-caption alignleft" style="width: 119px"><img class="size-thumbnail wp-image-2553" title="Niederländischer Ingenieur und Radiopionier Hanso Schotanus à Steringa Idzerda (* 26. September 1885 in Weidum, + November 1944 in Den Haag)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/hanso-schotanus-a-steringa-idzerda.jpg?w=109&#038;h=150" alt="Hanso Schotanus à Steringa Idzerda" width="109" height="150" /><p class="wp-caption-text">Hanso Schotanus à Steringa Idzerda</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1919</strong>: Am 6. November startet der niederländische Ingenieur und Radiopionier <strong>Hanso Schotanus à Steringa Idzerda</strong> (* 26. September 1885 in Weidum, + November 1944 in Den Haag als Widerstandskämpfer von den Nazis hingerichtet) aus seiner Privatwohnung in Den Haag die weltweit erste (bekannte) <strong>Radiosendung</strong>. Fast fünf Jahre lang sendet er abends regelmäßig ein musikalisches Unterhaltungsprogramm, bis er schließlich am 11. September 1924 aus Geldnot den Sendebetrieb einstellt.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2554" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2554" title="Radiostation KDKA in Pittsburgh/USA " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/kdka-logo.jpg?w=150&#038;h=85" alt="Radiostation KDKA" width="150" height="85" /><p class="wp-caption-text">Radiostation KDKA</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1920</strong>: In Pittsburgh/USA nimmt am 2. November 1920 die erste <strong>Radiostation</strong> namens <strong>KDKA</strong> ihren regelmäßigen Betrieb auf und versorgt Leute, die über entsprechende Empfangsgeräte verfügen, mit Nachrichten und Unterhaltungssendungen.</p>
<p> </p>
<p><strong>1920</strong>: In Deutschland findet die erste, aber <strong>inoffizielle Radiosendung</strong> am 22. Dezember 1920 statt, wo ein Postorchester mit eigenen Instrumenten, Liedern und Gedichten den posteigenen <strong>Langwellensender in Königs Wusterhausen</strong> austestet.</p>
<p> </p>
<p><strong>1922</strong>: Der US-amerikanische Unternehmer und Erfinder <strong>Oberlin Smith</strong> (* 22. März 1840 in Ohio, + 18. Juli 1926 in Bridgton/New Jersey) entwickelt den <strong>Autofono</strong>, ein ferngesteuerter <strong>Plattenwechsler</strong> mit 50 Schallplatten Fassungskapazität.</p>
<p> </p>
<p><strong>1922</strong>: Das Radio wird langsam mobil. Ein gewisser <strong>J. McWilliams Stone</strong> erfindet den ersten <strong>tragbaren Radio</strong> und <strong>Mr. George Frost</strong> schmückt seinen Ford Model T als erster mit einem <strong>selbstgebauten Autoradio</strong>.</p>
<p> </p>
<p><strong>1923</strong>: Der deutsche Rundfunk strahlt am 29. Oktober 1923 aus dem <strong>Vox-Haus in Berlin</strong> die erste Unterhaltungssendung aus, was als offizielle Geburtsstunde des <strong>deutschen Rundfunks</strong> gilt.</p>
<p> </p>
<p><strong>1924</strong>: Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA)  in Berlin präsentieren Hersteller die ersten <strong>Röhren-Rundfunkempfänger</strong> für den Privatmann.</p>
<p> </p>
<p><strong>1925</strong>: Der Elektronikkonzern <strong>Brunswick Co.</strong> bringt mit dem <strong>Brunswick Panatrope</strong> den ersten <strong>vollelektrischen Plattenspieler</strong> (also völlig ohne Kurbel) samt Röhrenverstärker und Lautsprecher zur Serienreife.</p>
<p> </p>
<p><strong>1925</strong>: Dank der elektrischen Röhre – die Vorläuferin des modernen Halbleiter-Transistors – baut das US-amerikanische Unternehmen <strong>Bell Laboratories</strong> einen <strong>Aufnahme-Verstärker</strong> samt Mikrofon, was die Bespielung von Schallplatten mit Tonsignalen enorm erleichtert und vor allem klanglich stark verbessert. Bislang erfolgten Aufnahmen rein mechanisch und waren abhängig vom erzeugten Schalldruck des Sängers, Sprechers oder des Instruments.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2557" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2557" title="US-amerikanischer Erfinder Thomas Alva Edison (* 11. Februar 1847 in Ohio, + 18. Oktober 1931 in New Jersey)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/thomas-alva-edison-01.jpg?w=300&#038;h=262" alt="Thomas Alva Edison" width="300" height="262" /><p class="wp-caption-text">Thomas Alva Edison</p></div>
<p><strong>1926</strong>: Der US-amerikanische Erfinder <strong>Thomas Alva Edison</strong> (* 11. Februar 1847 in Ohio, + 18. Oktober 1931 in New Jersey) präsentiert angesichts der Absatzschwierigkeiten seiner Ton-Zylinder nun seine <strong>eigene Schallplatten-Entwicklung</strong>. Die enge Anordnung der Rillen (16 Rillen pro Millimeter und die Reduzierung der Drehzahl von 78 Runden pro Minute ermöglichen eine sensationelle Laufzeit von 2 x 20 Minuten. Trotzdem ist Emil Berliners Schellackplatte bereits zu verbreitet, als das Edison mit seinem Nachzügler noch ein Erfolg beschert wäre.</p>
<p> </p>
<p><strong>1927</strong>: Die ersten <strong>vollelektronischen Plattenspieler</strong> werden in Deutschland von der Firma  &#8222;<strong>Deutsche Grammophon</strong>&#8220; vertrieben. Möglich macht dies ein Lizenzabkommen mit dem Hersteller &#8222;<strong>Brunswick-Balke-Collander Company</strong>&#8222;.</p>
<p> </p>
<p><strong>1927</strong>: Das US-Unternehmen <strong>„Storage Battery Co.“</strong> in Philadelphia fertigt mit dem „<strong>Philco Transitone</strong>“ das erste <strong>industrielle Autoradio</strong>.</p>
<p> </p>
<p><strong>1927</strong>: In den USA erscheinen die ersten <strong>vollelektronischen Jukeboxen</strong>.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2559" class="wp-caption alignleft" style="width: 134px"><img class="size-thumbnail wp-image-2559" title="Deutsch-österreichischer Erfinder Fritz Pfleumer (* 20. März 1881 in Salzburg, + 29. August 1945 in Radebeul bei Dresden) " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/fritz-pfleumer.png?w=124&#038;h=150" alt="Fritz Pfleumer" width="124" height="150" /><p class="wp-caption-text">Fritz Pfleumer</p></div>
<p><strong>1928</strong>: Der deutsch-österreichische Erfinder <strong>Fritz Pfleumer</strong> (* 20. März 1881 in Salzburg, + 29. August 1945 in Radebeul bei Dresden) meldet das erste <strong>Tonband-Gerät</strong> zum Patent an. Es arbeitet prinzipiell nach der elektromagnetischen Induktions-Schallwandlung wie das Telegraphon des dänischen Physiker Valdemar Poulsen, doch anstelle eines Stahlbandes verwendet Fritz Pfleumer ein 16 mm breites Papierband mit einer Beschichtung aus pulverisiertem Eisen. 1932 kann er den Gerätehersteller &#8222;<strong>AEG (Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft)</strong>&#8222;sowie das Chemie-Unternehmen &#8222;<strong>BASF (Badische Anilin- &amp; Soda-Fabrik)</strong>&#8220; für seine Erfindung begeistern, wobei BASF bei der Herstellung des Tonbandes lieber auf Zelluloid anstatt auf Papier als Trägermaterial setzt.</p>
<p> </p>
<p><strong>1929</strong>: Den ersten <strong>tragbaren Plattenspieler</strong> gibt es zu kaufen. Zum Musikhören muss ihn der Hörer erst an ein Radio-Gerät anschließen. Dieses Meisterwerk mobiler Unterhaltungselektronik stammt von der Firma &#8222;<strong>Columbia</strong>&#8222;.</p>
<p> </p>
<p><strong>1931</strong>: Die Plattenfirma <strong>RCA Viktor</strong> präsentiert am 17. September die erste echte <strong>Langspielplatte</strong> mit 14 Zoll bzw. 35 cm Durchmesser. Sie dreht wie heute noch üblich genau mit 33,3 Umdrehungen pro Minute und bietet erstmals genügend Laufzeit für ein ganzes Konzert. Entsprechende Plattenspieler sind jedoch für Privatleute praktisch nicht bezahlbar und so wird sich die Langspielplatte erst 21 Jahre später als Vinylschallplatte durchsetzen.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2560" class="wp-caption alignleft" style="width: 114px"><img class="size-thumbnail wp-image-2560" title="Englischer Elektronik-Ingenieur Alan Dower Blumlein (* 29. Juni 1903 in London, + 7. Juni 1942 in London)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/alan-dower-blumlein.jpg?w=104&#038;h=150" alt="Alan Dower Blumlein" width="104" height="150" /><p class="wp-caption-text">Alan Dower Blumlein</p></div>
<p><strong>1931</strong>: Der englische Elektronik-Ingenieur <strong>Alan Dower Blumlein</strong> (* 29. Juni 1903 in London, + 7. Juni 1942 in London) stellt am 14. Dezember 1931 mit seiner Erfindung „<strong>Binaural Sound</strong>“ die erste <strong>Stereo-Schallplatte</strong> vor, dessen Technik (Abtastung zweier Rillenflanken gleichzeitig im 45-Grad-Winkel, wobei die innere Flanke den linken Kanal bildet und die äußere de rechten Kanal) heute noch Gültigkeit hat. Allerdings dauert es bis 1958, bis Stereoschallplatten für den Massenmarkt bereit sind, weil bis dahin die Stereo-Plattenspieler unerschwinglich sind. Zudem liegen auch noch Patent-rechtliche Probleme bezüglich der Aufzeichnungsverfahren von Edison und Berliner in der Luft. Alan Dower Blumlein entwickelt auch den ersten 3-Wege-Lautsprecher. Er verunglückt während des 2. Weltkrieges als Pilot bei einem Radartest mit einem Halifax-Bomber.</p>
<div id="attachment_2563" class="wp-caption alignleft" style="width: 110px"><img class="size-thumbnail wp-image-2563" title="Wurlitzer Jukebox" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/wurlitzer-jukebox.jpg?w=100&#038;h=150" alt="Wurlitzer Jukebox" width="100" height="150" /><p class="wp-caption-text">Wurlitzer Jukebox</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1933</strong>: Die Mitte der 1850er in die USA ausgewanderte deutsche Händlerfamilie <strong>Wurlitzer</strong> beginnt testweise mit dem Bau und der Vermarktung der ersten <strong>Wurlitzer-Jukeboxen</strong>, die sich vor allem wegen ihres Designs und der Leuchteffekte von der Konkurrenz absetzen. 1934 startet nach der erfolgreichen Testphase die Massenfertigung des &#8222;Wurlitzers&#8220;.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<div id="attachment_2564" class="wp-caption alignleft" style="width: 142px"><img class="size-thumbnail wp-image-2564" title="Volksempfängers VE 301" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/volksempfangers-ve-301.jpg?w=132&#038;h=150" alt="Volksempfängers VE 301" width="132" height="150" /><p class="wp-caption-text">Volksempfängers VE 301</p></div>
<p><strong>1933</strong>: Mit Beginn der nationalsozialistischen Machtübernahme verkommt in Deutschland das Rundfunk-Programm zum Propaganda-Sprachrohr. Am 25. Mai 1933 startet die Massenproduktion des &#8222;<strong>Volksempfängers VE 301</strong>&#8222;, wobei die 301 für das Datum der Machtübernahme der NSDAP steht (301 = 30. Januar). Die Geräte für anfänglich 76 Reichsmark (Tendenz bald fallend) sind nun für fast jedermann erschwinglich, nur das Radio-Programm verschlechtert sich leider deutlich&#8230; Weitere NS-Radiogeräte sind übrigens der mit Batterie laufende &#8222;<strong>Deutsche Olympiakoffer</strong>&#8220; zur Olympiade 1936 in Berlin (die Spiele wurden damals live übertragen) sowie der &#8222;<strong>Deutsche Kleinempfänger DKE 1938</strong>&#8220; von 1938, ein für 35 Reichsmark abgespeckter Volksempfänger.</p>
<p> </p>
<p><strong>1934</strong>: Der Begriff „<strong>Stereo</strong>“ wird mit Leben und Musik gefüllt und damit die Wortschöpfung „<strong>High Fidelity</strong>“ (oder kurz: Hi-Fi). Erste Werke mit der räumlich nach links und rechts aufgeteilten Soundwiedergabe sind Instrumental-Aufnahmen von Orchestern. Aufgrund des hohen Preises finden diese Platten aber keinen Absatz.</p>
<div id="attachment_2566" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2566" title="Magnetophon K1 von AEG" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/magnetophon-k1-von-aeg.jpg?w=150&#038;h=129" alt="Magnetophon K1 von AEG" width="150" height="129" /><p class="wp-caption-text">Magnetophon K1 von AEG</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1935</strong>: Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin nimmt <strong>Fritz Pfleumers „Tonbandgerät“</strong> endlich Gestalt an. Der Elektronikkonzern <strong>AEG</strong> stellt die ersten vier Prototypen unter der Bezeichnung „<strong>Magnetophon K1</strong>“ vor. Leider übersteht keines der Geräte einen vernichtenden Großbrand in der Ausstellerhalle 4.</p>
<p> </p>
<p><strong>1937</strong>: Der deutsche Elektrogroßkonzern <strong>Siemens</strong> führt den <strong>Saphir als Abtastnadel für Schallplatten</strong> ein. Die Vorteile: Saphire verschleißen deutlich langsamer als Stahlnadeln, die man eigentlich nach jeder Platte hätte wechseln müssen. Zudem verringert sich das Gewicht des Tonarms, wodurch sich auch die Schallplatten weniger abnützen. Durch den feineren Schliff des Saphirs gegenüber einer Stahlnadel erhöhen sich außerdem die Abtastsicherheit sowie die Klangqualität.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2567" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2567" title="Magnetophon K4 von AEG" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/magnetophon-k4-von-aeg.jpg?w=150&#038;h=99" alt="Magnetophon K4 von AEG" width="150" height="99" /><p class="wp-caption-text">Magnetophon K4 von AEG</p></div>
<p><strong>1938</strong>: <strong>AEG</strong> präsentiert das &#8222;<strong>Magnetophon K4</strong>&#8222;. Noch viel zu teuer für den Massenmarkt findet dieses Tonbandgerät aufgrund seiner praktischen Handhabung in Rundfunk-Studios großen Zuspruch. Größter Vorteil: Das eigentliche Tonband zählt mittlerweile eine Länge von bis zu 1.000 Meter, womit es bei einer Geschwindigkeit von 77 cm/s immerhin 22 Minuten Laufzeit aufweist.</p>
<p> </p>
<p style="text-align:right;"><strong><em>© Andy Ilmberger, 2009</em></strong></p>
<p style="text-align:right;"><strong><em> </em></strong></p>
<p style="text-align:center;"><strong><span style="color:#008000;"><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/05/420-jahre-geschichte-tontrager-radio-vor-edisons-phonographen-bis-nach-apples-ipod-%e2%80%93-teil-2-von-1945-bis-heute/" target="_self">Hier geht es zu Teil 2 der Tonträger- und Radio-Geschichte von 1945 bis heute</a></span></strong></p>
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			<media:title type="html">drenegadt</media:title>
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			<media:title type="html">Aufmacher Plattenspieler, © by gl0ri - mehr von gl0ri bei Klick ins Bild</media:title>
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			<media:title type="html">Französischer Schriftsteller Cyrano de Bergerac (* 6. März 1619 in Paris, + 28. Juli 1655 in Paris) </media:title>
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			<media:title type="html">Englischer Augenarzt und Physiker Thomas Young (* 13. Juni 1773 in Somersetshire, + 10. Mai 1829 in London)</media:title>
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			<media:title type="html">Französischer Buchdrucker und Händler Édouard-Léon Scott de Martinville (* 1817 in Paris, + 26. April 1879 in Paris)</media:title>
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		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/johann-philip-reis.jpg?w=100" medium="image">
			<media:title type="html">Deutscher Physiker und Volksschullehrer Johann Philip Reis (* 7. Januar 1834 in Gelnhausen/Hessen, + 14. Januar 1874 in Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main)</media:title>
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			<media:title type="html">Schottischer Physiker James Clerk Maxwell (* 13. Juni 1831 in Edinburgh, + 5. November 1879 in Cambridge)</media:title>
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			<media:title type="html">Französischer Dichter und Erfinder Charles Cros (* 1. Oktober 1842 in Aude, + 9. August 1888 in Paris)</media:title>
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			<media:title type="html">Deutscher Physiker und Elektrotechniker Ferdinand Braun (* 6. Juni 1850 in Fulda, + 20. April 1918 in New York)</media:title>
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			<media:title type="html">US-amerikanischer Erfinder Thomas Alva Edison (* 11. Februar 1847 in Ohio, + 18. Oktober 1931 in New Jersey)</media:title>
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			<media:title type="html">US-amerikanischer Ingenieur Charles Sumner Tainter (* 25. April 1854 in Massachusetts, + 20. April 1940 San Diego, Kalifornien)</media:title>
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			<media:title type="html">Deutscher Physiker Heinrich Rudolf Hertz (* 22. Februar 1857 in Hamburg, + 1. Januar 1894 in Bonn) </media:title>
		</media:content>

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			<media:title type="html">Deutscher Erfinder Emil Berliner (* 20. Mai 1851 in Hannover, + 3. August 1929 in Washington)</media:title>
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			<media:title type="html">Britischer Sprachtherapeut, Großunternehmer und Erfinder Alexander Graham Bell (* 3. März 1847 in Edinburgh/Schottland, + 1. August 1922 in Baddeck/Kanada) </media:title>
		</media:content>

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			<media:title type="html">US-amerikanischer Unternehmer und Erfinder Oberlin Smith (* 22. März 1840 in Ohio, + 18. Juli 1926 in Bridgton/New Jersey)</media:title>
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			<media:title type="html">Schellack-Platte von &#34;Deutsche Grammophon&#34; mit dem Grammophon-Hund Nipper und dem Slogan &#34;Die Stimme seines Herrn&#34;</media:title>
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		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/valdemar-poulsen.jpg?w=120" medium="image">
			<media:title type="html">Dänischer Physiker Valdemar Poulsen (* 23. November 1869 in Kopenhagen, + 6. August 1942 in New York) </media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/nikola-tesla.jpg?w=150" medium="image">
			<media:title type="html">Kroatischer Elektroingenieur Nikola Tesla (* 10. Juli 1856 in Smiljan/Kroatien – damals Kaisertum Österreich, + 7. Januar 1943 in New York) </media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/guglielmo-marconi-01.jpg?w=150" medium="image">
			<media:title type="html">Italienischer Elektroingenieur und Unternehmer Guglielmo Marconi (* 25. April 1874 in Bologna, + 20. Juli 1937 in Rom) </media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/enrico-caruso.png?w=107" medium="image">
			<media:title type="html">Enrico Caruso</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/john-ambrose-fleming.jpg?w=108" medium="image">
			<media:title type="html">Englischer Physiker und Elektroingenieur Sir John Ambrose Fleming (* 29. November 1849 in Lancashire, + 18. April 1945 in Devon) </media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/lee-de-forest.jpg?w=134" medium="image">
			<media:title type="html">US-amerikanischer Erfinder Lee De Forest (* 26. August in Iowa, + 30. Juni 1961 in Hollywood)</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/robert-von-lieben.jpg?w=111" medium="image">
			<media:title type="html">Österreichischer Physiker Robert von Lieben (* 5. September 1878 in Wien, + 20. Februar 1913 in Wien)</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/alexander-meisner.jpg?w=106" medium="image">
			<media:title type="html">Deutscher Physiker Alexander Meißner (* 14. September 1883 in Wien, + 3. Januar 1958 in Berlin)</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/hanso-schotanus-a-steringa-idzerda.jpg?w=109" medium="image">
			<media:title type="html">Niederländischer Ingenieur und Radiopionier Hanso Schotanus à Steringa Idzerda (* 26. September 1885 in Weidum, + November 1944 in Den Haag)</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/kdka-logo.jpg?w=150" medium="image">
			<media:title type="html">Radiostation KDKA in Pittsburgh/USA </media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/thomas-alva-edison-01.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">US-amerikanischer Erfinder Thomas Alva Edison (* 11. Februar 1847 in Ohio, + 18. Oktober 1931 in New Jersey)</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/fritz-pfleumer.png?w=124" medium="image">
			<media:title type="html">Deutsch-österreichischer Erfinder Fritz Pfleumer (* 20. März 1881 in Salzburg, + 29. August 1945 in Radebeul bei Dresden) </media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/alan-dower-blumlein.jpg?w=104" medium="image">
			<media:title type="html">Englischer Elektronik-Ingenieur Alan Dower Blumlein (* 29. Juni 1903 in London, + 7. Juni 1942 in London)</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/wurlitzer-jukebox.jpg?w=100" medium="image">
			<media:title type="html">Wurlitzer Jukebox</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/volksempfangers-ve-301.jpg?w=132" medium="image">
			<media:title type="html">Volksempfängers VE 301</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/magnetophon-k1-von-aeg.jpg?w=150" medium="image">
			<media:title type="html">Magnetophon K1 von AEG</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/magnetophon-k4-von-aeg.jpg?w=150" medium="image">
			<media:title type="html">Magnetophon K4 von AEG</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>420 Jahre Geschichte Tonträger &amp; Radio: Vor Edisons Phonographen bis nach Apples iPod – Teil 2 von 1945 bis heute</title>
		<link>http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/05/420-jahre-geschichte-tontrager-radio-vor-edisons-phonographen-bis-nach-apples-ipod-%e2%80%93-teil-2-von-1945-bis-heute/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 15:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortgef(l)echt History]]></category>
		<category><![CDATA[Compact Disc]]></category>
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		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[MP3]]></category>
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		<category><![CDATA[Radio]]></category>
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		<category><![CDATA[Tonbandgerät]]></category>
		<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
		<category><![CDATA[Vinyl-Schallplatte]]></category>

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		<description><![CDATA[
 
Hier geht es zu Teil 1 der Tonträger-Geschichte von 1589 bis 1945
 
1945: Die US-amerikanischen Besatzer erbeuten in Deutschland diverse Tonbandgeräte und bringen sie über den großen Teich. Da deutsche Patente zu diesem Zeitpunkt nicht das Papier wert sind, auf dem sie niedergeschrieben stehen, beginnen US-amerikanische Firmen fleißig mit dem Nachbau der deutschen Geräte und bereiten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=2638&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:center;"><a href="http://www.flickr.com/photos/glori/" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-2482" title="Aufmacher Plattenspieler, © by gl0ri - mehr von gl0ri bei Klick ins Bild" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/plattenspieler-03-von-flickr-gl0ri.jpg?w=500&#038;h=208" alt="Aufmacher Plattenspieler (c) by gl0ri" width="500" height="208" /></a></p>
<p> </p>
<p style="text-align:center;"><strong><span style="color:#008000;"><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/05/420-jahre-geschichte-von-tontragern-und-radio-vor-edisons-phonographen-bis-nach-apples-ipod-%e2%80%93-teil-1-von-1589-bis-1945/" target="_self">Hier geht es zu Teil 1 der Tonträger-Geschichte von 1589 bis 1945</a></span></strong></p>
<p> </p>
<div id="attachment_2643" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2643" title="Tonbandgerät &quot;Soundmirror&quot; von Brush Development Co" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/soundmirror-brush-development-co.jpg?w=150&#038;h=150" alt="Tonbandgerät &quot;Soundmirror&quot; von Brush Development Co" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Tonbandgerät &quot;Soundmirror&quot; </p></div>
<p><strong>1945:</strong> Die US-amerikanischen Besatzer erbeuten in Deutschland diverse Tonbandgeräte und bringen sie über den großen Teich. Da deutsche Patente zu diesem Zeitpunkt nicht das Papier wert sind, auf dem sie niedergeschrieben stehen, beginnen US-amerikanische Firmen fleißig mit dem Nachbau der deutschen Geräte und bereiten sie für den heimischen Massenmarkt auf. Das erste US-amerikanische Tonbandgerät trägt den Namen &#8222;<strong>Soundmirror</strong>&#8220; und kommt von der &#8222;<strong>Firma Brush Development Co</strong>&#8222;.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2646" class="wp-caption alignleft" style="width: 127px"><img class="size-thumbnail wp-image-2646" title="Ungarisch-amerikanischer Physiker Dr. Peter Carl Goldmark (* 2. Dezember 1906 in Budapest, + 7. Dezember 1977 in New York)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/peter-carl-goldmark.jpg?w=117&#038;h=150" alt="Dr. Peter Carl Goldmark " width="117" height="150" /><p class="wp-caption-text">Dr. Peter Carl Goldmark </p></div>
<p><strong>1948:</strong> Der ungarisch-amerikanische Physiker <strong>Dr. Peter Carl Goldmark</strong> (* 2. Dezember 1906 in Budapest, + 7. Dezember 1977 in New York) präsentiert am 21. Juni 1948 die <strong>Vinyl-Schallplatte</strong> als seine Erfindung. Vinyl weist deutlich weniger Grundrauschen auf als Schellack, bietet mehr Dynamik und bessere Klangeigenschaften. Mit Vinyl bekommt der Ausdruck Hi-Fi endlich seine Rechtfertigung. Zudem lassen sich die Rillen enger schneiden (100 Rillen je cm) wodurch sich die Laufzeit mit 2 x 23 Minuten (bei 33,3 Umdrehungen pro Minute) deutlich erhöht. Zusätzlich ist das Material gegen Verschleiß unanfälliger als Schellack. Bis zur Markteinführung von Vinyl-Scheiben dauert es allerdings noch bis 1952. Dr. Peter Carl Goldmark testete in den USA bereits 1940 als erster Forscher an einem Farbfernsehsystem, das letztendlich aber nie zum Einsatz kommt.</p>
<p> </p>
<p><span id="more-2638"></span></p>
<div id="attachment_2695" class="wp-caption alignleft" style="width: 113px"><img class="size-thumbnail wp-image-2695" title="Transistor-Radio" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/transistor-radio.jpg?w=103&#038;h=150" alt="Transistor-Radio" width="103" height="150" /><p class="wp-caption-text">Transistor-Radio</p></div>
<p><strong>1948:</strong> In den Forschungslabors der &#8222;<strong>Bell Laboratories</strong>&#8220; erfinden die US-amerikanischen Ingenieure <strong>John Bardeen</strong>, <strong>Walter Brattain</strong> und <strong>William B. Shockley</strong> den <strong>Transistor</strong>. Im Vergleich zu Elektronik-Röhren sind die auf Halbleiter-Material basierenden Bauteile wesentlich kompakter und stromsparender. Am Anfang kommen Transistoren vor allem in kleinen tragbaren Radios – so genannten &#8222;<strong>Transistor-Radios</strong>&#8220; – zum Einsatz. Heute stecken diese Halbleiter-Bauteile in wirklich jedem elektronischen Gerät in kleinstmöglicher Miniatur-Bauweise. Ein moderner Zentral-Prozessor für Computer von AMD oder Intel zum Beispiel trägt über 700 Millionen Transistoren in sich, wo jeder einzelne nur wenige Nanometer groß ist.</p>
<div id="attachment_2648" class="wp-caption alignleft" style="width: 154px"><img class="size-thumbnail wp-image-2648" title="Eine Single mit 45 U/min - erkennbar am großen Loch in der Mitte" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/single.jpg?w=144&#038;h=150" alt="Single mit 45 U/min" width="144" height="150" /><p class="wp-caption-text">Single mit 45 U/min</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1949:</strong> Das Platten-Label &#8222;<strong>RCA (Radio Corporation of America)</strong>&#8220; entwickelt das <strong>Single-Format für Vinyl-Schallplatten</strong> mit 45 U/min. Mit Singles sollen vor allem kompakte und günstige Schallplattenspieler an den Mann gebracht werden. Der Verkauf von Singles startet in Deutschland anno 1953.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1949:</strong> Die <strong>Landesrundfunkanstalten</strong> in der noch jungen Bundesrepublik Deutschland beginnen, ihre Radio-Sender auf das klanglich deutlich bessere und <strong>Stereo-taugliche UKW</strong> (Ultra-Kurzwelle) zu portieren.</p>
<p> </p>
<p><strong>1949:</strong> Das in Chicago ansässige Unternehmen &#8222;<strong>Magnecord Inc.</strong>&#8220; bringt nach rund sechs Jahren Entwicklungszeit das erste <strong>Stereo-Tonband</strong> für den professionellen Einsatz auf den Markt.</p>
<div id="attachment_2654" class="wp-caption alignleft" style="width: 118px"><img class="size-thumbnail wp-image-2654" title="Magnetophon KL15 von AEG" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/magnetophon-kl15-von-aeg.jpg?w=108&#038;h=150" alt="Magnetophon KL15 von AEG" width="108" height="150" /><p class="wp-caption-text">Magnetophon KL15 von AEG</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1951:</strong> Der deutsche Elektro-Großkonzern &#8222;<strong>AEG (Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft)</strong>&#8220; präsentiert die ersten <strong>Tonbandgeräte</strong> unter dem Namen &#8222;<strong>Magnetophon KL15</strong>&#8220; für den Heimgebrauch, vorgestellt auf der Industrieausstellung in Berlin.</p>
<p> </p>
<p><strong>1952:</strong> Die ersten <strong>Vinyl-Schallplatten</strong> kommen auf den Markt.</p>
<p> </p>
<p><strong>1953:</strong> Die ersten <strong>Vinyl-Singles</strong> mit der heute noch gültigen Geschwindigkeit von 45 Umdrehungen pro Minute kommen <strong>in Deutschland</strong> auf den Markt.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2657" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2657" title="UKW-Autoradio Mexico von Becker" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/autoradio_becker_mexico.jpg?w=150&#038;h=56" alt="UKW-Autoradio Mexico von Becker" width="150" height="56" /><p class="wp-caption-text">UKW-Autoradio Mexico von Becker</p></div>
<p><strong>1953:</strong> Die 1949 in Pforzheim (Baden-Württemberg) gegründete Werkstattfirma &#8222;<strong>Becker</strong>&#8220; entwickelt das erste <strong>Autoradio</strong> (namens &#8222;<strong>Mexico</strong>&#8222;) mit <strong>Sendersuchlauf</strong> und <strong>UKW-Empfang</strong>, wenn auch nur in Mono.</p>
<p> </p>
<p><strong>1954:</strong> Die anhaltende Erfolgswelle der deutschen <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/07/02/zitat-der-woche-kw-27-2009-–-moderiert-von-herbert-zimmermann-zum-55-jahrestag-von-das-wunder-von-bern-anno-1954/" target="_blank">„Helden von Bern“ bei der <strong>Fußball-WM 1954</strong></a> in der Schweiz erweckt bei der deutschen Bevölkerung erstmals ein nicht vorhersehbares Interesse an TV- und Rundfunk-Übertragungsgeräten. Innerhalb weniger Tage sind die Lagerhallen der Gerätehersteller Telefunken, Saba, Mende und Philips ausverkauft.</p>
<p> </p>
<p><strong>1956:</strong> Die 1938 in Zirndorf gegründete Unterhaltungselektronik-Firma &#8222;<strong>Metz</strong>&#8220; setzt bei dem Radio &#8222;<strong>409/3D</strong>&#8220; erstmals bei einem Seriengerät <strong>Leiterplatten</strong> ein.</p>
<p> </p>
<p><strong>1958:</strong> Die beiden Aufzeichnungsverfahren <strong>Tiefenschrift</strong> (von <strong>Thomas Alva Edison</strong>) und <strong>Seitenschrift</strong> (von <strong>Emil Berliner</strong>) werden patentrechtlich zusammengeführt. Damit ist der Weg für <strong>Alan Blumleins Stereo-Aufzeichnugsverfahren</strong> nach 27 Jahren endlich geebnet und es entsteht das heute noch gültige <strong>Stereo-Format</strong>. Blumlein selbst erlebt seinen technischen Erfolg allerdings nicht mehr. Als erstes bringt noch im selben Jahr die Plattenfirma &#8222;Mercury&#8220; Stereo-Scheiben in die Plattenläden, was für die Schellackplatten den endgültigen Knock-out bedeutet – Herstellung und Vertrieb wird noch im selben Jahr eingestellt.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2668" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2668" title="Audio-Kassette von Philips" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/audiokassette1.jpg?w=150&#038;h=94" alt="Audio-Kassette von Philips" width="150" height="94" /><p class="wp-caption-text">Audio-Kassette von Philips</p></div>
<p><strong>1963:</strong> Ein neuer Big-Player der Unterhaltungselektronik betritt das Rampenlicht: die <strong>Musik-Kassette</strong> (auch <strong>Compact Cassette</strong>) nebst dazugehöriger Geräte vom holländischen Elektronik-Konzern <strong>Philips</strong>. Erstmals ist es für jedermann möglich, mit erschwinglichen und kompakten Geräten eigene Aufnahmen zu erstellen. Als ersten <strong>Kassetten-Recorder</strong> präsentiert Philips übrigens den &#8222;<strong>EL 3300</strong>&#8220; für 300 DM. Der Konzern verzichtete auf jegliche Lizenzgebühren für seine Entwicklung, womit das Gerät bald etliche Nachbauer findet, die damit der Kassette zu einem jahrzehntelangen Siegeszug verhelfen.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2669" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2669" title="&quot;Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band&quot; von den Beatles" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/sgt-pepper_s-lonely-hearts-club-band.jpg?w=150&#038;h=150" alt="&quot;Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band&quot; von den Beatles" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">&quot;Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band&quot; von den Beatles</p></div>
<p><strong>1967:</strong> Die englische Popgruppe &#8222;<strong>The Beatles</strong>&#8220; veröffentlichen am 1. Juni 1967 ihr Album &#8222;<strong>Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band</strong>&#8222;. Dieses Meisterwerk gilt als erstes <strong>Konzeptalbum</strong> der Musikgeschichte und die Beatles schöpfen die damaligen Möglichkeiten der Aufnahmetechnik mehr als aus. Bereits am ersten Verkaufstag erlangt &#8222;Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band&#8220; locker Goldstatus und 1968 erhält es vier Grammies, mitunter als bestes Album des Jahres. In den ewigen Verkaufscharts Großbritanniens rangiert &#8222;Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band&#8220; auf Platz 2. Das US-amerikanische Musikmagazin &#8222;Rolling Stone&#8220; wählt dieses Beatles-Glanzstück im Jahre 2003 zum bedeutendsten Album der Musikgeschichte.</p>
<p> </p>
<p><strong>1968:</strong> Die Rauschunterdrückungs-Technik &#8222;<strong>Dolby B</strong>&#8220; für Tonbandgeräte kommt erstmals beim &#8222;<strong>KLH Model 40</strong>&#8220; zum Einsatz. Mr. <strong>Ray Dolby</strong> gründete die Firma &#8222;<strong>Dolby Laboratories</strong>&#8220; 1965 in England, 1976 zieht er in die USA. Nachdem sich das Unternehmen zunächst mehr mit Rauschunterdrückungen einen Namen macht, ist Dolby heute mit ihren Mehrkanal-Soundsystemen nicht mehr aus der Kinowelt wegzudenken.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2670" class="wp-caption alignleft" style="width: 138px"><img class="size-thumbnail wp-image-2670" title="King of Rock-&amp;-Roll Elvis Presley (* 8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi, + 16. August 1977 in Memphis, Tennessee)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/elvis-presley.jpg?w=128&#038;h=150" alt="Elvis Presley" width="128" height="150" /><p class="wp-caption-text">Elvis Presley</p></div>
<p><strong>1973:</strong> Am 14. Januar 1973 gibt der King of Rock-&amp;-Roll <strong>Elvis Presley</strong> (* 8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi, + 16. August 1977 in Memphis, Tennessee) auf Hawaii ein <strong>Konzert</strong>, welches erstmals weltweit <strong>via Satellit</strong> übertragen wird. Zwar gab es bereits vorher Ereignisse, die Satelliten weltweit ausstrahlten, etwa die <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/07/13/zitat-der-woche-kw-2930-2009-%e2%80%93-von-neil-armstrong-astronaut-der-apollo-11-und-erster-mann-auf-dem-mond/" target="_blank"><strong><span style="color:#0000ff;">erste Mondlandung 1969</span></strong></a>, doch Elvis war der erste Entertainer, der einen Satelliten in ein Musikmedium verwandelte. Das Konzert aus Honolulu sprengt seinerzeit alle Rekorde. Mit 2,5 Millionen US-Dollar Produktionskosten gilt es bis dato als das teuerste Konzert der Geschichte. Mit einer Zuschauerbeteiligung von weit über einer Milliarde Menschen bei teilweise 90 Prozent Einschaltquote ist es aber auch das meistgesehene Ereignis – mehr noch als bei der <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/07/13/zitat-der-woche-kw-2930-2009-%e2%80%93-von-neil-armstrong-astronaut-der-apollo-11-und-erster-mann-auf-dem-mond/" target="_blank"><strong><span style="color:#0000ff;">Mondlandung von Neil Armstrong und seiner Apollo 11</span></strong></a>.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2671" class="wp-caption alignleft" style="width: 159px"><img class="size-thumbnail wp-image-2671" title="Britische Rockformation &quot;Queen&quot;" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/queen_band.jpg?w=149&#038;h=150" alt="Queen" width="149" height="150" /><p class="wp-caption-text">Queen</p></div>
<p><strong>1975:</strong> Die aufstrebende britische Rockformation &#8222;<strong>Queen</strong>&#8220; rund um den Leadsänger Freddie Mercury soll während einer Tournee gleichzeitig noch bei &#8222;Top of the Pops&#8220; mit ihrem neuen Hit &#8222;<strong>Bohemian Rhapsody</strong>&#8220; live im Fernsehen auftreten. Da aber selbst Queen nicht an zwei Orten gleichzeitig spielen kann, nehmen sie kurzfristig für rund 4500 englische Pfund ein Filmchen auf, das sie als Ersatz zum Sender BBC schicken. Das Video kommt so gut an, das es daraufhin die Plattenfirma für Werbezwecke zum Ankurbeln der Plattenverkäufe von Queen benutzt. Somit gilt Queens &#8222;Bohemian Rhapsody&#8220; als erstes <strong>Promo-Musikvideo</strong> der Musikgeschichte.</p>
<p> </p>
<p><strong>1978:</strong> Der japanische Elektronik-Konzern &#8222;<strong>JVC (Victor Company of Japan, Limited)</strong>&#8220; präsentiert den ersten <strong>Stereo-Ghettoblaster</strong> &#8222;<strong>RC-838</strong>&#8220; in Deutschland. Der Preis von 1.200 DM ist allerdings so gar nicht Ghetto-kompatibel.</p>
<p> </p>
<p><strong>1979:</strong> Der US-amerikanische Rock-Gitarrist <strong>Ry Cooder</strong> (* 15. März 1947 in Los Angeles) veröffentlicht mit &#8222;<strong>Bob Till You Drop</strong>&#8220; die erste <strong>digital aufgezeichnete Schallplatte</strong> der Rock-Geschichte.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2674" class="wp-caption alignleft" style="width: 122px"><img class="size-thumbnail wp-image-2674" title="Sony Walkman &quot;TPS-L2&quot; " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/sony-tps-l2-walkman.jpg?w=112&#038;h=150" alt="Sony Walkman &quot;TPS-L2&quot; " width="112" height="150" /><p class="wp-caption-text">Sony Walkman &quot;TPS-L2&quot; </p></div>
<p><strong>1979:</strong> Der japanische Elektronik-Konzern <strong>Sony</strong> revolutioniert am 1. Juli 1979 mit dem ersten <strong>Walkman</strong> namens &#8222;<strong>TPS-L2</strong>&#8220; den Musikmarkt und die Hörgewohnheiten aller nachkommenden Generationen. Erstmals ermöglicht es eine Gerätegattung, seine Lieblingsmusik überall und jederzeit anhören zu können, ohne dass der Hörer damit seine Umwelt nervt&#8230; also mehr oder weniger – je nach Güte des Kopfhörers&#8230; Bis 2004 verkaufte Sony rund 335 Millionen Geräte mit dem Schriftzug &#8222;Walkman&#8220;.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_2675" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2675" title="Compact Disc von Sony und Philips" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/compact-disc.jpg?w=150&#038;h=100" alt="Compact Disc von Sony und Philips" width="150" height="100" /><p class="wp-caption-text">Compact Disc von Sony und Philips</p></div>
<p><strong>1979:</strong> Die beiden Elektronik-Großkonzerne <strong>Philips</strong> und <strong>Sony</strong> beginnen die gemeinsame Entwicklung der &#8222;<strong>Compact Disc Digital Audio</strong>&#8222;, abgekürzt <strong>CD-DA</strong> und umgangssprachlich kurzerhand <strong>CD</strong> genannt. Dank der CD kann der Musikfreund seine Lieblingslieder erstmals digital und somit völlig verlustfrei und ohne jegliche Störgeräusche anhören. Zudem bieten CDs gegenüber einer Langspielplatte mit maximal 2 x 25 Minuten die deutlich längere Laufzeit von 74 Minuten (mittlerweile bis zu 80 Minuten). Die fertigen Spezifikationen schreiben die beiden Hersteller 1980 in das so genannte &#8222;<strong>Red Book</strong>&#8222;. Die ersten CDs und CD-Player erscheinen von Sony 1982 (der &#8222;<strong>CDP-101</strong>&#8222;) und Philips 1983 (der &#8222;<strong>CD-100</strong>&#8222;).</p>
<div id="attachment_2679" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2679" title="Billy Joel - 52nd Street" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/billy-joel-52nd-street.jpg?w=150&#038;h=150" alt="Billy Joel - 52nd Street" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Billy Joel - 52nd Street</p></div>
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<p><strong>1982:</strong> Die <strong>weltweit erste CD</strong> erscheint in Japan am 1. Oktober 1982. Die Ehre gebührt <strong>Billy Joel</strong> (* 9. Mai 1949 in New York) mit seinem Album &#8222;<strong>52nd Street</strong>&#8220; beim Plattenlabel &#8222;<strong>Sony Music Entertainment</strong>&#8222;. Dabei wurden die allerersten CDs von PolyGram bereits am 17. August in Hannover produziert, und zwar &#8222;The Visitors&#8220; von ABBA, Richard Strauß’ &#8222;Alpensinfonie&#8220; von Herbert von Karajan sowie Frederic Chopin’s &#8222;Walzer&#8220; von Claudio Arrau. Da in Europa aber noch keine CD-Player verfügbar sind, verzögert sich die Markteinführung der PolyGram-Scheiben.</p>
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<div id="attachment_2680" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2680" title="Michael Jackson - Thriller" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/michael-jackson-thriller.jpg?w=150&#038;h=150" alt="Michael Jackson - Thriller" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Michael Jackson - Thriller</p></div>
<p><strong>1982:</strong> Der US-amerikanische Popsänger <strong><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/06/26/kommentar-zum-tod-von-michael-jackson-am-25-juni-2009/" target="_blank">Michael Jackson</a></strong> (* 29. August 1958 in Gary, Indiana, + 25. Juni 2009 in Los Angeles, Kalifornien) veröffentlicht am 30. November 1982 sein Album &#8222;<strong>Thriller</strong>&#8222;. Mit diesem Longplayer mutiert der Popstar Jackson zum unumstrittenen &#8222;King of Pop&#8220;, und setzt sich zu Lebzeiten ein Denkmal. &#8222;Thriller&#8220; ist bis heute das <strong>meistverkaufte Album der Musikgeschichte</strong> und wanderte laut dem &#8222;Guinness –Buch der Rekorde&#8220; bis heute über 104 Millionen Mal über die Plattentheke. Insgesamt hält sich &#8222;Thriller&#8220; 80 Wochen in den US-amerikanischen Top-10. Von den neun Liedern koppelt Michael Jackson sieben Titel aus, die ebenfalls allesamt Top-10-Hits werden &#8211; &#8222;Billie Jean&#8220; und &#8222;Beat It&#8220; erklimmen sogar Platz 1. Im Windschatten des Albums &#8222;Thriller&#8220; entdeckt Michael Jackson zudem den &#8222;Moonwalk&#8220; für sich und perfektioniert ihn. Und mit dem Horror-Musikvideo zur Singleauskopplung &#8222;Thriller&#8220; bringt Michael Jackson das bis dato aufwendigste, spektakulärste und mit 750.000 US-Dollar teuerste Musikvideo überhaupt hervor.</p>
<div id="attachment_2682" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2682" title="Sony Discman D-50" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/sony-discman-d-50.jpg?w=150&#038;h=144" alt="Sony Discman D-50" width="150" height="144" /><p class="wp-caption-text">Sony Discman D-50</p></div>
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<p><strong>1984:</strong> And once again <strong>Sony</strong>: Passend zur Philosophie des Walkmans, Musik jederzeit und unterwegs genießen zu können, entwickelt Sony den ersten <strong>tragbaren CD-Player</strong>, genannt &#8222;<strong>Discman D-50</strong>&#8222;. Sein Preis liegt bei recht stolzen 500 DM.</p>
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<div id="attachment_2683" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2683" title="Band Aid - Do They Know It’s Christmas? " src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/band-aid.jpg?w=300&#038;h=161" alt="Band Aid - Do They Know It’s Christmas? " width="300" height="161" /><p class="wp-caption-text">Band Aid - Do They Know It’s Christmas? </p></div>
<p><strong>1985:</strong> Bereits zu Weihnachten 1984 gründen <strong>Bob Geldof</strong> (* 5. Oktober 1951 in Dún Laoghaire, Irland, Leadsänger der Boomtown Rats) und der <strong>Midge Ure</strong> (10. Oktober 1953 in Lanarkshire, Schottland, Leadsänger von Ultravox) ein Bandprojekt namens &#8222;<strong>Band Aid</strong>&#8222;, an dem sich viele namhafte britische Popstars der 1980er beteiligen. Der von Midge Ure geschriebenen Song &#8222;<strong>Do They Know It’s Christmas?</strong>&#8220; erscheint am 10. Dezember 1984 und beinhaltet unter anderem die Stimmen von Phil Collins, Paul Young, Bono (U2), Simon Le Bon (Duran Duran), Tony Hadley (Spandau Ballet), George Michael (Wham), Bananarama, Sting (The Police), David Bowie, Boy George (Culture Club), Paul McCartney, Holly Johnson (Frankie goes to Hollywood), Freddie Mercury (Queen), Annie Lennox (Eurythmics) und viele mehr&#8230; Die Single erreicht in 13 Ländern Platz 1 der Hitparade und spielte insgesamt 12 Millionen Euro gegen den Hunger in Afrika ein. Motiviert durch diesen Wahnsinns-Erfolg von &#8222;Band Aid&#8220; initiiert Bob Geldof  im Jahre 1985 das <strong>Benefizkonzert &#8222;Live Aid&#8220;</strong> zu Gunsten Afrikas, datiert auf den 13. Juli 1985. Geldof organisiert damit das bis dahin größte Rockkonzert der Menschheits-Geschichte. Das Konzert dauert 16 Stunden und findet zeitgleich im Wembley-Stadion in London sowie im John-F-Kennedy-Stadion in Philadelphia statt. Immer abwechselnd treten auf diesen Bühnen nahezu alle angesagten Pop- und Rock-Größen ihrer Zeit auf, angereichert mit ein paar Wiedervereinigungen von Kultbands vergangener Tage wie etwa &#8222;The Who&#8220; oder &#8222;Led Zeppelin&#8220;. Die Aufzählung aller Künstler würde diesen Artikel sprengen, trotzdem seien als Highlights erwähnt: Ultravox, Nik Kershaw, Queen, Madonna, U2, Dire Straits, Phil Collins, Duran Duran, Tina Turner, Bryan Adams, Paul McCartney, Beach Boys, Simple Minds, The Boomtown Rats, Spandau Ballet, The Hooters, Sting, Elton John, Rick Springfield, Paul Young, Mick Jagger, David Bowie, Thompson Twins, Bob Dylan, Hall &amp; Oates&#8230; und, und, und &#8230; zum Finale natürlich das Bandprojekt &#8222;Band Aid&#8220; aus London sowie &#8222;USA for Africa&#8220; aus Philadelphia. In den Zwischenpausen dürfen dann auch Bandformationen anderer Nationen wie Deutschland mit &#8222;Band für Afrika&#8220;, Österreich mit &#8222;Austria for Afrika&#8220;, Australien mit &#8222;Oz for Africa&#8220; sowie Holland, Jugoslawien, UdSSR und Norwegen via Satellit dazwischenfunken. Dieses Konzertspektakel verfolgen weltweit 1,5 Milliarden Menschen, an Spenden kommen insgesamt über 100 Millionen Euro für die Hungerhilfe in Afrika zusammen.</p>
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<p><strong>1987:</strong> Sogar das Radio wir digital: Im Rahmen des EU-Projekts &#8222;<strong>Eureka 147</strong>&#8220; entsteht das &#8222;<strong>DAB</strong> (<strong>Digital Audio Broadcasting</strong>, oder volksnäher: Digital Radio)&#8220;, was den Traum vom digitalen und somit störungsfreien Radio-Empfang über Antenne oder Kabelanschluss verwirklichen soll. Zudem bietet DAB einzelne Zusatzfunktionen wie die Übertragung von 5.1-Sound oder die Meldung hoher Verkehrsaufkommen. DAB wird in den einzelnen Ländern sukzessive weiter ausgebaut und ist derzeit in etwa 40 Ländern mehr oder weniger ortsunabhängig empfangbar. Lediglich in Deutschland, in der Schweiz, Belgien, Dänemark und Großbritannien steht DAB flächendeckend zur Verfügung. Ähnlich wie etwa bei DVB-T benötigt DAB ein eigens dafür ausgelegtes Empfangsgerät.</p>
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<div id="attachment_2684" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2684" title="DAT - Digital Audio Tape" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/dat-band.jpg?w=150&#038;h=150" alt="DAT - Digital Audio Tape" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">DAT - Digital Audio Tape</p></div>
<p><strong>1987:</strong> Das &#8222;<strong>Digital Audio Tape</strong>&#8220; oder kurz <strong>DAT</strong> taucht in Deutschland auf. Bereits 1983 regte die Unterhaltungselektronik-Industrie die Entwicklung eines Nachfolgers der Audio-Kassette an. Zwei Jahre später stehen sich jedoch zwei gegensätzliche Ansätze gegenüber: Auf der einen das technologisch interessantere R-DAT („R“ für rotierenden Schreib/Lesekopf) und auf der anderen das zur analogen Kassette abwärtskompatible S-DAT („S“ für stationärer Schreib/Lesekopf). Letztendlich findet R-DAT die größere Zustimmung und setzt sich unter dem heute bekannten Namen DAT durch. Die Befürworter für S-DAT (namentlich Philips und Matsushita mit seinen Tochterfirmen Technics und Panasonic) verziehen sich wieder ins Forschungslabor und entwickeln bis 1993 weiter an ihrer S-DAT-Variante – später bekannt als DCC (Digital Compact Cassette). DAT selbst erlangt bereits 1986 Serienreife, doch sperrt sich die ganze Musikindustrie gegen eine Markteinführung, da es mit DAT erstmals möglich wäre, CDs völlig verlustfrei zu kopieren. Zum Weihnachtsgeschäft 1987 kommen trotzdem die ersten Geräte in Deutschland in den Handel, allerdings mit einem massiven Kopierschutz, der das digitale Kopieren von CDs verhindert. Weitere zwei Jahre später einigen sich Gerätehersteller und Musikindustrie auf einen Kopierschutz namens &#8222;SCMS&#8220;, der je CD wenigstens eine digitale Kopie erlaubt. Trotzdem bleiben die Geräte mit ihrer aufwendigen Mechanik auch Anfang der 1990er sehr teuer und mit Sonys Mini-Disc und Philips DCC bekommt DAT auch noch technisch handsamere Konkurrenz. Letztendlich findet DAT nur in Studios und Radiostationen ihr Einsatzgebiet, wo man es aber immerhin bis heute noch sehr schätzt, weil es ohne jegliche Datenkompression arbeitet. Nach Mini-Disc und DCC schreit heute hingegen niemand mehr.</p>
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<p><strong>1988:</strong> Von 1983 ab bis 1987 entwickelt die &#8222;<strong>Europäische Rundfunkunion</strong>&#8220; das &#8222;<strong>Radio Data System</strong>&#8222;, kurz <strong>RDS</strong>: Offiziell verfügbar ist RDS seit dem 1. April 1988. RDS ist eine Art passiver Videotext für Radios. Mit dem akustischen Signal werden zusätzliche Daten mit zum Empfangsgerät gesendet. Dies kann im einfachsten Fall der Sendername sein oder zum Beispiel Auskünfte zum eben gespielten Künstler, geht weiter über versteckte Informationen wie Programmart des Radiosenders, alternative Empfangsfrequenz oder die Uhrzeit bis hin zu Verkehrsmeldungen und Katastrophen-Warnungen. Allerdings werden nicht alle Funktionen von jedem Sender gleichermaßen ausgenutzt.</p>
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<div id="attachment_2686" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2686" title="Sonys MD - Mini-Disc" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/mini-disc.jpg?w=150&#038;h=139" alt="Sonys MD - Mini-Disc" width="150" height="139" /><p class="wp-caption-text">Sonys MD - Mini-Disc</p></div>
<p><strong>1991:</strong> Aus dem Ehrgeiz, immer bessere Soundqualität auf kleinerem Raum unterzubringen, entwickelt <strong>Sony</strong> ein Musik-Komprimierungsverfahren (<strong>ATRAC</strong>) und verpackt es auf die so genannte <strong>Mini-Disc</strong> – oder kurz <strong>MD</strong>. Sony positioniert die MD gegen die langsam in die Jahre kommende Musik-Kassette sowie gegen das im privaten Bereich gescheiterte DAT. Die Mini-Disc gleicht einer CD-Single in einem Cardridge-Gehäuse. Im Gegensatz zur (damaligen) CD lässt sich die MD beliebig oft überspielen, weil sie nicht gebrannt, sondern von einem Laser lediglich magneto-optisch ausgerichtet wird. Die Soundqualität ist recht nah an der CD und die kompakte Bauform der MDs erlaubt sehr kleine Geräte für unterwegs, die zudem deutlich unempfindlicher gegen Erschütterungen sind als CDs. Den Geräte-Auftakt macht 1992 der tragbare <strong>Mini-Disc-Recorder Sony MZ-1</strong>. Die Mini-Disc schlägt sich im Rennen um die Nachfolge der Audio-Kassette gegen DAT und DCC noch am wackersten, wenngleich sie nicht annährend den Hype der Kassette selbst erreicht. Durch die Marktakzeptanz von MP3 verabschiedete sich Sony mit der MD als letzter Gerätehersteller 2007 aus Europa.</p>
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<div id="attachment_2687" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2687" title="DCC - Digital Compact Cassette" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/digital-compact-cassette.jpg?w=150&#038;h=99" alt="DCC - Digital Compact Cassette" width="150" height="99" /><p class="wp-caption-text">DCC - Digital Compact Cassette</p></div>
<p><strong>1992:</strong> Als direktester Thronfolger der Audio-Kassette stellt Kassetten-Erfinder <strong>Philips</strong> zusammen mit <strong>Matsushita</strong> (Muttergesellschaft der Elektronikkonzerne <strong>Technics</strong> und <strong>Panasonic</strong>) die <strong>DCC (Digital Compact Cassette)</strong> vor. Die Entwicklung hierzu begann bereits 1983 im Rahmen einer internationalen DAT-Konferenz auf der Suche nach einem Kassetten-Nachfolger. 1985 gab die Kommission aber dem R-DAT den Vorzug gegenüber dem damals unter S-DAT laufenden DCC. Zur Markteinführung muss sich die DCC mit DAT und der Mini-Disc messen. Obwohl die DCC als einziges Medium zum direkten Vorgänger abwärtskompatibel ist (allerdings nur abspielen, nicht aufnehmen) und deutlich weniger kostet, weist sie gegenüber DAT und MD zu viele bedienerische Mängel auf. Das Fehlen direkter Titelsprünge oder das Neuanordnen bereits aufgespielter Lieder sowie die Umspulzeiten eines Bandes will im CD-Zeitalter niemand mehr akzeptieren. Bereits 1996 verschwindet die DCC wieder vom Markt.</p>
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<p><strong>1993:</strong> Für den PC-Bereich erscheinen die ersten <strong>CD-Brenner</strong>. Damalige Geräte kosten in den Anfangsjahren mit entsprechender Brennsoftware locker 20.000 DM! Erster stationäre HiFi-CD-Recorder für den Heimgebrauch tauchen Mitte der 1990er auf, verweigern aber auf Druck der Schallplatten-Industrie jegliche digitale 1:1-Kopie von Audio-CDs. Das übernehmen dann ab 1997 die CD-Brenner in den PCs, als Brenner erstmals für rund 1.000 DM über die Ladentheke wandern.</p>
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<div id="attachment_2688" class="wp-caption alignleft" style="width: 147px"><img class="size-thumbnail wp-image-2688" title="Der im September 1998 eingeführte MP3-Player PMP300 von Rio" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/diamond-rio-pmp300.jpg?w=137&#038;h=150" alt="MP3-Player PMP300 von Rio" width="137" height="150" /><p class="wp-caption-text">MP3-Player PMP300 von Rio</p></div>
<p><strong>1995:</strong> Bereits 1982 startet das &#8222;<strong>Fraunhofer-Institut</strong>&#8220; in Erlangen in Zusammenarbeit mit der &#8222;<strong>Friedrich-Alexander-Universität zu Erlangen und Nürnberg</strong>&#8220; sowie den Unternehmen &#8222;<strong>AT&amp;T Bell Labs</strong>&#8220; und &#8222;<strong>Thomson</strong>&#8220; eine Studie, wie sich Musik möglichst verlustfrei komprimieren lässt. Ziel ist es, den Datenstrom eines Musik-Stückes so zu entschlacken, dass der benötigte Speicherplatz eines komprimierten Liedes nur noch einen Bruchteil von dem des Originals entspricht, ohne dass dabei das menschliche Ohr einen Verlust der Klangqualität wahrnimmt. Der Trick dabei: im Stück vorhandene leise Töne, die quasi im Windschatten lauterer Töne ohnehin ungehört blieben, rechnet ein intelligenter Algorithmus einfach heraus. Das daraus entstehende Komprimierungsverfahren läuft unter dem technischen Begriff &#8222;<strong>ISO MPEG Audio Layer 3</strong>&#8222;, der Volksmund nennt es kurzerhand <strong>MP3</strong>. 1995 erscheinen die ersten MP3-Medien-Player für den PC sowie einzelne tragbare MP3-Endgeräte. Doch erst der im September 1998 eingeführte <strong>MP3-Player &#8222;Rio PMP300&#8243;</strong> erreicht nennenswerte Marktbedeutung. Er kostet etwa 250 US-Dollar und speichert auf seinen 32 MB Kapazität etwa acht Lieder in CD-Qualität. Übrigens: das erste jemals ins MP3-Format komprimierte Lied ist &#8222;<strong>Tom’s Diner</strong>&#8220; von <strong>Suzanne Vega</strong>.</p>
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<p><strong>1995:</strong> Die Sendeanstalten <strong>ORB</strong> und <strong>SFB</strong> erproben zusammen mit der &#8222;<strong>Technischen Universität Berlin</strong>&#8220; sowie dem neu gegründeten Sender &#8222;<strong>Info-Radio Berlin Brandenburg</strong>&#8220; den <strong>Sendebetrieb über Internet</strong>. Allerdings spricht der Fachmann bei <strong>Internet-Radio</strong> nicht mehr vom Senden, sondern vom Streamen. Mittlerweile hält das Internet-Radio weit über 25.000 Radiosender aus allen möglichen Sparten für den Radio-Hörer bereit, mit inbegriffen praktisch alle etablierten Rundfunkanstalten und Privatsender, die man auch vom normalen Radio-Betrieb kennt. Der Vorteil von Internet-Radio: Das Programm läuft weitgehend frei von terrestrischen Störungen ab und der Hörer kann auf eine schier unerschöpfliche Programmauswahl aus der ganzen Welt zurückgreifen. Und natürlich lässt sich über Internet auch in Australien, Usbekistan, Kongo oder wo auch immer der heimische Lieblingssender empfangen, sofern ein Internetanschluss besteht. Der Nachteil: Man braucht wenigstens einen DSL-Anschluss sowie einen PC oder ein entsprechendes Internet-Radiogerät. Und das Programm trifft beim Hörer bis zu 10 Sekunden später ein – bei Fußball-Übertragungen kommt es mitunter vor, dass der Nachbar am Kofferradio bereits jubelt, während man als Internet-Lauscher vor Spannung noch Nägel kaut. Als sehr weit verbreitet gilt Internet-Radio bislang noch nicht. In ganz Europa geht man derzeit von 20 Millionen Hörern aus.</p>
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<div id="attachment_2690" class="wp-caption alignleft" style="width: 117px"><img class="size-thumbnail wp-image-2690" title="Erste DVD Europas: ”12 Monkeys” mit Bruce Willis und Brad Pitt" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/12_monkeys_remastered.jpg?w=107&#038;h=150" alt="&quot;12 Monkeys&quot;" width="107" height="150" /><p class="wp-caption-text">&quot;12 Monkeys&quot;</p></div>
<p><strong>1996:</strong> Ende 1995 einigen sich die großen Hersteller der Unterhaltungsindustrie sowie die Filmindustrie auf den Standart der <strong>DVD (Digital Versatile Disc)</strong> als Nachfolger für die VHS-Kassette. Die DVD sieht aus wie eine CD, weist aber mit bis zu 8,5 GB über das Zehnfache an Speicherkapazität auf. Im Gegensatz zur CD oder Video-Kassette lassen sich erstmals Filme in kinoreifer Qualität für den Heimgebrauch speichern. Ein Jahr später, also 1996,  gelangen erste Abspielgeräte und wenige Filme in den Handel. Die erste DVD in Europa  (&#8222;<strong>12 Monkeys</strong>&#8222;, mit Bruce Willis und Brad Pitt) kommt gar erst 1997 in den Handel und bleibt für lange Zeit der einzige verfügbare Film. Im Jahre 2000 soll die DVD nach der Videokassette auch noch die CD vom Markt verdrängen, und zwar mit dem Format <strong>DVD-Audio</strong>. Trotz technisch ausgefeilterer Möglichkeiten wie Mehrkanalsound und theoretisch besserer Klangeigenschaften zeigt die Käuferschaft jedoch wenig Lust, nach den Vinylplatten jetzt schon wieder ein weiteres Medium zum alten Eisen zu legen.</p>
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<p><strong>1999:</strong> Mit der Musik im MP3-Format starten auch <strong>illegale Internettauschbörsen</strong> wie &#8222;<strong>Napster</strong>&#8222;, &#8222;<strong>KaZaA</strong>&#8220; und Co ihr Unwesen und begeistern während ihrer Blütezeit um 2001 etwa 80 Millionen Tauschwillige, allein Napster zählt rund 65 Millionen. Den Plattenfirmen bescheren solche Tauschdienste nach eigenen Aussagen Milliardenverluste. Doch bereits im Sommer 2001 erzwingt die Plattenindustrie die endgültige Abschaltung der größten Tauschbörse Napster im Internet. Danach etablieren sich etliche legale Musik-Internetdienste wie &#8222;iTunes Music Store&#8220; oder Telekoms &#8222;Musicload&#8220;, die es schaffen, unter Einhaltung der Urheberrechte die Downloads nur gegen Geld anzubieten.</p>
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<div id="attachment_2692" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-2692" title="Apples erster iPod 2001" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/ipod-2001.jpg?w=150&#038;h=105" alt="Apples erster iPod 2001" width="150" height="105" /><p class="wp-caption-text">Apples erster iPod 2001</p></div>
<p><strong>2001:</strong> Am 23. Oktober 2001 stellt der <strong>Apple-Präsident Steve Jobs</strong> der Weltpresse den ersten mobilen Musikplayer von <strong>Apple</strong> vor: der &#8222;<strong>iPod</strong>&#8220; („i“ steht für Information, „Pod“ für Hülse). Bereits der erste iPod revolutioniert mit seinem &#8222;Click-Wheel&#8220; das Bedienkonzept und rangiert zum Vorbild vieler anderer Hersteller. Der Ur-iPod arbeitet mit einer 1,8-Zoll-Festplatte und weist für damals sensationelle 5 GB Speicherkapazität in kompakter und schicker Form auf. Vor allem schafft es der iPod durch sein edles Design auf Anhieb, MP3-Player aus der Teenie- und Schmuddel-Ecke hervorzuholen. Plötzlich ist es auch für Geschäftmänner in edlem Zwirn und eleganten Damen durchaus en vogue, mit weißen Stöpseln im Ohr herumzulaufen. Auch der Einführungspreis von 530 Euro erinnert sehr an ein hochkarätiges Schmuckstück. Mittlerweile liegt die sechste Generation des iPods vor, fasst bis zu 160 GB und spielt neben Musik auch Videos ab oder lädt zum Spielen ein – erhältlich unter dem Typ &#8222;iPod Classic&#8220;. Zum &#8222;Classic&#8220; gesellen sich zudem zahlreiche kompaktere Player wie die beiden iPods &#8222;Shuffle&#8220; und &#8222;Nano&#8220;, Trendsetter und Manager lassen hingegen nur den edlen iPod &#8222;touch&#8220; oder gleich das um die Telefonfunktion erweiterte &#8222;iPhone&#8220; in die Sakkotasche.</p>
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<p><strong>2001:</strong> <strong>CD-Rohlinge</strong> gehen weg wie gebacken Brot und übertrumpfen nach Angaben der <strong>Musikindustrie</strong> in ihren <strong>Absatzzahlen</strong> erstmals die der <strong>regulären Audio-CDs</strong> – irgendwo muss der MP3-Stoff von Napster schließlich hin&#8230; Im Zuge dessen führen die Plattenlabels erstmals Kauf-CDs mit Kopierschutz ein, um so digitale Kopien zu verhindern. Solcherlei Maßnahmen erweisen sich jedoch als Schuss nach hinten. Legale Käufer können ihre Audio-CDs in manchen Playern plötzlich nicht mehr wiedergeben, die Raubkopierer schreckt die Maßnahme hingegen weder technisch noch moralisch ab. Letztendlich brechen durch die Verärgerung der Käufer die Absatzzahlen noch weiter ein. Mittlerweile sehen die meisten Plattenfirmen von ihrem Kopierschutz deswegen wieder ab.</p>
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<div id="attachment_2693" class="wp-caption alignleft" style="width: 114px"><img class="size-thumbnail wp-image-2693" title="Irische Rocksänger Bob Geldof (* 5. Oktober 1951 in Dún Laoghaire)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/08/bob-geldof-live-8.jpg?w=104&#038;h=150" alt="Bob Geldof" width="104" height="150" /><p class="wp-caption-text">Bob Geldof</p></div>
<p><strong>2005:</strong> Fast genau 20 Jahre nach &#8222;Live Aid&#8220;, dem bis dato weltgrößten Rock-Konzert aller Zeiten, organisiert der einstige Initiator <strong>Bob Geldof</strong> (* 5. Oktober 1951 in Dún Laoghaire, Irland) zusammen mit dem U2-Sänger <strong>Bono</strong> (* 10. Mai 1960 in Dublin) ein noch gigantischeres Musik-Spektakel: &#8222;<strong>Live 8</strong>&#8222;. Fand &#8222;Live Aid&#8220; anno 1985 mit London und Philadelphia noch in zwei Städten parallel statt, röhren am 2. Juli 2005 die Gitarrenriffs nun sogar an zehn verschiedenen Orten gleichzeitig, und zwar in Berlin, Paris, London, Rom, Philadelphia, Toronto, Moskau, Johannesburg, Chiba in Japan und im Eden Project in Cornwall/England. Am 6. Juli organisiert der Rockstar Peter Gabriel (* 13. Februar 1950 in Surrey, England) zusätzlich noch ein elftes Konzert in Edinburgh/Schottland, bei dem vorrangig afrikanische Popgrößen auftreten. Ziel von &#8222;Live 8&#8243; ist diesmal weniger eine große Geldspende, sondern den zeitgleich in Schottland stattfindenden G8-Gipfel dazu zu bewegen, den ärmsten Ländern Afrikas die Schulden zu erlassen. Dazu brauchen die Organisatoren kein Bargeld, sondern die Unterschriften der Bevölkerungen aus aller Welt – 24 Millionen Signaturen kamen auf diese Weise zusammen. Das bislang größte Musikspektakel der Menschheits-Geschichte umfasst zehn Städte auf vier Kontinenten, 170 Pop/Rock-Stars spielen 50 Stunden lang, rund 140 Fernsehstationen und 400 Rundfunksender übertragen die Konzerte zu 3 Milliarden Menschen hin, auf den Konzerten selbst feiern nochmals rund 1,7 Millionen Musik-Fans. Der UNO-Generalsekretär Kofi Annan (* 8. April 1938 in Kumasi/Ghana) würdigt die Veranstaltung mit den Worten: „Hier sind wirklich vereinte Nationen!“</p>
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<p><strong>2007:</strong> Hiobsbotschaft für die <strong>CD</strong> und derer Besitzer! Aus den versprochenen 80 Jahren <strong>Lebensdauer</strong> der Musikindustrie für CDs werden in manchen Fällen ganz schnell 10 bis 20 Jahre. Betroffen sind vor allem ältere Discs aus den Anfängen der CD von 1983 bis 1986, wo sich teilweise der chemische Werkstoff des <strong>Labelaufdruckes</strong> in die Datenschicht frisst.</p>
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<p><strong>Zukunftsmusik:</strong> Die &#8222;<strong>Technische Universität in Berlin</strong>&#8220; arbeitet gerade an eine so genannten <strong>Holo-Disc</strong> mit dem Durchmesser einer normalen CD (12 cm), auf der bis zu 1.000 Gigabyte an Daten passen soll. Zum Vergleich: auf eine CD passen 700 MB oder rund 175 MP3-Lieder (bei 4 MB pro Titel = 25 Titel je 100 MB), auf eine Single-Layer-DVD passen 4,3 GB oder rund 1.075 MP3-Lieder (auf eine Dual-Layer-DVD also das Doppelte), auf eine Blu-ray-Disc passen maximal 50 GB oder rund 12.500 MP3-Lieder, auf einer Holo-Disc mit 1.000 GB passen demnach 250.000 MP3-Lieder. Nicht das man sie wohl für so etwas ernsthaft verwenden würde&#8230; aber man könnte. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align:right;"> <strong><em>© Andy Ilmberger, 2009</em></strong></p>
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<p style="text-align:center;"><strong><span style="color:#008000;"><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/05/420-jahre-geschichte-von-tontragern-und-radio-vor-edisons-phonographen-bis-nach-apples-ipod-%e2%80%93-teil-1-von-1589-bis-1945/" target="_self">Hier geht es zu Teil 1 der Tonträger-Geschichte von 1589 bis 1945</a></span></strong><a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/09/04/420-jahre-geschichte-von-tontragern-und-radio-vor-edisons-phonographen-bis-nach-apples-ipod-%e2%80%93-teil-1-von-1589-bis-1945/" target="_self"><strong></strong></a></p>
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			<media:title type="html">drenegadt</media:title>
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			<media:title type="html">Aufmacher Plattenspieler, © by gl0ri - mehr von gl0ri bei Klick ins Bild</media:title>
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			<media:title type="html">Tonbandgerät &#34;Soundmirror&#34; von Brush Development Co</media:title>
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			<media:title type="html">Ungarisch-amerikanischer Physiker Dr. Peter Carl Goldmark (* 2. Dezember 1906 in Budapest, + 7. Dezember 1977 in New York)</media:title>
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			<media:title type="html">Transistor-Radio</media:title>
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			<media:title type="html">Eine Single mit 45 U/min - erkennbar am großen Loch in der Mitte</media:title>
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			<media:title type="html">UKW-Autoradio Mexico von Becker</media:title>
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			<media:title type="html">Audio-Kassette von Philips</media:title>
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			<media:title type="html">King of Rock-&#38;-Roll Elvis Presley (* 8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi, + 16. August 1977 in Memphis, Tennessee)</media:title>
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			<media:title type="html">Britische Rockformation &#34;Queen&#34;</media:title>
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			<media:title type="html">Sony Walkman &#34;TPS-L2&#34; </media:title>
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			<media:title type="html">Compact Disc von Sony und Philips</media:title>
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			<media:title type="html">Billy Joel - 52nd Street</media:title>
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			<media:title type="html">Michael Jackson - Thriller</media:title>
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			<media:title type="html">Sony Discman D-50</media:title>
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			<media:title type="html">Band Aid - Do They Know It’s Christmas? </media:title>
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			<media:title type="html">DAT - Digital Audio Tape</media:title>
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			<media:title type="html">Sonys MD - Mini-Disc</media:title>
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			<media:title type="html">DCC - Digital Compact Cassette</media:title>
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			<media:title type="html">Der im September 1998 eingeführte MP3-Player PMP300 von Rio</media:title>
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			<media:title type="html">Erste DVD Europas: ”12 Monkeys” mit Bruce Willis und Brad Pitt</media:title>
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			<media:title type="html">Apples erster iPod 2001</media:title>
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			<media:title type="html">Irische Rocksänger Bob Geldof (* 5. Oktober 1951 in Dún Laoghaire)</media:title>
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	</item>
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		<title>Zitat der Woche (KW 36, 2009) – von George Lazenby alias James Bond 007</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 19:16:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drenegadt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortgef(l)echt Helden, Stars und Entertainer]]></category>
		<category><![CDATA[Wortgef(l)echte rund um James Bond 007]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate & Wortgef(l)echte der Woche anno 2009]]></category>
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		<description><![CDATA[„Das wäre dem andern nie passiert!“
George Lazenby als James Bond in der Eröffnungs-Sequenz seines einzigen Bond-Abenteuers &#8222;Im Geheimdienst seiner Majestät&#8220;, als ihn eine unbekannte Schönheit (Diana Rigg alias Tracy) am Strand sitzen lässt.
 
Für viele bleibt er auf immer nur ein zweitklassiger Ersatzmann für Sean Connery, ein Lückenbüßer, zwar ein Mann mit kometenhaftem Aufstieg, aber einem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ilmberger.wordpress.com&blog=4740744&post=2813&subd=ilmberger&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="attachment_2820" class="wp-caption alignleft" style="width: 211px"><img class="size-medium wp-image-2820" title="Geroge Lazenby als James Bond 007" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/geroge-lazenby-02.jpg?w=201&#038;h=300" alt="Geroge Lazenby als James Bond 007" width="201" height="300" /><p class="wp-caption-text">Geroge Lazenby als James Bond 007</p></div>
<p style="text-align:center;"><strong><em><span style="color:#0000ff;">„Das wäre dem andern nie passiert!“</span></em></strong></p>
<p><em>George Lazenby als James Bond in der Eröffnungs-Sequenz seines einzigen Bond-Abenteuers &#8222;Im Geheimdienst seiner Majestät&#8220;, als ihn eine unbekannte Schönheit (Diana Rigg alias Tracy) am Strand sitzen lässt.</em></p>
<p> </p>
<p>Für viele bleibt er auf immer nur ein zweitklassiger Ersatzmann für <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/08/23/zitat-der-woche-kw-35-2009-%e2%80%93-von-sean-connery-alias-james-bond-007/" target="_self"><strong><span style="color:#333399;">Sean Connery</span></strong></a>, ein Lückenbüßer, zwar ein Mann mit kometenhaftem Aufstieg, aber einem noch viel schnelleren Absturz in die Bedeutungslosigkeit: George Lazenby, der am 5. September 2009 genau 70 Jahre alt wird. Sein Leben glich bislang einer Achterbahnfahrt auf dem <a href="http://elfenzauber.wordpress.com/2009/08/30/die-geschichte-des-munchner-oktoberfests-wiesn-von-1810-bis-heute/" target="_blank"><strong><span style="color:#99cc00;">Oktoberfest</span></strong></a> und sein erlangter Ruhm als <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/11/11/zitat-der-woche-kw46-2008-%e2%80%93-zum-88sten-geburtstag-von-james-bond/" target="_self"><strong><span style="color:#0000ff;">James Bond</span></strong></a> in &#8222;Im Geheimdienst ihrer Majestät&#8220; hält auch kaum länger an als eine Fahrt im Fünfer-Looping. Ob all die Häme, Vorurteile und schlechten Kritiken gegen den australischen Dressman gerechtfertigt waren, lässt sich als Externer mit gefährlichem Halbwissen rund 40 Jahre nach seiner ersten und gleichzeitig letzen Mission als 007-Agent kaum beurteilen. Doch Lazenbys runder Geburtstag ist eine hervorragende Gelegenheit, etwas Licht hinter die Filmkulissen von &#8222;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&#8220; zu bringen und gleichzeitig sein Leben einmal Revue passieren zu lassen. Schließlich steckt hinter jedem Leben mehr, als nur ein Kinofilm, selbst wenn das im Fall George Lazenby nur schwer vorstellbar ist.<span id="more-2813"></span></p>
<p> </p>
<h2><span style="color:#000000;">Das Leben von George Lazenby vor James Bond</span></h2>
<p>George Lazenby kommt am 5. September 1939 im australischen Goulburn zur Welt. Angeblich jagt er bereits mit 13 Kängurus und verdient sich umgerechnet einen halben Euro pro erlegte Beute. Zwei Jahre später beginnt George Lazenby eine Lehre als Automechaniker, doch schon bald verkauft er mehr Gebrauchtwagen, als dass er sie repariert. Um sich eine schöne Engländerin zu angeln, wandert Lazenby auf die Insel aus. Wieder verkaufte er zunächst Gebrauchtwagen, steigt aber bald zum Neuwagenhändler auf&#8230; Eines Tages ersteht ein Londoner Modefotograf namens Chard Jenkins einen Mercedes bei Mr. Lazenby und der Bildkünstler ist so von seinem Autohändler begeistert, dass er ihn zu einem Foto-Shooting als Model überredet. Es dauerte nicht lange, da entdeckt die Werbebranche den sportlichen Hünen und George Lazenby wirbt für bis zu 10.000 Euro monatlich für Benzin, Schokolade, Schuppenshampoo, Tabak, Klamotten sowie Kosmetik in Illustrierten und im Fernsehen. Er gilt damit als einer der bestbezahltesten Werbeikonen Englands. Zu einem seiner bekanntesten Spots entwickelt sich die Schokoladenwerbung zur Marke &#8222;Big Fry&#8220;, deshalb kennt man George Lazenby zu dieser Zeit fast besser als &#8222;Big-Fry-Man&#8220;.</p>
<p>Nach dem Sean Connery seine „Lizenz zum Töten“ offiziell niederlegte, suchte mitunter die Presse nach einem geeigneten Nachfolger für den Schotten. Im Gespräch sind neben diversen anderen auch Timothy Dalton und Roger Moore, doch Dalton stellt sich einfach noch als zu jung heraus und Roger Moore kommt (wieder mal) aus einem laufenden Vertrag der TV-Serie &#8222;Simon Templar&#8220; (&#8222;The Saint&#8220;) nicht heraus. Unterdessen empfiehlt eine Freundin von George Lazenby, er solle sich doch einfach mal formell bewerben. Gesagt, getan: Lazenby sucht Sean Connerys Schneider Anthony Sinclairs auf und lässt sich von ihm einen Bond-Anzug nach Maß schneidern. Danach passt er seine Frisur noch entsprechend an und stellt sich bei Harry Saltzman, einem der Bond-Produzenten, vor. Und Saltzman zeigt sich tatsächlich begeistert von dem gut aussehenden Athleten und Schwimmer, zudem gleicht er von seiner Statur her sehr Sean Connery. Zu diesem Zeitpunkt wiegt der 1,87-Meter-Hüne 84 Kilo und zählt 29 Lenze – neun weniger als sein Vorgänger. Doch auch <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/06/24/zitat-der-woche-kw26-2009-von-albert-r-%e2%80%9ecubby%e2%80%9c-broccoli-%e2%80%93-der-filmische-vater-von-james-bond/" target="_self"><strong><span style="color:#333399;">Albert R. Broccoli</span></strong></a>, der zweite Mann des Bond-Produktionsteams, muss sich erst noch von Lazenbys Bond-Qualitäten überzeugen. Aber nach einem blutig verlaufenden Probekampf zwischen George Lazenby und einem russischem Sparringspartner gibt letztlich auch Broccoli seinen Segen zur Verpflichtung des Australiers. Im Oktober 1968 stellen die Produzenten den neuen James Bond der Weltpresse vor. Seine Gage soll im ersten Film angeblich nur etwa dem entsprechen, was auch Sean Connery für seinen ersten Film &#8222;James Bond jagt Dr. No&#8220; bekam – 6.000 englische Pfund. Für jeden weiteren Film hätte George Lazenby jedoch deutlich mehr bekommen&#8230; hätte!</p>
<p> </p>
<h2><span style="color:#000000;">Das Leben von George Lazenby als James Bond</span></h2>
<p>Albert R. Broccoli und Harry Saltzman bieten George Lazenby einen Siebenjahresvertrag für insgesamt fünf James-Bond-Filme an. Doch dem jungen Australier mangelt es an einem kompetenten Rechtsbeistand, der die Vertragsklauseln entsprechend überarbeitet. Und so beginnen die Dreharbeiten zu &#8222;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&#8220; ohne diesen langjährigen Kontrakt. Trotz Fehlen dieses Papiers entwickelt George Lazenby innerhalb kürzester Zeit ein gehöriges Maß an Selbstbewusstsein, das man ihm bald als Arroganz und Starallüren auslegt.</p>
<div id="attachment_2825" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2825" title="Tracy (Diana Rigg) und James Bond (George Lazenby) auf dem Weg in die Flitterwochen... und in den Tod. Privat wäre das den beiden nie passiert, sie konnten sich nicht besonders gut leiden..." src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/george-lazenby-081.jpg?w=300&#038;h=225" alt="Tracy (Diana Rigg) und James Bond (George Lazenby) auf dem Weg in die Flitterwochen... und in den Tod. Privat wäre das den beiden nie passiert, sie konnten sich nicht besonders gut leiden..." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Tracy (Diana Rigg) und James Bond (George Lazenby) auf dem Weg in die Flitterwochen... und in den Tod. Privat wäre das den beiden nie passiert, sie konnten sich nicht besonders gut leiden...</p></div>
<p>Zwar halten die beiden Produzenten am Anfang fast väterlich ihre schützende Hand über den neuen und unerfahrenen Schauspieler, doch ihre Zuneigung stellt Lazenby bereits kurz nach Drehbeginn auf zahlreiche Proben. Zunächst erklärt er in einem Interview, nicht James Bond sondern vor allem sich selbst zu spielen, was bei der Obrigkeit gar nicht gut ankommt. Bei den Ski-Szenen in der Schweiz will Lazenby die Ski-Szenen unbedingt selbst fahren, was ihm Saltzman aber aus versicherungstechnischen Gründen verbieten muss. Als Lazenby in den Drehpausen trotzdem durch den Tiefschnee jagt, gibt es statt Apres-Ski erst mal einen deftigen Anschiss für ihn. Das hält George Lazenby aber nicht davon ab, beim Essen diverse Sonderwünsche zu äußern, während alle anderen im Team dasselbe essen oder er fordert ein größeres Auto und Hotelzimmer, als es seine Partnerin Diana Rigg bekommt. Überhaupt scheint die Beziehung zwischen Lazenby und Rigg, so innig sie im Film auch rüberkommen mag, recht kontrovers und spannungsgeladen zu sein. So existieren etwa Erzählungen, George Lazenby hätte vor den Kuss-Szenen mit Diana Rigg extra Knoblauch gegessen&#8230;</p>
<p>Der Umgang mit den Presseleuten liegt George Lazenby ebenfalls nicht im Blut und anstatt seine Popularität auszukosten, fühlt er sich von Fans und weiblichen Groupies nur genervt. In der Konsequenz schotten die Produzenten Saltzman und Broccoli ihren Hauptdarsteller immer mehr von der Öffentlichkeit ab und begrenzen seine Werbetour für den Film auf ein Minimum, was für den Erfolg des sechsten Bond-Abenteuers nicht gerade dienlich ist. Hinter den Kulissen beginnt es daraufhin immer mehr zu brodeln. Aus dem Filmstab wirf man Lazenby Unprofessionalität, Unzuverlässigkeit und Unkollegialität vor. Zwar gibt es vor allem vom zweiten Aufnahmeteam nur lobende Worte über Lazenbys Hilfsbereitschaft und professioneller Einstellung, doch die Grundstimmung kippt eindeutig zu seinen Ungunsten. Zu den persönlichen und zwischenmenschlichen Problemen kommen zudem schwerwiegende filmische Hindernisse. Die hinterlassenen Fußstapfen von Sean Connery erweisen sich für den Film-Neuling Lazenby eben doch als zu groß, zumal der Film &#8222;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&#8220; eigentlich vor &#8222;Man lebt nur zweimal&#8220; hätte rauskommen sollen und so bis aufs i-Tüpfelchen noch auf Sean Connery zugeschnitten ist – dieser Umstand macht es dem Australier nicht einfacher.</p>
<div id="attachment_2826" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-2826" title="Kinoplakat zum James-Bond-Film &quot;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&quot;" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/george-lazenby-07.jpg?w=300&#038;h=452" alt="Kinoplakat zum James-Bond-Film &quot;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&quot;" width="300" height="452" /><p class="wp-caption-text">Kinoplakat zum James-Bond-Film &quot;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&quot;</p></div>
<p>Nach Ende der Dreharbeiten von &#8222;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&#8220; hatte George Lazenby nun endlich einen fertig ausgearbeiteten Siebenjahresvertrag von seinem Rechtsbeistand auf dem Tisch. Doch mittlerweile sind die Gräben zwischen Lazenby und dem Produktionsteam zu tief. Broccoli und Saltzman verlieren ihren Glauben an George Lazenby. Fast möchte man meinen, sie versuchen ihren Protagonisten nachträglich totzuschweigen. Auf den Kinoplakaten heißt es dann auch nicht mehr wie früher: „Sean Connery ist James Bond 007“ sondern lediglich „James Bond 007 in <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2009/05/28/zitat-der-woche-kw-22-2009-%e2%80%93-von-ian-fleming-schopfer-von-james-bond-007/" target="_self"><strong><span style="color:#333399;">Ian Fleming</span></strong></a>s &#8222;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&#8220;  – in den Hauptrollen: George Lazenby, Diana Rigg, &#8230;“ Und zur Krönung dessen ist auf den Filmplakaten noch nicht mal das Gesicht von George Lazenby zu erkennen. Diese Tatsache sowie der Tipp eines vermeintlichen Insiders, dass seine Tage als James Bond bald gezählt sind, lassen George Lazenby nervös werden. Hinzu kommt, dass er sich als James Bond schlecht bezahlt fühlt und fest daran glaubt, mit Spagetti-Western locker das Dreifache verdienen zu können. Als Konsequenz all dessen hängt George Lazenby noch vor der Premiere des Bond-Filmes seine Walther PPK an den Nagel. Die Kritiker kennen trotz des frühzeitigen Abschieds von George Lazenby (oder gerade deswegen) keinerlei Erbarmen und zerreisen seine Schauspielleistung fast einhellig in der Luft. Und das, obwohl &#8222;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&#8220; als Film an sich glänzende Rezensionen bekommt. Die für die damalige Zeit sensationellen Actionsequenzen inklusive der haarstreubenden <a href="http://ilmberger.wordpress.com/2008/09/05/infernal-im-eiskanal/" target="_blank"><strong><span style="color:#ff0000;">Bobfahrt</span></strong></a>, der durchgängige spannungsbehaftete Handlungsstrang und die emotionale Liebesgeschichte zwischen Bond und Tracy mit dem dramatischen Ende (und dem zu Tränen rührenden Bond-Zitat: <strong><em><span style="color:#0000ff;">„Wir sind nicht in Eile, wir haben unendlich viel Zeit“</span></em></strong>) schürt allgemein die Meinung, dass es mit Sicherheit der beste James-Bond-Film geworden wäre, wenn&#8230; ja wenn Sean Connery den Doppelnull-Agenten verkörpert hätte! Für den nächsten Bond-Streifen &#8222;Diamantenfieber&#8220; holen die Produzenten schließlich Sean Connery gegen eine damals unfassbare Summe von 1,25 bis 1,43 Millionen US-Dollar Gage plus Gewinnbeteiligung wieder als James Bond zurück.</p>
<p> </p>
<h2><span style="color:#000000;">Das Leben von George Lazenby nach James Bond</span></h2>
<p>Immerhin erscheint George Lazenby am 18. Dezember 1969 in London noch zur Filmpremiere von &#8222;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&#8220; – als Zeichen des stillen Protests mit Vollbart. An den Kinokassen bleibt das an sich perfekte Action-Spektakel weit hinter den Erwartungen zurück. Von einem Flop zu reden wäre nicht gerecht, der Film mutiert zum Beispiel in den USA immer noch zum zweiterfolgreichsten Film des Jahres 1969. Doch im Vergleich zum Vorgängerfilm &#8222;Man lebt nur zweimal&#8220; mit Sean Connery sprudeln mit circa 36 Millionen US-Dollar weltweit nur halb soviel in die Kinokassen. Nach all dem Hickhack um George Lazenbys Person und den zahlreichen Kritiken an seiner Schauspielerei kein Wunder! Dabei erhält Lazenby für seine Bond-Rolle immerhin eine Golden-Globe-Nominierung als &#8222;Bester Nachwuchsdarsteller&#8220; – im Nachhinein sicher gerechtfertigt, aber für den Australier kaum mehr als ein Trostpflaster.</p>
<p>Ein Jahr nach James Bond erklärt George Lazenby in einem Interview gegenüber der Jugendzeitschrift &#8222;Bravo&#8220;: <em><strong>„Nach einem Jahr als geleckter James Bond vor der Kamera genieße ich es, endlich wieder ein eigenes Ich zu haben. Endlich kleide ich mich, wie es mir passt und stehe auf, wann ich dazu Lust habe. Sehr früh! Am frühen Nachmittag nämlich. Ich spiele mit meiner Spielzeugrennbahn, klimpere auf meiner Gitarre und fahre mit dem Motorrad ziellos durch die Gegend. Eines ist sicher: George Lazenby hat ein schöneres Leben als James Bond.“</strong></em> Klingt nach einer Menge Freizeit, und genau das ist auch der Haken an Lazenbys schönem Leben nach James Bond. Weder die dreifach dotierten Italo-Western noch sonst irgendein richtiges Filmangebot bekommt der Ex-Bond zu Gesicht. Nach all dem, was in der Filmbranche über George Lazenby durchsickerte – wie wahr oder unwahr dies dann auch gewesen sein mag – machen alle namhaften Filmproduzenten einen weiten Bogen um den Mimen. In all dem Frust fällt George Lazenby dann auch nichts Blöderes ein, als zwei Jahre später mit dem Film &#8222;Universal Soldier&#8220; (1971) eine eigene Bond-Parodie zu finanzieren, produzieren und natürlich auch zu spielen. Der Streifen verschlingt rund 2,2 Millionen US-Dollar an Produktionskosten und flopt an den Kinokassen – als James Bond oder auch nur etwas Vergleichbarem will ihn tatsächlich niemand mehr sehen. Im gleichen Jahr heiratet George Lazenby die Zeitungserbin Christine Townson, die ihn während der Zeit auch finanziell über Wasser hält.</p>
<p>Doch die anhaltende Erfolglosigkeit im Westen vor Augen lässt den Australier gen Osten ziehen, genauer gesagt nach Hongkong. Dort prügelt er sich durch diverse B-Movies und schließt sogar Freundschaft mit der Kampfkunst-Legende Bruce Lee. Beide schmieden zusammen große Pläne und wollen vier Filme ins Kino bringen, doch der plötzliche Tod von Bruce Lee (* 27. November in San Francisco, + 20. Juli 1973 in Hongkong) durchkreuzt auch diese aussichtsreichen Vorhaben. Von den vier geplanten Filmen dreht George Lazenby trotzdem drei und mit &#8222;Der Mann aus Hongkong&#8220; (1975) gelingt ihm sogar ein Achtungserfolg. Seine finanziellen Probleme beseitigen die Hongkong-Filme jedoch nicht, und so reist er weiter über Australien nach Süd-Kalifornien wo er sich wieder einmal als Verkäufer versucht&#8230; nein, diesmal keine Autos, diese Mal handelt Lazenby mit Immobilien.</p>
<p>Die Jahre lassen seinen Ruf als unprofessionellen und arroganten Schauspieler etwas verklären und so ergattert George Lazenby wieder Angebote für Werbespots oder billige B-Movies. Unter anderem bekommt er eine Rolle in dem Klamaukfilm &#8222;Kentucky Fried Movie&#8220; (1977). Zumeist jedoch parodiert Geroge Lazenby in den Streifen und Werbeclips den Mann, der ihn immerhin weltberühmt machte und den er eigentlich nie wieder spielen wollte: James Bond! Unter anderem sieht man ihn 1983 als JB in dem Fernsehfilm &#8222;The Return Of The Man From U.N.C.L.E&#8220; oder 1990 als James B in &#8222;Diamonds aren’t forever&#8220;</p>
<p>1983, bei Lazenbys Pseudo-Comeback als JB im Fernsehen startet im Kino gerade das große James-Bond-Duell zwischen Sean Connery in &#8222;Sag niemals nie&#8220; und Roger Moore in &#8222;Octopussy&#8220;. Eine gute Gelegenheit für George Lazenby, etwas von seinem Selbstbewusstsein vergangener Tage in einem Interview zu demonstrieren: <em><strong>„Ich wäre besser als beim letzten Mal. Ich habe das Gefühl, dass meine damalige Darstellung neben der von Connery und Moore bestehen konnte – und das war schließlich, bevor ich Schauspieler wurde. Jetzt würde ich sie glatt wegblasen!“</strong></em></p>
<div id="attachment_2828" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2828" title="George Lazenby Mitte der 1990er - einmal Bond, immer Bond! ;-)" src="http://ilmberger.files.wordpress.com/2009/09/george-lazenby-03.jpg?w=300&#038;h=238" alt="George Lazenby Mitte der 1990er - einmal Bond, immer Bond! ;-)" width="300" height="238" /><p class="wp-caption-text">George Lazenby Mitte der 1990er - einmal Bond, immer Bond! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p></div>
<p>Apropos blasen: als George Lazenby damit aufhört, James Bond zu imitieren, etwa Anfang der 1990er, spielt er in der Erotikfilm-Reihe &#8222;Emmanuelle&#8220; mit Sylvia Kristel in insgesamt sieben Episoden mit. Ansonsten halten sich die Filmangebote aber weiter in sehr überschaubaren Grenzen. Mitte der 1990er antwortet George Lazenby in einem Fernsehinterview auf die Frage zum Ausstieg als James Bond nach nur einem Film etwas reumütig: <strong><em>„Keine gute Idee! Ich hätte noch mindestens einen weiteren machen sollen, nur um zu beweisen, dass ich nicht gefeuert wurde!“</em></strong> Doch zu jener Zeit ist dies nicht mehr seine Hauptsorge. Sein Sohn Zachery, einer von zwei Kindern mit seiner Frau Christine, erkrankt an einem Hirntumor und verstirbt am 24. September 1994 mit nur 19 Jahren. Seine Ehe mit Christine Townson zerbricht nur ein Jahr später – nach 24 Jahren Ehe. Im Jahre 2002 heiratet George Lazenby die ehemalige Tennisspielerin Pam Shriver, die ihm drei Kinder schenkt. Allerdings hält diese Ehe nur bis August 2008.</p>
<p>Immerhin scheint sich George Lazenby mit James Bond ausgesöhnt zu haben, denn bei der 40-Jahr-Feier und der Premiere &#8222;Stirb an einem anderen Tag&#8220; (2002) mit Pierce Brosnan als James Bond jubelt er neben seinen Nachfolgern Roger Moore und Timothy Dalton sowie der Queen höchstpersönlich fröhlich mit. Der erfolglosen Schauspielerei kehrt Lazenby jedoch 2003 endgültig den Rücken. Jetzt 2009, am 5. September, feiert George Lazenby seinen 70sten Geburtstag. Von der alten Bond-Garde ist er mit Abstand der jüngste, und trotzdem vielleicht der Weiseste? Denn das Eingangs angeführte Zitat passt auch zu seinem echten Lebenslauf: Was ihm passiert ist, wäre den anderen beiden nie passiert! Weder Sean Connery noch Roger Moore konnten während ihrer Laufbahn einen solch immensen Erfahrungsschatz mit derartigen Rückschlägen bei so einer Aussichtslosigkeit an Erfolg ansammeln wie George Lazenby. Nach dem Ausstieg (oder Rauswurf) als James Bond glich Lazenbys Karriere der rasanten und Action beladenen  Bobfahrt aus &#8222;Im Geheimdienst Ihrer Majestät&#8220; – steil und schnell bergab. Bleibt die Hoffnung, dass er mittlerweile zumindest unten angekommen ist, in einem schönen Tal, wo er sich auch mental zur Ruhe setzen kann um auf ein bewegtes Leben zurückzublicken. Jetzt ist er nicht mehr in Eile, er hat unendlich viel Zeit! Happy Birthday, George Lazenby.</p>
<p style="text-align:right;"><strong><em>© Andy Ilmberger, September 2009</em></strong></p>
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