
Emil Berliner mit einem Prototypen seines Grammophons
„Man wird mit Hilfe meines Grammophons ein Menschenleben in 20 Minuten auf Platten zusammenfassen können. 5 Minuten lang Kindergebrabbel, 5 Minuten für das Jauchzen des Knaben, 5 Minuten für die Gedanken des Mannes und den Rest für die schwachen, letzten Äußerungen auf dem Totenbett. Dieses Tonbild wird eine ständige Erinnerung sein. Man wird auch von meinen Platten so viele Kopien machen können, wie man will, und prominente Sänger, Sprecher und Schauspieler werden durch den Verkauf ihrer ‘Phonoautogramme’ zu einem Tantieme-Einkommen gelangen können.“
Emil Berliner vor dem Gremium des Franklin-Instituts, 16. Mai 1888
Heute erbete ich mal die Aufmerksamkeit der jungen Musik-Generation, für die Vinyl-Schallplatten nicht mehr sind als ein urzeitliches und Platz raubendes Relikt im Wohnzimmerschrank der Eltern. Jenen, die das prickelnde Flair von Plattenläden nur noch aus Erzählungen kennen und CDs lediglich dann kaufen, wenn man sie mit frisch gesaugtem Material vom Napster-Tauschserver selbst bespielen will. All denen, deren kompletter musikalischer Jugend-Soundtrack, voll bespickt mit Gangsta-Rap, Hausfrauen-Techno oder gecasteten Hupfdohlen-Boybands auf die Speicherkarte ihres Handys passt. Heute stelle ich Euch den Mann vor, der die kommerzielle Verbreitung von Musik überhaupt erst ermöglichte. Gestatten: Emil Berliner (* 20. Mai 1851 in Hannover, + 3. August 1929 in Washington), deutscher Erfinder und Schöpfer der Schallplatte sowie des Plattenspielers (damals noch Grammophon). Die ganze Geschichte der Tonträger vom Mittelalter bis in die nahe Zukunft findet Ihr übrigens hier unter 420 Jahre Geschichte Tonträger & Radio.
Die Anfänge des Emil Berliner
Emil Berliner erblickt als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie am 20. Mai 1851 in Hannover das Licht der Welt. Um 1870 befindet sich Preußen mit seinen deutschen Verbündeten im Krieg gegen die aufmarschierenden Franzosen unter Napoleon III. Aus Angst vor der Einberufung einerseits und der Zweifel, hierzulande seine weit reichenden Visionen umsetzen zu können andererseits, packt der junge Emil Berliner seine Koffer und wandert in die USA aus. Dort schlägt sich Emil zunächst als Buchhalter durch, sogar Jobs als Flaschenspüler, Zeitungsjunge oder Hoteldiener sagen ihm manche Biografien nach. Zu seinen ersten Erfindungen zählen dann auch – gänzlich untechnisch – diverse Mixgetränke aus Kaffee, Schokolade und Sirups.

Der Erfinder Emil Berliner: * 20. Mai 1851, + 3. August 1929
Seine eigentliche Leidenschaft gilt jedoch der Physik und so beschäftigt sich Emil Berliner mit dem High-Tech der 1870er, dem Telefon. Tatsächlich gelingt es Berliner, ein eigenes Kohlemikrofon für Telefone zu entwickeln, was bisherigen Mikrofonen in punkto Sprachqualität deutlich überlegen ist. Er verkauft sein Mikro anno 1877 für 75.000 Dollar an die Telefon-Gesellschaft „Bell Telephone Company“, woraufhin Emil (oder Emile, wie der Amerikaner sagt) als reicher Mann gilt. Auch in Deutschland versucht Emil Berliner aus seiner Erfindung Kapital zu schlagen und gründet in Hannover mit seinem Bruder Joseph die „Telefonfabrik Berliner“. Doch Telefone langweilen Emil Berliner bald, seine eigentliche Aufmerksamkeit richtet er auf den Phonographen von Thomas Alva Edison, mit dem es erstmals möglich war, Töne und Sprache auf eine Walze zu schreiben und danach wiederzugeben. So sehr Edisons Erfindung die Menschen damals fasziniert, so hat sie doch einen gravierenden Haken: Die Aufzeichnung der Schallwellen findet auf Walzen statt, die sich in dieser Form nicht oder zumindest nur äußerst umständlich weiterkopieren lassen. Da somit jede Aufnahme ein Unikat darstellt, bleibt sie für Privatpersonen unbezahlbar. Somit ist der Phonograph von Thomas Alva Edison markttechnisch gesehen ein Flop.
Emil Berliner und die Erfindung der Schallplatte
Emil Berliner erkennt die Marktlücke und tüftelt an einem scheibenförmigen Tonträger, der sich bei Bedarf tausendfach abkupfern lässt. Als positiven Nebeneffekt erhofft er sich zudem weniger Störgeräusche wie bei den Edison-Zylindern. Sein erstes Etappenziel erreicht der deutsche Erfinder im Mai 1887, als er für sein Grammophon ein US-Patent zugesprochen bekommt. Am 12. November 1887 stellt Berliner dann sein Gerät dem Fachmagazin „Electrical World“ (quasi die „ct“ des Industriezeitalters) vor. Statt mit Stanniol versehene Wachswalzen (wie bei Thomas Alva Edisons Phonograph) kommen jetzt mit massig Ruß und Leinöl überzogene Glasplatten zum Einsatz und der Schall wird nicht wie bei Edison mittels Vertiefungen im Tonträger verewigt, sondern durch eine in Rillen verlaufende, seitwärts ausschlagende Zickzack-Schrift. Danach fixiert Berliner das Aufgenommene auf der Scheibe, in dem er in einem chemischen Verfahren den Ruß härtet. Davon wiederum lässt sich nun eine Master-Scheibe (bzw. ein Negativ) aus Zink fertigen, von der Berliner beliebig viele Scheiben abpressen könnte, die genau dem aufgenommenen Original entsprechen… „kleinere Qualitätsverluste“ natürlich mit inbegriffen… Wie dem auch sei: Emil Berliner tauft seine Ruß-Scheibe auf den Begriff „Schallplatte“ und Ihr wisst jetzt auch, warum man bei Schallplatten heute noch von einer Pressung spricht. Am 16. Mai 1888 stellt Emil Berliner seinen ersten voll funktionsfähigen Prototypen zahlreichen Wissenschaftlern am „Franklin Institute“ in Philadelphia vor, wo er das oben angeführte Zitat äußert: „Man wird mit Hilfe meines Grammophons ein Menschenleben in 20 Minuten auf Platten zusammenfassen können…“
Sprachen wir eigentlich schon die kleineren akustischen Qualitätsmängel an? Ein „Sound“ im engeren Sinne ist bis dato praktisch nicht existent und das gesprochene Wort erahnt der Zuhörer oft nur mit Fantasie, Konzentration und guten Ohren. Emil Berliner forscht daher zusammen mit einem Techniker namens Werner Suess weiter an der Materialbeschaffenheit seiner Schallplatten, um die Tonqualität wenigstens in einen halbwegs brauchbaren Bereich zu hieven. Eines schönen Tages im Juli 1889 entscheidet sich Emil Berliner für vulkanisiertes Hartgummi als Material für seine Schallplatten und will diese nun endlich gewinnbringend auf dem Markt einführen. Die US-amerikanische Ignoranz der Industrie für seine „bahnbrechende“ aber nur leidlich ausgereifte Erfindung treibt Emil Berliner wieder zurück in seine Heimat, wo er sein Grammophon am 26. November 1889 der „Berliner Elektronischen Gesellschaft“ vorführt, die ihn prompt voller Begeisterung als neues Mitglied aufnimmt.

Emil Berliner mit einem Aufnahmegerät für seine Schallplatten
Von diesem Erfolgserlebnis bestätigt stellt Emil Berliner seine Investorensuche in der Industrie ein und riskiert schließlich eine Serienfertigung auf eigene Kappe. Als Hersteller für seine Erfindung gewinnt Emil Berliner den Spielwaren-Fabrikanten „Kämmer & Reinhardt“ in Thüringen, der ab 1890 tatsächlich mit der Produktion zweier Geräte beginnt: ein Grammophon mit Handkurbelantrieb sowie eine sprechende Puppe mit einem eingebauten Mini-Grammophon und entsprechenden 8-cm-Mini-Schallplatten. Die erste Serienschallplatte dreht also tatsächlich in einer Spielzeugpuppe ihre Runden. Die Wiedergabequalität klingt allerdings immer noch dermaßen besch…eiden, dass Berliner einen Zettel mit dem gesprochenen Text beilegen lässt, um den Hörer beim Erraten des Inhaltes zu unterstützen. Insgesamt kommen 25.000 Platten aus dieser Ära in Umlauf – auffindbar ist heute kaum mehr ein Exemplar davon.
Emil Berliner zieht es bald wieder in die USA, wo er die Entwicklung seines Grammophons und der dazugehörigen Schallplatten weiter vorantreiben will. Was nun folgt, sind Jahre diverser Firmengründungen und Geschäftsallianzen, die allesamt innerhalb weniger Jahre den Bach runter gehen. Hinzu kommen bald auch noch Lizenz- und Patent-Streitigkeiten um sein Aufnahmeverfahren mittels Seitenschrift (genau, die Zickzack-Schrift), welche erst 1895 zu seinen Gunsten enden. Trotz des juristischen Sieges bleibt der kommerzielle Erfolg aber weiter aus, da Berliners Grammophon immer noch eher als überteuertes Spielzeug gilt und nicht als ernstzunehmendes Musikwiedergabe-Gerät – sprechende Puppen mit Beipackzettel sowie der Handkurbelbetrieb verstärken den Eindruck sicherlich…
Emil Berliners Weiterentwicklung – alles im Lack dank Schellack

Roh-Schellack, bevor es zur Schellackplatte wird
Ab 1896 verbessern sich die Erfolgsaussichten immerhin deutlich. Zum einen baut Emil Berliner in seine Grammophone mit Hilfe des Mechanikers Eldrige R. Johnson nun einen Federwerk-Motor ein, mit dem sich zumindest das „Mitkurbeln“ der Scheibe erübrigt – ab jetzt zieht man den Plattenteller nur noch auf. Zum anderen gelingt Berliner ein wichtiger Schritt, um endlich die Klangqualität hörbar zu verbessern. Er experimentiert mit einem Materialgemisch, bestehend aus Pflanzenfasern, Gesteinsmehl, Schießpulver (oder Ruß, daher kommt auch die schwarze Farbe) sowie einer natürlich gewonnenen Harzsubstanz aus Ostindien namens Schellack (ja, da muss man erst mal drauf kommen…). Diese Mixtur lässt sich durch kurzzeitiges Erhitzen hervorragend pressen und einem in Rillen geformten Stempel aufdrücken – dies ist die Geburtsstunde der Schellack-Platte! Die Haltbarkeit der Schallplatte gewinnt enorm durch das neue Material und die erreichte Klanqualität wirkt revolutionär… also für damalige Verhältnisse natürlich; andererseits hören die Kids heute ihre x-fach komprimierten und aus dem Internet gesaugten Lieblingslieder auch gerne über den Quäker-Lautsprecher ihres Slimline-Handys – das simuliert die Qualität von Schellack-Platten bereits recht gut! Der Vollständigkeit halber: Auch Schellackplatten sind zu dieser Zeit nur einseitig bespielt, die Laufzeit dauert keine zwei Minuten und der Titel ist mittels Handarbeit in den Lack eingeritzt.

Schellack-Platte mit dem berühmten Grammophon-Hund "Nipper"
Als hätte der Teufel persönlich das plötzliche Marktpotential der Schellackplatte erahnt, schickt er Emil Berliner noch im selben Jahr den zwielichtigen Werbefachmann Frank Seaman vor die Haustür. Frank Seaman eröffnet eine eigene Firma mit dem Namen „National Gramophone Company“, unterschreibt mit der „Berliner Gramophone Company“ einen Exklusivvertrag auf 15 Jahre und startet eine sensationell erfolgreiche Werbekampagne, mit der er sowohl Abspielgeräte als auch Schellackplatten endlich ganz groß raus bringt. Angeregt durch den plötzlichen immensen Erfolg gründet Emil Berliner zu seinen diversen US-amerikanischen Unternehmen noch zahlreiche Plattenfirmen im Ausland, unter anderem die „Gramophone Company“ in London sowie die „Deutsche Grammophon-Gesellschaft“ in Hannover, was den Absatz noch weiter ankurbelt.

Öl-Gemälde des Grammophon-Hundes Nipper. Den Hund gab es wirklich und er wurde so genannt, weil er Besucher gerne in die Wadeln biss.
Währenddessen kauft Emil Berliner vom Maler Francis Barraud für 100 Pfund ein Öl-Gemälde, auf dem ein Hund namens Nipper (zu deutsch: Kneifer, Wadlbeißer) sitzend vor einem Phonographen den Tönen lauscht. Gedacht war dieses Kunstwerk einst für Thomas Alva Edison, der hatte es aber offenbar nicht so sehr mit Mischlings-Terriern und lehnte es seinerzeit ab. Emil Berliner lässt als Kaufbedingung Edisons Phonographen mit seinem Grammophon überpinseln und kreiert damit das bis heute berühmteste Markenlogo in der Schallplattengeschichte. Passend zum Bild folgt später noch der Werbeslogan „His Master’s Voice“ (Die Stimme seines Herren) – aufgrund zahlreicher Irrwege des Copyrights auf das Bild wird Nipper ab 1900 zum Markenzeichen für einen Großteil der weltweiten Plattenindustrie, unter anderem von RCA, EMI und Victor.
Als Emil Berliner der USA den Rücken kehrte
Doch nochmals zurück zu unserem teuflischen Marketingspezialisten Seaman. Die von Emil Berliner unerwartet hohen Gewinne rufen in Frank Seaman schnell großen Neid hervor. Der Werbefachmann will von dem Kuchen ein größeres Stück abhaben und beginnt 1898 hinter Berliners Rücken, eigene Schallplattengeräte herzustellen und zu vertreiben. Natürlich endet dieser Zwist zwischen Berliner und Seaman vor Gericht. Und Frank Seaman zieht einen unerwarteten Joker aus dem Ärmel. Er verbündet sich mit Berliners Konkurrenz Columbia und „beweist“ mit ihnen vor Gericht, dass Emil Berliners Patente auf Schallplatte und Grammophon zu Unrecht erteilt wurden, da die wahren Patentrechte bei einem gewissen Charles Sumner Tainter lägen. Tainter experimentierte tatsächlich bereits 1880 mit scheibenförmigen Tonträgern herum, lies seine Versuche aber aufgrund technischer Probleme bald wieder fallen und ging damit auch nie an die Öffentlichkeit oder gar zum Patentamt. Auch Emil Berliner wusste nichts von Tainters Experimenten. Doch wie immer kann man sich auf die US-amerikanische Justiz verlassen, sofern man auf überraschende Urteile steht: Frank Seaman bekommt recht und Emil Berliner darf noch nicht einmal mehr den Namen „Grammophon“ für seine Geräte verwenden. So die Justiz im Sommer 1900.
Nach all der gefühlten Ungerechtigkeit verlässt Emil Berliner weitgehend die Lust am Schallplattengeschäft: sein Monopol samt Namensgebung von einem fachunkundigen Juristen zerfetzt. Berliner löst all seine US-amerikanischen Firmen auf, verkauft seine Patente an den Mechaniker Eldrige R. Johnson, kehrt der USA den Rücken und zieht weiter nach Montreal in Kanada. Von dort aus leitet Emil Berliner von nun an sein kanadisches und seine ausländischen Plattenlabels. Und quasi als Hobby entwickelt Berliner nebenbei noch den ersten praxistauglichen Hubschrauber mit.

Ein edles Grammophon für Emil Berliners Schellackplatten
Das Urteil zu Gunsten Frank Seamans deckt vor allem den unzureichenden patentrechtlichen Schutz der Schallplattentechnik auf und so fühlen sich weltweit alle möglichen Geschäftemacher berufen, mit dem neuen Unterhaltungsmedium das schnelle Geld zu verdienen. Vor allem in London, Paris, Hannover, Berlin und Wien entwickeln sich wahre Metropolen der Plattenindustrie. Doch es ist Anfang 1900 nicht anders als im modernen Technikzeitalter unserer Ära. Viele Entwickler erarbeiten tolle neue Ideen, aber kaum etwas ist untereinander kompatibel. Zwar boomt die Schallplatte mancherorts, aber kaum länderübergreifend, weil jede Plattenfirma ihr eigenes Ding dreht. Der 1. Weltkrieg ab 1914 lässt den Plattenmarkt dann auch in den Plattenboom-Städten zusammenbrechen, da zahlreiche internationale Handels- und Künstlerbeziehungen abreißen und sich die Beschaffung von Roh-Schellack als äußerst schwierig erweist. Erst Mitte der 1920er Jahre blüht das schwarze Unterhaltungsmedium wieder auf; mittlerweile mit zahlreichen Optimierungen wie besserem Klang (also noch besser
), beidseitig bespielbaren Platten und gedruckte Papierlabel. Doch das Medium und die Grundtechnologie ist immer noch Emil Berliners Schellack-Platte. Diese hält sich insgesamt rund 60 Jahre auf dem Markt und findet erst mit Beginn des Rock`n-Roll-Zeitalters Mitte der 1950er ihre Ablösung durch die Vinyl-Schallplatte. Berliners Aufzeichnungsverfahren findet sich aber selbst bei diesen modernen Schallplatten bis heute wieder.
Emil Berliners Lebensrille klingt am 3. August 1929 im Alter von 78 Jahren in Washington aus. Seine Technik zum Beschreiben von Schallplatten findet nun seit über 120 Jahren Verwendung. Inmitten des Zeitalters von MP3-Musik auf Halbleiterchips wäre es naiv zu denken, man könnte Emil Berliners Erbe noch für viele Generationen aufrechterhalten. Zumal hinter den Speicherchips als Musik-Medium ja echter technischer Fortschritt steckt. Bewahren kann man sich jedoch den Respekt vor dem Tonträger „Schallplatte“. Nicht, dass ich zu den Vinyl-Freaks gehöre, die zu wissen glauben, das CDs keine Seele hätten und Schallplatten dank ihrer technischen Unzulänglichkeiten auch noch besser klingen würden, wenn sie ein 50.000-Euro-Plattenspieler wiedergibt… völliger Quatsch, mir sind CDs und MP3s mittlerweile auch lieber. Doch das Gefühl, eine Schallplatte zu enthüllen, sie auf den Plattenteller aufzulegen, mit dem Plattentuch zu säubern und abschließend das ideale Gewicht des Tonarmes einzustellen – alles nur um Elvis Presley oder die Beatles auf ihrem Original-Medium wahrzunehmen – dieses Gefühl darf man sich ruhig einmal im Jahr in Erinnerung rufen: zum Beispiel an Emil Berliners Gedenktag am 3. August!
© Andy Ilmberger, Juli 2009

"Die Stimme seines Herren" - sogar auf Opas Kellerfundstück lauscht "Nipper" der Musik
Hier noch ein uraltes Erbstück meines Großvaters: ein mobiles Grammophon mit Tonarm-Membran. Vermutlich aus den 1910/1920er Jahren. Sogar der Grammophon-Hund „Nipper“ ziert die Innenseite der Plattenspieler-Abdeckung, samt dem Werbeslogan „Die Stimme seines Herren“. Das Grammophon funktioniert komplett ohne Strom: einfach ankurbeln, Tonarm auflegen und los gehts – Federmotor-Antrieb sei Dank. Und vor allem: die Kiste läuft nach fast 100 Jahren immer noch einwandfrei, obwohl sie so aussieht, wie sie aussieht: total verrostet und zerfallen…







Wow, da wäre doch glatt mal wieder ein Besuch in einem der alten Plattenläden in Berlin oder Salzburg fällig – der guten alten Zeiten wegen. Schade, dass man in München keinen solchen Laden mehr findet. Und wer mit Napster aufgewachsen ist, kann tatsächlich nur erahnen, welches Gefühl es sein muss, eine brandneue Platte zu ergattern und ehrfürchtig auf seinen „Player“ aufzulegen.
Tolle Geschichte!
Eine sehr informative und noch dazu exzellent unterhaltsam geschriebene Geschichte über die gute alte Schallplatte. Vielen Dank!
Ich hab zu Danken für die netten Worte des Lobes Eurerseits. Positive Äußerungen zu solcherlei Artikel sind ja mittlerweile recht selten geworden, motivieren aber ungemein zu neuen Taten – deshalb noch mal vielen Dank Euch beiden.
Beste Grüße
Wirklich toll geschrieben. Danke für die informative und nette Geschichte.
Vielen Dank für das Lob lieber Vinylliebhaber und zusätzlich Danke fürs Weiterverlinken von ks-musik.de
Beste Grüße