„So ist Fußball: manchmal gewinnt der Bessere!“
Lukas Podolski bei der WM 2006 nach der Halbfinal-Niederlage Deutschlands gegen den späteren Weltmeister Italien (0:2)

Lukas Podolski
Unser aller Prinz Poldi feiert in diesen Tagen seinen Abschied vom FC Bayern München und speziell am 4. Juni 2009 seinen 24sten Geburtstag (* 4. Juni 1984 in Gleiwitz, Polen). Grund genug, den torhungrigen Sprücheklopfer etwas Raum auf Wortgeflecht.eu freizumachen. Als Stürmer beim FC Bayern kämpfte Lukas Podolski ja meist mit zu engen Räumen, sowohl auf der Ersatzbank wie auch im gegnerischen Strafraum – so er denn mal bis dort hin gelangte.
Schon merkwürdig: Als Prinz Poldi nach dem WM-Sommermärchen 2006 in Deutschland vom 1. FC Köln zum FC Bayern München wechselte, glaubten die Münchner Fans eigentlich fest an eine Weiterführung der WM-Erfolgsgeschichte. Immerhin traf Lukas Podolski mit Bastian Schweinsteiger, Oliver Kahn, Phillip Lahm und später noch Tim Borowski, Miroslav Klose und Jürgen Klinsmann fast alle wichtigen Märchengestalten wieder, die den WM-Sommer 2006 so unvergesslich machten. Doch denkste. Manche Blutsbrüderschaft erwies nach der WM im Alltag als eher blutleere Bekanntschaft, etwa mit Bastian Schweinsteiger und erst recht die letzte Saison mit seinem Trainer Jürgen Klinsmann.
Doch bereits vor Jürgen Klinsmann verschließ der Wahlkölner mit Felix Magath und Ottmar Hitzfeld zwei Trainer, ohne in der Stammelf der Bayern wirklich Fuß zu fassen. Erst mit dem Interims-Coach Jupp Heynckes entwickelte Lukas Podolski so etwas wie Spielfreude und Gefallen zum FC Bayern München, frei nach Poldis unbekümmerten Motto: „Fußball ist einfach: rein das Ding – und ab nach Hause.“ Jetzt gegen Ende der Saison war es leider bereits zu spät. In der Winterpause der Fußball-Bundesliga-Saison 2008/2009 entschied sich der ehemalige Torschützenkönig der 2. Bundesliga (2004/2005) zu einer Rückkehr zum 1. FC Köln – eben ab nach Hause. Nach Jürgen Klinsmann ist Lukas Podolski wohl das zweite Missverständnis, dass der FC Bayern 2009 aus der Welt schaffte…
Was nimmt Lukas Podolski nach drei Jahren München mit in seine Heimat? Zunächst mal darf er sich nun DFB-Pokalsieger und Deutscher Meister 2008 nennen. Zudem sammelte er bestimmt jede Menge Erfahrungen und fremdartiger Sitten in der Isar-Metropole. Und eine Spielerbilanz, die sich im Lebenslauf eines Stürmers nicht ganz so optimal liest: 71 Spiele in drei Jahren, 15 Tore. Persönlich finde ich es trotzdem sehr Schade, dass der Prinz im Kaiserlichen Hofstaat von Franz Beckenbauer so wenig Land gewann. In der deutschen Nationalmannschaft stellte der gebürtige Pole seine Treffsicherheit ja oft genug unter Beweis. Nicht umsonst darf sich Lukas Podolski WM-Dritter 2006, Vize-Europameister 2008 und bester Jungspieler der WM 2006 nennen.

Lukas Podolski, wie wir ihn alle am liebsten sehen: beim Torjubel! Hier jubelt Prinz Poldi beim Achtelfinal-Spiel gegen Schweden bei der Sommermärchen-WM 2006 in Deutschland.
Mal sehen ob der Geißbock-Trainer Christoph Daum, ähnlich wie Jupp Heynckes, den richtigen Schalter bei Lukas Podolski findet, damit er für den 1. FC Köln wieder genau so viele Tore schießt, wie schon für die Domstädter vor seiner Zeit beim FC Bayern anno 2003 bis 2006. Lukas muss ja lediglich getreu seiner eigenen Aussage „den Kopf hochkrempeln und die Ärmel natürlich auch.“ Mögen es viele und wunderschöne Traumtore sein… und mögen sie vor allem nicht gegen den FC Bayern fallen!!!
Ansonsten, viel Glück für die Zukunft!
© Andy Ilmberger, Juni 2009







Oh,… das klingt ja nicht so als ob du ihn sonderlich vermissen wirst
Lieben Gruß von der Jet-Leg-Geschädigten Krissi
Hallo Ihr zwei Lieben,
bin wieder im Lande, fast ganz ohne Jet-Leg – praktisch wenn man eher dem Längengrad als dem Breitengrad entlang fliegt.
Vielen Dank für Deine lieben Kommentare in den letzten Tagen, konnte nur leider nicht antworten, weil ich keinen echten Internetzugang hatte…
Zum Prinz Poldi: Ich glaub schon, dass er ein netter Kerl ist und etwas werde ich ihn auch vermissen, zumal ich gerne deutsche Nationalspieler bei den Bayern seh. Aber dieses Wechseltheater, Rumgeheule und Heimweh nach Köln ging mir letztlich etwas arg auf die Nerven, so dass ich mir irgendwann dachte: „dann geh halt heim, Du Weichei, wenn’s sein muss fahr ich Dich auch persönlich hoch…“ Aber ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute, ganz ehrlich!