„Jede enttäuschte Liebe macht ein bisschen immun gegen die nächste!“

Ursula Andress als liebreizende Muscheltaucherin Honey Ryder in "James Bond jagt Dr. No"
Ertappt! Dieses Zitat stammt gar nicht aus dem James-Bond-Abenteuer „James Bond jagt Dr. No“. Dies liegt daran, dass Bond-Girls anno 1962 einfach nur gut auszusehen hatten und sich auf verbale Highlights wie „Wer singt da – suchen Sie Muscheln?“ und ähnliches beschränken mussten; nicht gerade sehr Wortgef(l)echt-würdig… die coolen Sprüche riss in den 1960ern eben nur einer: James Bond! Trotzdem war Ursula Andress alias Honey Ryder das erste Bond-Girl überhaupt und sie gilt bis heute als DAS BOND-GIRL schlechthin. Immerhin wählte das englische Film-Magazin „Total Film“ Ursula Andress vor zehn Jahren zum besten Bond-Girl aller Zeiten. Und sie feiert Geburtstag: am 19. März ihren 73sten.
Geboren wurde Ursula Andress demnach am 19. März 1936 in Ostermundigen bei Bern als Tochter einer Schweizerin und des Deutschen Rolf Andress. Um Rolf Andress ranken sich eine Vielzahl von Mythen, wie etwa er sei ein als Konsul in Bern getarnter Agent gewesen. Dass er während des 2. Weltkrieges plötzlich verschwand, nährte dieses Gerücht mit Sicherheit. Die glaubwürdigere Geschichte besagt jedoch, das Rolf Andress lediglich als Gärtner beim Amt arbeitete… verschwunden war er aber trotzdem! Ursula Andress wuchs also den größten Teil ihrer Kindheit „nur“ mit ihrer Mutter und ihren insgesamt fünf Geschwistern auf.

James Bond (Sean Connery) hat Honey Ryder (Ursula Andress) fest im Griff
Nach ihrem Abitur 1953 zog es Ursula Andress in die großen Metropolen Europas. Zunächst nach Paris um Malerei, Bildhauerei und Tanz zu studieren, später dann nach Rom als Fotografie- und Künstler-Modell. Nebenbei lernte sie noch die jeweiligen Landessprachen, so dass Ursula Andress neben deutsch fließend italienisch und französisch spricht. Marlon Brando brachte Ursula Andress dann zur Schauspielerei und bereits 1955 sah man sie in dem Streifen „Casanova – Seine Liebe und Abenteuer“ auf der Leinwand. Der internationale Durchbruch gelang Ursula Andress dann 1962 im ersten James-Bond-Abenteuer „James Bond jagt Dr. No“ (mit Sean Connery als James Bond), in dem sie kaum mehr machen musste, als in einem selbst genähten Bikini lasziv (zumindest für damalige Verhältnisse) aus dem Wasser empor zu steigen – das reichte für einen lebenslangen Kultstatus! Dabei sagte sie dem Bond-Streifen nur zu, weil sie dachte, den sieht sich eh niemand an. Als Ursula Andress nämlich zuvor mit Kirk Douglas das Drehbuch studierte, feixten sie noch rum, dass es wohl kaum einen größeren Blödsinn geben könnte als dieses.

Strand-Szene mit Ursula Andress und Sean Connery aus "James Bond jagt Dr.No"
Doch die Schöne irrte sich gewaltig, jede Menge Leute wollten den Film im Kino sehen. Und so brachte die Rolle der Honey Ryder den Durchbruch und noch zahlreiche weitere Filmhits für Ursula Andress, stets umgeben von den großen Namen der damaligen Zeit: „Vier für Texas“ (Frank Sinatra, Dean Martin), „Fun in Acapulco“ (Elvis Presley), „Was gibt’s Neues, Pussy?“ (Woody Allen, Peter O’Toole) und dem inoffiziellen und schlechtesten Bond-Film aller Zeiten „Casino Royale“ von 1967 mit David Niven und Peter Sellers. Nach bewährtem James-Bond-Erfolgsrezept pflegte Ursula Andress in ihren Filmen stets ihr sexy Vamp-Image bis tief in die 1970er Jahre hinein. Und um ihre Kurven auch während der Drehpausen öffentlich würdigen zu lassen, lies sich Ursula Andress 1965 zusätzlich für den Playboy ablichten. So erarbeitete sich Ursula Andress solche koketten Titel wie Ursula Undress oder „das größte Beispiel für Schweizer Architektur seit den Alpen“.

James Dean schmachtet die schöne Andress an... noch!
Neben Ihrer Film- und Foto-Karriere spielte Ursula Andress noch gerne die Ehefrau diverser Hollywood-Größen, namentlich John Derek, Jean-Paul Belmondo und Harry Hamlin – von letztgenanntem gebar sie im Alter von 44 Jahren einen Sohn. Laut Ursula Andress soll sich sogar James Dean aus Liebeskummer am 30. September 1955 wegen ihr mit seinem Porsche das Leben genommen haben, weil die Blondine bereits in John Derek verliebt war… Vermutlich war James Dean in Liebes-Angelegenheiten einfach nicht immun genug!
Hier ist übrigens die berühmte Bikini-Szene von Ursula Andress alias Honey Ryder aus „James Bond jagt Dr. No“ nochmal als Video zu bestaunen.






