
Auf der CeBIT 2009 mit Intel-gesteuertem Board-Computer zu bestaunen: Der BMW X5 (c)BMW
Auf der CeBIT 2009 zeigt der Halbleiter-Mogul Intel einen BMW X5 mit einem auf Intel-Atom-Prozessor basierenden Board-Computer. Dieser Borad-Computer regelt dann die unvermeidliche Auto-Elektronik an sich und kümmert sich zusätzlich noch um 3D-Navigation, Internetanbindung und Sprachsteuerung. Der PC erobert also das Automobil, wie es scheint. In ein paar Jahren hängen wir an der Tankstelle vermutlich nicht nur den Zapfhahn in die Tanköse, sondern zusätzlich noch ein USB-Kabel in den daneben liegenden USB-Port, um das aktuellste Firmware-Update für die Autoelektronik gleich mit aufzuspielen.

Bill Gates - seines Zeichens Gründer von Microsoft.
Als Betriebssystem kommt zwar AUTOSAR (AUTomotive Open System ARchitecture, eine Art KFZ-Linux) zum Einsatz und kein Windows, trotzdem fiel mir unweigerlich der Disput zwischen Bill Gates von Microsoft und General Motors (Muttergesellschaft von Opel) vor ein paar Jahren wieder ein. Bill Gates soll auf der Computermesse ComDex gegen die Auto-Industrie gestichelt haben und äußerte: „Wenn General Motors (GM) mit der Technologie so mitgehalten hätte wie die Computer Industrie, dann würden wir heute alle 25-Dollar-Autos fahren, die 1.000 Meilen mit einer Gallone Sprit fahren würden.“
Die Antwort seitens General Motors auf dieses gewagte Statement von Bill Gates lies nicht lange auf sich warten und zog eine Presseerklärung mit folgendem Inhalt mit sich:
Wenn General Motors eine Technologie wie Microsoft entwickelt hätte, dann würden wir heute alle Autos mit folgenden Eigenschaften fahren:
1. Ihr Auto würde ohne erkennbaren Grund zweimal am Tag einen Unfall haben.
2. Jedes Mal, wenn die Linien auf der Strasse neu gezeichnet werden, müsste man ein neues Auto kaufen.
3. Gelegentlich würde ein Auto ohne erkennbaren Grund auf der Autobahn einfach ausgehen und man würde das einfach akzeptieren, neu starten und weiterfahren.
4. Wenn man bestimmte Manöver durchführt, wie z.B. eine Linkskurve, würde das Auto einfach ausgehen und sich weigern neu zu starten. Man müsste dann den Motor neu installieren.
5. Man kann nur alleine in dem Auto sitzen, es sei denn, man kauft „Car95″ oder „CarNT“. Aber dann müsste man jeden Sitz einzeln bezahlen.
6. Macintosh würde Autos herstellen, die mit Sonnenenergie fahren, zuverlässig laufen, fünfmal so schnell und zweimal so leicht zu fahren sind, aber dafür nur auf 5% aller Strassen fahren.
7. Die Oel-Kontroll-Leuchte, die Warnlampen für Temperatur und Batterie würden durch eine „Genereller Auto-Fehler “ – Warnlampe ersetzt.
8. Neue Sitze würden erfordern, dass alle die selbe Gesäßgröße haben.
9. Das Airbag System würde fragen „Sind Sie sicher?“ bevor es auslöst.
10. Gelegentlich würde das Auto sie ohne erkennbaren Grund aussperren. Sie können nur mit einem Trick wieder aufschließen und zwar müsste man gleichzeitig den Türgriff ziehen, den Schlüssel drehen und mit einer Hand an die Radio-Antenne fassen.
11. General Motors würde Sie zwingen, mit jedem Auto einen Deluxe-Kartensatz der Firma Rand-McNally (seit neuestem eine GM-Tochter)
mit zu kaufen, auch wenn Sie diesen Kartensatz nicht brauchen oder möchten. Wenn Sie diese Option nicht wahrnehmen, würde das Auto sofort 50% langsamer werden (oder schlimmer). Darüber hinaus würde GM deswegen ein Ziel von Untersuchungen der Justiz.
12. Immer dann, wenn ein neues Auto von GM hergestellt werden würde, müssten alle Autofahrer das Autofahren neu erlernen, weil keiner der
Bedien-Hebel genau so funktionieren würde, wie in den alten Autos.
13. Man müsste den “ START “ – Knopf drücken, um den Motor auszuschalten.
Dem bleibt nichts mehr hinzuzufügen außer: Viel Spaß auf der CeBIT 2009 wünscht Euer Andy







Da hat sich GM aber grandios entgegen gesetzt!!! Und ich muss sagen wo sie recht haben, haben sie recht
Lieben Gruß nach Hannover
So viel Schlagfertigkeit und Witz hätte General Motors mal in den letzten Jahren an den Tag legen sollen… Vielleicht hätte man dann nicht so vollkommen an der Zukunft und den Bedürfnissen der Kunden vorbeientwickelt und jetzt noch eine gute Chance auf ein Fortbestehen. Das ist momentan ja alles andere als gesichert. Ganz im Gegenteil scheint das Ende und die Insolvenz nun ganz kurz bevorzustehen, wenn man sich die aktuellen Meldungen aus dem Konzern mal so ansieht.
Seit Wochen wird immer wieder über das gleiche Thema diskutiert und noch immer wurde keine Entscheidung getroffen. Wie lange soll das denn nur so weitergehen? Wenn man wenigstens wüsste, ob und wieweit überhaupt etwas weitergeht, dann könnte man sich wenigstens ernsthafte Gedanken über die Zukunft machen, was im Augenblick ja alles andere als möglich ist.
Wieviel kostet er neu ?