
Wahrscheinlich trieb es die geheimnisvolle Tänzerin Mata Hari in ihrem kurzen Leben weit bunter, als es ein Schwarz/Weiß-Foto erahnen lässt.
Mata Hari: „Der Tod ist nichts, auch das Leben nicht was das betrifft. Zu sterben, zu schlafen, ins Nichts zu verschwinden, was macht das schon? Alles nur Illusion!“
Im Morgengrauen des 15. Oktober anno 1917 richten 12 französische Soldaten Ihre Gewehre auf die niederländische Tänzerin Margaretha Geertruida Zelle (* 007. August 1876). Unter dem Künstlernamen Mata Hari erlebt die Holländerin zunächst eine beispiellose Karriere als exotische und erotische Tänzerin. Während des 1. Weltkrieges gerät sie jedoch als vermeintliche Doppelspionin zwischen die Fronten und verkommt zum Spielball der französischen und deutschen Propaganda. Am 25. Juli 1917 verurteilt sie das französische Militärgericht wegen Hochverrats zum Tode. Der Schießbefehl wird am 15. Oktober 1917 um 6:30 ausgeführt. Nur ein Schuss von zwölf trifft Mata Hari tödlich – mitten ins Herz.
Oben angeführtes Zitat soll Mata Hari kurz vor ihrer Exekution gegenüber dem befehlshabenden Offizier geäußert haben. Seit ihrem Tod ranken sich zahlreiche Mythen und Geschichten rund um die wahrscheinlich berühmteste Spionen der Welt. Was an ihren Geheimtätigkeiten wirklich dran war, lüftet die französische Regierung am hundertsten Todestag von Mata Hari, also am 15. Oktober 2017. Bis dahin wünsche ich geheimnisvolles Mythenschnitzen.







